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Band in a Box 2009.5

Artikel in 'Tipps, Tricks & Tests', hinzugefügt von Claus, 19.Januar.2010. Current view count: 3104.

Einsatz von Styles

Styles sind das Salz in der Band-in-a-Box-Suppe. Mit ein paar Klicks sorgt man dafür, dass die Akkordfolge in einen anderen musikalischen Kontext gestellt wird.

Bereits in der Grundversion des Programms erhält man eine breite Palette von Styles aus den Bereichen Jazz, Latin, Blues, Pop, Rock, Country usw. Die größeren Programmpakete bieten dann noch eine weit größere Auswahl. Stylepakete können aber auch jederzeit später als Zusätze erworben werden. Styles können auch Untervarianten (substyles) haben, mit deren Hilfe man mehr Abwechslung z.B. bei Wiederholungen musikalischer Abschnitte erzeugen kann.

Wem das fertige Angebot an Styles nicht ausreicht, der kann über einen in Band-in-a-Box integrierten Stylemaker auch bestehende Styles verändern oder komplett neue Styles schaffen. Habe ich aber offen gesagt nicht probiert, da schon das bestehende Angebot an Styles unübersichtlich ist. Die Auswahl geeigneter Styles ist aus meiner Sicht mühsam, da das Angebot alles andere als selbsterklärend und wenig strukturiert ist (Bild). Nett ist die „Preview“-Funktion, die es einem erspart, jeden in Betracht kommenden Style erst zu laden, anzuhören und dann wieder in die Auswahl zurückzukehren.

Auch bei den Styles gilt: hören ist besser als lesen und deshalb seien auch an dieser Stelle die Klangbeispiele auf der Homepage empfohlen!



Output – Midi oder geht’s auch besser?

Midi als Standardschnittstelle hat zweifellos Vorteile. Aber das, was normale Soundkarten an instrumentaler Umsetzung bieten, erinnert doch sehr an Retorte. Jeder kann einmal selbst ausprobieren, wie ein Band-in-a-Box-Midi-File klingt (LINK). Natürlich gibt es Möglichkeiten, auch Midi-Sound zu verbessern. Besitzer bestimmter Soundblaster-Karten kennen seit langem die Möglichkeit, durch sog. Soundfonts die Midi-Ausgabe zu beeinflussen. In den letzten Jahren gibt es zunehmend Lösungen, die unabhängig von der verwendeten Soundkarte sind. Die Rechenpower moderner Prozessoren machte es möglich, Software-Synthesizer zu programmieren, die die Sounderzeugung übernehmen. Band-in-a-Box liefert mit dem Roland VSC3 (Virtual Sound Canvas) einen solchen Software-Synthesizer frei Haus mit, bietet aber alternativ auch die Möglichkeit, über VST oder DXi-Schnittstellen andere Klangerzeuger einzubinden.

Das genügte aber den Entwicklern nicht. Die logische Konsequenz war die Einführung von RealDrums und RealTracks im Jahr 2007. Dabei handelt es sich um vollständige, von realen Bands in verschiedenen musikalischen Stilen eingespielte Aufnahmen. Die akustischen Unterschiede zu den bisherigen Ergebnisses über Midi sind m.E. bemerkenswert. Beschreibungen helfen hier wenig, aber gottlob gibt es ausreichend Audio-Demos auf der Homepage von PGMusic.

Das schöne an Realtracks ist, dass sie sich ebenso wie Midi steuern lassen (z.B. Geschwindigkeit, Stummschaltung einzelner Instrumente etc.)

Einzige Nachteile der Realtracks sind der doch erhebliche Verbrauch an Festplattenplatz bei Installation vieler Realtracks (dies lässt sich freilich bei den heutigen Festplattenpreisen verkraften) und eine kurze Verzögerung bei der „Aufbereitung“ von Songs. Letzeres soll übrigens in der neuesten Version von Band-in-a-Box (2010) deutlich beschleunigt worden sein.