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Greg Fishman - hip licks for saxophone

Artikel in 'Schulen & Etüden', hinzugefügt von matThiaS, 30.Januar.2012. Current view count: 750.

Wie aus zahlreichen Beiträgen im Forum hervorgeht, erhalten die Bücher von Greg Fishman auch in Deutschland immer mehr Zuspruch. Zu Recht, wie der Autor nicht erst nach Durchsicht des neuesten Werkes Werkes 'hip licks for saxophone' meint. Schon die 'Jazz Saxophone Etudes' und die 'Jazz Saxophone Duetts Vol. 1' konnten begeistern.
Mit den 'hip licks for saxophone' legt Fishman wieder ein pädagogisch gut aufgebautes und musikalisch anspruchsvolles Buch vor. Im Gegensatz zu Aebersold & Co., bei denen man oft mit dem wenig hilfreichen Tipp "practice the lick in all twelve keys" auf die, beim Autor oft im Nirwana endende, Reise geschickt wird, erhält man hier eine fundierte Erklärung, auf welchen logisch aufbauenden Wegen man sich das Material erschließen kann. Hinzu kommen die gut los swingenden 14 Playbacktracks,mit denen man die Licks über die folgenden Akkorde und Akkordverbindungen erprobt:
ii mi7 / V7
ii mi7 / V7 / I Maj7
Major 7th
Dominant 7th
Minor 7th
ii mi7b5 / V7 / i mi
Parallel Maj7 to mi7
Minor
ii mi7 / V7 / I Maj7
V7b9
Whole Tone (V+7)
Diminished 7th
ii mi7b5 / V7b9 / I mi
ii mi7 / V7 / I Maj7 (with moving 7ths)



Dem Buch liegen 4 CDs bei, je zwei für Bb- und zwei für Eb-Instrumente. Auf der jeweiligen CD I befinden sich die langsamen Versionen der Stücke (von 126 bis 180 bpm), auf der CD II geht es mit den schnellen Versionen (192 bis 264 bpm) richtig zur Sache. Neben dem Halb-Playback gibt es auch zu jedem Song eine Version, auf denen Greg die Licks demonstriert, was sehr hilfreich ist. So kann man sich einen guten Eindruck verschaffen, wie die Licks überhaupt klingen sollen (sehr interessant die Sounds der Ganzton- und der verminderten Skala) und lernt durch Mitspielen und Imitation die subtilen Nuancen der Phrasierung. Keine Angst, man wird dadurch schon kein Fishman werden.

Durch den modularen Aufbau eignet sich das Buch für verschiedene Spiellevel. Ein paar Jahre Übung sollte man aber schon mitbringen und die Skalen in allen Tonarten beherrschen. Was mich besonders angesprochen hat, ist die Art wie Greg die Licks in einen Zusammenhang mit dem Instrument und der Musikalität stellt. Aus diesem Grund empfiehlt Greg nicht am Anfang einen Lick in alle Tonarten zu transponieren, sondern jeder der 168 Licks ist einer Tonart zugeordnet, um gute Spielbarkeit und guten Klang zu gewährleisten. Das die Licks gut in den Fingern liegen kann der Autor bestätigen. So konnten fast alle Licks auf Anhieb zu der langsamen Begleit-CD vom Blatt gespielt werden, was nicht heißen soll, dass die Licks simpel wären. Fortgeschrittene Anwendungsbeispiele demonstriert Greg in folgendem Video:



Wenn es etwas an den 'hip licks for saxophone' auszusetzen gibt dann lediglich, dass diese nicht schon vor 30 Jahren erschienen sind und dass es die Printausgabe momentan zwar über Amazon Deutschland gibt, diese ist allerdings sehr teuer. So muss das Buch über Gregs Webseite (http://www.gregfishmanjazzstudios.com) bestellt werden. Der Preis beträgt $24,95, dazu kommen kommen allerdings noch einmal ca. 11 Euro Versandkosten. Die Zahlung per PayPal ist möglich. Als Alternative bietet sich die App für IPhone und IPad an!

Die 'hip licks for saxophone' erhalten eine absolute Kaufempfehlung.

Greg Fishman - hip licks for saxophone [​IMG]