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Richtig Saxophone kaufen

Artikel in 'Guides', hinzugefügt von Schorsch, 15.Februar.2008. Current view count: 8643.

Neu - aber welches?

Heute gibt es eine Fülle von verschiedenen Herstellern und Modellreihen, bei der man sehr leicht den Überblick verlieren kann. Egal ob Schüler-, Mittel- oder Profiklasse, die Konzentration auf die 4 größten und bekanntesten Hersteller ("The Big 4" – Julius Keilwerth, Selmer, Yanagisawa, Yamaha) gibt die Garantie, technisch relativ ausgereifte und qualitativ hochwertige Instrumente zu erwerben. Die Wahl zwischen diesen Herstellern ist eine sehr subjektive Angelegenheit, und hier sollte man sich sehr viel Zeit nehmen und von niemandem beeinflussen lassen.
Eine Alternative bilden wie schon gesagt die Instrumente von Expression. Vom Preis her liegen diese Instrumente im Bereich der "Schülerinstrumente" der Big4, doch qualitativ können sie durchaus mit deren Mittelklassemodellen mithalten. Sie erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit und können über immer mehr Händler bezogen werden.

Es gibt aber generell Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellreihen, die hauptsächlich das Material und die Mechanik betreffen. Leider hat das auch seinen Preis, und so sind die typischen "Schülerinstrumente" eigentlich zum Lernen nicht sehr geeignet, da es ihnen genau in diesen Punkten fehlt.
Der Kauf läuft über einen Fachhändler, man kann also relativ sicher sein, hier kein gestohlenes Instrument angedreht zu bekommen. Außerdem kann man leicht herausfinden, ob das Instrument überteuert ist, indem man einfach die Preise mehrerer Anbieter vergleicht. Und es lohnt sich ohne Zweifel, die Preise verschiedener Händler zu vergleichen. Oftmals ergeben sich mehrere hundert Euro Differenz. Es reicht meist schon, dem eigenen Händler das günstigere Angebot eines anderen unter die Nase zu halten, um den Preis ein wenig zu senken.


Schülermodelle:
Über den Einstieg in das Saxophonspielen gibt es sehr unterschiedliche Ansichten. Eine gute Methode ist sicherlich der Mietkauf eines Saxophons, um festzustellen, ob das Instrument einem überhaupt zusagt. Die meisten Musikhäuser bieten diesen Service nur für die unteren Modellreihen an. Entscheidet man sich für ein gebrauchtes, entfällt diese Möglichkeit natürlich, und man muss wahrscheinlich auf jegliche Serviceleistungen verzichten.

In dieser Preisklasse gibt es parallel zum Angebot der Big 4 zahlreiche Anbieter, über deren Herkunft nichts Genaues bekannt ist, die aber damit werben, zu diesem Preis absolute Top-Instrumente anzubieten. Viele verschiedene Namen beschreiben in diesem Sektor ein und das gleiche Modell, denn diese "Containerware" wird von einem Hersteller je nach Kundenwunsch graviert und zu festen Stückzahlen an den Käufer abgegeben. Tatsache ist allerdings, dass die Qualität dieser "100%igen Selmer-Kopien" sehr weit unter dem versprochenen Niveau liegt.

Typische "Budget"-Modelle sind:



Keilwerth: ST 90 Yanagisawa: 901, 902
Selmer: / Yamaha: 32, 275



Mittelklassemodelle:
Ob diese Preisklasse eine Daseinsberechtigung hat, ist recht fraglich. Der Wiederverkaufswert ist hier zwar höher als bei den Schülermodellen, doch noch lange nicht so hoch wie in den Profiserien. Um direkt mit ihnen einzusteigen, sind sie eigentlich zu teuer, und nach den Schülerinstrumenten auf sie umzusteigen halte ich eigentlich nicht für sinnvoll. So würde man später noch mal Geld ausgeben für ein besseres Instrument, womit man mit wesentlich mehr Kosten beim selben Ergebnis angekommen ist, wie wenn man gleich ein Profiinstrument kauft. Einzig zum Einstieg mit Mietkauf sind sie wirklich geeignet.



Keilwerth: EX 90 Yanagisawa: 901, 902
Selmer: / Yamaha: 475



Profimodelle:
Wenn man mal hier angelangt ist, weiß man eigentlich welchen Sound man selbst erreichen möchte, was einem gefällt und was nicht. In dieser Preisklasse fahren die Hersteller alles an technischen Features und Oberflächenveredelungen auf, was sie zu bieten haben.



Keilwerth: SX 90, SX 90 R Yanagisawa: 991, 992, 993X
Selmer: Super Action 80 II &III, Reference 36 &54 Yamaha: 62, 675, 875, 82Z


Das Keilwerth SX90R unterscheidet sich vom SX90 lediglich durch das Vorhandensein von Bördelringen. Bei Yanagisawa sind die Baureihen 901 und 902 bzw. 991 und 992 jeweils baugleich, die XX2-Modelle werden allerdings aus Bronze statt aus Messing gefertigt. Selmer bietet eigentlich nur Instrumente der Profiklasse an. Bis hin zum Super Action 80 Serie III gab es eine stetige Weiterentwicklung der Instrumente. Mit der Reference-Reihe besann man sich auf die eigene Geschichte. Das Reference 36 wurde in Anlehnung an das Super Balanced Action von 1936 gebaut, das Reference 54 in Anlehnung an das Mark VI von 1954. Beide sind als Tenor erhältlich. Seit 2003 gibt es auch das Reference 54 Altsaxophon.