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The Mouthpiece Exercise

Artikel in 'Schulen & Etüden', hinzugefügt von matThiaS, 13.Februar.2008. Current view count: 2971.

Nachdem Du jetzt zu einem Experten für Slide-Whistle-Enten-Lockrufe geworden bist, ist es Zeit, mehr Kontrolle und Koordination zu erlangen. Spiele eine bequeme Tonhöhe. Die Stimmung hängt von der Größe des Mundstückes ab. Soprano: irgendwo zwischen "A" und "C"; Alto: klingend "A"; Tenor: klingend "F"-"G" (manche Mundstücke mit kleiner Kammer auch ein "A"); Bariton: Ich kann mich wirklich nicht mehr daran erinnern, es ist 10 Jahre her, seit ich mein Bari verkauft habe.

Diese Stimmung als Ausgangspunkt nutzend, stelle dein Stimmgerät auf diese Tonhöhe ein (es soll einen hörbaren Ton erzeugen, nicht die Stimmung messen) und beginne, eine Tonleiter abwärts zu spielen. Triff jedes Intervall so genau du kannst, achte dabei auf Schwebungen zwwischen deinem Ton und dem Ton deines Stimmgerätes (ein Synthesizer oder Keyboard erfüllt diesen Zweck, wenn du keinen Ton-erzeugenden Tuner hast). Versuche, eine ganze Oktave zu spielen. Wenn du ungefähr eine Sexte erreicht hast, wird die Stellung deines Unterkiefers sich verändern und und du wirst so etwas wie einen Subtone-Ansatz einnehmen. Diese tiefen Töne stehen für extreme Flexibilität und Ansatzveränderng, aber ich denke, daß sie einen Zweck erfüllen. Verzweifele aber trotzdem nicht, wenn du sie nicht erreichen kannst; das wesentliche dieser Übung kannst du auch schon erfassen, wenn du nur eine Quinte oder Sexte erreichst.

Nachdem du die Tonleiter oder wenigstens den Anfang davon erarbeitet hast, richte dein Augenmerk auf das Entscheidende – den Teil der Übung, der dir erste Beherrschung der Koordination gibt: dynamische Kontrolle. Beginne die Tonleiter erneut. Bei einem Tempo von ungefähr Viertelnote = 126, halte jeden Ton 8 Schläge lang aus (oder länger, wenn du magst). Beginne jeden Ton kraftvoll (sei dir dabei dennoch deiner Nachbarn bewußt) und achte wieder genau auf die Stimmung in Bezug auf Ihren Referenzton. Nun wirst du über vier Schläge leiser bis ppp und über die nächsten vier Schläge wieder lauter bis zur ursprünglichen Lautstärke. Halte dabei die Stimmung konstant. Jetzt wiederhole dies für jeden Ton der Skala und konzentriere dich dabei auf die Stimmung. Gleichmässige Stimmung ist der Schlüssel für diese Übung.

Ok, das war’s. Jetzt hast du es geschafft. Führe diese Übung als tägliche Aufwärmung durch, bevor du mit den Oberton-Übungen beginnst.

Nachdem du nun gelernt hast, Tonleitern (und ein paar von euch haben wahrscheinlich auch schon Melodien gespielt) auf deinem Mundstück zu spielen - was kannst du damit anfangen außer deine Freunde mit einer Mundstück-Serenade zu überraschen? Eine Menge! Wenn du die Geschwindigkeits- / Stimmungskontrolle beherrscht, hast du schon viel erreicht. Du hast bereits herausgefunden, dass , wenn die Geschwindigkeit des Luftstroms schwächer wird, die Stimmung ansteigt, und umgekehrt. Du hast gelernt, dass du dies kontrollieren konntest, ohne unbedingt genau wissen zu müssen, was du überhaupt machst. Es ist einfach ein natürlicher und intuitiver Vorgang der Kompensation. Du hast auch gelernt, dass Enge und der Verlass auf Kieferdruck allein (Beißen) der Feind der Luftstromkontrolle sind - und dennoch ist dies ein großer Teil des Gesamtvorgangs. Lernen, diese Vorgänge zu koordinieren, macht dich zum Virtuosen.

Jetzt, an diesem Punkt, könnte ich einen langen Vortrag darüber halten, was genau in deinem Mund passiert, könnte dir die Zungenpositionen genau beschreiben und dies und das, und mach dies und mach dies nicht, und wenn du es nicht genau auf meine Weise machst ist es nicht richtig, und bla bla bla. Aber das mache ich nicht, aus einem guten Grund. Ich weiß es selbst nicht wirklich. Nun ja…. Ich sollte das nach all den Jahren wissen, aber es ist wirklich nicht wichtig, und ich möchte nicht, dass da draußen jemand herumläuft der sagt „Shooshi sagt, dass muss so gemacht werden“ und der eine völlig neue „Denkschule“ beginnt. Denkschulen sind eine gute Art und Weise, dich zu verschließen und deine Lernfähigkeit zu blockieren. Sobald dir jemand eine Denkschule aufzeigt, mach dich bereit weg zu rennen oder lass dich einschnüren. Das was sie dir erzählen werden muss nicht unbedingt falsch sein, aber die Tatsache, dass ein nur einen Weg geben soll. „Schule“ in diesem Sinne wird als eine Art „Kult“ verstanden.

So, anstatt dir zu erzählen, was was ist, sage ich dir lieber, was du tun musst um herauszufinden, was für dich gut ist. Das bedeutet, ich gebe dir einfach ein paar Werkzeuge anstatt dir zu sagten, was du mit diesen bauen musst. Fangen wir an:

Was ist es, das es dir ermöglicht, die Stimmung auf dem Mundstück allein zu verändern? Ist es eine „Lippen-Veränderung“? Nein! Ich kann das Blatt nahezu zubeißen und immer noch Tonleitern spielen. Deine Lippen sind mit einbezogen und müssen mit Muskeln unterstützt werden, aber es wäre falsch zu sagen, dass wir die Lippen verändern. Öffnen wir unsere Hälse oder schließen wir sie? Vielleicht. Es ist nicht so wichtig dies zu wissen, solange es, was auch immer es ist, automatisch passiert um die Übung erfolgreich zu absolvieren. Aber eines ist sicher. Die Zunge und andere Dinge bewegen sich wenn du leiser oder lauter wirst oder die Note änderst oder die Stimmung korrigierst, genauso wie sie es beim Hornspiel machen, und so vollführen sie einen koordinierten „Tanz“ , genau wie beim Horn. Diese Reihe von Bewegungen, was auch immer diese sind, und die Positionen der Körperteile in deinem Mund und Hals sind alle wichtig um herauszufinden, was funktionieren wird in gegebenen musikalischen Verhältnissen.