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Tipps, Tricks & Tests > Der Jazzlab saXholder
Der Jazzlab saXholder
Veröffentlicht von MatthiAS am 29.10.2011 (3215 Gelesen)
Der saXholder, entwickelt und produziert von der Janic AG, von der auch der vielen Saxophonisten bekannte Silencer stammt, kommt in einem schick aufgemachten Karton, der neben dem ‚Haltesystem’ (von Gurt kann man hier nicht sprechen) eine Gebrauchsanweisung, eine Ersatzkordel und ein Aufbewahrungsbeutel enthält. Die Verarbeitung wirkt sehr hochwertig, es werden High-Tech-Materialien wie Kevlar® und Flugzeugaluminium verwendet. Den zum Transport zusammengelegten saXholder bereitet man durch Hochklappen der Bügel und Ausziehen der Teleskopstange zum Einsatz vor. Durch sanftes Biegen der Aluminiumstangen kann man eine Anpassung an seine individuelle Anatomie vornehmen, was bei mir allerdings nicht nötig war. Lediglich die Kordel musste ich kürzen, da ich ansonsten das Mundstück meines Altsaxophones nur mit leichtem Druck des Daumens in die richtige Position bekam.

Am Anfang war das Haltegefühl des Saxophons etwas ungewohnt. Vor allem die Stütze, die das Gewicht am Bauch abfängt, irritierte mich. Nach einigem Justieren war die angenehmste Position der Bauchstütze gefunden, und nach weiterer Zeit des Spielens empfand ich keine Ablenkung mehr. Das Saxophon scheint fast nichts mehr zu wiegen, es schwebt quasi vor dem Körper. Meiner Empfindung nach setzt sich diese ungewohnte Leichtigkeit am Hals in sehr entspannte Finger fort.

Nach der kurzen Testphase von ein paar Tagen, in denen ich allerdings nur im Stehen spielte, bin ich von dem saXholder absolut begeistert. Gegenüber herkömmlichen Halsgurten belastet dieser nicht die Halswirbel, man fühlt sich aber auch nicht so eingezwängt wie ich es bei verschiedenen Lösungen von Schultergurten oft empfand. Mit dem Tenor und vor allem dem Bariton, das gegenüber dem Alt einiges an Kilo mehr wiegt, habe ich den saXholder noch nicht getestet. Vor allem bei letzterem dürfte sich die Anschaffung eines rückenschonenden Haltesystems lohnen. Aber ich würde dazu raten, den saXholder auch auf allen Saxophonen zu testen. Zwar scheint der Preis mit 50,00 € relativ hoch, aber dies ist in Hinsicht auf die langfristige Erhaltung der Gesundheit und das gute Spielgefühl, das sich durch die Entlastung der Halswirbelsäule einstellt, kein Argument gegen die Anschaffung, ebenso wenig das Aussehen, das für meinen Geschmack nicht so ‚vorteilhaft’ ist, wie es der Hersteller auf seiner Webseite aufführt.

Bisher habe ich nur zwei Kritikpunkte am saXholder gefunden. Der eine ist die für mich als Altisten zu lange Kordel. Sicher wird es schwierig sein ein System zu finden, dass für alle Körper- und Saxophongrößen passt. Aber da ich mit 183cm nicht ganz klein bin, dürfte die Kordel bei den meisten Kindern und Frauen, die den saXholder vor dem Kauf erst einmal testen wollen zu lang sein. Ob der saXholder mit der gekürzten Kordel auch noch zum Halt eines Baritons taugt kann ich im Moment mangels eines Instrumentes nicht sagen, werde es aber in den nächsten Tagen testen. Es wäre natürlich ein Manko, wenn man nicht mit einem System Alt- und Baritonsaxophon bedienen könnte. Ein Nachteil ist es, dass man zumindest beim Altsaxophon den im ganz zusammen geschobenen Zustand ca. 26 cm langen saXholder nicht im Instrumentenkoffer verstauen kann und so auf dem Weg zur Probe noch einen zusätzlich einen Rucksack etc. mitnehmen muss.

In den nächsten Wochen werde ich diesen Bericht noch einmal überarbeiten und meine über einen längeren Zeitraum gewonnenen Eindrücke hinzufügen.

Weitere Infos sind auf der Webseite von jazzlab.com zu finden.



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