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Ab wann lohnt der Kauf eines "guten" Saxophons?

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Petra, 15.Dezember.2016.

  1. Saxoryx

    Saxoryx Ist fast schon zuhause hier

    Also eigentlich brauche ich nicht noch mehr Instrumente. :) Obwohl es natürlich immer wieder verführerisch ist. Aber wo soll ich die alle stapeln? :) Und dann ist das auch immer ein Problem mit dem Transport. Die werden doch sehr rumgeschmissen auf dem Weg von Europa nach Afrika, und dann ist hier kein Saxdoc, also wenn dann so ein Instrument beschädigt hier ankommt, dann war es das. Wäre schade drum.

    Es gibt aktuell so viele schöne neue Saxophone, ich muss ehrlich sagen, dagegen sehen die Vintage-Instrumente nach gar nichts aus. Ich weiß, die Optik bedeutet nichts, aber ich mag viele von den taiwanesischen Finishes sehr gern. Die sind da sehr kreativ. Also wenn überhaupt noch ein Instrument, dann würde ich mir wohl ein neues kaufen.

    Allerdings liegt das auch daran, dass ich die Instrumente nicht probespielen kann. Wenn ich mal so ein Conn oder mehrere in die Hand nehmen würde, dann sähe das vielleicht ganz anders aus. Wenn man sich dann in so ein Instrument verliebt hat, dann ist es ja auch egal, wie alt es aussieht. ;) Gilt eigentlich für alle Vintages. Ich würde gern mal ein paar Instrumente probespielen, aber das geht ja leider nicht. Ich bedauere das schon oft sehr. Wer weiß, was ich dann gekauft hätte?
     
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  2. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    @Saxoryx

    Du schreibst es ja selbst: "die Optik bedeutet nichts".

    Und das war tatsächlich mit das erste, was ich über Saxophone gelernt habe (-so begann auch der Kaufberater auf der Saxofoonwinkel Homepage) als ich mich anfänglich dafür interessierte:
    man darf sich nie von einem tollen Finish oder Glanz eines Instruments zu dessen Kauf verleiten lassen.

    Es ging hier ja um den Kauf eines guten Saxophons...;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 29.Dezember.2016
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  3. saxfax

    saxfax Ist fast schon zuhause hier

    Das schon, aber die TE hat sich in diesem Faden seit 2 Wochen nicht mehr blicken lassen, da darf man dann schon abschweifen ;-)



    NB: Ein "gutes" Saxophon muss mir auch äußerlich gefallen, sonst wird das nix.
     
  4. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    Ja, so rum wird n Schuh raus! :pint:
     
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  5. TitusLE

    TitusLE Ist fast schon zuhause hier

    Ja, so sehe ich das auch. Es gibt leider so viele schöne Saxophone, dass das die Auswahl auch nur unwesentlich einschränken würde. Ich fange gar nicht erst mit der Sammelei an, sonst kann ich die Instrumente irgendwann neben meinem Schlafplatz unter einer Brücke aufbauen. :eek:
     
  6. saxpuu

    saxpuu Kann einfach nicht wegbleiben

    Wenn du ein paar SCHÖNE Saxe mitbringst, halt ich dir nen Platz frei unter meiner Brücke ...
     
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  7. TitusLE

    TitusLE Ist fast schon zuhause hier

    Schönheit liegt im Auge des Betrachters. :-D
    Trotzdem herzlichen Dank für das großzügige Angebot, ich bevorzuge aber doch mein warmes Bett. Bin ja auch schon mit den beiden Saxen, die ich besitze, schon überfordert :pint:
     
  8. saxpuu

    saxpuu Kann einfach nicht wegbleiben

    du hast schon zwei? Schöne oder Gute?
    Ich habe nur ein Schönes ... war kurz davor, mir noch eine zweite Tröte anzulachen ... noch rechtzeitig zurück gezuckt, weil ich doch erst das eine Schöne so lange spielen muss, bis es auch ein Gutes ist ... :pint:
     
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  9. Kersche

    Kersche Ist fast schon zuhause hier

    Ich hab mir ein gutes gebrauchtes Sax gekauft und es richten lassen. Dazu ein gutes für mich passendes Mundstück und Blättchen. So kann ich sicher sein, dass, wenn Mist vorn rauskommt, es an mir liegt und nicht am Sax.

    Außerdem ist ein Markensax wertbeständiger als ein Billighobel. Wer billig kauft, kauft doppelt.
    Ich würde aber nicht mal eine Billignagelschere kaufen...
     
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  10. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    Sehr vernünftig.

    Wobei auch, wenn man Glück hat und sich ein wenig auskennt, oder jemanden kennt, der sich auskennt, "Markensaxophone" durchaus günstig zu bekommen sind.

    Hier stand zum Beispiel bis Gestern eins der meiner Überzeugung nach besten jemals gebauten Altsaxophone in einem prächtigem Erhaltungszustand und überholt in den Kleinanzeigen (auch @womez hatte schon darauf hingewiesen).
    Ein Conn 6M aus den besten Jahren, konstruiert vom genialen A. Loomis mit gerollten Tonlöchern und schneller, sowie robuster Mechanik. Muss sich vor keinem S.... verstecken. Klingt besser als das Allermeiste an Saxophonen was heute für viel Geld und meiner Meinung nach in schlechterer Qualität gebaut wird, taugt zum Big Band Lead-Alto genauso wie zum Spielen im Ensemble,...........

    Es wurde zunächst überaus günstig für 1500€ angeboten und der Verkäufer hat den Preis dann nochmals drastisch reduziert. Ein Saxophon fürs Leben für verdammt wenig Geld.

    Also- auch wer "billig" kauft, kauft manchmal nur einmal.


    .
     
    Zuletzt bearbeitet: 31.Dezember.2016
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  11. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Das stimmt. Wenn ich nicht schon eins hätte, würde ich wohl schwach werden. Zumal es ein VIII gestempeltes ist, welche ja besonders gut sein sollen.
     
  12. Kersche

    Kersche Ist fast schon zuhause hier

    Ein gutes Gebrauchtes ist ja nicht billig in dem Sinn. Aber sich ein Anfängersax oder ein No-Name zu kaufen, finde ich, ist keine so gute Idee. Ich habe ein gut erhaltenes Conn 10M Tenor gekauft und richten lassen. Wenn ich mal nicht mehr spielen kann, wird jemand anderes nochmal 70 Jahre seine Freude daran haben. Und ich kann es ohne nennenswerten Verlust weitergeben. Und vorher hatten bereits zwei Menschen 64 Jahre lang ihre Freude daran.
    Das ist doch genial!
     
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  13. Rick

    Rick Experte

    Wenn man ein gutes erwischt hat, vielleicht. Aber ein Sax ist ein Instrument und leider KEINE gute Wertanlage, denn der Wert richtet sich doch stark nach gewissen "Hypes" und Moden.

    Wenn es denn nur immer nach solchen vereinfachenden Sprüchen ginge!
    Ich habe auch schon diese Erfahrung gemacht: Wer teuer kauft, zahlt nur für vergleichbare Qualität mehr Geld.

    Die Wahrheit liegt immer zwischen "Geiz ist geil" und "Qualität hat ihren Preis", denn Endverkaufspreise richten sich nicht vorwiegend nach den Herstellungskosten, sondern nach Handelsspannen und der Anzahl der Zwischenhändler. Und nicht zuletzt nach der Nachfrage (vor allem bei gebrauchten Instrumenten).
    Man kann Glück mit billig und Pech mit teuer haben, der Preis allein ist keine Qualitätsgarantie.


    Schöne Grüße,
    Rick
     
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  14. Kersche

    Kersche Ist fast schon zuhause hier

    Ok, dann nehme ich alles zurück und kauf nur noch Nagelscheren in teuer...

    Aber wenn ich bedenke, dass ich für ein 64 Jahre altes Sax noch 1600€ bezahlt habe... Ich denke nicht, dass ein Yamaha xxx in 64 Jahren noch den Preis bringt, oder?

    Ich bin jedenfalls glücklich mit meinem Sax. Angefangen habe ich mit einem Yamaha 275 (oder so). Das hat unschön geklappert. Ich glaube, ich hätte keine Freude am Sax -Spielen entwickelt, wenn ich das gekauft hätte...
     
  15. Rick

    Rick Experte

    Dagegen kann ein guter Sax-Doc etwas tun, was keine tausend Euro kostet. Auch die teuersten Saxe klappern irgendwann, wenn die Filze eingedrückt sind und die Schrauben sich lockern, ist also weder eine Frage des Preises noch allgemein der Qualität.

    Natürlich sollte man mit einem Sax zufrieden sein und es nicht nur als ewigen Kompromiss ansehen müssen.
    Und wenn man es sich leisten kann, darf es selbstverständlich auch teurer sein - Hauptsache, es gefällt und man kommt damit gut zurecht!

    Schönen Gruß,
    Rick
     
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  16. Barisach

    Barisach Kann einfach nicht wegbleiben

    @Rick

    Nicht so ganz !
    Nach meinem Wissen klappern die Mechaniken vor allem, weil die Lager ausgenudelt sind und die Achsen Spiel bekommen auf den Schrauben. Dann schlägt Metall auf Metall und rasselt und klappert. Da kommt es dann schon auf die Materialqualität an, wie lange es dauert, bis es soweit ist und oder ob es sich lohnt, das richten zu lassen.
    Da gibt es wohl durchaus Saxmarken, die aus weicherem Messing bestehen und eben schneller klappern als andere, auch nach einer Überholung ist der Klapperlärm dann schnell wieder da.
    Allerdings findet man solche Fälle auch bei den sehr begehrten und teuren Saxen ( Marke nenne ich hier lieber nicht ;-) ) - so habe ich mir sagen lassen.

    Grüßle

    Isach
     
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  17. TitusLE

    TitusLE Ist fast schon zuhause hier

    Gut genug für mich auf jeden Fall. Mit zweieinhalb Jahren Spielpraxis bin ich wohl das schwächste Glied in der Kette. Schön? Es gibt bestimmt noch schönere Modelle. Aber das Tenor passt schon sehr gut, das Bari ist nur geliehen. Da bin ich also nur Besitzer, nicht Eigentümer. :cool:
     
  18. Rick

    Rick Experte

    Dass es praktisch irreparabel klappert, kenne ich persönlich jetzt nur von manchen "Vintage"-Hörnern aus dem Ostblock. :roll:

    Genau, erst letztes Jahr war es beim Alto einer Schülerin soweit.
    Und ja, es handelte sich um ein teures, noch relativ neues Exemplar aus Frankreich mit einem S drauf.
    Und nein, ich habe nicht auf ihre "Nahwest-Gurke" geschimpft und ihr stattdessen ein Qualitäts-Instrument "meiner" Marke empfohlen, sondern sie mit ihrem zum Sax-Doc geschickt, dann war wieder alles gut. ;)

    Schönen Gruß,
    Rick
     
  19. Barisach

    Barisach Kann einfach nicht wegbleiben

    @Rick

    Vor irreparablem Klappern habe ich noch nichts gehört.
    Mein "anverwandter Fachmann" sagt immer: Machbar ist alles, fragt sich nur, ob es auch lohnt,wohl eben wegen des Materials.
    Ich habe mal zugesehen, wie er eine Tute komplett auseinandergenommen hat und alle Achsen dabei gleich zurechtgebastelt hat, damit sie wieder perfekt sitzen und eben nicht mehr so herumklappern.
    Nach einer halbe Stunde habe ich aufgegeben, verstehen zu wollen, was er da mit verschiedenen Zangen und Hämmerchen anstellt.
    Nach ca einer gefühlten Ewigkeit lief aber wieder alles total ruhig. Er meinte aber: Spätestens in einem halben Jahr geht das von vorne los. Viel zu weich alles !
    Er zeigte mir auch die Bohrungen in diesen "Mensch-ärgere-Dich nicht-Pömpeln" wo die Schraubachsen durchlaufen ( ah ja - BÖCKCHEN ! ), und man sah, daß sogar diese entweder zu groß gebohrt waren oder aber im Laufe der Zeit sich vergrössert hatten. Da rasselten die Schraubachsen dann selbst zusätzlich drin herum.
    Die Bohrungen wurden zugelötet und dann neu aufgebohrt, dazu musste das jeweilige Böckchen aber erst abgelötet werden und natürlich danach fluchtig wieder angelötet, also ein riesen Bohei für ein wenig mechanischen Krach !
    Ich rede hier von einem teuren Markeninstrument, aber nicht von der Marke mit dem S die Du wohl meinst ;-) aber da liegt eben die Crux, denn wann ist denn nun ein Sax "gut" ?
    Es scheint da in allen Registern ziemliche Gurken zu geben ,vielleicht auch ganze Serien, das weiß ich nicht.
    Jedenfalls bin ich heilsfroh, daß ich mich mit solchen Themen nicht herumschlagen muß. Meine Tute wird öfter nachgesehen und nachgestellt, als ich es nötig fände und so werde ich solchen Abnutzungserscheinungsn wohl nie live begegnen. (zumindest nicht am eigenen Sax).
    Ich bin da aber auch echt nicht so pingelig. Ich spiele die Tute und fertig. Mein Bruderherz der drückt ganz langsam eine Klappe und sagt: Die hat Achsenspiel ! Dann lässt er sie hochschnalzen und fragt : Hörst Du nicht wie die klappert und rasselt ?
    Nö ! Zumindest nicht beim Spielen ! Also da bin ich wohl eher unbedarft. ;-)
    Aber sowas soll wohl eigentlich nicht passieren, denn wenn erstmal Spiel zw. Achsen und Schrauben existiert, dann schlägt sich das schnell immer weiter aus. Eine Theorie, die sogar ich nachempfinden kann.
    Aber nun stelle ich mir mal vor, ich gehe in einen Laden und frage nach einem guten Sax, welches auch ewig hält (Preis spielt keine Rolle) und dann möchte ich mal sehen, was einem da wohl so empfohlen wird ! ;-) ;-)

    Grüßle
    Isach
     
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  20. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    Eigentlich sind wir uns doch einig, dass ein besseres Instrument immer lohnt, oder? Auch für Anfänger!.
    Was jetzt unter "besser" zu verstehen ist, ist m.E. individuell verschieden und muss jeder ausprobieren.
    Vintage (hier mal =alt< 1965) kann besser sein, muss nicht. Ich komme mit den Hebeln an meinen Conn NW1 klar bzw. habe mich darauf eingestellt. Wer das nicht kann oder will...soll es lassen, aber nicht meckern. Umgekehrt komme ich mit den derzeitigen Mechaniken nicht klar und will es auch einfach nicht mehr.
    Intonation, Verschleiß, etc. sind Kriterien, die man immer hat. Pflegt man sein Instrument nicht, dann steigt der Verschleiß, egal ob alt oder neu.
    Intonation ist m.E. instrumentspezifisch und nicht allgemein gut oder schlecht. Selbst bei S... nicht.
    Klang ist eine persönliche Ansicht, brauchen wir also auch nicht diskutieren.
    Wir können eigentlich aufhören, oder?
    JEs
     
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