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Angekommen

Dieses Thema im Forum "Tenor Special" wurde erstellt von Mugger, 23.Mai.2015.

  1. Rick

    Rick Experte

    Hallo Guenne,

    konnte mir aus Zeitgründen (und Lade-Verzögerungen wegen meiner doofen Internet-Leitung...) nur das "Summertime" angehört. Mann, das ist ja nach hinten raus echt "cooking"! :applaus:

    Und ganz im Ernst: Benötigt jemand, der so gut und souverän mit einem Schagerl klingt, wirklich ein Mark VI?
    Dein Beispiel der Gegenüberstellung ist für mich der Beweis, dass diese alten Kannen maßlos überschätzt werden.

    Nix für ungut,
    schöne Grüße,
    Rick
     
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  2. Rick

    Rick Experte

    Davon habe ich bei Gitarren auch schon gehört. Aber wie soll das bei Saxofonen funktionieren?

    Allen "endorsenden" Kollegen, die ich kenne, wurden meines Wissens wie mir handelsübliche Hörner "von der Stange" zur Verfügung gestellt, egal bei welcher Marke.
    Gut, ich habe ja den speziellen Support, dass ich meine Saxe bei Bedarf gerichtet bekomme, aber das dient auch der Überprüfung der Praxistauglichkeit, um gegebenenfalls Verbesserungsvorschläge nach Taiwan zu schicken.
    Mein neues XP-1 Alto ist das Horn von der Frankfurter Messe, was ich mir dort im April ausgesucht habe, keine Spezialausgabe, sondern ein reguläres Serienmodell, das gilt auch für meine alten Silberhörner und das schwarze Soprano.

    Aber nun würde ich vorschlagen, wieder zum Thema "Guenne und sein Selmer" zurückzukehren, bei Interesse kann man ja die Frage, was Endorser wirklich spielen, gerne an anderer Stelle weiter diskutieren. :)

    Gut Sax,
    Rick
     
  3. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @Rick

    Ich glaube nicht, dass "diese alten Kannen maßlos überschätzt werden".

    Wenn jemand wie Günne, absoluter vollblut Profi, abwägend und besonnen, und ganz sicher kein Markenfetischist, nach MONATEN des Probierens und Austestens - von Taiwanesen über Vintage bis zu "big Four" - bei einem Mark VI landet, sagt es für mich genau das Gegenteil aus:

    Es gibt Mark VI, die fast unerreichbar gut sind!

    CzG

    Dreas
     
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  4. Rick

    Rick Experte

    Hallo @Dreas,

    ja, ja, schon gut, alter Oldtimer-Fetischist, aber hör' Dir doch mal die von Guenne verlinkten Soundfiles an - nur darauf bezog ich mich.
    Wenn Du da einen wirklich MARKANTEN, WESENTLICHEN Unterschied raushörst, bekommst Du einen Gehör-Orden. :cool:

    Wie einem das jeweilige Instrument liegt, ist natürlich eine ganz andere Frage, und der Besitzerstolz macht bei einer solchen Antiquität sicher auch viel aus. Aber rein als Zuhörer fühle ich mich von Guenne auch mit dem Schagerl bestens unterhalten.

    Gut Sax,
    Rick
     
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  5. mixokreuzneun

    mixokreuzneun Ist fast schon zuhause hier

    Hi zusammen ,

    Ich höre das mk VI sofort raus. Uns fühle mich von ihm besser unterhalten als von den anderen von günne ausprobierten Kannen.

    Lg

    Mixo
     
  6. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Nun, ich weiß nicht, ob das bei Saxophonen so ist. Da wird es wohl darauf hinauslaufen, dass die Instrumente entsprechend selektiert sind (was Sinn macht, da es bei Saxophonen tw. erhebliche Serienstreuungen gibt) und dass sie zudem penibel eingestellt werden. Aus meiner eigenen Endorserzeit für Mesa Boogie kann ich sagen, dass wir Stunden über Stunden in Göppingen Schopflenberg (da war der Europa-Vertrieb unter Peter Schell in den 80ern ansässig) verbracht haben, um hin und her zu tauschen. Es ist unglaublich, wie sich bei einem Gitarreverstärker allein das Gehäuse (verschiedene Edelholz-Varianten versus mit Tolex bezogene Pressspanplatte) klanglich bemerkbar macht. Dann noch diverse Lautsprecher (EV versus div andere) oder Röhrenbestückungen.... Im Zentrallager in Göppingen stand alles für uns zum Testen zur Verfügung und die Techniker schraubten sich die Finger wund bei der ganzen hin und her Tauscherei.
    Im Prinzip hätte aber jeder Endkunde per Zufall genau so ein Teil erwerben können, da die Komponenten alle aus der Serie stammten.

    LG Bernd
     
  7. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Edit: Ergänzung zu meinen vorigen Beitrag:
    Als wir mal wieder bei Mesa Boogie waren, entdeckte ich einen ziemlich ramponiert aussehenden Mark III im Pressspangehäuse mit Tolexbezug.
    Ich fragte, ob ich den mal anspielen könnte. Ja, klar. Kein Problem.
    Hätte ich nicht tun sollen. Das war der bestklingende Röhrenamp, den ich in meinem Leben je gehört hatte.

    Ich hätte nahezu jeden Preis für das Teil bezahlt.

    Leider unverkäuflich. Es handelte sich um ein Kundengerät, welches in Göppingen repariert wurde.

    Und an diesem war nichts konfiguriert, nichts optimiert. Den hat der Kunde so gekauft, wie er war.

    LG Bernd
     
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  8. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Ja, aber auch viel andere Saxophone anderer Marken...

    Dies sage ich, obwohl ich ein MK 6 habe, dass auch von anderen Spielern als sehr gut empfunden wurde.

    Nicht jeder, wird das ausgesuchte MK 6 von Guenne als top empfinden.
     
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  9. Mugger

    Mugger Guest

    Sicher nicht.
    Wie gesagt, keines der anderen (5 oder 6) 5 digit Mk VI hätte ich gebraucht.
    Lustig nur, dass jeder meiner Schüler, die ich das Instrument probieren ließ, vom Fleck weg besser klang.
    Besser natürlich im Sinne meiner Klangvorstellung, ähem.

    Cheers, Guenne
     
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  10. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Besser natürlich im Sinne meiner Klangvorstellung, ähem.

    Dies sollte schon jeder nicht überlesen... ;)

    Die Möglichkeit bei Armin andere MK 6 zur Auswahl zu haben, ist natürlich ein großer Vorteil.

    Aber auch die anderen MK 6 waren sicherlich nicht schlecht. 5 digit sagt auch nur aus, dass sie in einer bestimmten Zeit gebaut wurden. Warum sollte Selmer vorher und nachher keine guten Instrumente gebaut haben?

    Wichtig ist am Ende, dass du das Gefühl hast, das ideale Instrument für dich gefunden zu haben und es dich in deiner Zukunft inspiriert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.Juni.2015
  11. saxhornet

    saxhornet Experte

    Ein Mark VI ist nicht automatisch ein super Sax. Das hatten wir aber schon oft besprochen (ich hatte genug in der Hand, die ich nicht geschenkt hätte haben wollen). Man muss halt auch beim Mark VI suchen und vergleichen, wie bei allen Saxen (kenne ich auch von Yamaha und Yanagisawa nicht anders). Und nicht jeder wird beim gleichen Horn das Gefühl haben angekommen zu sein. Und oft genug verändert sich die Sicht auf das Horn auch über die Jahre, sowohl manchmal zum Positiven als auch manchmal zum Negativen. Für viele Profis hört die Suche nie ganz auf, auch wenn sie mit Ihren Hörnern sehr zufrieden sind aber es könnte ja das noch bessere Horn irgendwo da draussen sein...........

    Lg Saxhornet
     
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  12. Mugger

    Mugger Guest

    Nein, für mich nicht nur.
    Weil ich eigentlich immer ganz genau gewusst hab, was ich haben will.
    Ich wollte es mir nur nicht gönnen, was im Nachhinein betrachtet ein großer Fehler war.
    Natürlich hat man auch nachher gute Mark VI gebaut, aber ich denke doch, dass gewisse klangliche Eigenschaften auch an Seriennummer abzulesen sind. Und bei den niedrigen Seriennummern halt die, die ich vorziehe.
    Also im Grunde genommen ein SBA mit Mark VI-Mechanik, hehe.
    But wait....

    Cheers, Guenne
     
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  13. saxhornet

    saxhornet Experte

    Man kennt die Mythen und Legenden und ich habe bis jetzt nicht erlebt, daß sie sich als wahr und allgemeingültig herausgestellt haben. Es bleiben für mich Mythen (ja, ich habe diverse 5digits gespielt). Ich glaube nicht daran, weil die Praxis es mir bis jetzt nicht bewiesen hat. Aber Jedem das seine. Wichtiger ist, es muss zum Spieler passen und da ist die Seriennummer irrelevant. Ob frühes Mark VI oder spätes, 5 digits, gold oder silber, mit oder ohne hoch Fis, alles egal, solange sich der Spieler von dem Teil angesprochen fühlt und das Horn für ihn stimmig ist. Das Klammern an Mythen führt meist eher dazu, daß einem gute andere Hörner durch die Lappen gehen (hat ja hoch Fis, oder 6 digits oder oder oder....).

    Lg Saxhornet
     
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  14. Mugger

    Mugger Guest

    Moin,

    es würde mich wundern, würden wir uns da nicht verstehen.
    Ich sage, dass man anhand der Seriennummern grob Klangtendenzen annehmen kann.
    Gut oder nicht gut oder wie ausgeprägt liegt im Auge (Ohr) des Betrachters, bzw. dem einzelnen Horn, das durchaus auch eine Krücke sein kann.

    Interessant aber auch, dass die 3 Mark VI, die mich fasziniert haben, alle aus diesem Serienbereich und ohne Hoch Fis sind.
    Kann natürlich Zufall sein.

    Guenne
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.Juni.2015
  15. saxhornet

    saxhornet Experte


    ich bin diesen Mythen auch mal erlegen und habe aber mit der Zeit für mich gelernt, daß sie in meinen Augen (und ich rede nur für mich) einfach Humbug sind. Ich bin in der dankbaren Position (und dafür muss ich wirklich dankbar sein) viel testen zu können und auch an so manchen Exoten manchmal zum Anspielen ranzukommen. Durch das Vergleichen bin ich einfach dazu gekommen solche Mythen für mich als unwichtig abzutun. Es spielen einfach zu viele Faktoren rein, z.B. ob der S-Bogen eventuell minimal bearbeitet wurde oder nicht etc. etc.

    Wenn Du jetzt für Dich das richtige Horn gefunden hast, freut mich das sehr für Dich und ich hoffe, daß Du es auch so noch in ein paar Jahren siehst.

    Lg Saxhornet
     
  16. Mugger

    Mugger Guest

    Hey,

    Selmer hat an der Mark VI-Serie immer wieder Änderungen vorgenommen.
    Man kann doch wohl annehmen, dass das über die Zeit, und nicht von Horn zu Horn passiert ist.

    Aber jedem seine Meinung.

    Cheers
     
  17. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Moin

    es gibt grundlegende Designänderungen, die sich mit der Streuung einzelner Instrumente überlagern. Man kann davon ausgehen, dass manche Änderungen in Kleinigkeiten nur in einigen Instrumenten zur Anwendung kamen, und dann wieder rückgängig gemacht wurden. Die Streuung über die einzelnen Instrumente war damals sicherlich deutlich höher, das betrifft insbesondere Winzigkeiten in der Geometrie des S-Bogen, oder im Kniebereich.

    Was ich erstaunlich finde ist, dass es eine Tendenz zu "je älter, je besser" gibt, im Rahmen der "neuen" Mechanik, die mit dem BA angefangen und mit dem SBA und dem Mark VI fortgeführt wurde.

    Wieso eigentlich sollen Änderungen, die danach vorgenommen wurden bis hin zu heutigen Instrumenten immer ins Negative gegangen sein ? Mir ist das nach wie vor sehr rätselhaft, insbesondere wo ich persönlich noch nie ein Instrument in der Hand hatte, auf das die Aussage:

    dann auch tatsächlich zutreffen würde, aber ich gebe zu, ich schaue ja auch fast nur nach Altsaxophonen ;-)

    Im übrigen frage ich mich allerdings auch, vor welchem Hintergrund der Kollege überhaupt zu dieser Einschätzung gelangt ist.

    Gruß,
    Otfried
     
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  18. Mugger

    Mugger Guest

    Leute ich sage es Euch:

    Jeder soll mit Freude das spielen, was er will.
    Ich hab mich ja selbst 30 Jahre erfolgreich gegen den "Hype" gewehrt.
    Und ein bisschen komme ich selbst ja auch rum.

    Friede, Freude, Eierkuchen.
     
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  19. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Wenn es sich bloß immer darauf reduzieren würde, wäre doch alles Super :)
     
    Rick gefällt das.
  20. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Guenne,

    mit deiner persönlichen Auswahl eines Mark VI, digit 5, bestätigst du natürlich die Sammler, die diese MK 6 als beste MK6 sehen.

    "MK 6 ohne hoch Fis" war bereits zu meiner Jugendzeit der "Geheimtip".

    Dass gerade die MK 6 aufgrund der langen Bauzeit immer wieder verändert wurden, ist ja bekannt. Wann was genau verändert wurde, wüsste ich gerne.

    Gruß