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Auf der Suche nach einem Sopran Saxophon

Dieses Thema im Forum "Soprano Special" wurde erstellt von Bloozer, 21.November.2015.

  1. Bloozer

    Bloozer Ist fast schon zuhause hier

    alle 2 Jahre überfällt mich der Wunsch Sopransaxophon zu spielen. Und nach einigen Wochen des Suchens nach einem Horn geb ich frustiert auf. Und nun bin ich wieder auf der Suche, und die Gefahr besteht, dass es wieder nichts wird. Mir ist inzwischen klar geworden, dass das Kaufen eines Soprans verdammt schwierig sein kann. Natürlich achte ich auf gute Intonation und Applikatur, aber schon die Frage, ob es ein gerades oder
    gebogenes Sopran sein soll lässt mich zaudern. Aber auch das ist nicht meine Hauptfrage. Es geht mir um den Ton. Der Ton muss nicht fett, warm und dunkel sein sondern eher detailreich (auch in den tiefen Tönen), aber er soll solide und tragend stehen und eher in die Richtung strahlend auf keinen Fall aber dünn und scharf klingen. Ich merk schon wenn ich das hier so schreibe fordere ich geradezu Kritik heraus, die sagt, kannst du
    alles haben, wenn du der Spieler es richtig spielt.
    Ich habe einige Soprane getestet, billige und ganz teure. Da war zum Beispiel ein recht günstiges für 600,- Euro, da war die Intonation gut, die Applikatur leichtgängig und richtig gelegen, aber dem Ton fehlte einfach der Glanz und die Dynamik. Dann hatte ich da eines für ca 4000,- in den Fingern, jup das wars, da ging die
    Sonne auf, der Ton stand im Raum, da war nichts verwaschenes, das war für mich einfach eine Ohrenweide.
    Mich würde einfach mal interessieren, wie ihr das mit dem Sopran so seht, was für euch wichtig ist und ob ihr dem heilgen Gral begegnet seid. Natürlich spielen preisliche Überlegungen dabei eine Rolle über diese 4000,- mag ich nicht springen.:)
     
  2. ppue

    ppue Experte

    So klang mein altes Weltklang-Sopran. Stark, gerade, mit Rückgrat, mit vollen Tiefen und feinen Spitzen. Ein sehr offenes Horn. Das S1, was ich jetzt spiele, ist dagegen französischer, konzertanter mit etwas weniger Tragkraft.

    Vom Sound könnte ich mir auch für dich auch ein Conn Chu Berry vorstellen. Wenn es mordern sein soll, vielleicht ein gebrauchtes Cannonball. Nur so überlegungen aus dem eigenen Umfeld. Man empfiehlt eh immer, was man selbst am Besten kennt. Bei Ebay ist ein Dolnet drin. Vielleicht auch interessant. Ist aber in Köln und dir zum Anspielen sicher zu weit.

    Bei deiner Soundvorstellung kommt ein gerades Sopran vielleicht eher in Betracht.
     
  3. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Na ich sag mal ab zu einem laden der genug möglichkeiten zum testen hat und probieren,probieren,probieren.
    Aber bitte alle!!! Mit der gleichen mundstück /blatt kombination. Sonst kannst du kaum eine realistische aussage treffen.

    Jeder hat andere klangvorstellung und jeder andere finger. Ich atre vor 30 jahren ein selmer mark 6 sopran,generalüberholt,der ton einfach traumhaft aber die intonation so grotte das ich mich zu sehr geärgert habe und es wieder verkauft habe. Danach hatte ich ein expression pro2000 und da war die intonation perfekt aber klanglich kams nicht ans selmer ran. Trotzdem war es ein gutes horn für wenig geld

    Also nochmal,ab in den laden und probieren,probieren,probieren,probieren.........
     
  4. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    ich finde du hast das schön beschrieben, nach ähnlichen kriterien bin ich auch vorgegangen.
    für mich kam ein gebogenes sopran aus optischen gründen nicht in frage, ich habe mich also in erster linie durch die geraden probiert.
    am besten gefallen insgesamt hat mir dann das expression 120 pro. das hat allerdings so eine cis ausgleichsklappe, man kann also beim wechsel vom mittleren d zu cis nicht mehr die finger bis g und die oktavklappe liegenlassen, da musste ich mich etwas umstellen.
    außerdem ist das teil für ein sopran recht schwer.
    mein platz zwei war das yamaha 475. brillianter im klang, auch etwas leichter.
    auf platz drei wäre dann das selmer sa 80 II oder das yana 981 gewesen. auch super zu spielen und schön klar in den höhen.

    ok, das 120 pro hab ich jetzt seit glaub vier jahren in benutzung, ohne irgendwelche probleme. ich spiel aber auch nicht soviel sopran, im schnitt vielleicht eine halbe stunde am tag, grob überschlagen.

    gruß
    zwar
     
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  5. Bloozer

    Bloozer Ist fast schon zuhause hier

    ppue sagt: "Vom Sound könnte ich mir auch für dich auch ein Conn Chu Berry vorstellen"

    ich wag es kaum zu sagen, ich hab so'n Teil seit 10 Jahren bei mir rumliegen. Der Ton ist echt geil,
    aber dieser gis-Drücker zum Vergessen. Damit kann ich nicht umgehen. Wenn ich dann lese alles eine Sache der Übung, nein
    Frust pur. Einen Cannonball hätt ich gern mal getestet. hier spielt der Sopranmeister so ein Instrument persönlich: Ist das nicht wundervoll? Aber Cannonball die scheinen in Deutschland keine Vertretung zu haben.

    Huuuup schrieb: "Also nochmal,ab in den laden und probieren,probieren,probieren,probieren........."

    Ja, tu ich, obwohl von den angesagten Hörnern hier bei uns in Hannover nicht viel da ist. In letzter Zeit
    scheinen mir die Läden nur noch wenig vorzuhalten. Kann ich verstehen, Hier testen und da kaufen, das hält
    kein Laden durch.

    zwar schrieb: "mein platz zwei war das yamaha 475"

    das würde ich gerne mal in die Finger bekommen, aber bei uns hier Fehlanzeige. Überigens deine Nummer 2 war meine Nummer 1 :)

    Übrigens hat einer mal das Mauriat 76 in den Fingern gehabt?

    Vor paar Tagen war Dirko Juchem bei Metzger in Hannover und hat als Endorser von Jupiter deren neue Saxophone da vorgestellt ua das Sopran 1100. Nicht schlecht, ich mein wie er gespielt hat. Ich wurde dann aufgefordert auch ein paar Töne in das 1100 zu blasen, aber ich habe mich gedrückt.
     
  6. ppue

    ppue Experte

    Was ist denn mit dem Gis-Drücker? Zu rauh, zu schwergängig oder am falschen Ort?
     
  7. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    Meine Sopranspielerei begann mit einem MkVI, das sich auch nach GÜ noch als grottenschlecht (intonierend und miese Ansprache) zeigte; also wieder vertickt.

    Als ich dann später nach einem Sopran geschaut und vergleichsprobiert habe, gingen im direkten Vergleich zwischen Selmer (SA II), Yamaha, Keilwerth, Yanagisawa und Mauriat die (teureren) Yanagisawas und überraschenderweise das Mauriat (ich weiß nicht mehr welches) als für mich eindeutige Sieger hervor.
    Das kann natürlich auch immer an der jeweiligen Einstellung der Vorführinstrumente im Geschäft (Saxofoonwinkel) gelegen haben. Yanagisawas waren wohl zumindest derzeit die ab Werk am besten grundeingestellten Instrumente.

    Das Mauriat hatte gerollte Tonlöcher und hätte es nicht so einen fürchterlichen "Pseudo-Vintage"-Lack gehabt, hätte ich es auf der Stelle gekauft.
    So konnte ich mich nicht überwinden und hab`dann erstmal keins genommen und mich später für ein gebogenes Rampone und Cazzani entschieden über das ich gestolpert bin (Liebe auf den ersten Blick und bis heute).

    Würde ich heute noch suchen, würde ich mich wohl nach einem gebrauchten Yanagisawa umschauen.
     
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  8. Bloozer

    Bloozer Ist fast schon zuhause hier

    ppue schrieb: "Was ist denn mit dem Gis-Drücker?"

    schau dir mal den gis-drücker auf dem Bild an. den kannst du nicht einfach runterdrücken, sondern du musst
    ihn in einer leichten Bogenbewegungs von links nach rechts schieben. Unmöglich:eek:

    [​IMG]
     
  9. Florentin

    Florentin Ist fast schon zuhause hier

    Session (Zentrale in Walldorf bei Heidelberg / Mannheim) haben Session-Saxophone. Eventuell dort mal anfragen. Ein Sopran habe ich allerdings in letzter Zeit dort nicht herumstehen sehen.

    Ich persönlich habe ein Sopransaxophon eher nach der Ergonomie ausgewählt (viele passen mir nämlich leider nicht). Dadurch bin ich zu einem Yamaha YSS-475 gekommen. Klangmässig habe ich dann mit Mundstücken und Blättern getunt. Ich finde das YSS-475 von sich aus eher laut und kernig, das versuche ich mit einem sehr klassischen Mundstück zu kompensieren. Ich bin jedenfalls zufrieden. Unter den vielen Instrumenten, die ich ausprobiert habe, gefällt mir eigentlich nur das neue YSS-82Z besser. Den Aufpreis kann ich allerdings bei meinem geringen Anwendungsvolumen nicht rechtfertigen. Ein Ideal wäre vielleicht ein altes YSS-62, aber da komm ich nicht dran.
     
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  10. Bloozer

    Bloozer Ist fast schon zuhause hier

    sandsax schrieb: "...das Mauriat (ich weiß nicht mehr welches) als für mich eindeutige Sieger hervor."

    hab ein Mauriat 76 ausprobiert. Das machte mir vom handling Schwierigkeiten und naja der auf vintage getunte look tat
    mir in den Augen weh. Aber positiv fand ich den kernigen Ton.
     
  11. ppue

    ppue Experte

    Das ist aber kein Chu Berry aka New Wonder II, sondern ein New Wonder I, Bloozer. Na gut, es sind noch einige Jahr ins Lang gegangen, bis der Gisdrücker die Achse auf der anderen Seite hatte und das Chu hat das auch nicht. Dafür hat es das Nagelfeilen-Gis. Da rutscht man dann nicht ab (-:

    Man könnte den Hebel aber umbauen, bzw. eine Mechanik einbauen, mit der der kleine Zeigerfinger wie bei den modernen Mechaniken drücken darf. Kann aber auch an deiner Handhaltung liegen. Die alten Hörner brauchen eine völlig andere. Denn eigentlich folgt der Drücker genau der Bewegung deines kleinen Fingers. Aber das anschaulich zu erklären, fehle mir gerade die Worte (-:
     
  12. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    @Bloozer

    Du spielst ansonsten ja eher modernere Instrumente...

    Ich selber bevorzuge ein gebogenes Sopran, weil ich mich dann besser höre und weil ich sie optisch sehr mag.

    Ich würde an deiner Stelle tatsächlich mal aktuelle Yanagisawa und Yamaha testen.

    Ich meine, wenn du spontan auf dem Sopran halbwegs intonieren kannst und die Ergonomie passt, dann kannst du es kaufen. Dein Sound kommt mit dem Üben.

    Ein Sopran bedeutet aber viel Arbeit hinsichtlich Intonation.

    Welches Sopran war es denn für 4000 Euro?

    PS.: Ich hatte mal ein Expression, das war auch recht ordentlich.
     
  13. reiko

    reiko Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Bloozer,
    ich habe in mir nach dem Wiedereinstieg mit Tenor vor 5 Jahren den Wunsch nach einem Sopran gespürt, war mir damals aber nicht sicher, wie ernst es mir damit auf Dauer ist. Also bin ich bei einem fernöstlichen Exemplar, einem Sequoia hängen geblieben, weil ich nicht zu viel Geld ausgeben wollte. Die gute Nachricht ist, es hat sich gelohnt, ich bin dabei geblieben. Die Mechanik ist robust und läuft auch nach 5 Jahren noch gut, genauso wie die Polster immer noch sehr gut decken. Bis auf klebende gis und cis Klappen, die ich dem Teil immer noch nicht austreiben konnte, bin ich damit für ein Zweitinstrument sehr zufrieden. Im Freestyle Totm habe ich diesen Monat Petit Fleur mal damit eingespielt.
    Aber man muss sich so ein Instrument erarbeiten. Sax ist nicht gleich Sax, das merke ich jetzt sogar, nachdem ich mir ein zweites Tenor zugelegt habe. Das Yanagisawa S991 hatte mir damals auch sehr gut gefallen, war mir für den Testballon dann aber doch zu teuer. Aus heutiger Sicht hätte ich es wohl besser gekauft.
    Viele Grüße Reiner
     
  14. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    Mein erstes Sopran war ein gerades Prestini. Ich fand es, zu der damaligen Zeit, hatte keine Erfahrung mit Sopis, von der Intonation schwierig. Danach kam ein Selmer S3, da ging schon die Sonne auf....war mir aber etwas zu kalt/scharf im Klang. Habe versucht, leider vergebens, das zu ändern mit unterschiedlichen Mundstücken und S-Bögen. Seit Anfang des Jahres habe ich nun ein Yanagisawa 9930 (gebogen) und fühle mich damit sauwohl!
     
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  15. Bloozer

    Bloozer Ist fast schon zuhause hier

    ppue schrieb: "Kann aber auch an deiner Handhaltung liegen. Die alten Hörner brauchen eine völlig andere. Denn eigentlich folgt der Drücker genau der Bewegung deines kleinen Fingers"

    meine Handhaltung ist wie beim Alt. Die natürliche Bewegung des kleinen Fingers beim Runterdrücken geht bei mir
    eher von rechts nach links, der Drücker muss aber von links nach rechts bewegt werden.
    Wie müsste denn die Handhaltung sein?

    bereckis schrieb:
    Welches Sopran war es denn für 4000 Euro?

    ein Selmer sa 80 ii. (Hoffentlich sind jetzt die Selmer Misanthropen nicht alarmiert)

    reiko schrieb: "Das Yanagisawa S991 hatte mir damals auch sehr gut gefallen"

    das gefällt mir auch sehr gut.
    Ich wird mir mal deine Fassung
    von "Petite Fleur" anhören. Kennst du diese hier von Andrea Motis?


    pth schrieb: "Danach kam ein Selmer S3, da ging schon die Sonne auf"

    Hast du auch mal ein sa 80 ii probiert?
     
  16. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    Ja, habe ich! Vor vielen Jahren habe ich mal eins gespielt, Serien Nummer war um die 500000. War ein saugutes Instrument, leider unverkäuflich! :(
     
  17. saxhornet

    saxhornet Experte

    Klanglich mag ich das SIII gerne, gerade die älteren Modelle. Allerdings ist das Gewicht schon heftig, das nur mit Händen zu halten ist dann schon eine Herausforderung, die mir nicht gelingt. Klanglich aber sehr interessant.
    Ebenfalls begeistert bin ich von den alten Yamaha 475er, davon habe ich mir dieses Jahr eins zugelegt, weil die zuverlässig sind und als Instrument im Rahmen von einer Big Band einfach gut funktionieren. Die neueren 475er gefielen mir weniger gut, klanglich fehlte mir da was leider.
    Der SIII Sound mit Mechanik, Intonation und Gewicht vom 475er und ich wäre glücklich.

    LG Saxhornet
     
  18. Bloozer

    Bloozer Ist fast schon zuhause hier

    florentin schrieb: "Session (Zentrale in Walldorf bei Heidelberg / Mannheim) haben Session-Saxophone"

    hab die ganze Internet Seite von denen abgesucht und nichts von Cannonball gefunden.

    saxhornet schrieb: "Klanglich mag ich das SIII gerne, gerade die älteren Modelle. Allerdings ist das Gewicht schon heftig"

    das ist mir beim sa 80 ii garnicht so aufgefallen. Sind die Unterschiede so gross? Ein Sopran wiegt doch ca 1.2. kg.
     
  19. saxhornet

    saxhornet Experte

    Das S II ist leichter als das S III wenn ich mich richtig erinnere.

    wegen Mauriat ist mir noch eingefallen, ich habe einen Kollegen, der hat sich ein Mauriat Sopran gekauft und war nach 2 Jahren sehr unglücklich, weil die Mechanik nur noch Probleme machte. Der hat sich geschworen nie wieder ein Mauriat zu kaufen. Ich selber habe keine Erfahrung mit Mauriatsopranen.

    LG Saxhornet
     
  20. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier