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Bariton Obertonübungen

Dieses Thema im Forum "Bariton Special" wurde erstellt von Leeb Wolfgang, 20.Januar.2017.

  1. ppue

    ppue Experte

    Nein, der Korpus ist auch beim Bari in genau der Weise konisch, dass es in die Oktave überbläst. Es ist nicht klarinettenähnlicher.

    Entgegen dem, was in vielen Texten steht, überbläst die Klarinette nicht in die nur ungeraden Teiltöne 3, 5 oder 7, sondern ganz normal in den 2., 3.
    und 4.. Die Obertöne liegen tatsächlich weiter auseinander.

    Wäre das Bariton "ein wenig" zylindrischer, dann würde es tatsächlich irgendwo zwischen Oktave und Duodezime überblasen, z. B. in eine None.
     
    claptrane gefällt das.
  2. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Vielen Dank ,@ppue für die Aufklärung !
    Aber hast du eine Erklärung dafür, dass ausgerechnet das Bari , auf dem es am einfachsten ist,Toptones zu produzieren, so störrisch ist ohne Ok In die Oktave zu überblasen ? Und komischerweise die beiden ganz tiefen, die im Grunde am besten ansprechen...
     
  3. Robert Bernhard

    Robert Bernhard Schaut nur mal vorbei

    Ich spiele schon seit über 20 Jahren ein Conn 12 M, die ersten 3 Obertöne kommen beim Bb, B, C sehr leicht, danach ist Schluß, beim C# kommen nur die ersten 2 Obertöne. Mit dem Barimundstück allein kann ich auch keine ganze Oktave spielen, beim SS-, AS- und TS-Mundstück ist es kein Problem. Dafür kommen die Highnotes (1 Oktave) beim BS sehr gut.
     
  4. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Nee!
    Das sieht man daran, dass die fehlenden Obertöne manchmal doch im Spektrum zu sehen sind, wenn auch stark gedämpft und ab dem ersten Überblasen vollständig vorhanden sind.

    @rbur
    ob deine gezeigten Spektren so allgemeingültig sind ? Ich glaube eher nicht

    Gruß,
    Otfried
     
  5. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    @ppue
    von der Warte aus betrachtet, dass wir ein Rohr vom zylindrischen zum konischen hin oder zurück kontinuierlich verändern hast du natürlich Recht. Da ziehen sich die Obetöne entsprechend auseinander und wieder zusammen.
    Andererseits ist die Klarinette auch ein sehr seltsames Instrument mit ihrem konischen Bürzel unten, und da tauchen tatsächlich auch die Obertöne auf, die gar nicht da sein dürften.
     
  6. ppue

    ppue Experte

    Deshalb würde ich eben doch die Duodezime als ersten Oberton bezeichnen. Mag sein, dass sich am Trichter oder sonst wo noch andere Obertöne ausbilden. Erblasen, alo in Art einer Obertonübung) kann man die Oktave, so glaube ich, nicht.
     
  7. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    nee, auch die im Klangspektrum aber dem ersten Überblasenen auftauchenden Oktaven nicht
     
  8. rbur

    rbur Mod Moderator

    Wenn du eine andere Erklärung hast, warum sich der zweite Oberton besser anblasen läst als der erste, nur zu!
     
  9. ppue

    ppue Experte

    Weil es in Wirklichkeit der erste Oberton ist.

    Wie schon erzählt, baute ich Korpusse, die zwischen dem Sopransax und der Klarinette lagen. Der erste Oberton war dann z.B. eine None.

    Es ist ganz einfach nachzuvollziehen. Nimm einen Streifen dünne Pappe oder Fotopapier und rolle einen Zylinder, der weniger Durchmesser als dein Saxmundstück hat.
    Den steckst du in das Mundstück und lässt es nur so weit los, das es eben hält. Das vordere Ende hältst du noch fest. Blase rein und überblase. Ergibt, so es noch ein Zylinder ist, die Duodezime.

    Nun weitest du vorne den Zylinder etwas und bläst bzw. überbläst wieder. Der Grundton ist nun nach oben gewandert. Der überblasene Ton bleibt annähernd gleich. Das kannst du nun weiter machen, bis dein Papiersax in die Oktave überläst. Beim weiteren Aufweiten überbläst es z.B. auch in Septimen.

    So überbläst das Saxophon nur ganz genau in die Oktave, wenn der Konus richtig gebaut ist. Auch erklärt sich so, warum Bögen mit verschiedenen Volumina etwas an der Intonation bzw. am Überblasintervall ändern können.

    So ein kleines Ding aus dem anderen (Schucht-)Fred, was man vorne in den Bogen steckt, könnte also auch an der Intonation drehen. Meiner Theorie nach müsste mit dem Ding die untere Lage ein ganz klein wenig höher intonieren.
     
  10. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    anbei mal ein Obertonspektrum vom tiefen Bb meines Altsaxophons. Ist jetzt natürlich kein Bariton, aber der erste Oberton ist auch da der schwierigste.
    [​IMG]
    Der erste Oberton ist mit dem vierten der höchste, damit kann es in diesem Fall also nichts zu tun haben.

    In irgendeinem von @Ton Scott verlinkten video wurde das Phänomen mal damit erklärt, dass wir beim Überblasen die Stimmlage ändern, und genau dieser Bereich da der schwierigste ist. Aber so genau kann ich das nicht mehr rezitieren.

    Gruß,
    Otfried