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Bläserklasse - Wünsche, Chancen und Missverständnisse

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Brille, 26.März.2016.

  1. Kersche

    Kersche Ist fast schon zuhause hier

    Ich muss jetzt Bläserklasse unterrichten. Ein Junge, der dauernd seine Trompete vergisst, ein Mädchen und ein Junge, die ihre Posaunen nicht mit heim nehmen zum Üben, zwei Querflöten, die nach 6 Wochen das Instrument nun nicht mehr falsch rum halten, aber beide gern immer noch die falsche Hand nach oben nehmen, ein Klarinettenschülerin, die immer noch keinen Ton raus bringt. Die Klarinette und das Blatt sind gut. Ich komme nicht voran. Es gibt keinen Einzel- oder Registerunterricht. Nur die zwei Stunden Bläserklasse pro Woche. Der Trompeter ist schwer verhaltensgestört. Wenn er sein Instrument mit hat, macht er Krach damit. Und ich meine Krach.

    Ich bin studierte Musiklehrerin. Wir sind drei Musiklehrer an unserer Schule. Eine
    Kollegin war vor dem Schuldienst Berufsmusikerin, Bundespreisträgerin auf ihrem Instrument, der andere Kollege spielt begnadet Trompete und Klavier, hat eine eigene Band. Also an päd. und Fachwissen mangelt s nicht von unserer Seite.

    Aber die Eltern zahlen nur eine geringe Instrumentenmiete. Die Bläserklasse kostet nix. Und was nix kostet, ist nix wert. Ist scheinbar allen scheißegal, was in den zwei Stunden passiert. Außer uns Lehrern. Pfffffffff!
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.November.2017
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  2. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @Kersche

    Au Backe....mach mal 'ne "Free Jazz" Session mit denen...da kann dann die Querflöte auch vom Ende reinblasen...

    Die Klarinette kann die Schwarzwurzel als Klangholz nutzen....und der Trompeter muss, MUSS 130 DB erreichen!

    :cool2::cool2::cool2:

    CzG

    Dreas
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.November.2017
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  3. Kersche

    Kersche Ist fast schon zuhause hier

    MUSS man Musizieren benoten? Die Klari brennt gut, mit den Posaunen können sie meinen Zwerpudel necken, ... kann man mit Querflöten fechten? Und der Trompeter? Wenn ich Glück habe, hat er die Trompete vergessen, er hat Kopfweh, das Instrument ist kaputt, er hat grad wieder dicke Lippen.... Er ist grad frustriert, weil er das Intro von Final Countdown nicht hinbekommt. Deshalb meint er ja, dass seine Trompete kaputt ist. (Er hat jetzt zwei mal die Trompete mitgehabt)l
     
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  4. Gerrit

    Gerrit Guest

    Ich betreute als Fachbereichsleiter einer Musikschule etliche Jahre Bläserklassen und unterrichtete auch selbst und Ideen Format. Das ist ein ganz weites Feld. Die getrübten Erfahrungen, die Du hier andeutest, bestätige ich aus meiner Sicht. Vor allem knüpfen einige viel zu hohe Erwartungen an die Ergebnisse und Wirkungen dieses Unterrichtsformates. Im Idealfall glückt es mitunter, vor allem wenn Ausstattung, Lehrkräfte, Schüler und Eltern an einem Strang ziehen, vor allem das Fördern und Fordern nachhaltig unterstützen und nicht den Gedanken, möglichst günstig Instrumentalunterricht für viele einzurichten. Eine solche optimale Konstellation bleibt aber leider aus vielerlei Gründen ein höchst singulären Ereignis...

    Letzt genannte Absicht, billiger Unterricht für alle, steht leider vielerorts im Vordergrund, dies sowohl für Eltern wie auch für die Musikschulen, die ihrerseits hohe Schülerzahlen und somit die Legitimation von Subventionen generieren möchten. In einem solchen Umfeld wird aber i.d.R. gerade nicht nachhaltig Musikalität entwickelt und tiefe Grundlagen gesetzt.

    Neben den instrumentalpädagogischen Aspekten, die wir hier nur streifen können, ist auch zunehmend die Situation der Musikschuldozenten in diesen Projekten und Formaten höchst problematisch. Obwohl sie i.d.R. an d n allgemein bildenden Schulen nicht prüfungsberechtigt sind, wird häufig von ihnen erwartet, daß sie an der Notengebung aktiv mitwirken. Zudem befinden sie sich, wie u.a. Studien von Verdi und des Deutschen Musikrates belegen, immer häufiger in prekären Beschäftigungsverhältnissen und quasi einer Scheinselbständigkeit; sie werden stundenweise bezahlt, bei Krankheit, Unterrichtsausfall oder während der Schulferien - zwölf Wochen im Jahr - erhalten sie kein Honorar. Die von - ich sage mal provokat - allerlei Sozialromantikern und engagierten Schulpolitikern beschwörte und gefeierte Ganztagsschulpädagogik an der vielerorts die Bläserklassen und angegliederten Musikprojekte einen hohen Anteil nehmen, wird zum erheblichen Teil auf den Rücken dieser prekär Beschäftigten realisiert und finanziert. Das betrifft übrigens häufig auch andere Fachkräfte, die z.B. Kunst-, Theater- oder Sportprojekte in der Ganztagsschule betreuen.
     
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  5. Gerrit

    Gerrit Guest

    Bläserklassen produzieren vielerorts freejazz ;-)
     
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  6. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Beste Voraussetzungen für 'nen erfolgreichen Gig.....:lol:

    Lasst es raus.....:smil3dbd4e29bbcc7:

    CzG

    Dreas
     
  7. Gerrit

    Gerrit Guest

    ... ich unterrichte seit einiger Zeit bewusst keine Bläserklassen mehr... wenn ich daran zurückdenke, ha ha ha, wunderbare Erinnerungen: z.B. siebzehn Kinder in einer Gruppe, Klarinetten und Saxophone zusammen. Aus Kostengründen! Großer Spaß! Der Musiklehrer des Gymnasiums ruft mich an und fragt mich wie die Klarinetten gestimmt sind... jedes Schuljahr mehrere mutwillig zertrümmerte Saxophone, Posaunen und Klarinetten. Große Arrangeure unter den Gymnasiallehrern, die fröhlich drauf los schreiben, leider außerhalb des Tonumfanges der betroffenen Instrumente... egal, die Musikschullehrer richten‘s schon... ;-) das erlebe ich übrigens immer wieder: daß Schüler in den Instrumentalunterricht irgendwelche kryptischen Noten anschleppen, die ihnen die Musiklehrer der allgemeinbildenden Schulen auf‘s Notenpult knallen... aber es gibt auch unfassbar fähige Leute an den Schulen.
     
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  8. Gerrit

    Gerrit Guest

    Genauso ist es leider häufig: das ist Discountermentalität die so etwas konzipiert...
     
  9. heinz

    heinz Schaut öfter mal vorbei

    Also das fiinde ich bisschen heftig was hier gerade über Bläserklassen abgelästert wird. Da sollte man die Kirche im Dorf lassen und nicht irgendwelche Klischees bedienen wollen zur allgemeinen Verlustierung hier. Ich unterrichte und organisiere seit 10 Jahren selbst Bläserklassen an einem Gymnasium und kenne auch die Bläserklassen von mindestens 5 weiteren Schulen aus der Region sehr gut. Da gibt es keine 17er Gruppen und auch keine Kollegen die sich in ihren Arrangements vergreifen. Gut es mag nerven jahrelang immer wieder die Piraten der Karibik zu spielen... aber ich kenne niemanden der stattdessen falsch arrangiert. Vergessene Instrumente gehören halt dazu in einer 5ten oder 6ten Klasse, wer selbst Kinder hat weiss dass auch andere Dinge wie Turnbeutel, Brotboxen oder Handys gerne irgendwo liegen bleiben.Und Discountermentalität kann ich keine erkennen, die Eltern zahlen einen natürlich günstigen Preis von normalerweise um die 40 Euro für Instrument und Gruppenunterricht (zu 4t oder 5t), nehmen dann aber gerne nach 2 Jahren Bläserklasse gerne Einzelunterricht an der Musikschule zum regulären Preis. Dass es Bläserklasse für umsonst gibt habe ich noch nie gehört-
    Um das mal ganz klar zu sagen: Ohne Bläserklassen gäbs vielerorts kaum noch Musikleben an allgemeinn bildenden Schulen und deutlich weniger Nachfrage an städt. oder privaten Musikschulen. Keine Big Bands, keine Blasorchester, keine Soul- oder was auch immer Bands. Weniger Stunden für die Instrumentallehrer von denen die deutliche Mehrheit von denen die ich kenne ihre Jobs gerne und gut machen und übrigens auch nicht in prekären Arbeitsverhältnissen dienen. Soweit dazu.
     
  10. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Nicht nur...

    Da bin ich ja froh, wie das bei uns abläuft.
    Letztes Jahr haben sich 28 Leute gemeldet. Die spielen einmal zusammen, das nächste Mal hat jedes Register mit dem Instrumentallehrer Unterricht. Und sind eigentlich sehr diszipliniert. Da achtet auch die Lehrerin drauf (die im Moment Posaune mitspielt). Sie kümmert sich auch drum, dass nicht Noten oder gar das Instrument vergessen werden.
    Trotzdem, es bleibt Bläserklasse, aber am Ende ist es schon recht beachtlich und hörenswert.

    Viel Glück, gute Ohrstöpsel kosten nicht viel.

    Cheers, T.S.
     
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  11. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Nun ja, @Kersche hat ja aus eigener Erfahrung berichtet, und nicht ein Klischee bedient, wie @Gerrit übrigens auch....und andere hier ebenfalls (der Thread ist ja schon älter)

    Du hast andere Erfahrungen gemacht, das ist doch gut, aber auch Deine Erfahrungen lassen sich nicht verallgemeinern, dazu sind die sozialen Strukturen in den Regionen, Städten einfach zu unterschiedlich.

    CzG

    Dreas
     
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  12. ToMu

    ToMu Ist fast schon zuhause hier

    naja, ich bekomme als inaktiver Leser des Forums ja eher einen Schrecken und verprelle jetzt den Einen oder Anderen.

    ...Seit Mai 2017 ist die erfahrene Sängerin Gudrun Derichs unser musikalisches Highlight....

    was muss ich darunter verstehen? = die Anderen haben keine Ahnung?


    kann man als Forist zu ALLEM wirklich eine substanzielle Meinung haben?



    ich mag das Forum recht sehr und lese gernre mit, aber manchmal....
    naja ihr könnt schon ahnen was ich sagen will-

    schönes Wochenende (leider kalt) saxohponies....!!
     
  13. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Was willst Du mir jetzt damit sagen? Das ich hier nicht meine Meinung äußern darf?
    Du entscheidest das? Wie putzig....

    Wieso bringst Du unsere Sängerin bei PISA hier ins Spiel? Was hat das bitte mit diesem Thread zu tun?

    Bin grad ratlos....

    CzG

    Dreas
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.November.2017
  14. Gerrit

    Gerrit Guest

    Es gibt in der Tat einige wenige Standorte an den es gelingt. Allerdings: wenn man ein wenig über seine Region hinausschaut, die einschlägigen Berichte des VdM auch mal etwas kritisch liest und hinterfragt, bemerkt man recht bald, daß dies zu oft ein in der Tat hoch problematisches Unterrichtsformat ist.

    Daß Bläserklassen für die Musikschulen quasi automatisch höhere Schülerzahlen generieren, insbesondere im Anschluss an die Projekte, also im weiterführenden Instrumentalunterricht ist eine Legende. Das mag hier und da zutreffen, aber insgesamt steht der Aufwand einer Bläserklasse i.d.R. in keinem Verhältnis zu den Ergebnissen: weder was die o.g. Schülerzahlen im nachfolgenden Unterricht betrifft, noch die Qualität und Nachhaltigkeit angegliederter Projekte und Ensembles. Meist sinkt das musikalische Niveau, die Qualität der musikalischen Sozialisation durch den Großgruppenunterricht, der weder singuläre Begabungen adäquat fördert noch Problemfälle.

    Verhaltensauffälligkeiten und die Effekte sozialer Zerwürfnisse mit denen sich schon die Lehrer der allgemeinbildenden Schulen selbst an Gymnasien zunehmend konfrontiert sehen und über die hier auch berichtet wurde, sind m.E. keine Aufgabe für Musiklehrer oder Instrumentallehrer sondern ggf. eine für Sonderpädagogen, Schulsozialarbeiter, Sozialpädagogen, Schulpsychologen und ggf. Musiktherapeuten, die über eine entsprechende Fachausbildung verfügen.

    Vielerorts führen Bläserklassen sogar zu geringeren Schülerzahlen im regulären Instrumentalunterricht der Musikschulen: z.B. weil die Kunden aus Enttäuschung über die Ergebnisse aus den Bläserklassen die nachgesetzten Angebote meiden. Ich betreute im Laufe der Jahre etliche Schüler, die trotz der Massenabfertigung im Klassenbetrieb nicht aufgaben, sondern den Einzel- oder Kleingruppenunterricht suchten; häufig musste man mit denen allerdings „noch einmal fast von vorne beginnen“ weil die in der Bkäserklasse erworbenen „Fähigkeiten“ äußerst lückenhaft und schwach waren... Etliche sehen auch nicht ein, weshalb sie nun plötzlich mehr bezahlen sollen, wo doch die Bläserklasse so günstig war - Geiz ist g... dann geht darum, ein Instrument zu finden, ist auch teurer als in der Bläserklasse... hinzu die überall häufiger beobachtete Demotivation, Antriebslosigkeit... es gibt viele Gründe.

    Niemand sagt hier, Bläserklassen seien grundsätzlich schlecht, aber man muss realistischer Weise feststellen, daß sie unter den gegebenen schulpolitischen, gesellschaftspolitischen, sozial-ökonomischen. Bedingungen unserer „Bildungsnation“ einfach nicht funktionieren, funktionieren können.
     
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  15. Kersche

    Kersche Ist fast schon zuhause hier


    Noten? Hahaaaaa, wovon träumst du? Noten,.... der war gut!
     
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  16. Kersche

    Kersche Ist fast schon zuhause hier

    Du schreibst von Gymnasium. Ich schreibe von Gemeinschaftsschule, Brennpunkt, Inklusion, Verhaltensstörungen, Asylbewerber, Kinder aus über 22 Nationen. Und von Instrumentn, die zu Haus gelassen werden. Wochenlang. Wenn die Bläserstund um ist, kann ich mittags die Instrumente im Gang oder im Foyer zusammensammeln. Die werden einfach stehen gelassen. Was die Instrumentenmiete kostet, frage ich mal, aber über Teilhabe bei Hartz 4 wird das vom Amt gezahlt.
     
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  17. Gerrit

    Gerrit Guest

    Und so etwas geschieht auch an Gymnasien, heile Welt ist nicht (jedenfalls nicht überall)...
     
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  18. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Wir haben auch eine Bläserklasse im Verein, die von einer engagierten und ausgebildeten Kollegin geleitet wird. Das klappt da aber sehr gut, wenn man berücksichtigt, dass Kinder in dem Alter eine eher geringe Aufmerksamkeitsspanne haben. Vergessene Instrumente gibt's nicht. Die Kinder werden von den Eltern gebracht und wieder abgeholt. Mit alles und scharf.
    Daheim nicht geübt gibt's natürlich schon und das Repertoire ist auch musikalisch eher eintönig, aber mit den Kids kann man eben die Nussknacker Suite noch nicht spielen.

    Die Anzahl der Schüler ist aber überschaubar und wenn ich rechtzeitig da bin, helfe ich mit dem Saxophon aus, die Löcher aufgrund fehlender Instrumente zu füllen.

    Es kommt wohl am Meisten darauf an, was für Publikum man hat und ob die Kinder das freiwillig machen weil sie es wollen.

    Unsere Partnergemeinde Bisingen hat seit einiger Zeit ein Projekt "Bläserklasse für Erwachsene", das gut anläuft. Die Idee werden wir klauen. Mal seh'n, wieviele Erwachsene Einsteiger sich finden und ob man da eine ganze Klasse zusammen bringt - und was man dann mit denen so spielt... Da werden wir uns bei den Bisingern was abschauen. :)
     
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  19. Gerrit

    Gerrit Guest

    ... die Frage ist aber: wenn dieses Unterrichtsformat problematisch ist, zumindest vielerorts, welches böte sich ggf. als Alternative an?
     
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  20. flar

    flar Guest

    Moin, moin


    Meiner Meinung nach eigentlich gar keine, wichtig ist das machen und wenn es nur einem aus einer Klasse etwas bringt und unendlich viel Nerven kostet!


    Eine mir sehr nahe stehende Person arbeitet seit über zwanzig Jahren in diesem Umfeld an einer Grundschule mit einer seit Beginn ständigen Verschlechterung der Lage, noch verstärkt durch immer stärker werdenen und immer längerandauernden Fachpersonalmangel. (Gerade auch was die Ausweitung auf Inklusion betrifft)
    Da ist schon oft der Punkt erreicht gewesen, "mit mir nicht mehr", "alles keinen Zweck" und alles was zu "ich kann nicht mehr" so dazu gehört!

    Heraus haut es bei der angesprochnen Person immer wieder der in dem Fall sehr gute Zusammenhalt im Kollegium und weiterem Umfeld, Hausmeister, Putzfrauen, und immer wieder einige wenige, allerdings meistens nur vier Jahre lang, sehr mit anpackende Eltern!
    Auch der Gedanke und das Wissen das die Situation in keinem Fall Schuld der Kinder ist, sie haben sich ihr Umfeld und ihre, nachmal auch nur derzeitige, Lebenssituation nicht ausgesucht und schon gar nicht die Bildungspoltik des jeweiligen Bundeslandes!

    Richtige Höhepunkte in den lezten Jahren im Bezug auf "das ist wichtig was ich mache" sind oft zufällige Begnungen mit Schülern aus den ersten unterrichteten Jahrgängen und wieder erkannte Namen in der Zeitung anlässlich von Gesellenprüfungen, Schulabschlüssen und ähnlichem!
    Es hat schon was wenn das "Problemkind" von einst als Elektriker im zweiten Gesellenjahr in 5 Minuten das ab und an Kurzschluß verursachende Kabel in der Garage findet das der Beitragschreiber binnen 14 Tagen nicht entdecken konnte! :rolleyes:

    Ich denke jede Bläserklasse ist sinnvoll, unabhängig vom musikalischen Ergebnis, vom Lernwillen und vom Umgamg mit den Instrumenten.
    Wenn nach zwei Jahren die einzig greifbaren Ergebnise sind das einige Schüler regelmäßig ihr Instrument am richtigen Tag mit zur Schule bringen, pfleglich damit umgehen weil es ihnen nicht gehört und Spaß daran haben etwas mit anderen zusammen zu versuchen ist damit musikalisch nichts erreicht, aber die Schüler nehmen Erfahrungungen mit die ihnen bestimmt nicht schaden!
    Ganz im Gegensatz zu einigen bestimmt weniger guten Erfahrungen/Einflüssen die sie bis dahin schon gemacht haben/ausgesetzt sind.

    Viele Grüße Ralf
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18.November.2017
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