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Blaswandler, was ist das?

Dieses Thema im Forum "Sonstige Instrumente" wurde erstellt von flar, 13.November.2016.

  1. flar

    flar Ist fast schon zuhause hier

    Moin, moin



    Viele Grüße Ralf
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.November.2016
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  2. flar

    flar Ist fast schon zuhause hier

    Moin, moin zusammen

    Da wir gerade dabei sind den November TOTM Freestyle thematisch zu sprengen probiere ich das Thema EWI oder besser Blaswandler im allgemeinen aus zu lagern.
    Es wäre vielleicht ganz schön wenn einer der Moderatoren die Beiträge aus dem Freestyle Tread ab #30 oder so hier her verschieben könnte damit Sir Duke in Ruhe weiter love me tendern kann! ;)

    Ich fände es ganz schön wenn wir uns die hier schon oft geführte Grundsatzdiskusion ob Blaswandler Saxophone, Klarinetten oder Trompeten ersetzen können einfach sparen und nur auf die verschiedenen Wandler und ihre Möglichkeiten, Grenzen, und Problemzonen eingehen können, am besten durch Beiträge von Forumsmitglieder die solche Blaswandler haben!

    Und wie schon gesagt es ist klar das die Dinger kein natürliches Saxophon wirklich ersetzen können und natürlich auch vom Spielgefühl her ganz anders sind!!!

    Als Einstieg stelle ich einfach mal ein Video ein,



    Viele Grüße Ralf
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.November.2016
  3. ehopper1

    ehopper1 Ist fast schon zuhause hier

    Ich kaufte mir in den frühen 90ern einen Yamaha WX11, damit ich in den damaligen Mietwohnungen üben konnte.

    Heute - im eigenen Haus - nutze ich ihn nur noch ganz ganz selten.

    Zwecks Fingerübungen ist der WX11 ganz praktisch, ein Ersatz für meine Saxophone ist er nicht.

    Lg
    Mike
     
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  4. ppue

    ppue Experte

    Ich habe mir gerade ein Akai EWI 5000 gekauft. Ich brauche einen Trompete auf der Bühne. Eine gute Simulation erreicht man wohl mit einer Zusatzsoftware "The Trumpet".

    Nun liegt alles zu Hause bereit, ich aber dummer Weise im Krankenhaus. Werde also berichten, sobald ich wieder zu Hause bin.

    Dumm ist auch, dass man "The Trumpet" nicht in das Instrument bekommt, sondern einen Computer auf der Bühne braucht, der den Sound zur Verfügung stellt. Das Ergebnis finde ich, soweit ich das bisher hören konnte, sehr gut:

     
  5. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Definitv.

    Ich dachte ja eigentlich, dass wir mit den 120 Jahren Erfahrung mit elektronischen und elektromechanischen Musikinstrumenten das Thema mal abgeschlossen hätten und würden ggf. neue Musikinstrumente als das erfassen was sie sind, aber das wird immer wieder passieren.

    Sieht so aus, als hätte man die Wahl zwischen Erhängen und Erschießen:
    Entweder entwickelt man ein völlig neues Instrument. Dann maulen alle, dass es dafür ja noch keine Musik gibt, bewährte Bedienkonzepte verlassen hat, Publikum und Veranstalter nicht wissen, was das ist und man immer von neuem erklären darf/muss.
    Oder es ähnelt was bekanntem, dann wird gefragt, ob es das ersetzen kann. (Wie beim Internet, wo Juristen 15 Jahre diskutierten, ob Internet jetzt Zeitungsabo oder Fernsehen ist).

    Im statistischen Mittel sind die Leute nicht für Neues bereit. :)


    Ich gebe zu, dass ich das übertrieben un überspitzt formuliert habe, aber wenn eine Studentin der Kirchenmusik mir vorjammert, dass eine Hammond keine Pfeifenorgel ersetzen kann ... ja, die (die Hammond, nicht die Studentin) ist mal so vermarktet worden, aber die Menschen haben was anderes damit gemacht. Es ist halt ein anderes Instrument.


    Ergo:
    Ein Blaswandler ist ein Blaswandler ist ein Blaswandler. Ja, es kann sich - je nach Modell - wie ein Saxophon greifen. Aber ein Klavier, ein Cambalo, eine Pfeifenorgel, ein Alleinunterhalterkeyboard und ein Minimoog haben auch weiße und schwarze Tasten, aber erstzen sich nicht gegenseitig. Eigentlich nicht schwer. :)

    Grüße
    Roland
     
  6. flar

    flar Ist fast schon zuhause hier

    Moin, moin ehopper1

    Da bin ich immer hin und her gerissen.
    Ich habe auch einen WX11 und was Fingerübungen angeht finde ihn einerseits was exaktes umgreifen angeht, z.B. F-F# oder H-C, sehr geeignet, weil dort unweigerlich beim umgreifen ein G bzw. ein C# erklingt, was es natürlich kurz zuhalten gilt.
    Andererseits sind fehlt jeglicher Widerstand (Federzug) und von der Position der Finger her ist es einfach anders als beim echten Sax speziell für kleinen Finger der linken linken Hand.

    Als Instrument und nicht als Fingerübegerät genutzt umschiffe ich die genannten Griffwechsel und auch Oktavwechsel in gebundenen Passagen immer mit den sehr gut nutzbaren Hilfsgriffen.
    Zum Beispiel erhöht Gis jeden Ton um eine halbe Note, ebenso das Seiten Bb und das etwa in Position vom Seiten C angebrachte Hebelchen erhöht um einen Ganzton.

    @ppue
    Ich hoffe nichts ernstes, auf jeden Fall eine gute und schnelle Genesung!
    Übrigens ein sehr schönes Video das Du zum Thema eingestellt hast.

    Die im Video erklingende Trompete klingt sehr gelungen, das bringt mich aber zu dem was @Roland angemerkt hat...

    Zumindest was die Blaswandler betrifft sind die Erfinder/Hersteller daran nicht ganz unschuldig finde ich.
    Sie haben am Anfang sehr dafür geworben das ihre Instrumente genau so zu bedienen sind wie ein Sax oder auch eine Trompete, was einfach nicht korrekt ist wenn mal einmal von den Grundgriffen absieht und es wurden, jedenfalls bei meinem WX11 vom Ende der 80er, jede Menge "Bläserklänge" mit geliefert, die einfach nicht mal annähernd nach Sax, Klari, Posaune oder etwas in der Art klangen.
    Das war natürlich irgendwo auch ein Entgegenkommen an die angestrebten Kunden, also Bläser, gewesen die dann logischerweise oft etwas enttäuscht waren und auch heutie noch sind obwohl sich da durch Samlpes klanglich sehr viel verbessert hat.

    Was sich auf dem Gebiet getan hat kann man in ppues Video sehr gut hören und man kann Bläserklange mit den ansatztechnischen Möglichkeiten (z.B Bending) von Blaswandlern vermutlich einfacher natürlich wirken lassen als z.B. mit einem "Pitchrädchen" am Keyboard. Auch weil der Vorgang dem beim Saxophon spielen doch ähnlich ist und ein Keyboarder sich da erst reinfuchsen müßte damit er den Effekt gut simulieren kann und es nicht übertreibt.

    Ich fand und finde bei den mir zur Verfügung stehenden Klängen die am besten die nicht gezielt ein Instrument nach stellen.
    Und das sind eigentlich fast alle, ein "Fagot" in der dritten Oktave gibt einfach einen geilen Klang und gerät nicht in Verdacht ein schlecht klingendes Fagot zu sein!:D:D:D

    Viele Grüße Ralf
     
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  7. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Upps. Gute Besserung
    quax
     
  8. ehopper1

    ehopper1 Ist fast schon zuhause hier

    @ppue
    Ist hoffentlich nichts schlimmes? Auf jeden Fall gute Besserung!

    @flar
    Klar ersetzt der WX11 das Saxophon grifftechnisch nicht.
    Ich habe auch diverse Hilfsgriffe an den vier Saxophonbaugrößen, die mit dem Blaswandler natürlich nicht funktionieren.
    Deshalb bin ich heute froh meine eigenen vier Wände zu haben.
    Da kann ich Saxophon üben/spielen wann immer ich Lust habe.

    Fagott finde ich am WX11 übrigens auch interessant. Und Oboe gefällt mir auch ganz gut.

    Lg
    Mike
     
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  9. Bloozer

    Bloozer Ist fast schon zuhause hier

    ich interessiere mich für den Roland ae-10. Hat da schon jemand ein bisschen
    praktische Erfahrungen gemacht?

    @ppue alles Gute dir.:)
     
  10. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    War ja beim Synth auch. Unerhörte, nie gekannte Klangdimensionen. Und, was erntet den großen Erfolg? Switched on Bach. :)

    Also, was meinst Du, wie vermarktet man einen Synth? Richtig. Man erzählt den Leuten, dass man damit <insert_instrument> emulieren kann. Also Trompeten-Patches für Minimoog.

    Lesetipp:
    https://www.amazon.de/Analog-Days-Invention-Impact-Synthesizer/dp/0674016173

    Achja, in den 80ern hat man Syths danach bewertet, wie gut die ein Klavier nachmachen konnten. *facepalm* Ich habe mal in den 90ern in einer Band mitgsepielt. Story ging so: Keyboarder holen sich den neuen Yamaha An1x. Ein digitale Emulation analoger Klangerzeugung, also nix mit Samples. Tragen stolz die frsich erworbene Kiste nachhause und daddeln 2h herum und haben Riesenspaß. Dann die Ernücherturng: Kein Klavier, keine Drums. Weil keine Samples. Kiste wieder zurück zum Händler etragen und umgetauscht.


    Wer kennt schon die hier schon erwähnten 'Silver Apples od the Moon'?



    Aber 'Switched on Bach' kennt (fast) jeder: Beide von 1968. Und im Kielwasser jede menge weiterer 'Vermoogisierungen'. Dafütr hatte es beinahe ausgebuchlat. In der Dichotomie 'East (Moog) vs. West (Buchla)' hat der Osten gewonnen.

    Grüße
    Roland
     
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  11. ppue

    ppue Experte

    Danke euch. Ist nur ne Lungenembolie.

    Na ja, der Blaswandler ist ein einfaches Midigerät wie es auch ein Keyboard sein kann. Ein Keyboard kann inzwischen ganz gut ein Klavier imitieren, kann aber eben auch ganz anders gebraucht werden. Das wird doch gar nicht mehr diskutiert.
    Ist doch gut, dass wir nun Dynamik, Vibrato und die Griffweise vom Saxophon übernehmen können. Ich hatte nur ganz kurz Zeit, das Teil zu Hause auszuprobieren, aber ich bin sicher, dass ich demnächst Noten (in Capella) nur noch damit "einblasen" werde. Bin ich wesentlich schneller als mit jeder anderen Eingabe.

    Dann ist das Spiel mit Samplen für mich interessant. Muss gar nicht ein anderes Instrument nachstellen, wie zum Beispiel bei der Trompete. Ich würde es gerne benutzen, um ganz eigene Samples zu erstellen und damit zu spielen.
     
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  12. annette2412

    annette2412 Moderatorin

    done!
     
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  13. vmaxmgn

    vmaxmgn Ist fast schon zuhause hier

    @Bloozer
    Ja ich, habe den Roland AE 10 seit diesem Samstag zu Hause. Ich muss ehrlich gestehen, ich bin total begeistert! Griffweise wie ein Sax, klingt mit meinen Bose Kopfhörern richtig toll. Man kann Legato, Anstoßen und sämtliche Artikulationen machen. Vibrato, Bending, Growl geht alles. Es lassen sich sogar Flagoletts damit programmieren usw. Wozu nutze ich es ? Um in einer Mietwohnung abends Orchstersachen zu üben, oder auf Arbeit in der Mittagspause... RhythmTraining mit Etüden, Akkorde und Tonleiterübungen zu machen, schwierige Stellen in die Finger zu bekommen. ABER! Der Ansatz wird dabei nicht trainiert, diesen muss man mit Sax oder Mundstück extra trainieren. Aber, dies ist für mich kein Problem, da ich täglich auch noch Sax spiele oder Mundstücksübungen mache.
     
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  14. Werner

    Werner Ist fast schon zuhause hier

    Growl? Singst du dann tatsächlich rein, oder drückst du ne Taste?



    http://www.swing-jazz-berlin.de/
     
  15. Bloozer

    Bloozer Ist fast schon zuhause hier

    @vmaxmgn danke, das klingt ja vielversprechend. Mich interessiert auch dir Möglichkeit leise zu üben, aber auch die Roland naturalistische Sounds auf einem Blaswandler zu haben.
     
  16. vmaxmgn

    vmaxmgn Ist fast schon zuhause hier

    @Werner
    Sowohl als auch. Der Growl wird mit einem kleinen Schalter unterhalb des AE10 betätigt, aber mit dem Blaswiederstand kontrolliert.
    " Außerdem enthält das Mundstück des AE-10 einen extrem empfindlichen Anblassensor, der auch das Beißen ( mit Lippe ) des Rohrblatts für Vibratotechniken und das Ändern der Tonhöhe erlaubt. So werden sich selbst Einsteiger innerhalb kürzester Zeit auf diesem Instrument zurechtfinden."

    Ich fand diese Seite ziemlich umfassend erklärend, da auch Videos da sind. https://www.roland.com/de/products/aerophone_ae-10/

    Tenor, Bariton und Trompete sind echt toll.
     
  17. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    Hallo @vmaxmgn ,

    wie sind an dem Roland AE10 denn die Tasten? Muss man die mechanisch runterdrücken, damit sie reagieren? Für mich was dass am EWI das Problem, da sind es ja berührungsempfindliche Flächen. Für mich war damit jede Ähnlichkeit zum Sax weg. Habe es deshalb auch wieder verkauft.

    LG
    Stefan
     
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  18. vmaxmgn

    vmaxmgn Ist fast schon zuhause hier

    @stefalt
    Hallo, die Tasten müssen mechanisch gedrückt werden. Damit kann man meiner Meinung nach auch üben, die Finger über den Tasten zu lassen, so wie es beim normalen Saxspiel auch sein soll. Man muss auch exakt drücken und anblasen.
     
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  19. Ginos

    Ginos Ist fast schon zuhause hier

    .. auf der von dir zitierten webseite http://www.5temann.de/members.php kannst du es unter Members nachlesen.

    4 Männer spielen Saxophon
    1 Mann spielt Kontrabass (der 5teMann)

    alles klar?

    Gruß
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.November.2016
  20. flar

    flar Ist fast schon zuhause hier

    Ja, ich bin ganz gemein! :vamp:

    Und saumäßig faul, ;)
    darum habe ich einmal auf etwas zurück gegriffen was unser ehemaliges Mitglid Ewiator einmal gepostet hatte um zu zeigen das auch echte Saxer so klingen können.
    Das kann man nach lesen und zwar hier!

    Viele Grüße Ralf