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Bob Dylan's neues Album "Triplicate"....Jazzstandards!

Dieses Thema im Forum "Musiker / Bands" wurde erstellt von Dreas, 31.März.2017.

  1. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Hier ein Beispiel, "Stardust":



    Weitere Beispiele findet ihr auf Youtube. Ich hör's grad auf Spotify.

    Wie findet ihr das?

    Ist ja mmer Geschmackssache, was man mag, aber mir gefällt es überhaupt nicht!

    CzG

    Dreas
     
  2. annette2412

    annette2412 Moderatorin

    Mir gefällt es hingegen super gut....:thumbsup:.. diese rauhe und dennoch so berührende Stimme. Wundervoll!
    Aber genau wie du sagst @Dreas - es ist eben Geschmackssache

    Liebe Grüße
    Annette
     
    Dreas gefällt das.
  3. kokisax

    kokisax Ist fast schon zuhause hier

    Interessante Variante.
    Man kann es anhören, aber es gibt für dieses Stückk eindeutig "bessere" Interpreten.

    kokisax
     
  4. Pil

    Pil Ist fast schon zuhause hier

    Ja es gibt bessere Interpretationen.
    Als nächstes imitiert dann Bob Geldorf den Elvis.:D

    pil
     
    Rick und Dreas gefällt das.
  5. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    Puuhhh..... Dylan und Jazz Standards. Man möchte fast wieder Judas rufen ;)

    So schlecht macht er es Musikalisch aber nicht, finde ich.

    LG StefAlt
     
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  6. RomBl

    RomBl Ist fast schon zuhause hier

    Es ist ja schön, wenn Künstler über den Tellerrand schauen ... aber das passt für mich überhaupt nicht zusammen.

    Für mich genauso ein Fehltritt wie diese Sting-John-Dowland-Renaissance-Kiste - ein Stich ins Herz für mich, wo ich Sting und insbesondere Police so megagut finde ... :cool:

     
  7. Rick

    Rick Experte

    Die Instrumental-Teile finde ich ganz gelungen, eine originelle Mischung aus Gipsy Swing und Country (Steel Guitar!).
    Spielt Bob Dylan selbst die Gitarre?

    Warum zwischendurch offenbar ein alter Chansonnier herumkrächzen muss, erschließt sich mir allerdings nicht. Aber ich bin bezüglich Sängern sowieso sehr kritisch; "Stardust" ist außerdem eine Herausforderung, diesen Song hat auch der Komponist Hoagy Carmichael höchst persönlich mit seinem dünnen Stimmchen nicht besser interpretiert (das Pfeifen am Schluss ist noch das Beste!):

     
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  8. kokisax

    kokisax Ist fast schon zuhause hier

    Unvergessen :
     
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  9. Rick

    Rick Experte

    Genau, kommen wir zu den gelungeneren Versionen - hier die Country-Legende Willie Nelson in einem Fernseh-Auftritt 1993, und er hat wenigstens einen Saxer dabei, das ist ja schon die halbe Miete: ;)

     
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  10. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Naja, "einen Saxer" ist in dem Fall wohl ein wenig untertrieben. Und das Keyboard ist auch nicht ganz blöd besetzt.
     
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  11. annette2412

    annette2412 Moderatorin

    Ist das Marsalis? :confused:

    Liebe Grüße
    Annette
     
    Rick, kokisax, last und einer weiteren Person gefällt das.
  12. bluemike

    bluemike Ist fast schon zuhause hier

    Hi,

    ich muss gestehen, ich mag die Version. Sie ist authentisch - so schlecht singt er sie nicht. Zudem mag ich den Verzicht auf Hochglanzpolitur und vokales Technicolor ;-)
     
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  13. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    Ja, finde ich auch. Nach 2 bis 3 mal hören bin ich auch zunehmend angetan. Das ging mir bei Dylan aber schön öfters so..

    LG StefAlt
     
  14. flar

    flar Ist fast schon zuhause hier

    Moin, moin


    Ich auch, das ist originell aber trotzdem sehr passend!

    Die Steel Guitar bestimmt nicht, die Solo Gitarre halte ich für sehr unwahrscheinlich, die zigeunermäßige Rhythmusgitarre würde ich für möglich halten, aber dann hätte er sehr geübt!

    Authenzität, dieses Wort bringt glaube ich genau das auf den Punkt was den Reiz von "Nichtsängern" wie Bob Dylan aus macht.
    Der schon genannte Willie Nelson, Johnny Cash, Leonard Cohen, Udo Lindenberg, Jimi Hendrix und viele, viele andere, und eben auch Bob Dylan, stehen für mich für in einer Reihe von Sängern die eigentlich nicht wirklich gut sind, aber authentisch. Und sehr viele von ihnen sind, genau wie Hoagy Carmichael hervorragende Liedkomponisten und werden meistens auch mit ihren selbst geschriebenen Titeln bekannt.

    Einige von ihnen schaffen es auch diese Authenzität in Liedern zum Ausdruck zu bringen die nicht von ihnen stammen und erreichen damit oft, aber leider nicht immer, für diese Stücke eine unglaubliche Steigerung und manchmal sogar auch Änderung der vom Autoren angedachten Wirkung.
    Ein Paradebeispiel ist für mich z.B. der Titel "Highway Patrolman" den ich Bruce Springsteen nie so richtig abgenommen habe, bei Jonny Cash geht er mir unter die Haut!
    Ganz im Gegensatz zu vielen andern nicht selbst geschriebenen Titeln die Herr Bargeld, insbesondere im Laufe der 80er Jahre, interpretiert hat.

    Natürlich wirken "gute" Sänger wie z.B. Ray Charles in ihren "besseren" Titeln ebenfalls authentisch, gar keine Frage, aber im Zweifelsfall können sie eben auch ohne Authenzität durch reine musikalische und stimmliche Leistung überzeugen, etwas was Herrn Dylan doch eher schwer fallen würde.

    Mir persönlich gefällt Stardust gesanglich von Willie Nelson sehr viel besser als von Bob Dylan, was zeigt das Authenzität auch von jedem etwas anders wahrgenommen wird!

    In dem Nelson Video ist Bradford Marsalis zu hören und der wandelt, neben Jazz, Klassik und seiner sehr bekannten Arbeiten mit Sting, immer wieder gerne auf unterschiedlichsten musikalischen Wegen,
    so hat er auch des öfteren mit den von mir sehr geschätzten Greatful Dead gespielt, paßt nicht zum Thema ist aber sehr interessant zuhören...



    Dieses Interview ist auch eher für Bradford Marsalis Fans und Deadheads interessant...



    So und nun wieder weiter mit Bob Dylan!!!!!

    Viele Grüße Ralf
     
    Zuletzt bearbeitet: 2.April.2017
  15. Rick

    Rick Experte

    Ja, das war mir schon klar. ;)

    Mir auch, ich halte das sogar für die bessere Version als Nat King Coles klassische Aufnahme, die ist mir einfach zu Pop-kitschig. Und das bei einer Fernseh-Livesendung!
    Am besten ist "Stardust" für mich allerdings instrumental. :cool:

    Schöne Grüße,
    Rick
     
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  16. flar

    flar Ist fast schon zuhause hier

    Moin, moin Rick

    das sehe ich anders, manchmal liebe ich Kitsch ;)
    Auch muß man glaube ich beachten das als die Nat King Cole Aufnahme 1957 erschien dieses aus heutiger Sicht deutlich als Kitsch definierbare Zeugs sehr auf Höhe der Popmusik dieser Zeit wa!.
    Aber es ist schon so wie Willie Nelson im übertragenen Sinne sang und schrieb, es ist komisch wie die Zeiten sich ändern ( funny how times slip away, übertragen weil er es nicht lustig fand! Glaube ich zumindest, mein Englisch ist nicht ganz so dolle:rolleyes:)

    Viele Grüße Ralf
     
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  17. Rick

    Rick Experte

    Sicherlich, und auch ich liebe gelegentlich guten Kitsch (bei "La La Land" habe ich im Kino über lange Strecken vor Ergriffenheit geheult - da traf einfach so viel auf mein eigenes Leben zu). Aber von Cole liebe ich noch mehr seine zeitlosen Aufnahmen als Sänger und (fantastischer) Pianist mit seinem Trio - danach hat er gewiss deutlich mehr Geld verdient, doch in der frühen Epoche war er einfach AUTHENTISCHER für mich. :p

    Und das ist meiner Ansicht nach ein Problem mit Songs wie "Stardust": gesungen werden sie rasch übertrieben schwülstig (schon der Text...), aber gespielt kann man so etwas wunderbar interpretieren, da kenne ich super Versionen.

    Bevor das jetzt allerdings ausartet - wie meintest Du schon so zutreffend: Back to Dylan! ;)


    Viele Grüße,
    Rick
     
    Zuletzt bearbeitet: 2.April.2017
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  18. Marko74

    Marko74 Ist fast schon zuhause hier

    Ich finde es auch schön vorgetragen,
    kenne aber das Original nicht um Vergleiche machen zu können.

    Wird Zeit für mich, mal wieder eine ,,Bibliothek,, zu besuchen...

    ;-)
     
    Rick gefällt das.
  19. gefiko

    gefiko Ist fast schon zuhause hier

    Könnte u.U. besser klingen, als Elvis' Interpretation von Big Mama Thorntons Song......
     
  20. flar

    flar Ist fast schon zuhause hier

    Moin, moin gefiko

    Hat Elvis Hound Dog, um diesen Big Mama Thornton Titel wird es wohl gehen, wirklich interpretiert?

    Genau genommen natürlich schon, Harmonien und Melodie hat er übernommen.
    Von Text nur das Nötigste so das er im Gegensatz zum tollen original Text fast sinnlos ist.
    Wäre er nicht Elvis gewesen sondern sagen wir mal Lightnin Hopkins hätte er vielleicht noch ein paar eigene Worte hinzugefügt und seinen Namen darunter gesetzt.

    Im Blues hat so etwas eine lange Tradition! Auch Sam Phillips (Sun Records) und Rufus Thomas haben das mit ihrem Antwort Song auf Big Mamas Thorntons Hit probiert, Rattlesnake ist harmonisch und melodisch identisch aber der Text ist anders und die Wortspielereien und Andeutungen sind hier auf eine männliche Interpretation zugeschnitten.
    Die beiden, in erste Linie wollte Phillips die Urheberrechte geltend machen, scheiterten damit weil die Hound Dog Autoren Leiber/Stoller ihre Rechte an dem Titel belegen konnten.

    Elvis hat aus dem Original Text gerade mal sechs Zeilen übernommen, der ganze Rest der zum Erfolg führte ist ein sehr gut gemachtes Arrangement, eine perfekte aufnahmetechnische Abstimmung aller Elemente aus diesem Arrangement und eine enorme Leistung der beteiligten Musiker, die auch sehr viel Geduld an den Tag legten und 30 brauchbare Versionen einspielten, ich meine Nummer 28 ist dann ausgewählt worden.
    Geradezu genial die Gitarre gerade Achtel spielen zu lassen bei der jede Dritte betonnt wird, das gibt eine schöne leichte Reibung, und genau im richtigen Moment bricht das ab und es folgt ein kurzes Füllsel und dann wieder die Achtelnoten.
    Auch sehr gut den Chor während des Gesangs klatschen zu lassen, das endet jeweils bei den Gitarrensolos und erst hier wird der Chor gesanglich tätig um die Lücke in der Begleitung zu schließen, aber sehr dezent!
    Das ist alles in allem sehr, sehr gut gemacht!

    Und anders kann das Lied ohne den Wortwitz des Originals auch nicht wirklich funktionieren, Elvis Gesang wird in dem Cover eigentlich nur als eine rhythmische und melodische Lautmalerei benutzt die einen Text eigentlich überflüssig macht.

    Das hin zu bekommen ist gar nicht so einfach und das sich Presley darüber vollkommen im klaren war zeigt die Tatsache das er nach zwei Fernsehauftritten (es waren drei, der erste erfolgte noch vor der Aufnahmesitzung mit einen vereinfachten Arrangement und einem Bluesteil zum Schluß), Hound Dog auf der Bühne entweder in gänzlich anderer Form oder nur sehr verkürzt um rahmt von Witzchen wieder gab.

    Er hat das Original bestimmt sehr geschätzt und sehr lange an seiner Version gearbeitet, trotzdem wird er innerlich auch oft geflucht haben das er mit dem Titel einen solchen Hit gelandet hat, der sich in der perfekten Form der Aufnahme eigentlich nicht wiederholen läßt aber leider auch nur in dieser Form seine Magie entwickelt!

    Jerry Lee Lewis hat in seiner „scheißegal was ich mache die spielen mich sowie so nicht in Radio Phase“ übrigens mal eine Version eingespielt die sich fast an den Originaltext hält und hat das auch des öfteren auf die Bühne gebracht, aber er ist nun mal auch der Killer!

    Falls jemand noch nicht darauf gekommen ist, ich bin so ein ganz kleines bißchen Elvis Fan. :D:D:D

    Und nun bitte weiter mit dem Nobelpreisträger, den hat er jetzt ja auch tatsächlich mal abgeholt.;)

    Viele Grüße Ralf
     
    Zuletzt bearbeitet: 3.April.2017
    kokisax gefällt das.