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Böhm-Mundstück auf deutscher Birne?

Dieses Thema im Forum "Sonstige Instrumente" wurde erstellt von Karlheinz, 24.April.2010.

  1. Karlheinz

    Karlheinz Schaut öfter mal vorbei

    Hallo liebe Forum´ler,

    beim Händler habe ich kürzlich einen Hinweis erhalten, dass Vandoren eine Mundstückreihe plant, die mit Böhm-Bahn direkt auf eine deutsche Birne passen soll.
    Ist da was dran? Vielleicht hat ja jemand auf der Messe was davon läuten gehört?

    Ich befürchte allerdings dass, wenn es überhaupt stimmen sollte, wahrscheinlich nur bestimmte Modelle bzw. Marken damit umrüstbar wären?

    Ich würde gerne meine gerade für ordentlich Geld GÜ Keilwerth mit dt. System mit "Böhm-Sound-Option" ausprobieren. Bislang trenne ich TenorSax für Jazz/Blues etc vom klassischen Klang auf der Klarinette. Und dabei kommt die Klarinette in den letzten Jahren extrem zu kurz.

    Gruß
    Kalle
     
  2. Thomas

    Thomas Ist fast schon zuhause hier

    guck mal bei Vandoren: die haben 3 neue MPs für deutsche Klaris im Programm. das M30D und B40D ( erfolgreiche Böhmmps ) und das VD5 ( deutsch, aber offener). Probiers doch einfach mal aus.. die MPs sind recht offen. Ich persönlich habs gern andersrum: ich spiele auf meiner deutshcen und auf meiner Boehmklari deutsche Bahnen ( dieselbe) auf Zinner-Rohlingen und mit White Master 3.
    ABer gerade das M30 scheint in letzter Zeit bei deutschen KLarinettisten ordentlich an hippness gewonnen zu haben, ein paar Boehmblätter drauf.. und fertig ist die Laube....
     
  3. Roman_Albert

    Roman_Albert Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe auf einer Richard Keilwerth, Deutsches System, von 1976 an gelernt, dann von 1979 bis 2006 nur Sax gespielt.
    Die deutsche Klarinette habe ich meinem Neffen als Lerninstrument dauergeliehen, und mir vor knapp 2 Jahren eine Selmer 10G aus den Staaten sowie eine Buffet Crampon BC 20 aus Frankreich gekauft.

    Bei der BC sind 2 Mundstücke dabei, das Standard Buffet plus irgendein bekanntes Fabrikat, das einen sehr guten Namen geniesst, ich hab die Tute im Moment nicht zur Hand, sonst könnte ichs nachschauen.

    Der Unterschied? Lästige andere Griffweise bei H/B, F/Fis und den Altissimos, sonst meines Erachtens nix.

    Die Buffet kommt nicht so richtig in die Puschen, so ähnlich wie eine uralte Hammerschmidt, die ich zwischendrin als Leihgabe hatte.
    Die Selmer geht gut los, braucht aber neue Polster, könnte dann aber ein Killer werden.
    Und nichts, wirklich nichts kommt an das Gefühl heran, wenn ich ein Blatt auf die alte Richard Keilwerth spanne und loslege. Die ist so offen und laut wie keine der Boehms.

    Da ist meiner Meinung nach (!) auch viel Mythenbildung am Werk.

    Bin mal gespannt, wenn die Selmer neu gepolstert ist, vielleicht geb ich sie nächste Woche bei Musik Blatz in Mannheim ab :)

    Aber Jazz/Dixie kann ich auf meiner deutschen genauso gut oder schlecht machen wie auf der Boehm. Da liegts schlussendlich,wie bei den Saxen, alleine an mir und meinen Finger- und Lippenfertigkeiten.
     
  4. Karlheinz

    Karlheinz Schaut öfter mal vorbei

    Hallo Leute,

    das hatte ich nun doch etwas aus den Augen verloren. Danke für die Hinweise. Habe jetzt solche MPCs bei meinem Händler liegen und werde das (wenn nichts dazwischenkommt) mal austesten. Mal sehen, ob´s einen deutlichen Unterschied macht - für ca. 135 Euro quasi zwei Klarinetten wär doch mals was. Ich poste dann wie es sich für mich anfühlt.
    Nochmal Danke
    Kalle
     
  5. Karlheinz

    Karlheinz Schaut öfter mal vorbei

    Nochmal Danke für die Hinweise.
    Ich habe die beiden Vandoren-MPCs jetzt mal getestet.
    Auf die Keilwerth passen die MPCs leider nicht direkt.

    Ich müsste also die Birne oder das MPC ausdrehen lassen. Das liefe dann also darauf hinaus generell auf Boehm-Mundstücke zu wechseln.

    Im Vergleich gefiel mir v.a. das MD30 gut (getestet habe ich mit einem RICO 2,5 Blatt; dabei habe ich eine etwas locker sitzende Boehm-Birne eingesetzt). Spricht gut an und ist in den meisten Lagen kräftig/laut spielbar. Allerdings beschränkt sich ein etwas deutlicherer Sound-Unterschied nach meinem Eindruck auf die mittlere Höhenlage. Also insgesamt vielleicht doch nichts was nicht vielleicht auch mit etwas Gewöhnung mit dem dt. setup gehen sollte?

    Ich werde also einstweilen für den gelegentlichen Klarinetten-Einsatz im Jazz-Bereich mal bewusster mit unterschiedlichen Blattstärken rumprobieren.

    Kalle
     
  6. Ströbli

    Ströbli Schaut nur mal vorbei

    Also ich hab nun schon seit 4 Jahren das Standardmundstück (deutsch) auf meiner Deutschen Klarinette (beides von Jupiter). Der Klang is recht spitz aber schön. Wollte nun mal andere Mundstücke ausprobieren....die mundstücke waren alle so wie meins vom Klang bis auf eins. Es war ein Boehmmundstück von vandoren das sich versehentlich unter die anderen geschlichen hatte. Es passte perfekt auf meine Birne. Ich spielte es mit einem 2,5 rico böhm Blatt an und es klang weich aber kräftig und ließ sich perfekt spielen. Die Tonabstände schienen zu stimmen aber die Gesamtstimmung konnte ich nicht prüfen aber ich könnte jetzt nicht sagen das da was anders war. Man konnte mit dem mundstück auch sehr gut Blues usw. spielen. Hab es jedoch nicht gekauft weil ich mir von der gesamtstimmung nicht sicher war und da ich im orchester spiele wäre das Frevel. Probiern würd ichs wieder aber mit Stimmgerät. Ansprache war perfekt und klang auch. Wollte mir eigentlich ein kristallglasmundstück zulegen aber nun bin ich mir nichtmehr sicher welches. Kann ja beide bestellen und dann die Gesamtstimmung testen.