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Buchstaben statt Noten

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von abraxasbabu, 24.Oktober.2017.

  1. hoschi

    hoschi Ist fast schon zuhause hier

    hehe, es gibt ja doch auch andere!?!
    ich bin noch zu doof, mir die noten zu merken, ich schreib buchstaben drüber...das dafür recht flott mittlerweile...
    wird besser, aber alles braucht seine zeit...
     
  2. Jazzica

    Jazzica Ist fast schon zuhause hier

    Als Lesehilfe finde ich das Notieren oder Drüberschreiben der Notennamen schon manchmal hilfreich, gerade bei solchen Stellen, wo der Rhythmus klar oder über längere Strecken unverändert ist (Achtelketten). Ich schreibe mir die Notennamen vor allem bei solchen Passsagen über die Noten, wo ein schneller Rhythmus ist und es von Vor- und Auflösezeichen wimmelt und möglichst noch selten gebrauchte Töne wie "eis", "his" oder "fes" notiert sind. Da schreibe ich dann ganz rabiat "f", "c" und "e" drüber, vor allem wenn wenig Zeit ist, das Stück einzustudieren

    Viele Grüße von

    Jazzica
     
  3. grosskopf

    grosskopf Ist fast schon zuhause hier

    Meinen Schülern verbiete ich regelrecht, gerade am Anfagn, die Notennamen über die Noten zu schreiben. So lernt man das Notenlesen nie. Das wäre, wie malen nach Zahlen: "Welche Farbe hat die Sonne? Nr.6!" Genau. Ich finde, unser Notensystem, die Notenschrift nahezu perfekt: in wenigen Zeichen, die mit etwas Übung schnell lernbar sind, sind alle Informationen enthalten, die dem Musiker vom Komponisten gegeben werden.

    Wer Schwierigkeiten hat, Noten zu lesen, sollte verstärkt das Hören mit einbeziehen: einen notierten Song anhören und die Noten mitlesen. So erschließen sich doch sehr viele Dinge, die in den Noten stehen. Wenn man dazu nun noch denselben Song auf dem Instrument spielt, kann lernt man das Notenlesen sehr schnell....zumindest war das in meiner bisherigen "Lehrlaufbahn" bei meinen Schützlingen so.

    Generell: macht euch weniger einen Kopf drum was da steht, sondern eher, wie das klingt!
     
    moloko_plus, Viper und Ton Scott gefällt das.
  4. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Ich bin nun schon einige Jahre mit den Noten vertraut und muss üblicherweise nicht abzählen, von einigen noch wenig geübten Noten tief unten im Bassschlüssel am Klavier abgesehen. Trotzdem ertappe ich mich regelmäßig dabei, falsch zu greifen, selbst wenn ich die Phrase schon 100x richtig gespielt habe.

    Mein Gehirn macht da immer wieder die gleichen Fehler auf höherer Abstraktions Ebene: Note am Rand der Notenteile, also auf der oberen oder unteren Linie bzw. im ersten oder letzten Zwischenraum. das Eine ein E, das andere ein F, aber eben optisch einmal genau anders herum. Ich weiß es (intellektuell) aber ich schau hin und schwups, hab ich ein E gegriffen, obwohl die Note auf der oberen Linie sitzt, nicht auf der unteren.

    Desgleichen hat mein Gehirn wohl auch eine Kategorie „Noten in der Mitte der Notenzeile“ was wieder regelmäßig zu „H“ anstatt „G“ oder „A“ anstatt „C“ führt, besonders wenn‘s etwas flotter wird. Interessanterweise aber kaum E anstatt C.

    Ich bin auch manchmal versucht, mir die Namen zu notieren, denn die scheine ich fester mit den Griffen assoziiert zu haben als die Notenbilder. Aber ich habs nie gemacht und will mir das jetzt nicht noch neu anfangen.

    Leider hilft mir da auch nicht, dass ich weiß wie es klingen muss, denn zwischen Klang und Griff oder Intervall und Griff hat sich bei mir nie eine Assoziation eingestellt, ausgenommen ganz kleine Intervalle. Spielen nach Gehör geht fast gar nicht und wenn ich auswendig spielen muss, merke ich mir eher die Griffe mit ihren zugehörigen Namen. Das geht aber auch nur für sehr kurze Passagen. Meist endet es damit, dass ich es so oft spiele, bis meine Finger das selber machen, wenn ich den richtigen Start Griff vorgebe.

    Menschen sind unterschiedlich und was dem Einen leicht fällt, ist für den Anderen manchmal das Schwerste.
     
    murofnohp gefällt das.
  5. CBlues

    CBlues Ist fast schon zuhause hier

    Zunächst mal:
    VIELEN DANK
    FÜR EINEN THREAD, IN DEM ES UM DAS SPIELEN GEHT UND KEIN METAGESÜLZSCHWAFEL !!!
    :yiep::yiep::yiep:
    Zum Thema:
    Als relativer Späteinsteiger mit mitte 30 und absolut keine Notenlesefähigkeit, ist es mir anfänglich sehr schwer gefallen von den Noten zum richtig gegriffenen Ton zu kommen.
    Es verleitete am Anfang dazu Buchstaben unter die Noten zu schreiben, weil es vermeintlich leichter ist. Das ist aber wie schon bemerkt eher ein Umweg.
    Und so habe ich mühsam meinen Skill in Notenlesen verbessert. Ein guter vom Blattspieler werde ich im Leben nicht mehr.

    In dem Trio, in dem ich aktuell Töne zum gesamtkonzept beitragen darf, spielen wir nur Stücke des Pianisten. Hierfür gibt es keine Noten und schon gar kein Konzept für Sax.
    " Spiel einfach mal was und wir hören dann wie es klingt" ist die Ansage. Damit dann nicht jedes Stück beim Nächsten mal anders klingt, mache ich mir Notizen.
    Da die dann eh nur für mich selber sind und die Art, wie es gespielt wird klar ist, reichen dann tatsächlich einige wenige Buchstaben um durch das ganze Stück zu kommen.

    Das sind halt 2 unterschiedliche Anforderungen.

    Keep on groovin,
    Lothar
     
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  6. moloko_plus

    moloko_plus Ist fast schon zuhause hier

    Klar, wer von Grund auf mit dem Musizieren beginnt, sollte Notenlesen und -schreiben lernen.
    Mir fällt es erheblich leichter, nach Noten zu spielen als nach Buchstaben, das wäre für mich ein zusätzlicher Denkschritt. Habe aber auch schon als Kind das Notenlesen gelernt und verinnerlicht.
    Wie man das als Erwachsener / Späteinsteiger handhabt, hängt doch stark von den eigenen Ansprüchen und Zielen ab. Will ich in einer Band spielen, wo ich definitiv nicht nach Noten spielen werde, muss ich mich doch nicht zwangsläufig damit abplagen. Es sei denn, ich möchte mich mit Theorie beschäftigen, aber das ist eh klar.
    Ist doch super, wenn du, @abraxasbabu , mit den Buchstaben einen Weg gefunden hast, wie es leichter vom Blatt in die Finger geht!
     
    quax und grosskopf gefällt das.
  7. grosskopf

    grosskopf Ist fast schon zuhause hier

    Gerade das Saxophon ist für "Notenleseanfänger" doch ein tolles Instrument: In der ersten Stunde lernt man 3-4 Töne: "So wird der gegriffen (Griff), so sieht er notiert aus (Note) und so heißt er (Buchstabe)." Und so geht das Schritt für Schritt weiter. Wer dann alle Töne spielen kann, kann sie auch lesen.
     
    peterwespi und Bernd gefällt das.
  8. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Na ja, letztlich ist alles was aufgeschrieben wurde und zur Reproduzierbarkeit dient, Malen nach Zahlen . Selbst wenn ich meine Musik auf ein Diktiergerät spiele (so mache ich das)ist das letztlich malen nach Zahlen.
    Ich finde allerdings auch, dass Noten schon sehr viele Informationen enthalten, wenn auch nicht nicht alle,wie sie tatsächlich im Musikstück enthalten sind .
    mir geht es so, ich kann zwar Noten weil ich früher Klavier gelernt habe,aber ich habe mir später sehr viel Musik meiner Idole durch raushören selber beigebracht, darum ist es so dass ich heute besser nach Gehör spielen kann.
     
    quax gefällt das.
  9. jb_foto

    jb_foto Ist fast schon zuhause hier

    Da stimme ich dir zu.
    Ich kenne einige Trompeter welche nur nach Zahlen spielen. Bei jedem neuen Stück muss man das Stück umschreiben. Hinzu kommt dann, dass die selten direkt das passende Tempo / Artikulation drauf haben.
    Gerade in größeren Besetzungen nervt das doch ganz gewaltig
     
  10. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Also wenn man Stücke über ein Notenblatt erarbeiten möchte, halte ICH den Weg über Notennamen oder vielleicht
    auch noch Zahlen für irreführend....und wenig effizient.

    CzG

    Dreas
     
  11. Claus

    Claus Moderator

    Man kann es lernen und auf mittlere Sicht geht es wahrscheinlich besser, wenn man auf Krücken wie Buchstaben verzichtet.

    Aber ob unser Notensystem „perfekt“ in dem Sinne ist, dass es optimal auf die Denk- und Lernmuster eines Durchschnittsmenschen abgestimmt ist, da mache ich mal ein Fragezeichen. Ich vermute, wenn es mit Kenntnis aktueller Erkenntnisse der Hirn- und Lernforschung am Reißbrett konzipiert würde, sähe es vermutlich anders aus.
     
    mato gefällt das.
  12. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Wenn ich mich richtig entsinne, dann kann Abraxas wohl "Notenlesen". Im Sinne, dass er z.B. ein G erkennt, wenn es auf de Blatt steht. Hakelig wird die Verbindung "Auge" - "Finger". Ich denke, wenn er in diesem speziellen Fall mit den Buchstaben besser zurechtkommt, so ist das völlig in Ordnung. Er propagiert ja keine neue und tolle Methode, sondern hat sich gefreut, dass es mit seinem Spiel besser funktioniert und uns dies mitgeteilt. Da freue ich mich einfach mal mit !!!
    Außerdem sehe ich immer wieder Buchstaben über der normalen Notation. Da will sich wohl einer die Darstellung von Akkorden vereinfachen :). Ob der die so lernt?
    LG quax
     
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  13. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Ich denke das es wichtig ist den "Fliegenschiß" auf einem Notenblatt unmittelbar in einen Griff umsetzen zu können.

    Wenn da abläuft "Moment...Note auf dem untersten Notenstrich ist ein e...aha 'e' greif ich wie folgt" hast Du schon verloren.

    Ich sehe inzwischen den "Fliegenschiss" und weiß sofort wie ich greifen muß...wenn mir dann aber jemand sagt, "welche Note hast Du da gespielt", muss ich erst kurz nachdenken.

    Ergo: "Fliegenschiss geht direkt in die Finger"....:-D

    CzG

    Dreas
     
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  14. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Wär's nicht einfacher die Note etwas größer zu drucken?
     
  15. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Krähenschiß???

    CzG

    Dreas
     
  16. Pil

    Pil Ist fast schon zuhause hier

    Wochentags nach Feierabend brauch ich meine eigenen Hieroglyphen doch manchmal.
    Die Schwerlesrigkeit beginnt über c´´´ mit mehr als 4# oder 3b.
    Ich find die Malerei legitim weil ich Amateur bin.
    Wenn es mal wieder ohne Hilfsmittel geht, verbuche ich das als Erfolgserlebnis.
    Auf Grund Ehrgeizes gibt es eine automatische Steigerung.
    Manchmal will ich nur endlich wieder spielen, manchmal will ich lernen.

    LG
    Pil
     
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  17. peterwespi

    peterwespi Ist fast schon zuhause hier

    Spannend. Auf jeden Fall gilt: Alle dürfen, wie sie wollen - Hauptsache, das Produkt klingt gut.

    Wer mal Buchstaben, Wörter und Sätze lesen gelernt hat und zudem mächtig ist, Verkehrsschilder richtig zu deuten, ist auf jeden Fall in der Lage, irgendwann Noten ohne zusätzliche Hilfen lesen zu können. Dabei ist's für das reine Lesen und Spielen egal, ob das ohne das Realisieren der Notennamen direkt in die Finger geht oder nicht. Wichtiger ist, dass man sich der Vor- und Nachteile bewusst ist.
    Bei Sängerinnen und Sänger finde ich es manchmal fast etwas peinlich, wenn sie englische Songtexte singen, jedoch a) keine Ahnung haben, WAS sie singen und b) phonetisch in den Text schreiben müssen, WIE sie es singen müssen. In diesem Fall wäre Englisch (oder welche Fremdsprache man auch immer singt...) lernen sicher hilfreich und empfehlenswert.

    Wer *nur* liest und spielt, hat durch persönliche notwendige Notizen höchtens den Nachteil, dafür Zeit aufwenden zu müssen und niemals ein Notenblatt spontan lesen kann. Bedeutet: Blattlesen wird niemals effizient funktionieren.

    Wer sich jedoch irgendwann theoretisch weiterbilden will, der kommt früher oder später nicht drum herum, Noten richtig zu lesen. Dabei gilt auch, dass ein Ges ein Ges und kein Fis ist ;)

    Zur Info: Coole Apps für das Lernen von Noten sind z.B. Music Buddy oder Note Trainer.
     
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  18. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe das gefühl der Eingangstread wurde nicht richtig verstanden. Ich spielenach Noten. Spiele also vom Blatt. Spile ein Stück oft vom Blatt und kann es nichtauswendig. Weil der Finger einfachautomatisch auf die richtige Taste geht. Wenn ich statt Noten Buchstaben habe wie in den Videos von Saxman dann spiele ich nicht automatisch sondern muss kurz nachdenken. Und plötzlich kann ich Stücke auswendig. Vorausgesetzt ich kenne das Stück und den Rytmus natürlich. Hat nichts mit malen nach Zahlen zu tun sondern meiner Meinung nach einfach damit dass ich raus aus der Automation des nach Notenspielens den Kopf einschalten muss. Wer propleme mit dem Auswendiglernen hat möge es haltmal so versuchen.
     
  19. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Gutes Argument. Genau das hab ich (unter Anderem auch). Ich werde es versuchen. :)
     
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  20. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Ist das bei denen dann nicht der "code" für Lage und gedrückte Ventile?