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Bundestagswahl 2017

Dieses Thema im Forum "Sammelthreads für Philosophen, Esoteriker etc" wurde erstellt von Dreas, 24.September.2017.

  1. Rick

    Rick Experte

    Glücklicherweise ahne ich, dass Du das alles ironisch gemeint hast (manche Leute denken ja wirklich so), deshalb: :lol: :lol: :lol: :lol:
     
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  2. Pil

    Pil Ist fast schon zuhause hier

    Hurra #100 :top:
     
  3. Gerrit

    Gerrit Guest

    ... ach, Leute, ein Dreck ist das...!

    Heute hörte ich einen Prof. aus Berlin für Zeitgeschichte, der führte überzeugend aus, daß in Europa Minderheitsregierungen nichts Ungewöhnliches sind und den betreffenden Ländern nicht einmal zum Nachteil geraten. Deutschland sei nun gewissermaßen zeitverzögert in europäischer Normalität angekommen. Leider haben das wahrscheinlich die betroffenen Parteibonzen noch nicht begriffen... die predigen das Gegenteil. Schade!
     
  4. Pil

    Pil Ist fast schon zuhause hier

    This is was i said.
    Ursprüngliche verwöhnte Kinder die alt und ignorant geworden sind. Das erklärt den Frust der Überläufer. An deren Lösungsillusion zweifle ich aber.
    Eine Machtverteilung an die Regionalpolitik verzögert nur noch.
     
  5. Marko74

    Marko74 Ist fast schon zuhause hier

    Das mag ja alles sein, aber wie sind diese Regierungen entstanden?
    Aus Überzeugung oder aus der Not heraus?

    Ich war bisher auch immer wählen.
    Aber die Partei, deren Inhalte ich gewählt habe, und sich aus Koalitionsgründen um fast 180 Grad drehen müssten, kann ich nicht ernst nehmen.

    Siehe SPD.
    Seit Schröder nimmt die doch eh keiner mehr für voll.
     
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  6. Pil

    Pil Ist fast schon zuhause hier

    Meintest Du nicht doch vor ihm?
     
  7. Marko74

    Marko74 Ist fast schon zuhause hier

  8. Pil

    Pil Ist fast schon zuhause hier

    Dann ist ja gut.
     
  9. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Je länger ich das durch meine Gehirnwindungen schaukeln lasse, desto mehr kann ich mich mit der Idee eine Minderheitsregierung anfreunden...

    Ist ja quasi so etwas wir parlamentarische Basisdemokratie. :)
     
  10. Gerrit

    Gerrit Guest

    Ha ha ha! Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

    Aber im Ernst: welche Koalition entsteht schon aus Überzeugung? Sicher: Vertrauen und gegenseitige Annäherung, worauf gegenwärtig ja einige verweisen, sind wichtig, aber: regieren wir miteinander weil wir uns lieb haben oder wissen, daß der andere beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spiel nie schummelt? Ehrlich! Das ist, so wie es gewisse Leute es nun verbreiten - das Vertrauen fehlte - Blödsinn oder der Versuch, bewusst die Leute zu verblöden. Es geht immer um Notwendigkeiten. Das Regieren an sich ist eine Notwendigkeit. Die Sachzwänge fügen Koalitionen zusammen oder lösen sie wieder auf. Wer persönliche Differenzen als Begründung für ein Scheitern von Koalitionsverhandlungen hervorhebt, mangelndes Vertrauen, hält entweder die Öffentlichkeit für verblödet oder hat nicht begriffen, daß Regieren, Politik zumindest in einer Demokratie immer das Überwinden von Gegensätzen bedeutet, dieses Überwinden sogar ihr tieferer und eigentlicher Sinn ist.
     
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  11. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Und/oder das Herausarbeiten und Umsetzen(!) von sicher vorhandenen Gemeinsamkeiten.
     
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  12. Gerrit

    Gerrit Guest

    Ja! Schlagen wir den Bogen zur Musik: da verhält es sich ebenso! Da geht es auch oft um Gegensatz und Gemeinsamkeit.

    Es gab ja immer wieder Leute, die z.B. darauf hin wiesen, der Jazz sei eine Musik, die den Geist der Freiheit verströme, demokratisch sei. Das trifft zu und ist Unsinn zugleich, denn es gab etwa im Jazz tyrannische oder diktatorische Leader, die allerdings großartige Musik schufen. Buddy Rich scheint wohl ein etwas problematischer Leader gewesen zu sein.

    Es gibt Werke, die von - sagen wir mal - zweifelhaften Personen geschaffen wurden, aber etwas ausdrücken, daß über diese Personen hinauswächst oder zu Ihnen und ihrem Charakter im Widerspruch steht. Andere Werke, die sozusagen rein und unschuldig waren wurden durch Despoten und Tyrannen missbraucht.

    Andererseits lebt - ich gebrauche ihn nur beispielhaft - der Jazz vom Neben- und Miteinander des Dissens und Konsens. Oder Dissonanz und Konsonanz. Dem gleichzeitigen Spiel unterschiedlicher Zeitebenen: man denke an das berühmte zweite Quintett von Miles Davis ( Davis, Shorter, Hancock, Carter, Williams). Ein interessantes Beispiel: Duke Ellington: er integrierte in seinem Ensemble völlig unterschiedliche Musiker, Musiker verschiedener Stilistik, Profession, Personen völlig verschiedener Temperamente. Entsprechend steckt seine Musik auch teilweise voller Widersprüche, aber das Gesamtwerk ist schlüssig... Er vereinte die Gegensätze, nicht von ungefähr beschwor Ellington immer wieder und vermehrt mit zunehmenden Alter humanistische Prinzipien...

    Also im Grunde könnte die Politik gerade jetzt aus der Musik lernen: die Notwendigkeit entspricht gewissermaßen dem Gang auf die Bühne; ein Werk muss zusammen aufgeführt werden. Es soll gut klingen, die Zuhörer mitnehmen oder anregen. Die Individuen des Ensembles reißen sich also am Riemen: sie gehen eine Koalition der Willigen ein, derjenigen, die ihr Ego überwinden, weil sie gemeinsam etwas schaffen und voranbringen möchten. Ihr gemeinsames Werk, ihr Auftritt wird nicht ohne innere Widersprüche bleiben, aber sie ertragen diese um der Sache willen...
    auch weil sie feststellen: i.d.R. sind die widersprüchlichen Werke oder die sperrigen die interessanteren...

    Oder so ähnlich...
     
  13. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Leider gibt es das im "wahren Leben" immer seltener: Sein eigenes Ego zum Wohle des Ganzen zurücknehmen.
    Du kannst auf einer Session den Zampano machen und alle platt spielen (so du es denn kannst :) ) oder weniger erfahrenen unterstützen (so du es denn kannst...)
    Auch die Rhytmiker können dem Solisten helfen, ihn unterstützen oder aber auch ihn vorführen.

    Dann hat man es denen aber mal gezeigt und die eigenen Fans werden das wohl auch goutieren (siehe auch "stramme Parteifreunde"), dem übergeordneten "GroßenGanzen" ist dies jedoch nicht dienlich.
    Gretchenfrage: "Woran habe ich Interesse? Was ist mein Ziel (meine Mission?)?" --> Selbstdarstellung (incl Erniedrigung der Mispieler) oder -->stimmiges Gesamtwerk (mit eigener "Zurücknahme")
     
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  14. Marko74

    Marko74 Ist fast schon zuhause hier

    Von Verrat möchte ich nicht sprechen, Gerrit.
    Ich bin lediglich der Meinung, dass Koalitionen von Parteien, deren Interessen in vielen Punkten gänzlich unterschiedlich sind, langfristig nicht nur scheitern, sondern die eigenen Wähler verprellen.
    Am deutlichsten sieht man das m.M. nach an der SPD.
    Aber auch die CDU hat deutlich durch diese Koalition an Souveränität verloren.

    Vielleicht liege ich ja auch falsch,
    aber früher hat entweder die CDU mit der FDP regiert oder die SPD mit den Grünen.
    Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, finden aber eher einen Konsens als CDU mit SPD.
    Und wenn jetzt gleich 3 Parteien herum rühren wollen, dann wundert mich das Scheitern der Gespräche nicht.

    Gruß und Peace
    Marko
     
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  15. Conndomat

    Conndomat Ist fast schon zuhause hier

    Ja Du liegst falsch...

    Für das "verprellen" von Wählern hat die SPD gar keine andere Partei mit unterschiedlichen Interessen benötigt, dass hat der Biergerd im Alleingang geschafft, zumal er damals noch in seiner Wunschkoalition mit den Grünen war!
    In einem Anfall von absoluter Hybris gepaart mit einem Schuss Größenwahn und den unbedingten Willen Deutschland zu "reformieren" fährt die SPD heute die Früchte dieser Traumkoalition ein.:evil:
    Merke: Wunschkoalitionen können durchaus ein Grund zum Gruseln sein, nicht nur für das Wahlvolk auch für die übriggebliebenen "Insolvenzverwalter"!;-)

    Andreas
     
  16. Gerrit

    Gerrit Guest

    Den Satz „Wer hat uns verraten...“ schrieb ich wohl erkennbar kaum völlig im Ernst, obwohl er auch ein wenig Wahrheit enthält...

    Aber Du liegst auch geschichtlich falsch: es gab keineswegs nur Koalitionen zwischen CDU und FDP sowie SPD und Grünen. Es gab Koalitionen zwischen CDU und SPD (1967 unter Kurt Georg Kiesinger CDU), später die Sozialliberalen Koalitionen (unter Willy Brandt und Helmut Schmidt)...
     
  17. Marko74

    Marko74 Ist fast schon zuhause hier

    Damals war ich noch ,,Matz im Schaufenster,,
    Bewusst kenne ich es nur ab der Kohl-Ära.
     
  18. Marko74

    Marko74 Ist fast schon zuhause hier

    Na der ist aber nun auch schon mittlerweile 12 Jahre weg...
     
  19. Gerrit

    Gerrit Guest

    Du Armer, was ist Dir entgangen...! ;-)
     
  20. Marko74

    Marko74 Ist fast schon zuhause hier

    Ab 1974 bezogen eventuell ein paar Glasmurmeln die mir Spielkameraden im Sandkasten geklaut haben.
    Was davor entgangen wurde, ist das Problem meiner Eltern... ;-)