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Der große Kunststoffblätter-Thread

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Gast, 27.November.2007.

  1. nanpan

    nanpan Ist fast schon zuhause hier

    Also mir hat es geholfen bei den tiefen Tönen etwas ,lockerer zu werden!

    Auch ist es gut wenn du täglich zum aufwärmen auch die C-DUR Tonleiter z.B. ein paar mal spielst (hab ich aus dem Juchem Buch)

    Ich weiss aber nicht ob es evtl. an deinem Mundstück liegen könnte, da es ja wie du glaub ich meintest ein eher billiges ist!

    Vielleicht probierst du ja für wenig Geld das Rico Graftonite, kostet 16 € und soll ziemlich gut sein,
    Mozart hat hier nen Bericht reingeschrieben:

    http://www.saxophonforum.de/modules/newbb/viewtopic.php?topic_id=8812&forum=3

    ist nur ein Vorschlag, ich bin direkt in nen gut sortierten LAden und habe mehrere ausprobiert!


    P.S. Das Fibracell werd ich mir aber auch mal dazu kaufen!
     
  2. peterwespi

    peterwespi Ist fast schon zuhause hier

    Es Bizzzzzli Off-Topic, da nix mit Blättern zu tun, dennoch aber wichtig!

    Nicht gut! Klar kommen die tiefen Töne besser, wenn man den Ansatz etwas lockert. Aber gleichzeitig geht auch die Intonation nach unten und man ist in der tiefen Lage ständig zu tief. Das gleiche passiert auch in der oberen Lage: Die hohen Töne haben die Tendenz herumzueiern, wenn man sie mit dem korrekten Ansatz spielen will. Daher fangen die meisten damit an, in dieser Lage mehr Bissdruck zu geben. Das Ergebnis ist logisch: ständig zu hoch.

    Der korrekte Druck kann man mit Oktavbindungen eruieren. Dann mit diesem Druck anfangen z.B. Tonleitern oder einfache Stücke zu spielen. Das Sax wird prinzipiell im gesamten Umfang mit dem gleichen Druck gespielt, Ansatzveränderungen passieren bei Korrekturen der Intonation oder Spezialfeffekten (Bendings o.ä.)
    Bei Ermüdung der Muskulatur nicht einfach weiterspielen, denn sonst geht die ganze Aufbauarbeit vor die Hunde. Denn bei Ermüdung wird in der hohen Lage unbewusst wieder gebissen, damit die Töne wieder gerade klingen. Und in der tiefen Lage gelockert, dass die Töne nicht ständig oktaviert klingen.

    Das Tenor Sax ist in der tiefen Lage das am schwierigsten zu spielende Sax. Diese Lage muss man sich erarbeiten - wichtigste Voraussetzung ist ein absolut dichtes Horn. Nur so ist es möglich, den mittels Oktavbindungen definierten Druck auch in der tiefen Lage anzuwenden.
     
  3. nanpan

    nanpan Ist fast schon zuhause hier

    Geb ich dir vollkommen recht Peter, das gleiche hat mir mein Lehrer gesteckt!

    Jedoch hat er mir auch bestätigt, dass das MS viel zu weich ist und ich habe es gestern, nach nem kurzen Telefonat mit Harry zurück geschickt und bekomme jetzt ein Medium!

    Toller Service und jetzt warte ich ab!
     
  4. Drimacus

    Drimacus Schaut nur mal vorbei

    Hallo zusammen,

    ich möchte auch nochmal ein statement abgeben zu dem Problem das ich hatte, vielleicht hilfts ja mal jemandem:
    Ich habe mir ein neues Mundstück gekauft und komme damit jetzt wesentlich besser zurecht. Die tiefen Töne sind zwar immernoch schwerer als die normalen/hohen aber mit Konzentration jetzt kein Problem mehr.

    Fazit: Die richtige Mischung aus Mundstück und Blättchen ist auch als Anfänger relevant ;-)
     
  5. tbeck

    tbeck Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,
    eigentlich war ich bisher sehr skeptisch was Kunststoffblätter angeht. Aber nachdem ich in den letzten Wochen viele Probleme mit dem Holz hatte(gibst auch eine Thread zu) und mich die Tests mit den gnazen Gonzales, Vandorens und Ricos nicht überzeugt haben, das einzige Holzblatt was mir auf dem Bari gefällt ist das von Hemke, habe ich mich entschieden auch mal ein Fiberreed auszuprobieren und zwar ein Natural Classic M.
    Meine ersten Tests haben mich positiv überrascht. Der Sound war nicht viel anders als mit dem Holz. Die Spielbarkeit und Ansprache sehr gut. Das tiefe A und die ganz hohen Töne sprechen noch nicht so gut, aber das ist nur Übungssache denke ich.
    Das einzig negative sind die recht scharfen Kanten des Blattes, die mir erstmal einen Cut in die Unterlippe verpasst haben :-(, da sollte man noch was ändern.
    Kann man da noch was nachschleifen oder wie macht Ihr das?
    Ich möchte das teure Blatt auch nicht gleich kaputt machen.
    Als nächstes werde ich ein Carbon Blatt fürs Alt testen.

    gruss
    tbeck
     
  6. blue_asphalt

    blue_asphalt Ist fast schon zuhause hier

    ... glückwunsch "tbeck"... weiter so... stimmt! die scharfen kanten sind manchmal ein problem... man wird aber etwas vorsichtiger mit der zeit (gebranntes kind scheut feuer...)
    auf harrys seite steht etwas von nacharbeiten:
    www.fiberreed.de/webshop/shop_content.php/coID/11/product/Fiberreed-bearbeiten/XTCsid/0b53e00ba81f22868a5142fc4c78d674 ...habe ich schon einmal selber gemacht... natürlich ganz vorsichtig - immer etwas schleifen, abwischen und testen zwischendurch. mein blatt fürs barisax wurde dardurch etwas "dicker" - weil die höhen nicht so gut ansprachen... nun ist es okay (ich sprech vom carbonblatt)
    ein zweites problem ist manchmal: da das blatt eigentlich keine feuchtigkeit aufnimmt (nicht mehr so schlabbern wie bei den hölzern :) ist es manchmal etwas "trocken" im mund... aber irgendwann setzt ein erhöter speichelfluss ein (ähnlich wie beim "zitronenschlecken") bei mir ist das jedenfalls... also weiter viel spass mit "plastik" meint Herb
     
  7. nanpan

    nanpan Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe heute mein Carbon Fiberreed in stärke M getauscht bekommen, alles kein Problem Harry war super nett und hat prompt ausgetauscht!

    Pünktlich zum Unterricht heute Mittag hab ichs dann auch antesten können (mein Lehrer durfte übrigens auch testen) und bin jetzt hellauf begeistert, hab auch den Segen vom Lehrer und somit meine Holzblatt Probleme (vorerst) erstmal beseitigt :)

    P.S. mit dem erhöhten Speichelfluss ist mir auch gleich heut afgefallen, da schoss es schon ab und dann mal an den Seiten etwas Sabber (iieeh hehe)
     
  8. riiv

    riiv Schaut öfter mal vorbei

    Hab gestern ein Fiberreed Carbon Blatt der Stärke M für den Sopransax erhalten und gleich angetestet.

    Positiv:
    Die Ansprache war über den ganzen Tonraum von Anfang an völlig problemlos. Es war noch nie so einfach, die Töne auf dem Sopran anzuspielen.

    Negativ:
    Die Intonation hatte ich überhaupt nicht mehr unter Kontrolle. Der Tuner spielte bei gewissen Tönen völlig verrückt. Die Töne waren, ohne über zwei Oktaven den Ansatz zu ändern, teilweise bis zu einem halben Ton zu hoch oder zu tief. Erst nach längerem Einspielen bekam ich die Intonation etwas besser in den Griff.

    Stärkeangaben:
    Die Stärke M entspricht für mein Befinden eher einem Vandoren ZZ der Stärke 2.5 oder schwächer und nicht wie bei dieser Vergleichstabelle einem ZZ 3.0. Hab bereits angefragt, ob ich das Blatt gegen die Stärke MH austauschen kann, weil mir der Sound bei Stärke M im Vergleich zu Vandoren ZZ 3 oder Java 3 zu wenig "fett" daherkommt.

    Gruess, Ivan
     
  9. prislop

    prislop Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe beim Tenor genau die umgekehrte Erfahrung gemacht. Ich vermute, dass mein MS-Blatt nicht ein 2er sondern eher ein 3er ist. Ich habe es bearbeitet und gleich zwei Blätter versaut. Wer das Fiberreed nachbearbeitet sollte vorsichtig zu werke gehen. Ich wollte das eine Blatt leichter machen und habe zuviel im hinteren Teil des Blattes weggenommen. Das NaturalClassic war für mein Mundstück zu breit. Beim Schleifen der Flanken habe ich vorne an der Spitze zuviel weggeraspelt.
    <<<Also, max. ein 600er Papier nehmen und vorsichtig schleifen.
    Prislop
     
  10. tbeck

    tbeck Ist fast schon zuhause hier

    Ich muss meine ersten positiven Eindrücke doch relativieren. Nach intensiven Tests auch mit meinem Lehrer, muss ich doch sagen, dass das Fiberreed mit einem guten Holzblatt klanglich nicht mithalten kann. Ist natürlich meine subjektive Meinung, in der mein Lehrer aber mit mir übereinstimmt.

    So werde ich jetzt mit dem Fiberreed üben, umd die Hemke Blätter für Konzerte zu schonen.

    gruesse
    Thomas
     
  11. nanpan

    nanpan Ist fast schon zuhause hier

    Spielt eigentlich jemand Plastereeds der Firma BARI?!?? Hab die heute entdeckt!
    Verkaufe übrigens ein nagelneues Fiberreed Carbon Blatt (Infos in den Kleinanzeigen)
     
  12. hanjo

    hanjo Ist fast schon zuhause hier

    hallo zusammen,

    wieder einmal eine ganz tolle aussage. vielen dank.

    gruß
    hano
     
  13. Antoninus

    Antoninus Schaut nur mal vorbei

    Mal gucken, ob in diesem Thread noch jemand ist und reagiert.

    Ich habe neuerdings ein Fiberreed MS. Das habe ich nach Ausprobieren von mehreren gleichen ausgewählt, und die Unterschiede waren absolut spürbar.
    Man muss sich daran gewöhnen, keine Frage. Es wird einfach nicht weicher, wenn man eine Weile gespielt hat, und das ist der Unterschied zu den Holzblättern. Es strengt früher an, wenn man wie ich nicht Profi ist, sondern eben spielt, wenn man mal Zeit hat.
    Und ein Problem kommt noch dazu: Es ist einen Millimeter zu breit für das Mundstück. Es steht rechts und links über die Seiten hinaus.
    Das Gefühl ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig, diese Glätte, das Fehlen des Reibungswiderstands durch die Holzfasern. Es fühlt sich glitschiger an. Aber daran kann man sich sicher gewöhnen.

    Gruß, Antoninus
     
  14. nanpan

    nanpan Ist fast schon zuhause hier

    Man gewöhnt sich definitiv an die Glätte, das kann ich dir vergewissern! :-D

    Das mit der Breite ist unterschiedlich, ich habe zwei Fiberreed´s die sind einen Tick zu breit (was mich aber net stört) und eines das ist genau wie mein MPC geformt, wie dafür gemacht!
     
  15. prislop

    prislop Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Antonius,
    auf der InternetSeite von Fiberred widmet der Hersteller ein Kapitel nur der Blattbearbeitung. Unter anderem geht es auch um zu breite Blätter. Ich hatte da gleiche Problem. Wenn du die Seiten etwas abschmirgelst, geh ganz vorsichtig zu werke und nimm ein Schleifpapier das nicht grober als das 500er ist.
    Prislop
     
  16. Antoninus

    Antoninus Schaut nur mal vorbei

    Hi Prislop,

    habe es etwas schmaler geschliffen. Es passt jetzt so halbwegs. Aber ich bin da sehr vorsichtig, auch mit dem Dünnerschleifen. Wenn man Erfahrungen anderer liest, kann man so ein Kunststoffblatt ziemlich schnell irreparabel versauen. Das versuche ich erst, wenn ich echt am Verzweifeln bin.
    Ich habe was Anderes entdeckt: ein plastiniertes Rico. Das ist ähnlich schnell verwendbar (kein Einspielen und Einfeuchten) und hat echt Holzeigenschaften. Nur die innere Seite (im Mundstück eingespannt dann die obere)ist behandelt. Klingt richtig gut, fühlt sich etwas ölig an (soll sich angeblich verlieren).

    Gruß, Antoninus
     
  17. tbeck

    tbeck Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,
    nach einem gescheiterten Versuch vor einigen Monaten auf Kunststoff umzusteigen(Die Fiberreed Classic und Carbon klangen einfach schauderhaft bei mir), habe ich nach einigem weiteren Ärger mit den Holzblättern(verschiedene Arten) fürs Bariton, weitere Test mit Fibracell und Legere gemacht und siehe da das Legere passt super für mich.
    Es klingt fast wie Holzblatt und auch meinen Lehrer überzeugt.
    So bin ich dann zumindest mit dem Bariton jetzt doch auf Plastik umgestiegen und bin im Moment happy damit.
    Ob ich das auch für Alt, Tenor, Sopran und Klarinette mache, mal schauen. Da habe ich jetzt nicht so die Probleme mit dem Holz. Ich habe den Eindruck Baritonblätter sind irgtendwie besonders zickig.

    gruss
    Thomas
     
  18. jaaz47

    jaaz47 Ist fast schon zuhause hier

    meine versuche waren der totale flopppppppp

    ich hatte mir ein fibracell + ein fibracell premier besorgt,

    aber auch nach der x-ten übung war es eher ein geleier. ich war nicht in der lage, einen longtone wirklich zu halten bzw. auch nur ansatzweise sauber zu spielen. schade

    jaaz47 :pint:
     
  19. Moni

    Moni Nicht zu schüchtern zum Reden

    Huhuuu,

    ich habe für mein Tenor die Kunststoffblätter von BARI. Die sprechen ziemlich schnell an. Die sind auch in der Tiefe schön. Aber am Anfang seeehr gewöhnungsbedürftig!
    Ich hab die in folgenden Stärken: soft, medium-soft und medium.

    LG Moni
     
  20. franzgschnitzer

    franzgschnitzer Schaut nur mal vorbei

    Hallo Leon!

    Geniale Darstellung!

    1. Ich bin klassischer Klarinettist und vor Kurzem zur Gänze von Bambus auf Kunststoff (Legere) umgestiegen. Ein findiger Unternehmer hat nämlich eine Kombination von Mundstück und Blättern entwickelt, die wirklich überzeugt (www.playnick.at). Mittlerweile ist es auch auf der Hochschule ein vielfach eingesetztes Setup. Es wurden schon Probespiele so gewonnen. (Manche behaupten, Wenzel Fuchs würde playeasy von playnick sogar bei den Berlinern im Konzertalltag einsetzen).

    2. Ich bin am Überlegen, nunmehr auch mein SAX-Setup umzustellen. Diesbezüglich stellt sich mir aber die Frage, welche Mundstück-Blatt-Setups besonders geeignet sind.

    Ich erlaube mir deshalb folgende Fragen:

    a) Gibt es Mundstückhersteller, die für ALT/TENOR-SAX (JAZZ) besonders auf Kunststoff angepasste Mundstücke entwickelt haben?

    b) Welches SETUP spielst Du (Mundstück Modell und Blatthersteller+Modell+Stärke)?

    c) Welches Setup würde sich sonst noch lohnen, dass man es anspielt?

    Vielen herzlichen Dank für Deine Antworten!

    Salu2

    Franz