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Eigenes kleines Tonstudio einrichten

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von bagg, 6.März.2011.

  1. bagg

    bagg Ist fast schon zuhause hier

    Hallo

    ich möchte gerne ein eigenes mini Tonstudio einrichten.
    Pc / Apple habe ich
    was benötige ich noch welche software ist gut um 1, 2, 3, Spuren zu mischen.

    Stelle mir das so vor ich Habe einen Playalong titel und spiele dann dazu das möchte ich dann zusammen mixen
    wie gehe ich das am besten an ?

    ich habe in der Suche leider nichts gefunden.

    Vielen Dank für eure Antworten und Vorschläge

    Gruß
    Bagg

     
  2. Tröto

    Tröto Ist fast schon zuhause hier

    Hierist das sehr gut beschrieben.

    Eine Alternative: hier!
     
  3. bagg

    bagg Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Tröomanski

    Danke für den Link

    Gruß
    Bagg
     
  4. Saxmax72

    Saxmax72 Schaut öfter mal vorbei

    Hallo Bagg!

    Wenn Du einen Apple Rechner hast, ist im Softwarepaket Garage Band mit dabei. Damit hast Du Softwaretechnisch schon alles was Du brauchst.

    Grüße Chris
     
  5. saxophonfrau

    saxophonfrau Schaut nur mal vorbei

    hallo allerseits,ich hätte da auch ne konkrete frage zu..

    Mein Homerecording hängt, wie ich in allen foren lese, von sehr vielen einzelnen faktoren ab, dh die gesamtkette sax-raum-mikro-vorverstärker-soundkarte-audio-interface, kopfhörer, boxen etc.

    von der technischen ausrüstung besitze ich bisher meine Saxe und ein MacBookPro, ein Sennheisser-Funk-Mikro, ein McGee 8-Kanal SM802MS-Mischpult, ein H4-Zoom-Aufnahmegerät, High Fi-Standboxen und schlechte Kopfhörer.

    Mein ziel ist es, mit mögl. geringem technischen Aufwand qualitativ hochwertige Saxophonspuren aufzunehmen, die ich dann einem Profi zum Mischen gebe.

    Wahrscheinlich bräuchte ich theoretisch alles neu, vom Aufnahmeraum über Supermikro bis hin zu Studioboxen. Aber was ist realistisch und unbedingt notwendig mit einem Budget von ca.1000€.erstmal ?

    1. Sind Potcast-Sets/Bundles (zb http://www.thomann.de/de/focusrite_saffire_6_usb_recording_bundle.htm ) empfehlenswert?

    2.Bringt es mehr, in wenige hochwertige Einzelteile zu investieren? oder bringt ein hochwertiges Einzelteil nichts, wenn das Gesamtpaket hinkt?

    meine recherchen ergaben:
    Mikros von Saxophonisten empfohlen (und in meiner Preiskategorie ;)

    - SENNHEISER E 602 ca.150€
    - T-Bone SC450: unterere amateuerbereich, ca 100€
    - Røde NT1 neutral und natürlich, ca 160€
    oder
    - Neumann: TLM102 ca.560€
    - AKG 214: ca 350€


    audio-interafce:
    keine ahnung


    Software:
    Audicity(freeware) oder Abelton oder CuBase oder ?

    was meinst du?danke für weitere tips!
    die helene
     
  6. Rick

    Rick Experte

    Hallo Helene,

    gelegentlich werde ich darum gebeten, ein paar Sax-Tracks für irgendeine Pop-Produktion aufzunehmen; ich mache das inzwischen gerne selbst bei mir zu Hause, da habe ich mehr Ruhe und muss nicht in der Weltgeschichte rumgondeln (der "Spaß am Autofahren" wird überschätzt). ;-)

    Meine Ergebnisse schicke ich den jeweiligen Jungs, die sie dann bei sich im Studio in ihre Nummer basteln.
    Das wäre also ähnlich dem, was Du auch vorhast, oder?

    Als Mikro habe ich ein T-Bone, als Audio-Interface (für den Anschluss des Mikros an den PC) ein Lexicon Omega, Recording Software ist meistens MAGIX Music Studio.

    Das ist alles sehr preisgünstiges Material, erfüllt aber offenbar seinen Zweck; die einzige Kritik, die ich mal von einem Tonmeister aus Hamburg bekam, war der suboptimale Raumsound meines Arbeitszimmers (dann muss man eben näher ans Mikro gehen und gegebenenfalls Fenster verdecken, um unerwünschte Echo- bzw. Hall-Effekte zu vermeiden).

    Gerade heutzutage muss es nicht mehr immer das teuerste Equipment sein, finde ich, außerdem bin ich nun mal Musiker und kein Millionär. :roll:


    Schöne Grüße,
    Rick
     
  7. Gast

    Gast Guest

    Hallo, du hast doch alles was du brauchst. Ich habe auch Apple ein paar wunderbare Adam A3X Boxen zum Mischen und ein wunderbares Rode NT2-A Micro. Meine letzten Aufnahmen sind alle mit diesem Micro gemacht. Es hat eine wunderbare Nierencharakteristik, die du unbedingt brauchst, wenn du kein isoliertes Studio hast.

    http://www.youtube.com/watch?v=0SFqM-2AC5Y&feature=plcp&context=C371bcdeUDOEgsToPDskLvyFqWfCpuzie1rVS9pt68


    Gruss Milo
     
  8. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Natürlich ist das Gesamtpaket nur so gut wie das schwächste Glied.

    Ich kann nur zu den Miks was sagen:

    Neumann ist der Anfang zur Profiklasse.:)

    Ich hab' das Rode NT1 und lass das noch über einen kleinen Röhrenvorverstärker (auch wegen der Phantomspeisung)laufen.
    http://www.thomann.de/de/art_tube_mp.htm?sid=048a34a960c32477872ee679a6441442
     
  9. Thomas

    Thomas Ist fast schon zuhause hier

    ich hab ein imac mit einem Presonus Firestudio mobile, ein SM57 als Micro und Synths halt dazu.
    SW: Logic Express zum aufnehmen und mischen und Nativ Instruments KOmplete 7 für zusätzliche sounds und Effekte, ( es sind aber schon synths und loops in Logic enthalten, ausserdem BIAB. da exportiere ich dann und lese in Logic den midi file ein...
     
  10. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Nachtrag und Nebenbemerkung:

    Du brauchst mehr als 1,2,3 Spuren :)


    Solong
     
  11. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    der zoom h4 eignet sich auch als audiointerface.

    du kannst also mit deinem mikro in den h4 und per usb in den mac. wenn das micro nicht richtig schlecht ist, sollte das schon brauchbare ergebnisse liefern.

    beim einspielen zu playalongs gehst du am besten vom lineout deines rechners zum mischpult und dann aus dem headphone-out zu deinem schlechten kopfhörer.

    wenn dir die qualität der aufnahme nicht reicht gibt es unzählige möglichkeiten, für recordingequipment geld auszugeben. 1000 euro sind für das, was du vorhast auf alle fälle genug, da der rechner ja schon da ist.

    gruß

    zwar
     
  12. saxophonfrau

    saxophonfrau Schaut nur mal vorbei

    hallo, vielen dank für die tollen antworten. ich habe auch bei meinen tonspezialisten nachgefragt und würde euch gerne daran teilhaben lassen:

    1. meinung:
    du brauchst ein passendes StudioMikro zum Saxophon. Eine Externe Soundkarte am Besten ne 4 bis 8-Kanal (z.B. MOTU über Firewire) . . . taugt dann auch für Live was . . . das Mikro wird so 300/400 kosten die Soundkarte auch. Aufnehmen geht mit Garageband. die Aufnahmeumgebung spielt mit die größte Rolle für gut klingende Aufnahmen . . . Mein Studio hat 2 Wochen gebraucht bis ich soundlich zufrieden war und die Echozeit und der Raumhall so kurz waren, dass sehr "nahe" Aufnahmen gemacht werden können und die Dämmkosten beliefen sich auf 1000 Euro für den kleinen Raum. . . hinzu kommt dann noch das theoretische Know-How . . wo liegen welche Freqzenzen, etc. also Analyzergeschichten usw. Von Vorteil ist auch ein externer Röhrenkompressor . . aber das kann dann schon mal je nach Röhre 4-Stellig kosten . . . Wobei so manche Software auch schon ganz o.k. ist . . . Logic, Cubase etc.

    Hier paar Facts für dich:

    Mikro:

    AKG C3000 wobei das AKG 214 auch ein super Mikro ist

    Soundkarte:

    Motu Audio Express: Top Wandler, 2 Instrumente/Mic In, 2 Line-In . . .also du kannst dein Pult davor hängen und noch mehr reinziehen in den Rechner . . .

    Und Software
    Cubase(gekauft 800 Euro) . . .Kopfhörer ist auch Geschmackssache . . .da empfehle ich Testen gehen . . . jeder hört anders . . .

    Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen, aber die Soundkarte und das Mikro ist perfekt für deine Ansprüche und du kannst unterwegs auch was machen mit dem Ganzen und das Mikro tut auch zum Einsingen . . . ist sowieso anzuraten noch 2 kleine Kondenser zu haben zwecks Raumklang mitschneiden . . .

    2. meinung:
    das allerwichtigste ist das Mikrofon! Das macht am meisten aus, als nächstes der Vorverstärker (der in der soundkarte steckt). Das Neumann TLM 102 ist ein sehr gutes teil, wirklich wärmstens zu empfehlen für alle Art von studioaufnahmen. Damit kannst du von Sax über Stimme über Akustikgitarre bis hin zu Schlagzeug alles aufnehmen. Doch auch das AKG 214 ist eine gute Wahl, kommt natürlich nicht ganz an das Neumann ran, aber ist auf jeden fall top!
    Ja und zum Interface - also erstmal tut es bestimmt auch dein Zoom, der hat auch Mikrofoneingänge und Phantomspeisung. Wenn du dann noch ein bisschen mehr Investieren möchtest kannst du dir ein Audiointerface holen dass dann auch in höherer Quali aufnimmt, vielleicht sogar in 96Khz oder 192khz oder so. Was du zum Aufnehmen überhaupt nicht brauchst sind gute Kopfhörer oder Studiomonitore, das brauchst du zum Mischen, was du ja nicht machen würdest. Da würde ich sparen. Hauptsache du kannst hören ob dir die Aufnahme passt, so von den Tönen her, den Klang willst du ja erstmal eh nicht beeinflussen. Klar wenn du irgendwann experimentieren willst und selber testen willst welche Position am schönsten klingt usw., dann macht es auch sinn einen guten Köpfhörer zu haben. Da würde ich dann den Sennheiser hd 25 für 165,- empfehlen .

    Für ein ordentliches Interface würde dir sowas wie das hier genügen: http://www.thomann.de/de/maudio_profire_610.htm kostet 300,- und nimmt bis 192khz auf, also Studiostandard, gute Vorverstärker. Auch das hier ist top: http://www.thomann.de/de/motu_ultralite_mk3_hybrid_b_stock.htm aber tuerer,
    das hier hat Super Vorverstärker, dafür "nur" 96Khz, das ist aber noch absolute Topqualität: http://www.thomann.de/de/focusrite_saffire_pro_24_dsp.htm

    Du hast bei so nem Interface eigentlich immer ne Software dabei, darum brauchst du dich also nicht kümmern.

    3.meinung:
    Die Kette muss stimmen.
    Angefangen vom Mikro AKG 414
    über eine gutes Interface&PreAmp = ein Gerät (hier mach ich mich noch schlau) nun bist du schon 1000.- los
    hast aber ein gutes Signal im Rechner und nur darauf kommt es an.
    Nur mit einem guten Grundsignal, kann der Techniker auch gut arbeiten.

    Software Logic oder Protools (ausschließlich damit arbeiten die Profis) . Ableton ist noch mal für andere Anwendungen, hier mach ich mich noch schlau.

    4. meinung:
    Mikro

    #OOPS# in, #OOPS# out. So lautet die Regel. Schlechtes Mikro, schlechter Sound. Teures Mikro= gut, billig = schlecht? NEIN!!!!! Für Aufnahmen zu Haus gibt es sehr schöne und gut klingende USB _Mikros, die man direkt an den Laptop anschließt und mit Garageband aufnimmt. Völlig ohne externe Soundkarte und Lumpenscheiß. Einfach ran.
    Da gibt es das T.Bone SC 440 USB, damit hab ich gute Erfahrungen gemacht. Kostet 59 € und ist in seiner Klasse sehr gut.
    Eine Variante davon ist das T.Bone SC 450, das klingt noch etwas klarer und hat zusätzlich einen Lowcut sowie eine -10dB Dämpfung. Wenn du laut spielst, ist das ne feine Sache, dann ist es etwas unempfindlicher und zerrt nicht. Kostet 99 €.Die beiden Kameraden können 125 dB A ab, also einen startenden Düsenjäger + noch ein bisschen mehr, ohne in der Kapsel zu zerren.
    Viel wichtiger als das Mikro selbst ist die Position. Meine Erfahrungen: Mikro 45 Grad geneigt 40cm weg vom S-Bogen. Da klingt es am natürlichsten, also so, wie es jemand hört, der NICHT spielt. Für dich klingt es natürlich anders, weil du beim Spielen ja noch die Knochenresonanz dazuhörst.

    Je näher du an den Schall kommst, desto fetter und "wummiger" wirds, klingt dann genauso beschissen komprimiert wie diese perverse Radiokompression. Kann aber auch gut sein...

    Vergiss nicht, dass aus den Klappen 45% des echten Saxklanges rauskommt! Ob jetzt weiter weg oder näher dran, das ist Geschmack und AUSPROBIEREN!

    Kleiner Trick: Wenn es wärmer klingen soll, (damit meine ich nicht dumpfer), stell dich NICHT in die Mitte des Raumes und puste in Richtung Sofa. Wenn du es aggressiver magst, stell das Mikro mit der Rückseite vors Fenster und gehe etwa einen Meter weg. Du reicherst den Sound dadurch mit Höhen an, die aber so weit oben sind, dass sie nicht im Bereich "Zischeln" liegen.

    Und da sind wir

    3. beim Raum. Prüfe sehr sorgfältig, ob du stehende Wellen im Raum hast. Fang in der Mitte an. Klatsche ein paar Mal in die Hände. Gibt es ein extrem kurzes Echo? Das ist eine stehende Welle. Lege eine dicke Decke dahin, wo du stehst. Weg isse. Der Schall des Saxophones soll immer dahin strahlen, wo eine diffuse Fläche ist. ( Bücherregal, Sofa usw.) glatte Flächen "plärren", also Wände, Ecken... Manche Ecken in ansonsten gut klingenden Räumen klingen echt wie Klo, aber das kann man manchmal auch gebrauchen...

    Der Rest ist probieren, vergleichen, probieren, vergleichen...

    4, Abhören

    Ja, warum denn NICHT Hifiboxen? Alle hören so Musik, warum solltest du sie dann anders abhören? Allerdings musst du die Box sehr genau kennen, vor allem ihre Schwächen. Eine Cantonbox schwächelt immer in den Mitten, das ist typisch. Allerdings klingt sie sehr schön warm, wenn man abends Musik hört. Bose bescheißt immer in den Bässen, die sind sowas von künstlich, dafür wummerts dann aber auch ordentlich, was beim Hören ja schön ist...

    Hör dir Saxophonaufnahmen an die du gut findest, solange, bis du sie auswendig kannst ( ja, das braucht Zeit ) Du solltest jeden Kratzer und jedes Atmen kennen. Vor Allem aber solltest du den Frequenzbereich, den das Sax spielt, einschätzen können. Dann nimm auf. Vergleiche deine Aufnahmen mit der Konserve. Auf deine musst du natürlich ein wenig Hall draufdrehen! (large plate, vocal plate oder stage hall, findest du alles ganz schnell bei Garageband)Wenn es nicht so klingt wie du es hören willst, Mirkoposition ändern, Aussteuerung ändern, Standposition ändern und und und.

    Grundsätzlich: "DIE" Box gibt es nicht. Dafür jede Menge teure Studiomonitore, die dir alles mögliche vorgaukeln, aber keinen gescheiten Sound zeichnen. Wenn du deine Box kennst, also wirklich kennst, weißt du, wie man ihre Schwächen umgeht. Hört sich einfach an, ich weiß.



    5. meinung:
    Das Mikro

    Rode NT-1A im Bundle mit einem Mikrogalgen bei Thomann. Extrem rauscharmes Mikro mit perlender Höhenzeichnung und kräftigen Mitten. Dass der Bass beim Rode ein bisschen zu kurz kommt, spielt bei Sax oder Gesang überhaupt keine Rolle, denn das Sax hört bei etwa 100 Hertz auf und Rode kann bis 20 runter. Geiles Großmembran mit echten Studioqualitäten. Etwa 165 €. Dazu brauchst du aber ein Audiointerface. Da gibt es sooooooo viele. Du nimmst nur allein auf, also braucht es auch nur EINEN Eingang und EINEN Ausgang. Das Ding ist nur dazu da, dein Mikro mit dem Computer zu verbinden ( plus Kopfhörerausgang natürlich.) Aufnehmen immer mit KH, Abhören auf Box!

    Rode ( das o muss eigentlich durchgestrichen sein, es sind Dänen) hat noch jede Menge andere Mics, die alle gut sind.

    Neumann- unschlagbar, keine Frage. TLM 102 ist echt amtlich und das hört man dann auch. Mein TLM 103 kennst du ja. Nicht umsonst sind die Dinger Studiostandard auf der ganzen Welt. Ist halt teuer, aber ich kann dir nur zuraten. Mit so einem Teil kann man auch mal eine Band hinstellen und mit einen einzigen Mic alles aufnehmen. Klingt geil! Auch dazu brauchst du ein Interface, wie für alle Mikrophone, die einen XLR- Anschluss haben. Könntest aber deinen Mischer weiterverwenden.

    Oh je, und es gibt noch sooooo viel mehr Probleme! Das ist eben das Ding: Man muss nicht das beste Zeug haben, man muss der Meister im Bedienen sein! Einem Volldeppen nützt auch ein MacBookPro nix!

    Soweit erstmal, kannst immer weiterfragen. Entscheide dich erstmal, ob du USB oder XLR haben willst. Das ist die Entscheidung zwischen 100€ und 600. Boxen würde ich erstmal keine Kaufen, aber einen Kopfhören für mindestens 50 €. Er sollte geschlossenes System sein und UM die Ohren HERUM sitzen, nicht AUF den Ohren und nicht IN den Ohren. Also schön groß.

    Garageband ändert an deine Soundqualität nichts. Es ist nur die Aufnahmehure. Interne Soundkarten für "alles" in Computern rauschen leider, und das nimmt man auch mit auf. Aber das spielt im Gesamtsound auch keine so wesentliche Rolle, wenn der, der am Ende mischt, weiß, was er tut. Aufnahmeprogramm ist Aufnahmeprogramm. Und Garageband kann jede Menge! Ja, nicht so bequem wie Sonar oder protules, aber es kann das alles auch. Lass dich da nicht beschwatzen. Siehe oben: #OOPS# in- #OOPS# out! Es ist wesentlich, was du damit machst!


     
  13. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    ....zum Glück hast Du noch schnell was raus genommen, was vorher da noch in aller Deutlichkeit zu lesen war.

    Ein dickes Ei, sag ich mal :roll:

     
  14. Juju

    Juju Ist fast schon zuhause hier

    Ich mag keine Condensor Mics für's Saxophon, die sind alle so höhengeboostert. Naja, für Pop und Fusion etc ist es ja ok. Wir haben ein Neumann U87, aber wir benutzen es nicht mehr für's Sax, nur für den Bass... Condensor Mics sind gut für's Sax, aber Ribbons sind besser :-D :-D
    LG Juju
     
  15. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Hallo Juju,
    so empfinde ich das auch. Aus meiner aktiven Zeit habe ich hier noch etliche Mikrofone rumliegen. Passive Großmembran-Mikros (AKG), Gesangsmikros (Elektro-Voice N/D), SM 57, SM 58, auch 2 Condensor-Miks (Shure Beta 87). Die Beta 87 sind die schlechtesten davon, da sie ein sehr hohes Eigenrauschen haben.

    Von den oben genannten liefern die EV die besten Ergebnisse.

    Viel besser ist jedoch mein billig-Ribbon MXL R144.

    Wenn ich mal die Absicht habe, qualitativ richtig gute Aufnahmen zu machen, werde ich in ein richtig gutes Ribbon investieren oder dem MXL einen Lundahl-Übertrager spendieren.

    Gruß aus dem Schwarzwald
    Bernd
     
  16. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Moin,

    auch wenn ich mich immer wieder zu diesem Thema wiederhole.

    Meine eigene Erkenntnis durch viele Tests:

    Desto besser/hochwertiger das Mikro (klangliche Auflösung/Feinzeichnung/Achter-Charakteristik etc.), desto optimierter muss die Aufnahmeumgebung (Raum) ausgestattet sein.

    Also Tonstudio oder ähnlich gut geeignete Räume, die schon einigermassen reflexionsarm sind und geringe Hall-Laufzeiten haben.

    Steht sowas privat nicht zur Verfügung bringt ein Mikro mit Nieren-besser noch Hypernierencharakteristik aus meiner Erfahrung die besseren Ergebnisse.

    So verwende ich z.B. mein teueres Brauner Phantom (Kondensator-Großmenbran)nur noch für reine Vocals, für alle Saxe, Klara und Flöte dagegen mein älteres Beyer M88, ein dynamisches Mikro mit sehr linearem Frequenzverlauf (im Gegensatz zu Gesangsmikros, die immer frequenzgehypt sind, also einen Eigensound haben) ohne Nahbesprechungseffekt und eben mit Hyper/Supernierencharakteristik, was durch die Richtwirkung den Vorteil, dass die Seiten und die Rückseite des Mikros relativ wenig Raumanteil mit in die Aufnahme bringen.

    Mein M88 dürfte wohl schon um die 30 jahre alt sein, wird aber modifiziert immer noch gebaut, hat also schon einigermassen Klassiker-Status.

    Weiterer Vorteil, man braucht keine Phantomspeisung und für die Bühne ist das Mikro sehr rückkopplungsarm und vor allem auch sehr robust.

    Mein Tipp: Von Thomann schicken lassen, ausprobieren und in der vorhandenen Aufnahmesituation mit Deinem eigenen Setup Gegenvergleiche machen.

    http://www.thomann.de/de/beyerdynamic_m88tg.htm

    Viel Erfolg

    Wuffy



     
  17. Rick

    Rick Experte

    Das o. g. Zitat eines Deiner Berater ist meiner Ansicht nach der wichtigste Satz überhaupt.

    Ich habe in den 1980ern mit Aufnahmen angefangen, zunächst mit Homerecording, mit einem TASCAM-4-Spur Kassettenrekorder, ein paar Billigmikros, gemastert wurde ohne Mischpult gleich auf normalen Kassettenrekorder.
    Und oh Wunder, die Aufnahmen kann man sich heute (digital etwas gesäubert von Rauschen usw.) immer noch anhören!

    Dann arbeitete ich in zahlreichen Studios, die teilweise extrem gut ausgerüstet waren, doch immer wieder hat sich bewahrheitet, dass man in erster Linie gute Ohren, Erfahrung und genaue Klangvorstellungen benötigt.
    Das beste Equipment bringt nicht automatisch den besseren Sound, je mehr Peripheriegeräte, desto mehr Aufwand beim Mischen.

    Was haben mir da schon Tonmeister von ihren superteuren Hallgeräten und exklusiven Equalizern oder Geheimtipp-Kompressoren vorgeschwärmt - wenn sie's nicht drauf hatten, klang das Ergebnis trotzdem deutlich schlechter als unsere alten Kassettenrekorder-Aufnahmen. :-D

    Vor ein paar Jahren haben wir mit einer neuen Band Demo-Aufnahmen gemacht; alles wurde ohne Kabinen oder Schalltrennwände im selben Raum aufgenommen, war ein eher akustisches Konzept.

    Die erste Abmischung des halbprofessionellen Produzenten erschreckte uns - hatten wir wirklich sooooo furchtbar geklungen?
    Wir trafen uns bei ihm im Studio, wo wir gemeinsam nachmischten, doch immer noch klang zum Beispiel der Gesang absolut schrecklich. Die Sängerin bekam schon Komplexe und dachte daran, ihre Karriere an den Nagel zu hängen.

    Mir kam aber eine neue Idee, ich bat um die Herausgabe der Roh-Tracks (es war digital aufgenommen worden) und machte mich zu Hause mit meinem AKG-Kopfhörer und meinem einfachen Nicht-Apple-Laptop samt "Billig"-Software an die Arbeit.

    Dort kam ich dem Problem auf die Schliche: Der gute Mann hatte zwar praktisch eine Raumakustik-Aufnahme gemacht, später jedoch die Spuren unterschiedlich behandelt und komprimiert, als ob alles einzeln in Kabinen aufgenommen gewesen wäre - da konnte natürlich nur Murks bei rauskommen, das haben wir schon in den 1980ern am Tascam bemerkt.

    Also habe ich die Tracks möglichst in Ruhe gelassen, sie nur lautstärkemäßig abgemischt und den fertigen Mix später moderat gemastert - plötzlich hatten wir einen anhörbaren, stellenweise sogar wunderschönen Klang! :)

    Gerade die Sängerin besitzt eine sehr kräftige, gut ausgebildete Stimme, die rein akustisch hervorragend klingt.
    Wenn man diese tolle Naturstimme nun wie das Gepiepse eines durchschnittlichen Pop-Sternchens komprimiert und mit Effekten vollkleistert, wird sie immer entstellter, aufdringlicher, hässlicher.
    Der Produzent war also "nach Schema F gemäß Handbuch" vorgegangen, anstatt die Ohren aufzumachen und unvoreingenommen zu arbeiten.

    Dabei hat er noch die an sich fantastische Sängerin verunsichert und anfangs den schlechten Sound auf uns geschoben, denn an seiner superteuren exklusiven Ausrüstung mit edelsten Mikros und zigtausend-Euro-Monitorabhöre konnte es ja nicht gelegen haben... :roll:


    Schöne Grüße,
    Rick
     
  18. chino

    chino Ist fast schon zuhause hier

    Hi!

    Du hast ja schon ein paar gute Meinungen eingeholt.
    Bei deiner Zusammenfassung habe ich allerdings bei jedem deiner Freunde mindestens einen richtig dicken Schnitzer finden können - am wenigsten aber ganz deutlich bei Meinung Nummer 4. Das könnte ja hier auch für den ein oder anderen interessant sein.

    Also machs wie Nr. 4 vorschlägt oder lass dich von ihm noch weiter beraten, dann wird das schon alles. :)

    Gruß Chino
     
  19. Raggae

    Raggae Ist fast schon zuhause hier

    Den würde ich übrigens nur für nicht-Brillenträger empfehlen. Seit ich ne Brille trage, benutze ich meine HD 25 kaum noch, weils nach kurzer Zeit ziemlich weh tut, weil der HD 25 auf dem Ohr aufliegt und es nicht umschließt. (Zum kurz Reinhören beim Auflegen ist er aber auch mit Brille völlig in Ordnung.)
     
  20. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    @ saxophonfrau

    frag doch einfach den profi, der mischt, welche spezifikationen er für die saxspur erwartet.
    mach eine probeaaufnahme da wos am wenigsten hallt, so guts eben geht, und gib ihm die. wenn du ein bühnenmicro hast, was hauptsächlich im nahbereich aufnimmt (gesangsmicro der üblichen verdächtigen zb) geht das auch prima und nimmt das meiste von der hallfahne und von den refexionen weg.
    wenns kein gemecker gibt, hast du geld gespart.

    ich habe übrigens all diese sachen, die du überlegst zu kaufen, kann damit umgehen, und mache das auch seit zwölf jahren. der unterschied zwischen "high end" und "ganz in ordnung und brauchbar" macht vielleicht 2 Prozent aus.

    ich würde ricks ausführungen beherzigen und erstmal den ball flach halten.

    schnell gekauftes studiozeugs ist oft dann doch nicht das richtige gewesen.

    gruß

    zwar