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Einfluss der Legierung des Saxophons

Dieses Thema im Forum "Saxophone" wurde erstellt von Paedda, 8.November.2017.

  1. Gerrit

    Gerrit Experte

    Daß es Unterschiede bei baugleichen Instrumenten gleichen Materials gibt ist zutreffend, widerlegt jedoch in keiner Weise die Wirkung unterschiedlicher Materialien. Es gibt zusätzlich oder ergänzend zu den mehr oder weniger auffälligen Unterschieden, die durch Serienstreuung entstehen, tatsächlich auch Unterschiede, die durch verschiedene Materialien herrühren. Gerade weil dies so ist experimentieren die Produzenten seit je her mit verschiedenen Materialien oder einem Materialmix. Das betrifft nicht nur den Saxophonbau. Wie Claus jedoch sagt: es kommt dann letztendlich auf das Gesamtpaket an, das einem zusagt oder nicht. Der eine kommt mit diesem Material besser klar, der andere mit jenem.
     
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  2. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier


    Moment mal- waren das dieselben Profimusiker, die Selmer angeblich davon abhalten die Zusammensetzung des LACKES zugunsten einer haltbareren Komposition zu ändern, weil der alte angeblich so gut KLINGT (bzw. sie Klangveränderungen befürchten, wenn der Lack verändert wird)? :lol:



    .
     
    Zuletzt bearbeitet: 9.November.2017
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  3. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Ja, viele hatten ihr Sax auch entlackt, weil sie einen besseren bestimmten Sound haben wollten.

    Ich hatte früher den Glauben, dass versilberte Instrumente leiser und schlanker klingen. Zumindest empfand ich dies damals so.

    Ich hatte zwei Yani-Soprans, die für mich fast identisch klangen. Ein davon wurde versilbert. Für mich klangen sie danach weiterhin fast identisch.

    Danach glaubte ich nicht mehr daran.

    @slowjoe und ich haben zwei MK6-Tenöre mit nahen Serienummern. Meins ist versilbert.

    Alle, die beide Instrumente getestet hatten, empfanden diese sehr unterschiedlich.

    Unsere Vermutung war eher, dass dies an der unterschiedlichen Klappenstellung lag.

    Es gibt zuviele Parameter, die tatsächlich klangliche Auswirkungen haben könnten.
     
  4. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    @Bereckis

    ja, schon klar.

    Bezog mich nur auf @Dreas -sens Zitat, das so wie es da steht daher kommt, wie ein Auszug aus Moses Gesetzestafeln und das für mich in so eklatantem Widerspruch zur anderen Aussage desselben Herstellers steht.

    Dadurch verliert es doch etwas an Glaubwürdigkeit.

    Klang-, bzw. Anspracheveränderung durch Oberflächenbehandlung / Galvanisierung, Lackierung spielt zumindest nach meinem Verständnis noch mal in einer anderen "Voodoo" -Liga als der Einfluss von Korpus-, bzw. Bogenmaterialien, den ich meine über die individuelle Instrumentenstreuung hinaus nachvollziehen zu können.

    Versilbert oder nicht, bzw. lackiert oder nicht -und wenn doch, womit? - ist hier ja auch gar nicht das Ursprungsthema.
     
  5. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @Sandsax

    Also Selmer hat bei dem Vortrag bestätigt, dass der Lack Einfluß auf den Klang hat, das Material aber nicht.

    Wohl weil der Lack einen dämpfenden Charakter haben kann.

    Insofefn sah Selmer da keinen Widerspruch.

    (Aus dem Gedächnis inhaltlich zitiert)

    CzG

    Dreas
     
  6. Paedda

    Paedda Ist fast schon zuhause hier

    @Dreas,

    rein logisch betrachtet, kann ich mir nicht wirklich vorstellen, das ein Lack mit einer Schichtdicke von 40-80 Mikrometer einen genauso großen oder womöglich noch größeren Einfluss hat, als ein mehrere Millimeter dicker Korpus.

    LG
    Paedda
     
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  7. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @Paedda

    Bei der Materialstärke (Gewicht) sieht Selmer ja auch Einfluß auf den Klang (s. oben), nur bei der Legierung
    nicht.

    CzG

    Dreas
     
  8. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    "Dämpfender Charakter"? Worauf? Durch das Gewicht des Lackes?

    Wenn Vibration doch eine Rolle spielen sollte, wirken sich unterschiedliche Korpusmaterialien nach meinem Verständnis hier deutlich stärker aus, als unterschiedliche Lacke.

    "Abstrahlverhalten" des äußeren(innen wird ja nicht lackiert) Korpus? Nee, erscheint mir auch nicht ansatzweise logisch.
     
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  9. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    Ich erinnere mich in dem Zusammenhang auch an die sehr eindrucksvolle Präsentation von Tommy Inderbinen beim letzten Barisaxspzl. Workshop.

    Er jedenfalls ist aus der festen Überzeugung, dass nicht nur das Material selber, sondern auch die Art seiner Verarbeitung (Hämmern, Erwärmen, Abkühlen, Anzahl der Zyklen...) einen nachhaltigen Einfluss auf die Spieleigenschaften incl. Klang des Instruments hat.
     
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  10. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Bevor wir weiter spekulieren schreibt vielleicht Alex ( @AlexArtisMusic ) nochmal was dazu?

    CzG

    Dreas
     
  11. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    Ich denke man sollte hier in der Diskussion den Korpus und die S-Bögen trennen!

    Ich persönlich denke der S-Bogen ist noch der Teil des Saxophons (ohne Mundstück und Blatt) der den meisten Einfluss auf den Klang hat. Ich verwende auf meinem Neusilber-Alt einen Kupfer S-Bogen von Steve Goddson (Saxgourmet). Mit dem klangen für mich drei verschiedene getestete Alts (Bronze (C. Bay)/Neusilber (Expression)/Messing (Yamaha)) recht ähnlich. Das war bei der Verwendung des Neusilberbogens an denen allen auch so, alle sehr ähnlich, aber im Klang anders als mit dem Kupferbogen. Die anderen Bögen konnte ich leider nur auf den Orignalinstrumenten testen.

    Mit den jeweiligen Originalbögen waren die Unterscheide zwischen den Saxen dann deutlich größer.

    Seither glaube ich, dass das Material am Bogen sehr viel mehr Einfluss hat als am Korpus. Ich plädiere daher dafür das hier nicht zu vermischen.

    LG StefAlt
     
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  12. Rubax

    Rubax Ist fast schon zuhause hier

  13. AlexArtisMusic

    AlexArtisMusic Schaut öfter mal vorbei

    @Dreas
    Musst Du diese Fässer immer wieder aufmachen, das führt doch zu nichts.

    Mir persönlich wäre lieber wir gehen alle üben und wie ich die SELMER Franzosen kennengelernt habe ist deren Meinung hauptächlich, dass jeder mit seinem Instrument glücklich werden soll und genau das versuchen Sie eben, so gut wie möglich hinzukriegen und ihren Spielern zu bieten.
    Bitte habt Verständnis, dass ich mich nicht an diesen Diskussionen beteilige, wenn jemand aber Hilfe braucht, stehe ich natürlich weiterhin gerne zur Verfügung.

    Schönen Tag Euch allen.
    Alex
     
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  14. Woliko

    Woliko Ist fast schon zuhause hier

    Legt die Erfahrung nicht nahe, dass das Kernmaterial, nicht so sehr das Oberflächenmaterial den Klang beeinflusst?


    Vermutlich muss man bei den Tests eine "Windmaschine" zum Anblasen des Mundstückes verwenden, um den Faktor Mensch auszuschalten. Aber dann hätten wir ein Popcorn-Thema weniger, und das wäre doch schade.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9.November.2017
  15. Claus

    Claus Moderator

    Ah, guter Hinweis. Durch diesen Satz fühle ich mich durchaus bestätigt:

     
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  16. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Ich habe das Fass nicht aufgemacht, nur Dich aus Deinem Vortrag zitiert. (den Thread hat @Paedda eröffnet).

    Deinen obigen Ausführungen kann ich durchaus folgen.

    CzG

    Dreas
     
  17. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Eine Zusammenfassung, die Alex vor Veröffentlichung im Forum damals freigegeben hat.

    CzG

    Dreas
     
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  18. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Sehr sympathisch-u. sinnvoller Vorschlag !!!!
     
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  19. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

  20. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Moin!

    Auf den Ton nicht. Aber wenn der Goldton ja so gar nicht passt, kann man ein Sax in der passenden Farbe erwerben.

    Lustig ist, dass Silber mit 'heller, leichter' und Bronzeton mit 'wärmer' assoziiert wird. Als ob die Schallwellen erst mal bei den Photonen nachfragen. :)

    Grüße
    Roland