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Falsche Töne in der zweiten Oktave

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Stoni, 8.November.2017.

  1. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ich weiß nicht. Ich hab sie auch alle zu Hause liegen. Ich persönlich vermisse für mich wichtige Information, daher spiele ich sie nur im Notfall, und eigentlich funktionieren sie bei mir ausschließlich am Bariton. Bei Schülern habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass sie sich leichter tun, auch bei Fortgeschritteneren. Das Problem, das @ArminWeis oft beschrieben hat, dass die Intonation leidet, kann ich nicht vollumfänglich nachvollziehen.

    Es gibt halt auch Situationen, wo ein Plastikblatt vielleicht Sinn ergibt. Ich hab vor kurzem in einer Rock 'n' Roll Band substituiert, wo alle Plastikblätter spielten.
    Die pfiffen aber auch die meiste Zeit in der 3. und 4. Oktave rum, und der Gesamtpegel war schon ziemlich derb. Ich kann mir vorstellen, dass es da ganz angenehm ist, wenn Du ein paar Shows die Woche spielst dass das Blatt nicht nach jedem Gig hin ist.

    Die Klarinetten-Kollegen der MS spielen teilweise in Orchestern, die häufig Japan-Tourneen machen. Du hast halt dann auch weniger Stress was Luftfeuchtigkeit etc. betrifft. Also irgendeinen individuellen Grund das Zeug zu spielen mag es geben.

    Cheers, T.S.
     
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  2. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    Deshalb sagte ich ja, dass später ein jeder machen kann, was er will. Wenn du deine Anfänger auf Plastik spielen lässt und gute Erfahrungen damit machst, wenn sie wieder auf Holz zurückkehren, weil sie nämlich auch feststellen, dass Informationen auf dem Übertragungsweg verloren gehen, dann habe ich nichts mehr hinzuzufügen.
    Ich persönlich werde im Unterricht mit den Dingern nicht warm.
     
  3. jb_foto

    jb_foto Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,
    mir geht es genauso - nutze sie fast nur bei Außenauftritten wenn die Temperaturen bescheiden sind.
    Am Bari kann ich mir ein Plaste & Co am ehesten vorstellen, hier sind gescheite Hölzer ja eine kostspielige Sache
    IMHO ist Holz aber ist ein deutlich anderes Spielgefühl
    LG
    Jürgen
     
  4. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

  5. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Es stimmt, es ist ein anderes Spielgefühl. Was empfindest du denn anders?
     
  6. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ich kann nur für mich sprechen. Einerseits fehlt was im Sound, andererseits ist für mich der Kontakt zum Blatt ein anderer, das Feedback.

    Grüßle, Ton
     
  7. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Es wäre mal interessant, wenn man die Frequenzgänge vergleichen könnte. Mein Gefühl ist, dass das Kunstoffblatt tendenziell mehr Obertöne hat und lauter ist.

    Ich komme mit dem Kunstoffblatt deutlich einfacher in den Subtone-Bereich. Das Schwingungsverhalten ist irgendwie anders.

    Meine Feststellung ist auch, dass die Kunstoffblätter verschiedener Marken sehr unterschiedlich sind.

    Ich komme mit fast jeden Holzblatt klar, aber nicht mit jeden Kunstoffblatt.

    Vom Zungenkontakt mag ich deutlich lieber Holz.

    Vielleicht komme ich mit Kunstoffblätter auch ganz gut klar, weil ich „brave“ Mundstücke spiele.
     
    Dreas gefällt das.
  8. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ja, und leider auch Kunststoffblätter gleiche Marke und Stärke, womit für mich ein großer Vorteil wegfällt.
    Wie gesagt, Black Bamboo am Bari geht für mich ganz gut, am Alt und Tenor gar nicht, am Sopran ist's erträglich.
    Aber auch am Bari empfinde ich das Kunststoffblatt als irgendwie träger.

    Cheers
     
  9. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe da völlig andere Erfahrungen; denn die Kunstoffblätter gleicher Marke und Stärke sind für mich fast identisch. Bei Holz hatte ich da deutlich größere Unterschiede.

    Black Bamboo war für mich auf Tenor und Bari nicht ok.

    Da sieht man, wie individuell das Thema ist.
     
  10. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe in der Vergangenheit auch gerne ein Kunststoffblatt gespielt (Forestone). Das war z.B. in einem Gospelchor, habe dort gesungen und zwischendurch ein paar Takte mit Sopran oder Tenor gespielt. Erschwerend kam dazu, dass Kirchen immer, so mein Gefühl, bitter kalt sind. Fehlende Blattfeuchte und Intonation-Ausgleich sind beim Kunststoffblatt kein großes Problem. Aber ja, der Sound empfinde ich beim Holzblatt sehr viel natürlicher, weitreichender, samtiger.....
    Ärgerlich kann natürlich die unterschiedliche Qualität der Holzblätter sein, aber damit kann ich gut leben. Im Moment spiele ich schon eine längere Zeit Marca Blätter! Kann ich empfehlen.

    VG
    PTH
     
  11. jb_foto

    jb_foto Ist fast schon zuhause hier

    Zum einen fühlt sich das Blatt anders an, Holz hat immer eine gewisse Struktur, die Kunststoffblätter sind hier anders.
    Auf dem Tenor nutze ich ein Forestone und hier kommt mir der Sound flacher vor, Holz hat mehr Facetten.
    Auf dem Bari ist gerade ein Legere drauf, Spielverhalten und Ton ist soweit ok wobei ich hier auch noch nicht diverse Hölzer getestet habe.

    LG
    Jürgen
     
  12. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    Geht mir auch so. Irgendetwas fehlt immer. Ton hat es eigentlich super auf den Punkt gebracht: fehlende Information. Ich habe den Eindruck, dass man sich mit ihnen weniger präzise und nicht in vollem Umfang ausdrücken kann. Ich höre es meist sofort am Sound, wenn einer meiner Schüler mich überraschen will.... "Was hast Du für ein Blatt am Start???" :stop:
     
  13. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Registrierst Du auch, wenn die Leute ein ganz anderes Holzblatt aufgelegt haben?
    LG quax
     
  14. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    Schon. Ich kenne ja den Sound eines jeden. Wenn der oder die plötzlich ganz anders klingt, dann frag ich nach.