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Focusrite Scarlett 2i2 Studio (2G) USB-Audio-Interface

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von b_nic, 4.August.2017.

  1. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,

    ich war gestern unvernünftig und habe mir folgendes Packet bei Amazon bestellt:

    https://www.amazon.de/gp/product/B01E6T50BO/ref=oh_aui_detailpage_o00_s00?ie=UTF8&psc=1

    Audio-Interface: Scarlett 2i2 2nd Gen
    Software Pack "Pro Tools"
    Kondensatormikrofon: CM25 MkII
    Studiokopfhörer: HP60 MkII
    3 m XLR-Kabel

    habe ich jetzt alles um Aufnahmen zu einem Playback zu machen ???
    Hat jemand Erfahrung mit diesem Mikrophon ???
    Hat jemand Erfahrung unter Linux ???

    morgen kommt der Krempel .... gibt's Tipps zum einschalten???

    lG nic

    p.s. will auch mal was einstellen, dass man sich auch anhören kann (@Ton Scott kann ja nicht jede Woche vorbeikommen und eine Aufnahme machen, auch wenn das sehr schön wäre ....)
     
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  2. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    :thumbsup:
    Eventuell möchtest Du noch ein Stativ um das Mikro auch festzumachen.

    Focusrite empfiehlt, die Software und den USB Treiber VOR dem Anschluss zu installieren, besonders, wenn man die aktuellste Windows 10 Variante hat. Die hat nämlich lobenswerterweise endlich einen USB Audio 2.0 Treiber inkludiert. Leider klappt genau der mit dem Scarlett noch nicht. Warum wird untersucht. Wird das gerät vor der treiber Installation angehäng, weist Windows ihm den eigenen Treiber zu, was nachträglich nur umständlich zu korrigieren ist.

    Wer Linux ode Mac einsetzt kann einfach anstecken. Alle Treiber im Betriebssystem. Wer ältere Windows Versionen hat, der kann ohne den Treiber ohnehin das Gerät nicht ansprechen.

    Zum Aufnehmen unbedingt das Zero-Latency-Monitoring mit dem Focusrite-Control einstellen, damit der Ton vom Mikro nicht einmal durch die ganze Aufnahmekette muss, ehe er im Kopfhörer landet, das macht ~10-20ms Verzögerung und ist grausam. Zuspielen vom Playalong über USB geht gut und akustisch verzögerungsfrei, weil die Synchronisation ja IM Interface passiert. Da ist es dann egal, dass das PA schon 5ms später am Kopfhörer ankommt und die Aufnahme nochmal 5ms später im Programm landet. Im Interface treffen sich PA und Mikro genau und die Timestamps auf den Daten sorgen im Programm dafür, dass alles punktgenau aufeinander passt.

    Das Mikro selbst kenn ich nicht, aber das ist sicher geeignet. Nicht jeder hat ein Neumann U87 rum liegen.

    Mit den "Pro Tools" (First) bist Du bestens bedient, aber wohl nur unter Windows, nicht unter Linux. Hier kannst Du aber passende DAW für Linux nachlesen, die dem ebenbürdig sind. Wenn gar nichts anderes geht, Audacity geht immer, ist aber stellenweise etwas rudimentär.
     
  3. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    super Antwort .... viele Dank!!!!

    ich werde mal mit Linux und Audacity anfangen .... morgen soll geliefert werden .... kann jemand was zum Mico sagen ???

    Wenn ich es richtig verstanden habe, muss ich folgende Schritte machen:

    1) usb Interface mit Linux PC verbinden (Treiber sollte sich automatisch aktivieren)
    2) Kopfhörer in Box (irgendwo rechts)
    3) Mic links anstecken (Phantomspeisung ???? welcher Schalter ???)

    so und jetzt die Fragen:

    1) wer spielt das Playback ab .... Audacity ???
    2) wer nimmt auf .... Audacity ???

     
  4. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    ZU Audacity findest Du ewig viel bei Youtube etc.

    Im Prinzip einfach das PA auf die eine Spur laden (Import), dann den Aufnahmeknopf (per Maus) betätigen, jetzt nimmt es in einer neuen Spur vom Mikro auf. Das PA wird im Kopfhörer abgespielt. Der Rest sind Feinheiten Z.B. Zeitversatz ausgleichen etc.), dazu haben wir hier auch massenweise Threads.

    LG Stefan
     
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  5. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Hi,

    den Kopfhörer steckst Du ganz rechts unten rein. Darüber ist ein kleiner Knopf, mit dem die Lautstärke im KH geregelt wird. Sehr praktisch: Dieser Regler beeinflusst ausschließlich den KH.

    Das Mikro kommt links rein (in einen der beiden Eingänge, egal welcher). Phantomspeisung schaltest Du mit dem weißen Knopf oben (liegt fast in der Mitte) ein. Der leuchtet dann schön rot.

    Dazu hat @stefalt schon das Wesentliche gesagt. Bei Audacity ist noch wichtig, die Ein- und Ausgänge richtig einzustellen. Außerdem solltest Du Audacity erst starten, wenn das Interface richtig angeschlossen ist, sonst wird es von Audacity nicht gefunden.

    LG Helmut

    P.S. Am Studium der Anleitungen für Audacity und das 2i2 führt längerfristig leider kein Weg vorbei.;-)
     
    Zuletzt bearbeitet: 4.August.2017
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  6. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    grins ... ich habe nachgefragt, damit ist das Studium der Anleitung auf ein Minimum beschränken kann.

    Aber das Mikrophon kennt keiner ????
     
  7. Juju

    Juju Ist fast schon zuhause hier

    Moin, was ist das denn für eine ProTools Version?? Mich interessiert das nur insofern, weil die echte ProTools Lizenz ja für sich schon über 500Pfund kostet... Von daher ja schade, wenn man so ein Bundle mit der so ziemlich professionellsten DAW kauft und dann ProTools gar nicht nutzen kann!?
    Was das Mikrophon angeht, das gibt es nur im Paket mit dem Interface, ich würde da nicht zuviel erwarten, aber es tut sicher seinen Job, und das ist ja erstmal die Hauptsache.
    LG Juju
     
  8. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    Wahrscheinlich nur Einsteigerversionen oder ???

    Herstellerseite: "Focusrite Interfaces sind die perfekten Partner für Pro Tools. Scarlett 2i2 wird deswegen mit Pro Tools | First - Focusrite Creative Pack und Ableton Live Lite, einer Recording-Software sowie weiterer Software und Samples geliefert, sodass du sofort mit dem Aufnehmen beginnen kannst. Natürlich arbeitet Scarlett 2i2 auch mit jeder wichtigen DAW auf PC und Mac zusammen."

    ... wenn ich ehrlich, hatte ich gehofft, dass Du Dich meldest und das Mikrophon kennst. Schreibst hier immer sehr sehr kompetent .... na, ja für mein Können sollte es einige Zeit ausreichend sein. Mein Freund hat einen "EV RE20 RE-Series" Mikrophon, welches er nur bei Auftritten verwenden. Ich kann es eigentlich sonst immer haben. Wäre dieses für Aufnahmen geeignet???

    vielen Dank für die Antwort ...

    lg Nic
     
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  9. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    @Juju wie Du siehst habe mich für eine billige, aber vielleicht doch gute Variante entschieden ????? (siehe anderes Thema digitales Mikrophon ....)
     
  10. Juju

    Juju Ist fast schon zuhause hier

    Ja!! Probier einfach beide aus und vergleiche - alles hängt von allem möglichen ab, läßt sich einfach nicht vorhersagen, welches besser für Dich passen wird, grundsätzlich ist das RE20 im Vergleich das hochwertigere Mikrophon, die beiden sind aber vom Aufbau total verschieden und hören dementsprechend sehr unterschiedlich...
    Ist doch super um erstmal reinzukommen, ist für Deine Zwecke völlig ok, Du willst ja (vorerst) nicht Abbey Road Konkurrenz machen ;) und auch mit einem recht einfachen Setup kann man akzeptable Ergebnisse erreichen und überhaupt erstmal einen Überblick bekommen, wie das ganze grundsätzlich funktioniert. Viel Spaß damit!!
    LG Juju
     
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  11. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    @b_nic
    ich nehme mit dem Scarlett und dem Sennheiser MD-441 auf. Das nimmt sich nicht viel mit dem RE20. Sind aber beides Mikrofone, die eher für den Bühneneinsatz gedacht sind als für Aufnahmen. Mit einem guten Großmembranmikro wird man sicherlich bessere Ergebnisse erzielen. Musst du halt ein bisschen rumprobieren.
    Mir persönlich reicht das allemal, da ich ja keine CDs produzieren will, sondern nur eine halbwegs brauchbare Orientierung haben möchte.

    Benutze allerdings nicht die ProTools, sondern Adobe Audition, das war einfach schon da.

    Gruß,
    Otfried
     
  12. Rubax

    Rubax Ist fast schon zuhause hier

  13. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Das war hier noch kein Thema, gibt's ja auch einzeln nicht zu kaufen, nur in dem Paket. Es hat das aber an anderer Stelle schon jemand getestet. Oder auch hier.
    Bei Gearsluts gibt's einige Vergleiche mit bekannten Mikros. Im Vergleich zum AT4040 soll es sich gar nicht so schlecht schlagen, trotz der vergleichsweise kleinen Membran. 400€ Preisdifferenz machen dann aber doch kleine Unterschiede hörbar.
    Ein Bild vom Innenleben.

    Ich würde meinen, dass es nicht an dem Mikro liegt, wenn man mit dem aufgezeichneten Klang unzufrieden ist. Als (relativ kleines) Großmembran Mikro mit der Haupt Zielgruppe "Vocals" neigt es doch eher dazu, den Klang angenehmer aufzuzeichnen als ein präzises (aber dafür brutal ehrliches) Kleinmembran Mikro. Ob die Off-Axis Klangfarben Änderung als Nachteil oder Vorteil gezählt werden soll, muss jeder selbst entscheiden. Bei 20mm Membran kann das aber nicht viel sein.

    Ich recherchiere ja gerade für mich bzw. meinen Musikverein bezüglich Mikros und Interface zur Verbesserung unserer Aufnahmen. Da ich damit breit aufgestellte Konzerte einfangen will, wird's eher in 2x Kleinmembran Mikro laufen wie das CM3, das ich anschließend auch für meine eigenen Aufnahmen verwenden will. Deshalb habe ich mich in den letzten Wochen sehr intensiv über das ganze Thema schlau gemacht. Gute Stereo Aufnahmen sind schwer ...

    Und eines der Scarlett Modelle steht auch auf meiner Shortlist :rolleyes:

    Meine Erkenntnis bisher:
    • Das Thema Verzerrung oder Rauschen bei Vorverstärkern wurde in den '90ern zufriedenstellend gelöst und ist heute auch bei billigen Komponenten nur noch von akademischem Interesse. Eine durchgängige Abweichung von < 0.001% ist eher die Norm als die Ausnahme.
    • Es macht keinen hörbaren Sinn mit mehr als 48kHz und 24bit zu sampeln, außer man ist eine Fledermaus. 16Bit gut ausgesteuert sind perfekt, 8Bit gut gesampelt würden viele nicht vom Original unterscheiden können. Höhere Zahlen sind wie die Megapixel an den Kameras: Numerischer Kaufanreiz.
    • Je früher in der Kette ein Signal digitalisiert wird, desto weniger Störungen hat man.
    • Ein gutes Kleinmembran Mikro bringt 100% Klangtreue.
    • Bei Gesang reicht 100% nicht, da will man eine "goldene Stimme", also der Griff zum Großmembraner. Die verfälschen zwar das Signal, aber auf der angenehmen Seite.
    • Genau das gleiche gilt für die Röhren Vorverstärker.
    • Wenn die Aufnahme nicht gut klingt, muss man üben, nicht mischen.
    • Man kann sich mit den Spezifikationen so verzetteln, dass man das eigentliche Ziel aus den Augen verliert. Also "Auspack und freu!"
     
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  14. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    Servus,
    @xcielo → ich mach das auch so - wieso brauch ich StudioLaie denn unbedingt ein Großmembran-Micro?

    Auf der Bühne hab ich auch das Sennheisser und bins zufrieden, oder anders rum - da könnte/sollte ich auf der Bühne also ein Großmembran nehmen?
    Ich bin nicht der Microexperte und es langweilt mich auch etwas, ich brauch Equipment, was auf Bühne und mal zu Haus zur Kontrolle tut...
    Für mich will sich da der Nebel noch nicht so wirklich lichten....
    Prismwandler, Neuman U86, Monsterkabel, alder...da brauch ich noch nen Drittjob ;-)
    cheers
    Paco
     
  15. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,

    an alle die hier geantwortet haben.... darum mag ich dieses Forum so gerne... lauter nette Leute....ich liege gerade gemütlich auf der Terrasse und habe alle Antworten gelesen.... alle sehr konstruktive .... vielen Dank!!!!

    lG Nic
     
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  16. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,

    jetzt ist das Teil angekommen. Fühlt sich total hochwertig an .... na, ja ist ja auch mein erstes Audiointerface. Leider war keine Anleitung dabei, aber Ihr habt mir ja schon sehr geholfen.....ich habe das Teil mit meinem Linux PC verbunden und es wurde sofort erkannt!!!!! Geil!!!! Audacity läuft und wenn ich aufzeichne dann sehe ich sprechen Impulse in der ausgezeichneten Audiospur. Wenn ich dann abspiele, höre ich das gesprochene im Kopfhörer.

    Damit habe ich doch das wichtigste geprüft, oder ????

    lG Nic
     
  17. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    muss man beim Abschalten was beachten ... MIC 48 Volt Spannung ???
     
  18. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Unter Linux ist so Manches einfacher.:)

    Nö.
     
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  19. Rubax

    Rubax Ist fast schon zuhause hier

    HM, ich würde beim Ab/Anstecken des Mikrofons die Phantomspannung wegnehmen...
     
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  20. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Bevor Du das Mikro ab- bzw. ansteckst, die Phantomspannung abschalten. Oder gleich den ganzen Kasten. Stecken mit Spannung drauf tut dem Mikro nicht gut.
    Ja, mehr ist es eigentlich nicht.

    Das heißt, es gäbe schon was. Das Interface hat einen internen DSP Mixer, mit dem man alle Ein und Ausgänge latenzfrei zusammen mischen kann. Die Standard Einstellung ist: Alle Eingänge werden zu 100% auf den Kopfhörer Ausgang gespiegelt. Deshalb kannst Du das Mikro dort latenzfrei hören. Man könnte da aber beispielsweise die Mischverhältnisse ändern, oder die Signale anders routen. Bei zwei Eingängen ist das nicht so kompliziert, aber es gibt ja auch größere Interfaces, die den gleichen Mixer installeirt haben.

    Dazu braucht es aber herstellerspezifische Software und die gibt's nur für Windows. Soweit ich weiß kann der "alsamixer" unter Linux, der das bereitstellen soll, mit dem neuen Gen2 Protokoll noch nichts anfangen. Ohne Windows bleibst Du da auf "default". Wenn Du den Kasten an einen echten (nicht virtuellen) Windows Rechner steckst der die Software installiert hat, kannst Du da herum schrauben. Die Einstellungen bleiben dann gespeichert und auch am Linux Rechner erhalten.

    Das ist der Nachteil am Linux. Es wird von den Herstellern nicht so gut unterstützt.
     
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