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Gedudel oder nicht? Wie bewertet man Musik?

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Ton Scott, 31.Oktober.2017.

  1. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Ich benötige andere Musik, um mich zu motivieren, neue Anregungen zu bekommen und weil ich gerne Musik höre.

    Aber ich bestimme in der Regel selber, wann und was ich höre.

    Noch wichtiger ist es für mich, mit anderen Menschen kreativ zu sein.

    Ich dudel in der Regel nicht rum; denn dies würde mich nicht befriedigen und ich würde es lassen.

    Musik ist für mich mehr als nur Zeitvertreib.
     
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  2. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    Ja...klingt gut, ich dudel halt eher nur so rum :) Was soll`s, so ist es halt. Andere Musik brauche ich dafür nicht, wobei ich für Sax und Flöte schon paar playalongs habe und mag.
     
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  3. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Das war meinerseits keine persönliche Kritik. Jeder soll machen, was er will, solange er keine anderen schädigt.
     
  4. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe es nicht als Kritik empfunden....
     
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  5. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Ich schrieb ja auch: Ich will das damit gleichsetzen, schreibe das aber besser nicht. Also: ich habe nicht geschrieben, dass ich RV mit Porno gleichgesetzt hätte. Das Geschrei wollte ich mir sparen ...

    Grüße
    Roland
     
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  6. B&SErik

    B&SErik Guest

    RONDO V. fand ich als Bsp. einfach unverfänglich.

    Jazz z.B. empfinde ich oft als Gedudel, wenn mir irgendwelche bekannten Stücke - reduziert auf das Grundgerüst der Melodie - im Fahrstuhl oder der Herrentoilette als Untermalung angeboten werden. In solchen Fällen empfinde ich die Darbietung und den Ort einfach als belangloses Gedudel.

    Jazz-Konzerte selber empfinde ich leider recht oft weniger als gemeinsames Spiel der Beteiligten, sondern mehr als Wettbewerb der Auftretenden. Wer spielt schneller, höher ... ich empfinde/ interpretiere das dann als Selbstzweck, da ich nicht sicher bin, ob es um die Musik oder die Zuschaustellung der genialen Spielfertigkeit geht.

    (bitte nicht überbewerten).
     
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  7. Claus

    Claus Moderator

    Das klingt jetzt ein bisschen nach Jan Böhmermann.... ;)
     
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  8. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Wenn ich als Musiker bei Rondo Veneziano spielen müsste, wäre dies für mich "persönliche Pornografie". Dies wird @Roland vermutlich gemeint haben... Ich respektiere aber jeden Mitwirkenden, der zu einer anderen Entscheidung gekommen ist. Davon ab, gehe ich davon aus, dass alle ihr Instrument besser beherrschen, wie ich meine Instrumente...
     
  9. B&SErik

    B&SErik Guest

    Vor einiger Zeit lernte ich einen Bassisten kennen, dessen Spiel mich unheimlich beeindruckte. Egal ob Kontrabass oder E-Bass, ich habe selten so viel Virtuosität erlebt. Sein Geld verdient er mit Auftritten bei Schlagertruppen und Musikantenstadl oder solchen Sachen, also mit Musik, die ich (nicht ganz ernst gemeint) als Gedudel bezeichnen würde.
     
  10. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Geht mir ähnlich. Ich empfinde dies häufig als störend. RV wäre mir dann vermutlich lieber...

    ja, diese Jazzkonzerte gibt es. Besonders bei Jazz-Sessions empfand ich dies häufig so.

    Die Kommunikation zwischen den Jazz-Musikern ist für mich sehr wichtig. Vor vielen Jahren spielte Sonny Rollins mit Band in der Kölner Philharmonie. Einige von unseren Jazzclub sind mit voller Vorfreude hingefahren und wir sahen ein Konzert, wo nur Sonny Rollins dominierte und ein Solo nach dem anderen von ihm zu hören war. Es war für uns furchtbar. Nachts zurück in der Jazzkneipe hörte ich vom Band einen geilen Tenoristen. Als ich den Wirt fragte, wer das sei, fing er an zu lachen. Es war Sonny Rollins...

    Eine ähnliche Befürchtung hatte ich vor einigen Wochen vor dem Pat Metheney Konzert. Von wegen! Es war extrem vielseitig und Pat Metheney kommunizierte mit den anderen super gut. Als sie nach mehr als 2 Stunden aufhörten, dachte ich, dass maximal eine Stunde vergangen wäre.
     
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  11. Regor

    Regor Kann einfach nicht wegbleiben

    @B&SErik
    Bez. Jazzkonzerte, sehe ich auch so.
    Mir importieren die "Leader", welche ihren Mitmusikern Raum geben.
    Z.B. Trombone shorty....läuft Grad zum Kochen mit meinem Jüngsten(8)
    @Bereckis
    :) Jo, Musik ist Kommunikation!
    LG
     
  12. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Da in diesen Bereich teilweise viel Geld verdient wird, sind in der Regel auch die Musiker ziemlich gut. Ist auch ok so.
     
  13. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Es gibt viele aktuelle gute Jazzbands, die keinen Leader haben.
     
  14. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Ich würde ja erwähnen, dass das ewas von einer Praeteritio hat, aber das gehört nicht hierher:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Praeteritio

    Grüße
    Roland
     
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  15. Regor

    Regor Kann einfach nicht wegbleiben

    Stimmt. Das mit dem Leader; ich meinte den Beitrag von B&SErik.
    Betreffend Kommunikation - Musik:
    Bei einem Clubkonzert ist der "Leader" wegen eines Verkehrsunfalls ausgefallen. Der Veranstalter wollte abbrechen. Die "bestellten" Musiker wollten spielen ( wegen Gage vermutlich).
    War eine eindrückliche Demonstration von "musikalischer Kommunikation".
    Ganz ohne Capo.
    LG
     
  16. ppue

    ppue Experte

    Schön, das der Gedanke des Kollektiven hier auf kommt. Das Kriterium fehlt in unser Liste der Bewertungen leider und sollte mit an erster Stelle stehn. New Orleans Jazz war kollektiv. Dann hat es vierzig Jahre gedauert, bis der Free Jazz Mitte der Sechziger wieder kollektiv wurde.

    Die kollektive Idee gibt es bis heute in verschiedenen Ensembles und ich halte sie für sehr wichtig.

    Das zwanzigste Jahrhundert war geprägt von den Medien, die gerade erst entstanden. Von den Piano Rolls über die ersten Schallplatten bis zum Rundfunk beherrschten wenige Firmen den Markt. Und diese Firmen bestimmten auch, wer gerade der Star war. Die Stars wurden entdeckt oder später einfach erfunden. Die große Idee vom Unkollektiven.

    Das 21. Jahrhundert hat Internet und ich behaupte, dass das das Ende des Starkultes ist. Jeder kann heute senden, das Monopol der Musikindustrie gibt es nicht mehr und damit auch nicht mehr die Stars des letzten Jahrhunderts.

    Eine gute Zeit für kollektive Ideen. Orchester, die selbstbestimmt und ohne Leiter funktionieren. Weltmusik sowieso. Musik wird global und darf auf kreative Weise die verschiedensten Kulturen verbinden.

    Panzer zu Saxophonen!

    (Ne, gibt schon zu viele, ... Moment ..., zu, zu, ... hm, Gitarren, ... nee, nich wirklich ... ach, zu allem Möglichen und vor allem Unmöglichem)
     
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  17. hiroaki

    hiroaki Kann einfach nicht wegbleiben

    Wenn ich bei Rondo Venetiano spielen dürfte würde ich meinen Beruf aufgeben. Aber die nehmen mich nicht. Ich bin nicht gut genug.
    Doch wenn die mich nehmen würden, trauerte ich immer meiner Musik nach, die ich vermachlässigen müsste um Geld zu verdienen.
     
  18. flar

    flar Ist fast schon zuhause hier

    Moin, moin

    Und Kenny G. und Helene Fischer erst, das sind echte Masochisten, die stehen da voll drauf.
    Und wenn es mal nach läßt bringen sie ein neues Album heraus! :D :D :D

    Der Beitrag von Claus erhält von mir den :top: Preis!!!!
    Vielen Dank dafür, das bringt für mich so einiges auf den Punkt!!!! :finger: :finger: :finger:

    Viele Grüße Ralf
     
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  19. Woliko

    Woliko Ist fast schon zuhause hier

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  20. B&SErik

    B&SErik Guest

    Vielleicht steht das G. vom Kenny für Gedudel?
     
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