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Genug auf dem Yamaha 4C rumgetrötet...

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von Jacqueline, 4.Dezember.2017.

  1. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Das würde ich so nicht sagen.
    Und wenn es wurscht wäre, würden alle billigst produzieren.

    Abgesehen davon: Jeder meiner Schüler klang auf einem AL3 nach dem Wechsel besser als auf dem 4c, das für mich trotzdem Preis/Leistungssieger ist.
    Ob‘s am Kautschuk liegt, das weiß ich nicht.

    Ein 7c am Sopran hat für mich sehr lang gut funktioniert.

    Cheers
     
  2. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Hmmmm....inwieweit könnte das Material denn beim Mundstück den Klang beeinflussen?

    Vielleicht läßt sich mit Kautschuk präziser fertigen, mit weniger Nachbearbeitung und daher wird der bei teureren Mundstücken bevorzugt?

    CzG

    Dreas
     
  3. Swing Kid

    Swing Kid Kann einfach nicht wegbleiben

    @Jaqueline, ich bin zwar auch erst 1 Jahr dabei (aber weit von "Ensemble"), aber die Ansicht von @Paco_de_Lucia und @Taiga ist für mich absolut nachvollziehbar und überzeugend : Eh' ich nicht weiß, was ich da eigentlich treibe, veränder' ich erstmal gar nix (solange mein Lehrer mir nix anderes empfiehlt), weil ich sonst gar nicht nachvollziehen kann, ob's an der veränderten Hardware liegt oder an mir.

    Allerdings gebe ich zu : Der "Haben will !"-Faktor ist nicht zu unterschätzen ! :( Mich lacht zum Beispiel immer diese sündhaft teure, aber wunderschöne Silverstein-Ligatur an, wenn ich im Internet stöbere ... ! :rolleyes:

    Was Deine Ensemble-Kollegen betrifft : Wenn die alle von der Brücke springen - hüpfst Du dann hinterher ... ? ;)
     
    bluefrog, Rick und Dreas gefällt das.
  4. Bloozer

    Bloozer Ist fast schon zuhause hier

    Ich finde das immer recht amüsant wenn Wasser gepredigt und heimlich Wein gesoffen wird.
     
    mato, giuseppe, Gruenmicha und 2 anderen gefällt das.
  5. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    Nein, das 4C hat eine fast quadratische recht kleine Kammer, das Expression eine große runde Kammer. Das sind zwei völlig andere Welten. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass es aus Kunststoff ist.
    Wenn Dir das Otto Link gefällt solltest Du das Expression in jedem Fall testen. Mein Weg ging von 4C über eine Expression 6* (nach ca. 6 -7- Monaten) zu einem Selmer SuperSession E (nach ca. 2 Jahren) aus Kautschuk (mit dem typischen "Altreifenduft"). Das Spiele ich bis heute noch recht oft und gerne. Wenn Du das in die Finger bekommst wäre es evtl. auch noch eine interessante Alternative.

    LG StefAlt
     
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  6. Rick

    Rick Experte

    Am einfachsten geht das mit etwas härteren Blättern, die nicht so leicht schwingen und dementsprechend etwas dumpfer (= höhenärmer) klingen. Sind allerdings dann auch etwas schwerer zu spielen - man sollte also nicht gleich eine ganze Nummer rauf, sondern vielleicht in einer Vergleichstabelle schauen, was (von anderen Marken) noch in der Nähe wäre (Blattstärken sind genau wie Mundstück-Bahnöffnungen nicht allgemein normiert, sondern jeder hat da seine eigene Einteilung).

    Ansonsten ist ja schon praktisch alles gesagt - und @Dreas sowie @prislop haben meiner Ansicht nach damit Recht, dass die Mundstücks-Geometrie wichtiger ist als das Material. Kunststoff ist einfach günstiger in Form zu gießen, man benötigt also weniger manuelle Nachbearbeitung und hat mehr Präzision, was enorm die Herstellungskosten senkt. Ein per Hand aus Holz geschnitztes Teil wäre dementsprechend am teuersten - aber deshalb nicht unbedingt am besten. ;)

    Ich bin auf dem Alto mit meinem RvB und Rico Royal 3 1/2 sehr zufrieden, es klappt alles und ich bin im Sound flexibel, darum geht es letztlich, wie ja bereits @Paco_de_Lucia und @Taiga betonten.

    Ja, ja, die Kollegen, so etwas hat mich früher auch schnell nervös gemacht... :rolleyes:
    Aber Mundstücke haben keine "Stützräder", jedes kann ein vollwertiges Teil fürs Leben sein, wenn es einem gut liegt.

    Dazu zwei Anekdoten:
    Ich hatte mal an einer Musikschule eine junge Schülerin, die mit ihrem "Anfänger-Mundstück" nach einiger Zeit einem Wahnsinns-Sound auf dem Alto entwickelte. Alle anderen Schüler, die sie hörten, fragten sofort nach ihrem Equipment - es war immer noch dasselbe, womit sie angefangen hatte, Jupiter-Sax und beigelegtes Mundstück (könnte das diskutierte Yamaha 4 C gewesen sein). Irgendwann fragte ich sie routinemäßig, ob sie nicht mal etwas anderes ausprobieren möchte, da schaute sie mich nur groß an und fragte: "Warum denn?"
    Darauf konnte ich ihr keine vernünftige Antwort geben, also beließen wir es dabei.

    Einer meiner ältesten Schüler, ein Mittsiebziger, der aber schon seit Kindertagen Tenor-Saxofon im Musikverein spielte, hatte eine wahre Mundstücks-Odyssee hinter sich, gerade weil er immer wieder von neuen, angeblich NOCH besseren Modellen hörte und alles gleich ausprobierte. Aber irgendwie war er nie wirklich glücklich geworden, wie er mir erzählte.
    Ich bat ihn daraufhin, mal seine ganze Sammlung zum Unterricht mitzubringen, darunter war auch ein Yamaha 4 C. Wir probierten alles kompromisslos durch, schließlich blieb er bei - rat mal! :D


    Schöne Grüße,
    Rick
     
    Zuletzt bearbeitet: 5.Dezember.2017
  7. Lemosho2012

    Lemosho2012 Schaut nur mal vorbei

    Hallo

    ich habe mit einem billig China Saxophon angefangen. Das Mundstuck welches dabei mit geliefert wurde war nicht zu gebrauchen. Habe dann auf anraten meines Lehrers ein Yamaha 6cm (gibt es auch in anderen Bahnöffnungen) gekauft. Damit spiele ich ca 3 Jahre später, mehr oder weniger fleißig, immer noch. Zwischendurch habe ich mich mit einem tone Edge 6 (fand ich sehr ähnlich) und einem Berg Larsen sms 110 versucht (hat mir garnicht gelegen).
    Ich denke man sollte ein bisschen versuchen aber nicht "all seine" Energie dort rein stecken.

    Trotzdem viel spaß beim probieren und vor allem spielen

    Grüße
    Lemosho
     
    47tmb, Roman_Albert und Rick gefällt das.
  8. Jacqueline

    Jacqueline Nicht zu schüchtern zum Reden

    Guten Abend an alle,

    nochmal vielen Dank für die ganzen Ideen :) Davon profitieren sicherlich auch noch andere Beginner, das Forum hier ist echt super!
    Ich sehe das so wie Lemosho, ein bisschen probieren kann nicht schaden.Man sollte es halt nicht übertreiben und ich finde, dass ich das mit dem ersten neuen Mundstück nach einem Jahr Spielerfahrung und einer Hand voll Blätter nicht getan habe. Da gibt es hier doch sicherlich ganz andere Kaliber oder? ;-)

    Und ja, ich springe aus dem Fenster wenn alle das machen, hallo?! Ich mein, vllt gibts da was umsonst? :D

    Ich war dann heute bei den Holzbläsern und da kann man sich für 2€/Mundstück dieses für max. 1 Woche mit nach Hause nehmen. Was ein El Dorado!
    Ich hab dann aufgrund eurer Tipps das Vandoren V16 6M mitgenommen, welches lustigerweise ein Kunststoffteil ist, aber was solls. Mein OL TE 6* zum Vergleich sowie das Jody Jazz Hr 6 und der Verkäufer hat mir noch das Selmer Soloist E mitgegeben.

    Mal schauen wie ich zurechtkomme mit den Mundstücken :) Ich werde berichten!

    Liebe Grüße,
    Jacqueline
     
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  9. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Das Vandoren ist Hard Rubber. Also "Ebonit" und hat mit den Spritzgussteilen wie 4C nicht viel zu tun.

    Cheers
     
  10. Jacqueline

    Jacqueline Nicht zu schüchtern zum Reden

    Oh, achso! Man, ich weiss, dass ich nichts weiss! Danke für die Info :)
     
  11. Longtone

    Longtone Kann einfach nicht wegbleiben

    Es war ein Trauerspiel, wie meine Lehrer mich als Anfänger beraten haben, was Material (Saxophon, Mundstück und Blättchen) und deren gegenseitige Abhängigkeiten betrifft: Garnicht. Geldverlust und Frust waren die Folge - die Lehrer habe - nicht nur aus diesem Grund - gewechselt. Auch der örtliche "Fachhandel" war keine Hilfe - man kann als Anfänger in 10 Minuten unter den mißbilligenden Blicken des Verkäufers kein Mundstück ausprobieren. Mitgegeben werden keine mehr - weshalb ich auf den Versandhandel aus Treppendorf umgestiegen bin. Mit allem. Dem Rat von Paco stimme ich absolut zu: Erstmal spielen lernen und nicht zuviel herumprobieren - wenn man nicht weiß, was man tut. Das kommt später von ganz allein.
     
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  12. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Das Gefühl, ob mir das Töne produzieren mit einem MPC leichter fällt als mit einem anderen kann ich nach der 3. Stunde haben. Wir reden da noch nicht über den gewünschten Sound oder eine "leichtere" Intonation. Es geht nur und ausschließlich um das Gefühl, ob es sich "besser anfühlt".
     
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  13. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Oh ja...........Damit bist Du nicht alleine..........................Das Thema Mundstücke: Materialien, Bahnlänge und -form, mit oder ohne baffle, Kammervolumen, Kammerform....und......und...........und..................ist ein unendliches!:rolleyes:
     
  14. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    @Jacqueline
    Das ist das was ich meinte als ich schrieb das ich dem Anfänger der mein Weltklang kaufte nach ein paar Wochen noch mein Yanagiasawa 5 schenkte.

    Viel Spaß beim Testen.
    Freu' mich auf Deinen Bericht.
     
  15. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    @Jacqueline
    Hierzu (zum Einstieg :) ) der hier auch vorhandene "guide":

    http://saxophonforum.de/library-articles/mundstuecke.13/
     
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  16. zappalein

    zappalein Ist fast schon zuhause hier

    hat vielleicht nur indirekt etwas mit einem mpc-wechsel zu tun...

    ...aber, auch interessant zu hören (wissen)
     
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  17. prislop

    prislop Ist fast schon zuhause hier

    Ich kann mich an einen interessanten Thread erinnern, der schon drei bis vier Jahre zurück liegt. Damals tauschten ausgewiesene Könner aus diesem Forum ihr angestammtes Mundstück gegen ein Yamaha 4c und stellten ihre Musikstücke hier ein. Einhellige Meinung war damals, dass der Sound immer noch sehr gut war und die Unterschiede für manche kaum hörbar waren. Dennoch bin ich der Ansicht, dass man ruhig etwas experimentieren sollte. Ein MPC ist wie ein Schuh (in der richtigen Größe): Dem einen passt er, bei dem anderen drückt er.
    Ich habe sechs MPC´s die ich gebraucht gekauft habe. Alle Mundstücke könnte ich, wenn ich denn wollte, sicher wieder zum gleichen Preis verkaufen.
     
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  18. Jacqueline

    Jacqueline Nicht zu schüchtern zum Reden

    Guten Morgen,

    ein kleines Zwischenresümee:

    getestet habe ich bisher das Jody Jazz HR 6 und das Selmer Soloist E, immer im Vergleich zum OL 6*. Und was soll ich sagen, das OL 6* ist auf jeden Fall raus. Ich habe mal die Bahnöffnungen verglichen und das OL ist zu offen...ich weiß nicht, warum ich das damals bei meinem Lehrer so gut fand :confused: Es kostet mich irre viel Kraft aus dem Mundstück überhaupt einen Ton rauszubekommen. Offensichtlich falsch in Erinnerung gehabt oder es war eben das beste von 3 noch schlechteren Mundstücken :D Könnte mir jetzt noch ein 6er oder 5er OL TE holen, aber die anderen beiden Mundstücke finde ich sehr gut.
    Das Selmer und das Jody Jazz spielen sich sehr leicht und ich finde beide sehr gut. Im Musikunterricht nehmen wir zzt. ein paar Stücke auf und mein Lehrer meinte, wir können ja mal verschiedenen Aufnahmen mit den beiden Mundstücken machen.

    Bei mir war soooooooooooooooooooooooooo ein großer klanglicher Unterschied zu hören, ich bin fast hintenüber gefallen. Das hätte ich nicht gedacht, dass das (bei mir) so viel ausmacht. Ich selber höre das gar nicht so deutlich beim Spielen (nur einen leichten Unterschied). Naja, Selmer war dann auch raus. Es ist viel zu dunkel für meinen Geschmack, obwohl ich das eigentlich haben wollte. Das Jody Jazz klang viel strahlender. Habe das Selmer dann nochmal mit einem anderen Blatt gespielt, etwas besser, aber immernoch zu dunkel. Bleibt also noch das Vandoren V16 M6 zu testen oder das Selmer mit anderen Blättern, die ich aber nicht da habe :p

    Woran liegt das? Ich glaube, dass die Könner einfach ihren Sound haben und ein anderes Mundstück nicht so viel verändert wie bei mir, wo alles irgendwie noch nicht gefestigt ist. Meine Theorie :rolleyes: Für mich war es furchtbar mich selbst zu hören. Ich finde es auch immer komisch, wenn man sich selbst auf Videoaufnahmen sieht oder sprechen hört, das klingt ganz anders, als man sich selbst wahr nimmt. So ging es mir gestern mit den Aufnahmen. Die rhythmische Vollkatastrophe mal außen vor gelassen :D

    There is so much work to do....luckily it makes fun :woot:
     
  19. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Du machst Dir eine völlig unnötige Baustelle auf, die Dich unsinnigerweise viel Zeit kostet.
    Spiel auf einem 4C, tausche es gegebenenfalls gegen ein AL3 oder Concept aus, das ähnlich leicht zu spielen ist und noch ein wenig kultivierter klingt.

    Wenn Du Mundstück (und vor allem Bahnöffnung) wechselst, musst Du meistens auch andere Blätter (andere Stärke, vielleicht auch anderer Schnitt) spielen.
    Das ergibt IMHO für jemanden keinen Sinn, der noch an der Kontrolle des Tones feilt.

    Und vor allem: Sprich Deinen Lehrer an, was Dir an seinem Ton gefällt und an Deinem nicht.
    Er sollte Dir helfen können, Dich vielleicht auch zur Geduld ermahnen :)

    Grüßle
     
  20. Rubax

    Rubax Ist fast schon zuhause hier

    Faust-Regel: Große Bahnöffnungen erfordern leichtere Blätter, kleine Bahnöffnungen erfordern härtere Blätter.

    Hab nicht alles gelesen, bzw. wieder vergessen - was für Blätter spieltst Du denn auf dem 4C?

    Wenn die Antwort jetzt lautet Rico Stärke 1,5 dann lass es mit dem anderen Mundstück...
    Dann solltest Du erstmal an deinem Ansatz arbeiten...
     
    Zuletzt bearbeitet: 7.Dezember.2017