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Griffabstände Selmer

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von pajofego, 13.Dezember.2017.

  1. pajofego

    pajofego Schaut nur mal vorbei

    Hallo zusammen,

    ich besitze seit ein paar Jahren das YAS 62 Alt und bin damit auch sehr zufrieden. Klanglich habe ich da nichts auszusetzen. Für mich ein tolles Instrument. Mein Sax Lehrer spielt ein Selmer Alt. Ein ziemlich altes Ding, noch ohne Hoch Fis Klappe. Habe mir die Modellbezeichnung leider nicht gemerkt.

    Ich durfte das gute Stück mal ausprobieren. Im Vergleich zum meinem Yamaha war es merklich kleiner, leichter und zu meinem Erstaunen waren die Griffee enger beieinander. D.h. ich hatte keine Probleme D / E / F im hohen Register zu greifen. Bei Yamaha muss ich mich schon mehr bewegen. Ergonomisch gesehen hat mir das Selmer wirklich zugesagt. Ich hatte noch keine Gelegenheit ein Selmer der neueren Reihe (III oder Reference 54) in einem Musikgeschäft auszuprobieren und ich dachte mir ich könnte hier den einen oder anderen fragen ob er weiß ob sich das heute noch so bei Selmer verhält? Bzw. sind die Griffe enger beieinander oder sind die Lochabstände und Griffe zwischen einem Yamaha 62 und einem z.B. Reference 54 gleich?

    Danke und Gruß
    pajofego
     
  2. SaxPistol

    SaxPistol Ist fast schon zuhause hier

    Ich spiele eigentlich ein YAS280 und habe vor einem Jahr mal leihweise ein Reference 54 gespielt.
    Die Erfahrung mit den kürzeren Drückerabständen habe ich auch gemacht, was ich für meine Hände ("Durchschnittsmännerhände") aber nicht unbedingt als Vorteil sah.
     
  3. pajofego

    pajofego Schaut nur mal vorbei

    @SaxPistol danke für die Rückmeldung. Inwiefern kein Vorteil? Ich persönlich hatte den Eindruck, dass ich bei einigen Griffen das Sax stabiler halten konnte. Das war aber ein kurzer Eindruck. Wenn Du das Reference 54 "länger" gespielt hast, hattest Du nicht den Eindruck ggf. leichter einige Griffe zu spielen? Z.B. die ganz hohen oder ganz tiefen Töne am Sax.
     
  4. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Es mag auch Hände geben, für die "engere" Applikaturen zu "klein" sind :)
     
  5. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    ich kann nur von Tenören berichten. Da habe ich YTS 62, YTS 875EX und Selmer Serie III als recht ähnlich empfunden. Das Reference 54 wirkte dagegen etwas kompakter bei den Griffen. Allerdings war es auch merklich anders eingestellt (Federhärte?) so dass der Eindruck auch primär subjektiv sein kann
     
  6. SaxPistol

    SaxPistol Ist fast schon zuhause hier

    Wie es @47tmb schon angedeutet hat:
    Ich fand die engeren Drücker eher unangenehm, da ich auch so an alle Drücker prima rankomme. Das kann aber durchaus auch mit Geschmack/Gewohnheit zusammenhängen.
     
  7. Florentin

    Florentin Ist fast schon zuhause hier

    Meine Erfahrung ist (von kleingriffig --> großgriffig):

    Yanagisawa < Selmer < Yamaha < Keilwerth

    Für mich ist Yamaha ergonomisch optimal (habe ich bei mehreren verschiedenen Modellen probiert). Wers gerne klein und eng hat, sollte auch Yanagisawa probieren.
     
  8. ppue

    ppue Experte

    Gehalten werden soll ein Saxophon von dem Riemen, den zwei Daumen und der oberen Zahnreihe. Irgend welche anderen Finger dürfen gar nichts halten, sie sollen nämlich frei spielen.

    Braucht man also irgend welche Finger, um das Sax zu drehen, zu stabilisieren oder es womöglich anzuheben, dann stimmen die Haltung, die Gurtlänge und/oder der Winkel des S-Bogens nicht.
     
  9. pajofego

    pajofego Schaut nur mal vorbei

    Danke an allen Rückmeldungen. War mir vorher nicht bewusst, dass es bzgl. der Griffpositionen bei den Herstellern Unterschiede gibt. Hatte mir auch kein Verkäufer beim Kauf gesagt.

    @ppue, da hast du natürlich recht. Gemeint waren primär Situationen mit gedrückter Oktavklappe und beim Bedienen der seitlichen Hebel für z.B. D / E / F / etc. Das fiel mir beim Selmer leichter zu "erreichen".
     
  10. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    Letztlich sind die Unterschiede zwischen den Selmern ab Super (Balanced) Action mit Ausnahme des Mark VII meiner Meinung nach marginal, jedenfalls aber sicherlich vernachlässigbar.

    Auch der wahrgenommene Unterschied zu dem Yamaha beruht zunächst auf purer Gewöhnung und nach entsprechender Umgewöhnung wird sicherlich keines der genannten Selmer ergonomische Probleme bereiten, so wie es auch ein Yanagisawa nicht würde.

    Zum Glück sind wir recht gut adaptierende Lebewesen, da ist sowas absoluter Kleinkram...
     
    Ton Scott und Mummer gefällt das.
  11. saxfax

    saxfax Ist fast schon zuhause hier

    Fehlt da etwa der Smiley :rolleyes: ? Mich würde ich da eher als Gewohnheitsmensch bezeichnen. Meine Handgröße adaptiert sich leider auch nicht ;) ich adaptiere dann lieber das Saxophon oder nehme ein anderes. Wobei ich z.B. beim Tenor Yamaha 82 und Selmer Mark 6 als ausgesprochen ähnlich empfinde, Yanagisawa fällt für mich da raus, Keilwerth sowieso. Auch nach längerer Eingewöhnungsphase.

    Andere mögen das anders empfinden, da hilft nur ausprobieren.
     
  12. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    @pajofego erwähnt immer wieder die Palmkeys als Problemzone. Das sind aber die Drücker, die sich am ehesten anpassen lassen. Wenn also die Knopfreihen stimmen und der Pinkietable akzeptabel ist, würde ich das Saxophon nicht austauschen, weil ich mich fürs hohe E verrenken muss.
     
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  13. Wenke

    Wenke Ist fast schon zuhause hier

    Mein überaus handliches und Frauenhände freundliches Yanagisawa Bari hab ich am D palmkey auch extra erhöht, also selbst das hat nichts zu sagen. Ist aber natürlich einfach gemacht, der Rest sollte natürlich schon dauerhaft angenehm sein.
     
  14. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Eben. Die Palmkeys lassen sich mit etwas Geschick haltbar, dauerhaft und reversibel erhöhen - sehr individuell und in beliebiger Form und Höhe mit Sugru.
     
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  15. ppue

    ppue Experte

    Schon komisch, dass Generationen von Schnabelinstrumentenbauern die Palmenschlüssel falsch gebaut haben sollen.

    Sie lassen sich durchaus erreichen, wenn man die linke Hand anders hält.

    Wer hat einen Tipp?

    Unter den Besten verlose ich eine Hunderunde.

    Ok, nicht interessant: Für einen guten Tipp gibt es unsere aktuelle CD.
     
  16. DiMaDo

    DiMaDo Ist fast schon zuhause hier

    Handgelenk "fallen lassen". Sprich den Winkel der Finger/des Handballens Richtung oben korrigieren.

    Just my 2 ct.
     
  17. pajofego

    pajofego Schaut nur mal vorbei

    Bin gestern in ein gut sortiertes Musikgeschäft gegangen und konnte das Reference 54 und ein Yanagisawa A-WO2 ausprobieren. Ich kann tendenziell die Rangfolge bei den Griffabständen wie von @Florentin bestätigen, aber die waren eher marginal. Vom Klang her hat mir das Selmer am besten gefallen, aber auch hier sind die Unterschiede zwischen meinem Yamaha 62 und den o.g. Kandidaten sehr gering. Rechtfertigt kein Wechsel. Aber was mich echt beeindruckt hat, ist die Verabeitungsqualität vom Yanagisawa, wow, ziemlich edel, alles sehr fein und penibel verarbeitet. Mehr als 5k€ für das Selmer? Ganz schöner Aufpreis zum Yamaha 62 nur für den Mythos, muss man schon sehr leidenschaftlicher Selmer Anhänger sein ;). Hatte da mehr erwartet.

    @gaga, danke für den Link, in der Tat eine gute Alternative.
     
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  18. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Die erlesene Marke schützt nicht vor Kneteklopsen auf den Palmkeys.

    Mein Selmer-Tenor:


    Mein Pflegekind, ein Pan American Alto:


    Ich halte diese beiden Hörner blind auseinander - durch die Farbe des High-D-Drückers :)

    Beim Tenor (blau) gingen fast zwei dieser Sugrupäckchen drauf - bei dem eher niedlichen Alto immerhin ein ganzes.

    Hält ewig, gutes Spielgefühl (wie festes Radiergummi) und wahnsinnig hübsch! Wenn ich das Alto wieder abliefern muss, setze ich vorsichtig den Cutter an und habe in zwei Minuten die Sache rückgängig gemacht.

    Einziges Ziel war, den High-D-Drücker optimal unter der linken Zeigefingerwurzel zu liegen haben - ich muss kein Handgelenk fallen lassen oder mich sonstwie verrenken.
     
  19. Wenke

    Wenke Ist fast schon zuhause hier

    Bestimmt lassen sie sich erreichen, hatte eigentlich auch nie Probleme damit bei anderen Instrumenten. Beim Bari rutsche ich da aber gerne mal ab und ein paar mm weniger Strecke überbrücken, fand ich auch durchaus angenehm. Ob man es wirklich braucht ist eine andere Frage. Aber da so viele Saxophonisten daran was machen, ist es halt schon eine individuelle Anpassung, die wohl manchmal nötig zu sein scheint.

    Ich hab auch dank dem Forum hier Sugru genommen, in pink und könnte ähnlich wie @gaga schwärmen :-D Allerdings hab ich nur eine halbe Packung genommen und, vielleicht weil ich eine Frau bin, das ordentlicher an die Klappe angepasst ;)
     
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  20. Long John Silver

    Long John Silver Ist fast schon zuhause hier

    Hier isser, der Tipp: Wenn man das Horn vor dem Körper hält (so ist es vom Hersteller vorgesehen) passen die Palm Keys meistens gut. Hält man das Knie seitlich neben dem Körper, als würde man sitzen, sind die Palm Keys zu weit wech - und ein paar andere Sachen stimmen auch nicht.

    Das Erklär-Bär-Video:


    War hier auch schon verlinkt, finde ich aber nicht auf die Schnelle.

    LJS