1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Harmonien B-Teil: Softly, As In A Morning Sunrise

Dieses Thema im Forum "Improvisation - Harmonielehre" wurde erstellt von Bereckis, 16.September.2017.

  1. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,

    kann mir diese bitte einer erklären und die entsprechende Skalen zuordnen?

    Ich komme da nicht weiter...

    Vielen Dank!

    Gruß

    Michael
     

    Anhänge:

  2. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Mit Pisa wollen wir dieses Arrangement spielen und der Walkingbass im B-Teil ist meine aktuelle Baustelle:

     
  3. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Harmonisch ist das Stück auf deinem Anhang (für mich) schon ziemlich schwierig zu analysieren. Wenn es dir aber nur um Skalenmaterial geht hilft dir das vielleicht weiter:
    IMG_0316.PNG
     
    Marko74 und Bereckis gefällt das.
  4. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Ich sehe gerade, dass die Qualität nicht so toll ist.
    Im Internet bekommt man es über Jazzbooks.com. Einfach mal Aebersold Scale Syllabus googeln, dann kommst du sofort dahin .
     
    Bereckis gefällt das.
  5. Werner

    Werner Ist fast schon zuhause hier

    Das Stück ist bei dir in g-moll (=Tonika), der B-Teil beginnt mit der Durparallele Bb-Dur, also Bb als Zwischentonika, unterstützt durch die Melodie.
    Von dieser neuen 1. Stufe gehts ganz üblich zur Zwischendominante G7 zur 2. Stufe C-Moll. Üblich sind meist 2 Takte C-moll, hier aber noch ein C#dim7 (der mir da nicht besonders gefällt, und auch nicht besonders schön oder logisch nach Am7b5 weiterleitet. Erwarten würde man nach dem C#dim7 üblicherweise entweder einen Akkord mit Grundton D oder G.)
    Jedenfalls, vom C-moll aus, dann typische Wendung kl. Terz tiefer nach Am7b5 (bzw C-moll wird zu Cmoll6), womit man in der Spur zur II-V-I zurück nach Gmoll ist.
    Wenn man es in Skalen audröseln will, die typischsten dürften sein Bb-dur, dann G7 = GHM5 nach Cmoll dorisch, wenn man den C#dim spielen will, auf dem Bass und auch sonst gehn in jedem Fall Akkordbrechungen der kl. Terzen (einfach die kl. Terzen des Akkords rauf und runter). Dann Am7b5 = lokrisch und D7b9 = HM5.




    http://www.swing-jazz-berlin.de/
     
    Bereckis gefällt das.
  6. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Da bin ich beruhigt, dass es dir auch schwer fällt. Danke für die Dokumentation der Skalen.
     
  7. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Danke Werner,

    dies werde ich gleich ausprobieren!

    Wichtig waren mir die zweitaktigen Harmonien; denn da spiele ich die Skalen.

    Denn Rest komme ich vermutlich mit der Chromatik klar...
     
  8. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Jetzt habe ich es gecheckt, der c und d Teil ist das gleiche nochmal einen Ganzton erhöht. Dann muss allerdings ein Cmaj7 und nicht C#maj7 im D-Teil stehen. Ich pflichte @Werner in allem bei, nur über da G7b9 würde ich statt HM5 lieber alteriert versuchen, um es etwas vom HM5 über D7b9 abzugrenzen.
     
  9. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Bereits korrigiert! Danke.
     
  10. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    So - im Prinzip komme ich nun mit dem Bass durch:

    2 Takte Ionisch
    2 Takte HM5
    2 Takte chromatische Verbindungen
    2 Takte II-V-Moll (1235 oder 8765)

    A- und C-Teil ist ja ein Bass-Riff...

    Danke!
     
    Dreas gefällt das.
  11. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    Hey michael,

    Wenn du in den ersten vier takten skala spielen willst, wäre die major bebop scale besser. Die 13 ist da akkordhauptton, nicht die maj7, ausserdem hast du dadrin schon deinen leitton zum G7b9. Da würde ich schön simpel in HM5 bleiben, das Cm7 kann man - finde ich - spielen wie ma will, ohne grössere schäden anzurichten. Den C#07 würde ich aber - wenn das piano den tatsächlich so umsetzt - ausspielen oder GTHT nehmen und eben nicht chromatisch. Die letzten 2 takte ensemble break find ich in dem arrangement cool und würde das beibehalten. Wäre sowieso eine standardüberleitung zurück zum g moll.
    Ist aber ein ganz netter brocken, den ihr euch vorgenommen habt. Auch hinterher, der montuno bass mit rumba dabei, kommt nur gut, wenn alle richtig tight spielen.
    Aber ich finde das arrangement sehr gelungen, wenn ihrs hinkriegt...chapeau.
    Wenn nicht, ....nun, sowas übt ungemein und macht nebenher echt spass.

    Lg und viel erfolg
    Zwar
     
    claptrane, Bereckis und Dreas gefällt das.
  12. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Ja, ist 'n Brett! Vorschlag von unserem Drummer...der wollte mal was komplexeres...:eek:

    Wir erarbeiten uns das Schritt für Schritt...ich bin auch gespannt ob wir es und wie wir es hinbekommen ..:cool:

    CzG

    Dreas

    P.S. Michael ist ja grad quasi im Basscamp...bei dem Wetter lockt der Strand ja nicht so...;)
     
    Bereckis gefällt das.
  13. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Welche Töne gehören zur Major Bebop Scala? Den Ensemblebreak analysiere ich noch.

    Was meinst du mit GTHT? Ganzton-Halbton? Verstehe ich dennoch nicht.

    Der Drummer macht dies im Unterricht und möchte es unbedingt in der Band spielen. Da kann ich nur mitziehen und werde es mit meinen Basslehrer auch noch genauer auseinandernehmen.

    Ich spiele jetzt die ersten Walking-Linien und da wird erstmal alles vereinfacht:

    Harmonie zweitaktig: Tonleiter rauf oder runter mit Chromatik, so dass auf der 1 des 2. Taktes die Quinte kommt.

    Harmonie eintaktig: 1235 oder 8765 oder 1c5c ...

    Harmonie halbtaktig: 15 oder 1c

    Dies ist für mich noch recht schwer. Hinzu kommt Metronom auf 2 und 4. Stöhn!
     
  14. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Es wird auch jeden Tag E-Bike gefahren und so schlecht ist das Wetter nicht. Leider übe ich fast nur Bass und kaum Saxofon.
     
    Dreas gefällt das.
  15. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Da hast du die normale Durscala, aber die kleine Sexte als Durchgangston dabei, den kannst du chromatisch zur 13 nutzen .
     
  16. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Leider? Leider?....GOTT SEI DANK!....:D

    CzG

    Dreas
     
  17. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Erst vergessen sorry...
    Genau, geh GTHT bedeutet ganz Ton halb Ton.
    Der vollverminderte Septakkord ist eine Schichtung von vier kleinen Terzen (die kleine 7 wird auch vermindert und mutiert so zur großen 6)
    GTHT klingt sehr spannend, aber der Akkord ist auch sehr spannend (2 mal Tritonus) und verlangt nach Auflösung.
    Da es nur 3 verschiedene GTHT gibt, lohnt es sich sie mal zu verinnerlichen;)
     
  18. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    @claptrane → jaaaa, und es eröffnet ne Menge Spielereien.
    btw - die Skala auf dem 2. Ton beginnen - aber der Grundton der Harmonie = 2. Ton → eigentlich somit die Skala nen ganzen Ton tiefer gespielt,
    oder HTGT spielen
    oder GTHT aufwärts - dann spiegeln → wieder GTHT abwärts...[ist eigentlich HTGT abwärts]
    und dann in Intervallsteps die Skalen, da gibts coole Klänge....
    aber das kann auch verdammt ins Auge gehen - clash!
    aber das ist Jazz...

    allerdings, für mich bei 'Softly as....' würde ich eher auf der sentimentalen Seite sehr brav und inside spielen...
    aber das ist 'gustibus non disputandum'

    cheers & schönen Sonntag
    Paco
     
    claptrane gefällt das.
  19. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    @Bereckis


    Also die stelle mit mit dem c#07... das ist schon ein bisschen kompliziert.
    Normalerweise kommt nach dem c#07 erstmal ein takt d7b9, dann erst am7b5 und d7b9 je halbtaktig. In dem fall ergibt das harmonisch sinn, weil
    C#07 besteht aus den tönen c# , e , g , bb/a#. Dieser akkord ist symmetrisch, das heisst die umkehrungen sind auch wieder 07 akkorde.
    Also ist C#07 = E07 = G07 = Bb07, die akkorde enthalten die gleichen töne.
    Nun sind aber diese verminderten septim akkorde meistens funktional gesehen verkürzte dominantseptakkorde .
    Nehmen wir zb den Bb07 von oben und fügen ihm ein A hinzu erhalten wir A7b9. Das passt wunderbar, löste sich zu D7b9 auf, wäre einfach eine Doppeldominante zum Gmoll. Als bedarfsskala könnte man also zb mixo b9b13 spielen.
    Leider ist in euren akkorden das D7b9 verschwunden, statt dessen kommt gleich Am7b5. Hm... deshalb mein halbseidener vorschlag GTHT zu spielen, wegen der melodietöne, und weil der 07 akkord so wenig sinn macht, vor dem Am7b5.
    Das sind übrigens die beiden takte , Am7b5 und dann D7b9, wo der break ist in frau bushens arrangement.
    Am einfachsten wärs also, du streichst C#07 durch, spielst stattdessen A7b9 dann noch die eins im vorletzten takt und lässt eure sängerin den rest alleine singen.

    Ich hab ja gesagt es ist ein bisschen kompliziert.


    Gruss
    Zwar
     
    mato, Bereckis und Dreas gefällt das.
  20. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Danke für den Hinweis.

    Vielleicht mache ich mir die Mühe und höre mir mal die Töne des Bassisten raus. Dann weiß ich, was im Arrangement tatsächlich für Harmonien vorgesehen sind.

    Zur Zeit übe ich den Bassriff des A-Teils...