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Harte Blätter = besserer Sound?

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von Dreas, 17.Oktober.2017.

  1. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Meiner Meinung nach ein Mythos, und völliger Unsinn!

    Ich habe jetzt auf zwei Soundworkshops erleben dürfen, dass sich Sound, Kontrolle, Stabilität, Flexibilität bei Teilnehmern DEUTLICH verbesserte, als sie weichere Blätter aufspannten.

    Mir ist schon klar, dass ein Profi, oder auch ein viel spielender Amateur, der täglich vier Stunden und mehr spielt möglicherweise härtere Blätter benötigt (ich kenne aber auch einige Profis, die mit ganz gewöhnlichem Set Up...Mundstücköffnung um 7 und 2,5er oder 3er Blätter wunderbar klar kommen)

    Ganz viele Amateure, vor allem auch Anfänger, machen sich das Leben unnötig schwer, weil sie viel zu schnell die Blattstärke erhöhen und letztlich generell zu harte Blätter spielen.

    Leider gibt es auch Lehrer, die das auch noch propagieren....:eek:


    CzG

    Dreas
     
  2. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Echt, wer propagiert das denn ?
    Und was sagt er als Begründung ?
     
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  3. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Oh, das habe ich schon sehr häufig gehört "Mein Lehrer hat gesagt..."

    CzG

    Dreas
     
  4. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    Da gibt es genügend!
     
    ReneSax und Dreas gefällt das.
  5. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    Und die Begründung???
     
  6. Mummer

    Mummer Ist fast schon zuhause hier

    siehe die Überschrift

    Ich finde, wenn die Blätter für den Spieler und das Setup zu hart sind, verliert der Ton an Klarheit, Brillanz und Fülle. Er wird dumpf, stumpf und klingt nicht mehr.
    Abgesehen von der Anstrengung für den Spieler.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.Oktober.2017
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  7. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    War nie dabei. Höre es aber öfter von Schülern, die vorher einen anderen Lehrer hatten.
     
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  8. ToMu

    ToMu Kann einfach nicht wegbleiben

    Popcorn !!
     
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  9. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Neee....sicher nicht! Ein ernsthaftes Thema, weil es sich ganz viele einfach zu schwer machen.
    (Betrifft mich auch. Ich bin auch eine halbe Stärke zurückgegangen.)

    CzG

    Dreas
     
  10. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Ich denke mal, dass viele so die hohen Töne erstmal besser bekommen und das deshalb machen, was zu einem unvorteilhaften Ansatz führt.
    Da schwingen leichte Blätter schon besser, als härtere, aber wenn ein hartes Blatt, wie bei geübten Spielern, optimal schwingt, wird dieses besser klingen (sofern man sonst nichts ändert).
    Das “beste Blatt“ kann man eh nicht pauschal beantworten, ist ja von sehr vielen weiteren Parametern abhängig.
     
    Gerrit und Dreas gefällt das.
  11. elgitano

    elgitano Ist fast schon zuhause hier

    und vergesst nicht das Ego, bin schon bei den "fünfern". Doller Kerl

    Claus
     
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  12. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Nein! Habe inzwischen genügend Beispiele. Das ist per se so nicht.

    Natürlich braucht ein geübter Spieler, mit mehrstündiger Spielpraxis pro Tag, möglicherweise ein härteres Blatt.

    Das hat aber was mit seinem Ansatz zu tun.

    Ein hartes Blatt klingt NICHT besser....es kommt darauf an, wie man mit dem Blatt arbeiten kann.

    CzG

    Dreas
     
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  13. Ginos

    Ginos Ist fast schon zuhause hier

    Harte Blätter = besserer Sound?

    Wenn ein Schüler auf seinem Saxophon quäkt wie ein Frosch und der Lehrer z.B. zu ihm sagt, "nimm mal anstatt eines 1,0er Blatt ein 1,5er Blatt" kann das schon eine fundierte Empfehlung sein....

    SzG
     
  14. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Da sind wir ja noch nicht bei harten Blättern....und der "Froschsound" kommt, davon bin ich hundertprozentig überzeugt, NICHT vom Blatt!

    CzG

    Dreas
     
  15. Atkins

    Atkins Ist fast schon zuhause hier

    Naja....1,0 und 1,5 sind sicherlich nicht die Stärken, um die sich ein Mythos dreht,
    Ich spiele als Wiedereinsteiger mit softem Metallmundstück 1, 5 - 2,00 Stärke. War früher mal bisschen mehr, aber was sagt das aus?
    liegt doch primär am Mundstück. Und wenn ein Profi da nach Jahren mehr Stärke braucht/kann/möchte ist das sicherlich i.O., aber ist doch kein Messstab für Qualität oder sound. Vielleicht für Lautstärke.
     
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  16. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    Lieber @Dreas - so pauschal darfst das nicht verteufeln mit der stärkeren Blättern.
    Letzten Endes ist es billige Physik - mehr schwingende Masse - mehr Kraft und Anblasdruck - macht mehr Sound.

    Du musst Dir das Leben nicht schwerer machen, als es eh ist - sprich,
    spiel ein leichtes Blatt - und beherrsche das ordentlich - wie sicher im Workshop mit Florian ausreichend erklärt.
    Aber zBps. Paul Desmond - der spielt ein 5er MP mit einem 3,5-4er Blatt, der hat einfach genug 'Kraft' im Ansatz,
    sprich in der Lippen- und RingMuskulatur, das klingt auch nach was, und das es dann so schön flockig-locker rüberkommt,
    mit noch so viel Dynamik etc. das bedarf ARBEIT! Tägliches andauerndes Training, das ist Leistungssport.
    Nimm die KLarinette, da spielst in der Klassik - deutsche Klarinette, schön enges MP schon mind. ein 3er-4er Blatt,
    und dann mit richtig viel Stütze, sonst stirbst bei Strawinsky oder Strass [Richard]
    Also, alles hat seine Berechtigung. Es gibt aber genauso viele sehr gut klingende Holzbläser mit leichten Blättern.
    Auch ist die Blattgestaltung sehr entscheidend.

    Viel Spass mit Deinen/Euren neuen Erkenntnissen aus dem WS
    cheers
    Paco

    ps. noch so ein Kanditat: George Garzone - OL 10*!!!! mit Freddy Hemke 5er Blatt am Tenor, da wackelt die Wand - besser - die Gläser flogen aus dem Regal - selbst miterlebt - GiantSteps, eine Offenbarung an präsentem knalligen Sound.
    George halt.
     
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  17. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    @Dreas , wenn ein hartes Blatt optimal schwingt, dann klingt ein weicheres Blatt schlechter (Vielleicht quäkiger, so höre ich es jedenfalls) und ein härteres auch schlechter, weil dumpfer.
    Entscheidend ist nicht die Härte, es muss schwingen, klingt doch logisch oder ?
     
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  18. Jazzica

    Jazzica Ist fast schon zuhause hier

    Ich war anfangs bei einem Saxophonlehrer, der aus dem klassischen Bereich kam und der immer zu harten Blättern riet (blaue Vandoren Stärke 3). Zum einen war die Begründung wie von Claptrane erwähnt, dass die hohen Töne mit harten Blättern besser kommen, zum anderen, so meinte er, sei der Ton mit harten Blättern schöner.

    Es kann ja sein, dass das für den klassischen Bereich zutrifft, ich selbst habe mich jedoch mit den harten Blättern immer ziemlich abgeplagt. Man neigt vor lauter Anstrengung zum "Beißen" und entwickelt einen verkniffenen Ansatz. Die Philosophie hinter den harten Blättern schien mir ähnlich wie beim Kraftsport, d.h. Kraft und "Kondition" aufbauen durch anstrengende Blätter und möglichst heftiges Pusten. Ob das so funktioniert, weiß ich nicht. Als ich Krafttraining gemacht habe, habe ich die Gewichte langsam gesteigert und nicht gleich mit deutlich zu schweren Gewichten angefangen. Ich glaube, dass der Ansatz sich langsam entwickelt und die Blattstärken, wenn überhaupt, langsam und allmählich höher werden, aber meiner Meinung nach bringt es nichts, als Anfänger gleich mal mit 3er Klassik-Vandoren zu beginnen.

    Ich war am Anfang sehr frustriert, weil die Töne ab dem e1 abwärts kaum ansprachen, weil ich mich schrecklich anstrengte und noch dazu nicht sehr gut klang. Teilweise aus eigener Einsicht, teilweise auch auf den Rat von anderen Saxophonisten hin, bin ich auf leichtere Blätter umgestiegen und erst seitdem wird mein Ansatz langsam lockerer und der Sound klingt nicht mehr so gepresst. Es macht jetzt auch viel mehr Spaß, Saxophon zu spielen ;).

    Wobei ich zu leichte Blätter auch nicht leiden kann, die klingen fiepsig, intonieren in der Höhe schlecht und machen beim Spielen zu. Aber zu hart, finde ich, geht gar nicht.

    Viele Grüße von

    Jazzica
     
  19. kokisax

    kokisax Ist fast schon zuhause hier

    Daß zu harte Blätter einen besseren Sound bringen ist so falsch wie daß
    zu
    große Mundstücköffnungen den gleichen Effekt bringen.

    kokisax :-?
     
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  20. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @Paco_de_Lucia

    Habe ich was anderes geschrieben?

    Aber genau Dein Beitrag befeuert doch wieder den Mythos....der oder der spielte Spanplatte auf Ofenrohr und klang soooo geil!

    Für diejenigen passte es, vor deren Übepraxis, Anatomie, etc.

    Aber daraus läßt sich nichts, aber auch gar nichts für einen Amateur ableiten!

    Es gibt keinen Zusammenhang und ein daraus abgeleitetes Ziel...für uns Amateure..."geiler Sound = große Öffnung und hartes Blatt"!

    Wer damit klar kommt...jeder wie er mag...

    Aber viele Anfänger, Amateure, erfahrene Saxer werden da einfach fehl geleitet.

    Das Ziel heißt nicht für einen guten Sound:

    "Hartes Blatt und große Öffnung"

    CzG

    Dreas