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Immer dieses D'' beim Tenor

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von joggeru, 23.Januar.2018.

  1. joggeru

    joggeru Schaut nur mal vorbei

    Hallo Ihr da draußen,

    ich schreibe heute weil ich mein Problem D'' am TeneorSax nicht wirklich gelöst bekomme:
    Ich habe seid August (gecheckt vom SaxDoc) ein schon etwas älteres Yamaha YTS-25 mit einem neuen Mundstück von Vandoren, das TL3. Ich spiele zur Zeit meistens mit den Java-Blättern, den grünen, von Vandoren in Stärke 2,5 oder 3. Alles klappt und spielt sich wunderbar bis aud das D''.
    Hier habe ich immer weiter Probleme den Ton sauber hinzubekommen. Bei Tonübungen klappt es meistens recht gut, nicht aber so bei Etüden und Stücken. Es geht noch einigermaßen, wenn ich den Ton sozusagen frisch anstoße, aber auch nicht immer. Besonders aber wenn ich das D'' über Legato anspiele schlägt er über ins A'' und ich bekomme Ihn nicht gespielt; Absetzen vom Sax und neu Ansetzen geht dann wieder, meistens.
    Das ist auf die Dauer frustrierend. Ich habe beobachtet dass es manchmal etwas besser geht wenn ich die den Mundraum bewusst etwas öffne, so als ob ich gähnen würde. Natürlich versuche ich weiter, übe, üben üben, klar doch.
    Aber hat jemand noch eine Tip für mich ?
    Sollte ich es doch nochmal mit einem anderen Mundstück probieren, z.B. das Selmer S80 ? Das hatte ich auch probiert als ich mir das TL3 gekauft hatte. Die Unterschiede waren beim Probieren nur minimal. Eiegntlich fühle ich mich mit dem Vandoren recht wohl.

    Noch was anderes dazu:
    Wenn ich auf dem Alt-Sax von meinem Sohn, ein in die Jahre gekommenes Roy Benson AS-101, welches nur sehr wenig gespielt wurde und sozusagen fast neuwertig ist probiere, habe ich das beschriebene Problem überhaupt nicht. Dort spiele ich auf einem neuen Yamaha 4C Mundstück mit einem Vandoren-Blatt.
    Ist sicher nicht oder nur wenig vergleichbar, aber komisch ist's schon.

    Gruss und Danke für Eure Ideen,

    joggeru
     
  2. CBlues

    CBlues Ist fast schon zuhause hier

    Moin joggeru,

    du bist dir sicher, das die Oktavklappen sauber schalten ?
    Beim gedrückten D" darf die obere Oktavklappe nicht aufgehen....

    LG., Lothar
     
    stefalt und Claus gefällt das.
  3. Claus

    Claus Moderator

    Auch wenn es schon mal gecheckt wurde, würde ich nochmals prüfen lassen, ob es mechanisch einwandfrei ist. Das d'' sollte eigentlich nicht die von Dir beschriebenen Probleme machen.
     
  4. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    Das klingt schon sehr nach mechanischem Problem.
    Hast Du denn schon mal eine anderes Sax angespielt? War es da auch? Falls nicht, was ich erwarten würde, wie ist es bei jemand anderem auf Deinem Sax?
    Klar kannst Du eine anderes Mundstück probieren. Aber wenn dann mit deutlich größerer Kammer als Dein bisheriges (z.B. Link STM NewYork). Aber so recht an den Erfolg glauben will ich nicht.

    LG StefAlt
     
  5. danziger

    danziger Nicht zu schüchtern zum Reden

    Stimme meinen Vorrednern zu. Der Hauptunterschied zwischen einem guten und einem weniger gutem Sax ist oft nicht die Marke, sondern der Wartungszustand. Wenn was nicht geht wie es soll, ist das meistens ein Zeichen, dass das Instrument einen Doktor sehen sollte. Solche Wartungsintervalle können je nach Intensität und Instrument leicht alle ½ Jahre sein. Die Investition ist häufig eher gering, bringt aber sehr viel.

    Bis dahin kannst Du Dir evtl. helfen, indem Du zu den bekannten Griffen den Hoch-D Palm-Key mit greifst. Dann kling das D etwas offeneren und passt sich besser/anders ein. Ansprache ist je nach Instrument/Mundstück auch leichter. Überblasenes Mittel-D ist häufig ein Problemton, der wg. der langen Luftsäule schnell leicht 'hupig' klingt.

    Hans
     
  6. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Mach mal deinen oktavklappenhebel mit einem gummi zu,so das etwasdruck auf dem polster ist und er auch nicht aufgehen kann. Wenn es dann plötzlich funktioniert,öffnet der hebel,vielleicht nur so kurz und minimal,das du es nicht siehst
     
    Gerrit gefällt das.
  7. joggeru

    joggeru Schaut nur mal vorbei

    Halli hallo,

    sieht so aus als ob das Problem identifiziert ist.
    Ich dachte eigentlich dass die obere Oktavklappe gut schließt, aber siehe da, als ich es eben genau angeschaut habe bewegte sie sich beim D'' dann doch ein ganz kleines bisschen nach oben. Das hat wohl ausgereicht.
    Dein Tip Huuup ist super. Wozu die blauen Gummis mit denen Aldi seine Lauchzwiebeln zusammen bindet nicht alles gut sind :laugh:.

    Sax_Gummi.jpg

    Jetzt funktioniert's ohne Probleme, und der Gang zum SaxDoc ist schon geplant.

    Vielen Dank Euch.

    P.S.: Und nein mein Sax schmeckt jetzt nicht nach Zwiebel :happy:
     
    last, kalleguzzi und GreenMile gefällt das.
  8. kalleguzzi

    kalleguzzi Ist fast schon zuhause hier

    Danke für die Rückmeldung!

    Herzliche Grüsse aus Schweden
    kalle
     
  9. hiroaki

    hiroaki Ist fast schon zuhause hier

    Ich hatte den gleichen Effekt. Doch es lag, wie so oft, nicht am Instrument.
    Bei mir war einfach der linke Daumen schneller als die Finger.
    Sprich, bei Wechseln innerhalb des 2. Registers gab es kein Problem (die Oktavklappe bleibt gedrückt).
    Bei Wechseln aus dem 1. Register waren die schliessenden Finger (speziell der Ringfinger) zu langsam und die oberer Oktavklappe hat sich leicht geöffnet.
    Mit der Vorstellung, dass der Ringfinger den Daumen mit sich zieht klappt es nun besser.
     
    joggeru gefällt das.
  10. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Wer kann der kann. :)
    Kannst du ganz leicht selbst reparieren. Bei interesse schreib mir ne nachricht mit telefonnummer,dann ruf ich dich an und wir machen das in 30 sekunden zusammen
     
    Taiga gefällt das.
  11. DiMaDo

    DiMaDo Ist fast schon zuhause hier

    Ich kämpfe ja auf meinem Alt mit dem gleichen "D2"-Problem. Ich hab auch mal meinen S-Bogen blockiert. Hat aber nicht das geringste gebracht.
    Ergo ist es kein mechanisches Problem sondern ein Ansatzproblem.
    Wenn ich meinen Ansatz verändere und das Mundstück weniger weit rein nehme und die Lippe mehr entspanne ist der Effekt (fast) weg. Bei
    manchem Legato (speziell von A1 auf D2) ohne neues Anstossen passiert mir das Überschlagen noch bei 1 mal von 10 Versuchen, wenn ich
    auch nur minimal anstoße ist es ganz weg.

    Just my 2 ct.
     
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  12. joggeru

    joggeru Schaut nur mal vorbei

    Hallo DiMaDo,

    bevor ich "gummiert" habe habe ich auch sehr viel mit dem Anatz geübt & probiert, bin damit aber nur sehr bedingt erfolgreich gewesen.
    Der Versuch gestern war bei mir ein echter Durchbruch, und es hält auch heute so an - bin richtig happy!. Aber vielleicht ist das Problem auch sozusagen "multifaktoriell" ;)

    Gruß joggeru
     
  13. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Hast du das Problem auch mit anderen Mundstücken? Beim Bari konnte ich es durch ein anderes Mundstück fast auf Null minimieren.
     
  14. DiMaDo

    DiMaDo Ist fast schon zuhause hier

    Jep.
    Mit eigentlich jedem...
    Komm mal rum, dann zeig ich's Dir ;-)
     
    Bereckis gefällt das.
  15. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Da du ja mehrere Altos hast, glaube ich nicht, dass es an deinen Ansatz liegt.

    Hat Wim das Problem bei diesen Instrument auch?
     
  16. DiMaDo

    DiMaDo Ist fast schon zuhause hier

    Nope... Er meint auch "Ansatz".
     
  17. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Ja dann... :)
     
  18. bloomooroom

    bloomooroom Nicht zu schüchtern zum Reden

    Genau das Problem hatte ich auch. Es war bei mir der Ansatz. Viel zu fest. Hat sich nach ein paar Wochen gelöst.
     
  19. tunundlassen

    tunundlassen Ist fast schon zuhause hier

    @joggeru schön, wenn Du schon eine Verbesserung bemerkt hast. Mir passiert das ab und an auch, dass das mittlere D "überbläst".

    Ich habe mit meinem Lehrer darüber gesprochen, und er hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es passieren kann, wenn der Ringfinger der linken Hand "zu langsam" ist.
    Beispiel, du spielst (mehr oder weniger) schnell vom H mit Oktavklappe direkt zum mittleren D. Alle 5 betroffenen Finger müssen gleichzeitig bewegt werden. Mir passierts von Zeit zu Zeit, dass der Ringfinger etwas zu langsam ist, und das fördert das "überblasen" des mittleren D.
    Das ist wohl saxophon-bau-technisch ein heikler Ton, wohl unabhängig von der Grösse (Alt, Tenor).

    Das sei nur am Rande noch erwähnt...
    Weiterhin viel Spass in der Musik!
     
    joggeru und Bernd gefällt das.
  20. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Genau so war es bei mir auch vor einiger Zeit. Nach Jahren, in denen ich mit dem mittleren D keine Probleme hatte, überblies ich immer mal wieder.
    Ein Blick meines Lehrers auf meine Finger genügte, um festzustellen, dass der Ringfinger einen Hauch langsamer war als die anderen.
    Warum auch immer sich das eingeschlichen hatte......

    LG Bernd