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Ist ein billiges Instrument grundsätzlich immer schlechter als ein teures?

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von ReneSax, 9.Dezember.2017.

  1. giuseppe

    giuseppe Ist fast schon zuhause hier

    Grundsätzlich teile ich deine Skepsis gegenüber dem Umgang mancher etablierter Marken mit ihrem Namen und Vermächtnis. Wobei wir auf dem Saxophonmarkt relativ verwöhnt sind von japanischem Pflichtbewusstsein und dem einstigen Monopolisten Selmer, der nach ein paar Ausreißern und dank der fernöstlichen Konkurrenz gelernt hat, dass er nicht schlafen darf und Qualität liefern muss, um seine Position zu behaupten.

    Bei dem Artikel den du gepostet hast geht es aber gar nicht um einen Vergleich zwischen Topmarke und Billigteil, sondern so wie ich es verstehe um den Vergleich zwischen Topmarke und 1/3-Jahrtausend alten (!), verpilzten Holzinstrumenten. Und nachdem die modernen Instrumentenbauer ja nicht alle bescheuert sind, finde ich es schon erstaunlich, dass das Expertenpublikum eigentlich keinen eindeutigen Unterschied feststellen konnte. Spricht für mich dafür, dass der Stradivari tatsächlich wusste, wie es geht!
     
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  2. Thomas

    Thomas Ist fast schon zuhause hier

    Rappelkiste bezog sich schon auf das von mir gelegentlich bespielte INstrument, dem ich anderswo schon attestiert habe, dass eigentlich alles soweit ganz gut läuft...... und ich mir ja überlege so etwas irgendwann mal zu kaufen....
    um was es mir geht:.. klar klingt er super und spielt super mit dem INstrument ( mit einem anderen natürlich auch :) ) ... der Punkt ist doch der:
    ER kann sich das ja auch locker leisten, wenn was aus der Ordnung ist, rappelt, sich verstellt oder sonstwas kann er sich das easy wieder richten und fertig ist... kann ich nicht, muss zum Doc damit und Geld ausgeben.....
    jedesmal... im Zweifel spielt es dann nicht wenn ich es brauche..... ( bin da traumatisiert als ich mal mit einer günstigen deutschen Bassklari auf der Bühne bei hohen Temperaturen sass und einige Takte vor der ultraleichten aber exponierten Stelle festgestellt habe dass die Duodezimautomatik sich mal wieder verstellt hat und die Kacke am dampfen war...puhhh. Schweiss lass nach :) )

    Es wäre halt ein Kompromiss: MIr wäre halt am liebsten eine rock solid KOnstruktion, perfekt eingestellt, läuft nicht zu leicht, nicht zu schwer, klappert und rappelt nicht, spielt sich schön satt und angenehm .. und ist dauerhaft wartungsarm....
    der Rest ( goldene Klobrillenschräubchen, vintage Lack, geile bedeutungsschwangere Namen, farbige Drücker, wunderbare Gravuren ) ist zwar fein, würd ich aber zugunsten der schieren Funktionalität jederzeit zurückstellen ...natürlich muss auch das Blasgefühl stimmen ( Blaswiderstand muss mir passen, ausgeglichene Intonation, Klangfarbe und Blasgefühl ).... dann ist das WIRKLICH meins ... ohne wenn und aber :)
    LG
    Thomas
     
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