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Kann ein Barisaxspielständer die Atmung behindern?

Dieses Thema im Forum "Bariton Special" wurde erstellt von Nemesis, 13.Oktober.2016.

  1. Nemesis

    Nemesis Ist fast schon zuhause hier

    In meinem Quartett spielt unsere Baritönerin immer mit einem Ständer,auf den sie das Bari draufsteckt.
    Es sieht von gegenüber, wo ich mit meinem Soprano sitze, irgendwie steif aus. Auch hat sie Atemnot schon nach einigen Takten.
    Frage an Euch Erfahrene:
    Könnte das mit dem Ständer zusammenhängen?
    Ohne Ständer zu spielen, sagt sie, ist ihr gewichtsmäßig zu viel.
    Ich spiele kein Bari, "nur" die anderen und muß mich selbst im Sitzen immer -wenigstens etwas- bewegen können.
    Habt Ihr Erfahrungen zu dem Thema?

    Liebe Grüße
    Nem
     
  2. rbur

    rbur Mod Moderator

    Atemnot beim Bari ist nicht unbedingt selten ...

    Der Ständer muss natürlich so eingestellt sein, dass man sich nicht verrenken muss. Das machen viele schonmal nicht richtig.
    Ich habe einen Stachel am Bari, den nehme ich nicht so gerne. Aber über einen Ständer denke ich schonmal nach. Das Gewicht und das Ziehen nach rechts stören mich mehr als die Unflexibilität des Ständers.
     
  3. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Hi Nem,

    ich denke nicht, dass ein Spielständer die Atmung deutlich behindert. Eigentlich eher im Gegenteil: wenn der Ständer gut eingestellt ist, befreit er ja vom Gewicht des Instrumentes und man kann unbelasteter spielen. Das sollte sich positiv auf die Atmung und die zur Verfügung stehende Luft auswirken. Ist der Ständer schlecht eingestellt, so dass man irgendwie verkrampft spielt, ist das für die Atmung natürlich nicht förderlich, sollte aber nicht dazu führen, dass man in Atemnot gerät.

    Spielt ihr im Quartett sitzend? Dann sollte das Gewicht doch gut vom Oberschenkel aufgefangen werden. Stehend ist schon eine andere Sache - führt bei mir aber eher zu Rückenproblemen als zu Atemnot.

    Wenn es mit der Atmung klemmt, vermute ich eher, dass das set up nicht ideal ist. Ist das set up zu "leicht", geht zuviel Luft durch und der Luftstrom ist schwerer zu kontrollieren/einzuteilen; ist das set up zu schwer, kommt man schnell außer Puste. Beim Bari machen sich diese "Fehler" im set up etwas deutlicher bemerkbar, als bei den anderen Saxen (vom Basssax abgesehen ...).

    Also: eher mal über das set up nachdenken und natürlich saxophonistisches Krafttraining - soll heißen: lange Töne.

    Dann klappt´s auch mit dem Bari ...;)

    So long

    Stevie
     
  4. antonio

    antonio Ist fast schon zuhause hier

    Ich spiele auch oft mit einem Ständer von Kaling, aber auch etwa so oft auch ohne(stehend). Dass der Ständer die Atmung behindern würde, könnte ich nicht bestätigen. Richtig eingestellt muss er aber schon sein, klar.
    Setup - ja das könnte bei deiner Kollegin natürlich eine Rolle spielen. Aber insgesamt ist halt Bari schon deutlich anspruchsvoller, wenn es um "Luftdurchsatz" geht. Spiele ich länger kein Bari, geht das bei mir auch zuerst eine zeitlang ans Eingemachte. Wäre also vielleicht auch die Frage angebracht, wie lange sie schon Bari spielt, bzw. wieviel Routine sie da hat.
    Welchen Ständer nutzt sie denn?

    Gruss
    antonio
     
  5. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    Wichtig bei den Spielständern ist (neben der Stabilität), wie auch @antonio schon meinte, dass sie gut einstellbar sind. Dann sollte es wirklich eher entlastend fürs Spielen sein.
    Der Ständer von Andreas Kaling ist da vorbildlich und lässt sogar noch etwas Bewegungsspielraum zu.

    Schwierig finde ich persönlich beim Benutzen des Spieleständers eher das Notenlesen, weil ja die Kopfposition fixiert ist; hab` mir extra eine "Notenbrille" für den Arbeitsabstand machen lassen.

    Ich kenne alte Ständer, bei denen eine Metallmanschette an den Schallbecher geschraubt wird, mit der das Bari dann auf den Ständer gesteckt wird. Die sind das genaue Gegenteil von gut einstellbar. Hier muss man sich schon arg verrenken, um ins Horn blasen zu können; vielleicht hat sie son Ding? Falls ja: besser entsorgen.
    Mit meinem Keilwerth Bass habe ich einen zugehörigen Keilwerth Rollständer erworben, der wohl auch als Spielständer gedacht ist- absolutes No-Go! :-?

    Alternativ wäre vielleicht das Stativ von SaxRax was für sie? Gibt es glaube ich zum stehend oder sitzend Spielen.
     
  6. last

    last Guest

    Ständer? Atemnot?

    guckstu ganz oder ab 2:00 min

    ...ist wohl schon vielen bekannt, aber immer wieder schön...

    lg

    last
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13.Oktober.2016
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  7. antonio

    antonio Ist fast schon zuhause hier

    Das ist tatsächlich ein wenig ein Problem. Irgendwie ist man da immer ein wenig am Schielen, wenn man sich nicht s e h r Zeit nimmt, das Ganze optimal zu arrangieren. Den SaxRax würde ich auch gerne mal testen. Das scheint mir auch eine gute Lösung. Nur kann man das Horn nicht darin deponieren in Spielpausen. Das geht natürlich beim Kaling ausgezeichnet. Jeder Ständer hat da halt seine Stärken/Schwächen. Der SaxRax lässt rel. viel Bewegung zu, der Kaling eher wenig.
     
  8. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Das Bariton-Saxofon spiele ich auf einem hervorragenden Spielständer von MisterMusic.

    Atemnot kenne ich nicht.
     
  9. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Alles gesagte kann ich auch nur unterschreiben, ich spiele auch gerne mit Spielständer , der als Vielwechseler wirklich praktisch ist.
    Er muss gut eingestellt sein.
    Man neigt leicht dazu sich nach vorne zu beugen, dann spielt man etwas verkrampft, aber das muss nicht sein, der Spielständer hält das Bari auch in fast waagerechter Position
     
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  10. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Komisch, ich halte das Saxophon normalerweise fast senkrecht, damit das Mundstück waagerecht in den Mund kommt ...

    Grüße
    Roland
     
  11. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Jepp, danke für den Hinweis, so rum wird ein Schuh draus, da hab ich mich wohl vertippt, aber war auch schon spät ;-)
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.Oktober.2016
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  12. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Als Vielwechsler ist der Ständer für mich optimal. Man muss sich aber schon daran gewöhnen, wenn das Instrument fest positioniert und der Spieler beweglich.

    Mir macht es aber auch Spaß.
     
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  13. Nemesis

    Nemesis Ist fast schon zuhause hier

    Ja.
    Ich nehme an, es ist ein Saxrax; eine Gabel oben und ein Stachel unten.......
    ist es definitiv nicht.
    wird es wohl sein; ich verbinde mit "Stativ" immer etwas mit mindestens drei Beinen und nicht nur einem....
    ja,really amazing!
    konnte den link nicht aufrufen.......:(
    wär vielleicht mal n Versuch wert......:wacky:

    Mir scheint, daß es an ihrer Atmung liegt/lag.....sie stützt nicht...........
    muß ich auch mal überprüfen.
    Jedenfalls vielen Dank für die Hinweise! Werde sie weiterleiten.
    LG Nem
     
  14. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

  15. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

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  16. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe ihn auch ohne Rollen. Hatte @ArminWeis mir damals empfohlen.
     
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  17. Stevie

    Stevie Ist fast schon zuhause hier

    Hi Nem,

    also wenn ihr im Quartett sitzend spielt, dann braucht man doch eigentlich gar keinen Spielständer. Das Gewicht liegt dann doch (fast) komplett auf dem rechten Oberschenkel und man braucht den Gurt nur, um das Sax in Position zu halten. Sitzend halte ich einen Spielständer sogar eher für kontraproduktiv: man ist ja schon dadurch, dass man sitzt eingeschränkt - auch was die Luftführung angeht - und dann kommt noch der Spielständer mit seinen Beschränkungen dazu. Wir haben in unserem Quartett zunächst auch sitzend gespielt - sind dann aber ziemlich schnell auf stehend gewechselt. Man kann besser atmen, ist viel agiler und kann dementsprechend auch besser köpersprachlich kommunizieren. Der Wechsel auf stehend hat unserem Spiel jedenfalls in jeder Hinsicht gut getan.

    Das alles vorausgeschickt würde ich sagen: Wenn ihr weiter sitzend spielen möchtet - weg mit dem Ständer und das Set-up überprüfen + spezifisches Bari-"Training".

    So long

    Stevie.
     
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  18. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Ich spiel mein Bari auf dem Ständer nur stehend, ansonsten wäre ja ich und das Instrument "unbeweglich".
     
  19. Pil

    Pil Ist fast schon zuhause hier

    Spiel zwar kein Bari, aber aus Nervosität und Lampenfieber verkrampft und des Atmen vergessen.
    Also wenn ich allein war nie passiert.
    Mit paar Fanfaren oder Lieblingszeilen warmgespielt und gelockert. "Danke jetzt bin ich auch soweit" heißt es dann.
    Wenn ich des bei anderen Bemerke kompensiere ich des mit Small Talk.
     
  20. Ton Scott

    Ton Scott Freak


    Entschuldigung, da muss ich entschieden widersprechen.
    Diese Aussage impliziert, dass - wenn "schlampig" gesessen wird - die Haltung im Stehen automatisch besser wäre.
    Das genaue Gegenteil ist der Fall. Tatsächlich ist es so, dass eine ordentliche, der Atmung zuträgliche Sitzhaltung leichter zu erlernen ist, die Atmung funktioniert auch oft besser.

    Zweitens: Der Oberkörper muss ganz schön lang sein, wenn der rechte Oberschenkel das Gewicht des Baris trägt.
    Das hohe Gewicht des Instruments fordert leider eine "Gegenhaltung" ein, die oft ein Vorschieben des Beckens und ein Hohlkreuz bewirkt.
    Es kommt also darauf an, wie man auf Gurt, Harness oder Spielständer reagiert, per se schlecht sind die Spielständer nicht, genauso wie Computertastaturen, die bei richtigem Gebrauch ja auch keinen Tennis- oder besser gesagt "Computerarm" verursachen.

    Mit freundlichen Grüßen, Ton Scott
     
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