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Kaufberatung Mikrofon für Aufnahmen

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von Moritz7, 30.Oktober.2010.

  1. Moritz7

    Moritz7 Kann einfach nicht wegbleiben

    Hallo Zusammen,

    Ich möchte mir jetzt mal ein Mikro zulegen, mit dem ich daheim mich aufnehmen kann.(Und euch paar Sachen zeigen kann :D) Mir ist eine sehr gute Klangqualität wichtig. Aber eigentlich weiß hier jeder was man sich von einem guten Mikro erwartet.

    Preislich würde ich bis zu 200 Euro hinblättern. Also wenn jemand einen richtig guten Tipp hat - her damit ;)!

    Beste Grüße
    Mo
     
  2. wolfgang

    wolfgang Ist fast schon zuhause hier

    Hi Mo,
    das "sehr gute Mikro" ist eine ähnliche Sache wie "das beste Mundstück" - da gibt es geschätze 2,3 Mio verschiedene Ansichten. Denn "Klangqualität" ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Infolgedessen kommt man da auch um Ausprobieren nicht herum. Aber möglicherweise können Dir ein paar Tips helfen, wenn Du Die Klangvorlieben beschreibst und die Bedingungen, unter den Du das Mikro verwenden willst. Es ist z.B. ein ziemlicher Unterschied, ob man ein Mikro für die Bühne in der Band oder zum Aufnehmen sucht.
    Gruß
    Wolfgang
     
  3. Bostonsax

    Bostonsax Ist fast schon zuhause hier

    Such einfach mal im Forum nach Zoom H2 oder Zoom H1 :)

    Ich denke eins von beiden wird dich sehr ansprechen :)

    Zoom H1 kostet 99€ der H2 kostet ca.179 Euro :)

    Gruß Bostonsax
     
  4. Dominik

    Dominik Ist fast schon zuhause hier

    H2 und H1 sind aber beides keine Mikros...

    Wenn du natürlich noch gar kein Aufnahmeequipment hast, dann wären die beiden eine einfache, billige und doch ganz anständige Lösung.

    Zu Mikros: Du brauchst ein Mikro zum Aufnehmen zuhause. Da empfehlen sich meistens die Großmembrankondensator Mikros. Für eine Bühne sind die in der Regel zu empfindlich (fangen zuviel anderes Zeug aus der Umgebung mit ein). Ich persönlich hab ein t.bone sc450. Für den Preis ist es echt nicht schlecht, aber es gibt schon auch noch deutlich bessere. Vor allem soll die Streuung doch recht groß sein.
     
  5. eyt

    eyt Nicht zu schüchtern zum Reden

    Also, heutzutage wird fast immer für homerecordingzwecke das Rode NT1-A empfohlen. Es ist ein Großmembraner, ziemlich günstig (mit Spinne und PopFilter 189€) und eines der rauschärmsten Mikrofone der Welt. Es ist eigentlich mehr auf Vocalrecording ausgelegt, aber ich glaube ein Saxophon kommt auch gut damit. Du musst wissen, es pusht die Höhen ziemlich, also entweder dir gefällt das, oder du kannst auch im Nachhinein noch mit nem EQ ran. Allerdings sag ich dir gleich, dass du ohne ordentliche Abhöre, sowieso keine riesigen Unterschiede zwischen den Mikros hörst. Außerdem brauchst du noch ein Interface, weil das Mikro 48V- Phantomspeisung benötigt, diese sind aber auch relativ preiswert. Mit dem Equipment bist du eigtl. schon sehr gut ausgerüstet, wenn man die Umgebung in der du aufnimmst nicht berücksichtig (obwohl das das größte Qualitätsmerkmal bei Aufnahmen ist). Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiter helfen :D,

    mfG,

    EYT
     
  6. Moritz7

    Moritz7 Kann einfach nicht wegbleiben

    Danke für alle Antworten.

    Also zu meinen Soundvorlieben:

    Ich kann von meinem Sound sagen, dass er sehr Dexter Gordon ähnlich ist (worauf ich auch Wert lege) dennoch mach ich sehr viel Funk und modalen Jazz. Mir ist wichtig dass der Sound durchs Mikro nicht abgestumpft wird.

    Über das H2 und H1 bin ich zum Zoom Q3 gekommen. Das scheint von der Qualität das gleiche zu sein wie das H2, nur ist da noch eine Videofunktion dabei. Ist perfekt für kleine Sessions oder Probeeinheiten. Ich werds mir wsl holen.

    Dennoch komm ich nicht dran herum mir noch ein richtiges Aufnahmemikrofon zu holen. Das NT1-A klingt recht interessant. Nur mit so einem Interface mit Phantomspeisung kenn ich mich gar nicht aus...
     
  7. bwing

    bwing Kann einfach nicht wegbleiben

    Der H4(n) von Zoom hat Phantomeinspeisung.

    Gruß Bernhard
     
  8. eyt

    eyt Nicht zu schüchtern zum Reden

    Als Interface würde ich dir das Tascam US-122MK2 empfehlen. Super Qualität, und gute Verarbeitung. Du hast halt noch mehr Anschlussmöglichkeiten. Bei dem kannst du nicht falsch amchen.

    http://www.thomann.de/de/tascam_us122mk2.htm

    Du kannst natürlich auch was extrem billiges nehmen, aber ich würde eher abraten. Du haust dir unnötig viel Rauschen rein, und das Signal verliert an Brillianz.

    http://www.thomann.de/de/behringer_mic100_tube_ultragain_micpreamp.htm
     
  9. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Hallole,

    mein rein persönlicher Tip, basiert aber auf etlicher Recording-Erfahrung.

    Versuche ein gebrauchtes...aber natürlich einwandfrei funktionierendes.... Sennheiser MD 421 zu kriegen.

    Das müsste bis 200 € zu schaffen sein.

    Da verbiegt sich kein Frequenzgang wie bei einem Vocal-Mikro, es ist äußerst linear und bringt authentischen Sound.

    Hat keinen Nahbesprechungseffekt wie Vocal-Mikros und Nierencharakteristik.
    Wenn Deine Aufnahmesituation nicht optimal ist (wer hat das schon privat) eine richtige Lösung.

    Das Mikro ist dynamisch, braucht also keine Phantomspeisung wie Kondensator-Mikros, recht robust und gleichermassen optimal für den Live-Einsatz.

    Viel Erfolg beim zukünftigen Aufnehmen.

    Grüsse

    Wuffy
     
  10. Mini

    Mini Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Mo,

    es gibt auch Großmembran-Mikros mit USB-Schnittstelle:
    http://www.thomann.de/de/the_tbone_sc440_usb.htm
    Könnte eine interessante Alternative sein, habe ich aber selbst nicht ausprobiert.

    Ich nehme zum Aufnehmen ein T-Bone SC600 oder ein AKG B3000. Sind beide ok, ich merke da keinen entscheidenden Unterschied.

    Gruß
    Mini
     
  11. Reedirect

    Reedirect Ist fast schon zuhause hier

    Hi Moritz,

    bei Thomann kann man sich auch gut telefonisch beraten lassen, wenn man noch nicht so richtig weiß, wo die Reise hingeht.

    Gruß
    Jo
     
  12. peterwespi

    peterwespi Ist fast schon zuhause hier

    Ich arbeite bei Instrumental-Aufnahmen fast ausschliesslich mit dem RØDE NT1-A. Hab damit die vor zwei Jahren abgesoffenen AKG C3000 ersetzt. Beim direkten Vergleich war das AKG etwas weniger brillant als das RØDE, was aber zwingend weder ein Vor- noch ein Nachteil sein muss. Das minimale Rauschen des RØDE hat mich dann zu diesem Entscheid bewegt.
     
  13. Thomas

    Thomas Ist fast schon zuhause hier

    kleine Zwischenfrage an die SPezis:
    ich habe ja vor kurzem mir ein kleines homerecordingequipment aufgebaut (imac/Logic express, Presonus). Unter vielem anderen möcht ich da auch klari und Sax mit aufnehmen ( im Moment möcht ich Bassetthorn aufnehmen ( Stamitzkonzert mit Klavierauszug). Da ich null Ahnung von Mikrofon- und Aufnahme von Instrumente habe, versuch ich da, mich Stück für Stück ein wenig einzulesen und mit einem ganz normalen SM 57 ranzutasten bevor ich da einen Haufen Geld investiere in ein Mikro. Lieg ich da völlig daneben mit dem Mikro?

    LG
    Thomas
     
  14. eyt

    eyt Nicht zu schüchtern zum Reden

    Hallo,
    nein. das SM 57 ist ein dynamisches Mikro, d.h. eins das auch auf der Bühne verwendet wird. Ich schätze du hast sowieso keine optimale Aufnahmeakustik, deswegen, können die Vorzüge teurerer Mikros gar nicht groß zur Geltung kommen. Davon einmal abgesehen, sind diese auch nur gut mit einer anständigen Abhöre zu hören. Allgemein gesagt, kannst du von dem Mikro keine Meisterleistungen erwarten, d.h. eventuelle Überbetonungen von best. Frequenzbereichen sind zu erwarten. Meist klingt es dann etwas muffig. Natürlich kann man aber auch da sehr gut mit einem EQ dran arbeiten.
    Ich weiß nicht, wie es explizit mit dem SM ist, aber man sagt dynamischen Mikros nicht gerade große Rauschärme nach.
    Aber Probieren geht über Studieren,
    deswegen maximalen Erfolg,

    EYT
     
  15. Hewe

    Hewe Ist fast schon zuhause hier

    Hallo, und was haltet Ihr vom Shure SM 57? Da steht, dass es speziell für Holzblasinstrumente geeignet ist. Kostet neu nur die Hälfte. Hat einer Erfahrungen und kann das bestätigen?
    Beste Grüße Hewe
     
  16. wolfgang

    wolfgang Ist fast schon zuhause hier

    Hi,
    da sind jetzt schon eine ganze Reihe Mikros und einige sehr unterschiedliche Aufnahmesituationen genannt. Erste wichtige Frage, die man sich beantworten muß: Will ich einen Allrounder oder einen Spezialisten? Klassiker z.B. wollen eine feine Zeichnung im Klang, werden also mit dem SM 57 idR nicht glücklich, sondern bevorzugen ein Kleinmembran-Kondensator-Mikro. Die mikrophonieren zumeist auch mit etwas Abstand zum Instrument. Nächste Frage ist also der Aufnahmeabstand: Wenn ich mit dem Horn dicht ans Mikro will, muß das einiges an Schalldruck aushalten. Das kann dann aber auch einen besonders satten Ton machen; ich bevorzuge das und habe mit dem Rode Broadcaster sehr gute Erfahrungen gemacht (als eine Art Sparvariante vom legendären EV RE 20, das den Preisrahmen deutlich sprengen würde). Das Mikro ist aber kein Allround-Mikro. Günstige Großmembrankondensatoren sind meistens etwas höhenreich, die sind für Pop-Gesang optimiert; das t.Bone SC 450 habe ich auch schon für sax verwendet und geht auch gut, wenn man den Klang mag. Das Sennheiser 421 ist ein altes Rundfunk-Arbeitspferd und universell einsetzbar (mit Sicherheit hatte das auch Dexter Gordon schon vor dem Sax); schön, wenn man ein gutes günstiges gebraucht bekommen kann (auf den Anschluß aufpassen: die alten Modell haben oft keinen XLR-, sondern einen Tuchelstecker). Wichtig ist aber auch die ganze Aufnahmekette; das Rauschen zB kommt oft mehr aus dem Vorverstärker. Wenn man noch kein gutes (!) Interface hat und auch nicht in absehbarer Zeit anschaffen will, könnte das SC 450 USB eine recht brauchbare günstige Lösung sein. Und dann spielt natürlich der Aufnahmeraum eine Hauptrolle. Am besten ist also ausprobieren, welcher Klang Dir am besten zu Deinen Vorstellungen paßt. Das ideale Mikro für alle gibt's halt nicht, und jeder Tonmensch hat seine stories, daß für irgendeine Situation das Billigmikro aus der Krabbelkiste das richtige war und die Edelteile aus dem Feld schlug.
    Gruß
    Wolfgang
     
  17. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Hallöle,

    was haltet ihr von den Clip-Mikros, die man an den Schallbecher klemmt? Z.B. Beyerdynamik Opus 62 und ähnliche?

    Oder sind die eher für den Live-Einsatz geeignet?

    Gruß aus dem Schwarzwald
    Bernd
     
  18. HolgerFfm

    HolgerFfm Ist fast schon zuhause hier

    @Moritz7

    Es kommt tatsächlich darauf an, zu welchem Zweck Du aufnehmen möchtest.

    Für einfache Aufnahmen zur Selbst- und Bandkontrolle im Übungsraum und bei Auftritten eignet sich ein kompaktes Aufnahmegerät wie das Zoom H1 oder H2 bestens. Mikrofon und Aufnahmegerät sind bereits integriert und sie klingen erstaunlich gut.

    Wenn Du mit mehr Aufwand bessere Aufnahmen im Heimstudio machen möchtest, solltest Du Dich nach einem guten Mikrofon umschauen. Als Mikrofone fürs Sax kommen im Prinzip alle in Frage, die auch für die Übertragung der menschlichen Stimme geeignet sind - sie müssen nur mit dem eventuell höheren Schalldruck zurechtkommen, d.h. verzerrungsfrei übertragen können. Von Groß- über Kleinmembrankondensatoren (zweiteres wäre auch meine Empfehlung) bis zu dynamischen Klassikern ist oben schon allerlei empfohlen worden. Dann brauchst Du außerdem eine Recording-Schnittstelle zur Verbindung der Mikrofone mit dem Computer (wie das zweikanalige oben erwähnte Tascam, das habe ich auch, es gibt aber auch Geräte mit 16 oder mehr Kanälen) und Software zur Audiobearbeitung. Wenn Du Kondensator-Mikrofone verwendest, benötigst Du eine Schnittstelle, die auch Phantomspeisung liefert.

    Wenn Du mit zwei Aufnahmekanälen auskommst, hast Du mit dem Zoom H4n einen Übungsraum-Rekorder plus Audio-Interface mit zwei Mikrofonanschlüssen inkl. Phantomspeisung und USB zur Verbindung mit dem Computer.

    Für die Bühne kann es wichtiger sein, dass Dein Mikrofon nicht ganz so empfindlich ist - abhängig davon, wie laut Deine Band ist ;-). Die SM57 oder SM58 klingen für meinen Geschmack zu matt, meine Favoriten sind das oben erwähnte Sennheiser MD421 und das Elektro-Voice RE20.

    Diese beiden zuletzt genannten dynamischen Mikrofone eignen sich m.E. auch gut für Homerecording-Anwendungen.


    @Bernd
    Ein großer Vorteil ist sicher, dass Du Dich damit auf der Bühne frei bewegen kannst. "Mikrofonarbeit" (die bewusste Veränderung des Abstandes zum Mikrofon während des Spielens, siehst Du oft bei Sängern) ist damit aber nicht möglich, Du bist immer total präsent.


    Herzliche Grüße aus Frankfurt am Main
    Holger
     
  19. Saxoryx

    Saxoryx Ist fast schon zuhause hier

    Ich muss mir jetzt auch mal ein Mikro anschaffen, und das Sennheiser scheint das zu sein, was ich brauche. Ich will keinen speziellen Sound erzeugen mit dem Mikro, sondern authentisch das aufnehmen, was ich (zu Hause in meinem Wohnzimmer) spiele. Nun habe ich nach gebrauchten gesucht, es gibt auch einige, aber die haben oft noch Bezeichnungen wie "MD 421-2", "MD 421 N", "MD 421 U-4" oder "MD 421 HL". Gibt es irgendeines dieser Modelle, das man aus irgendeinem Grund nicht kaufen sollte?

    Danke!
     
  20. auge

    auge Ist fast schon zuhause hier

    Ich arbeite seit Jahrenmit Oktava Mikrophonen.

    http://www.rauschenbergstudio.com/Shop/index.php?cPath=7_9

    Nehme damit Gesang, Akustikgitarre und Saxophon auf.
    Bei den Herbstimpressionen ist eine aktuelle aufnahme zu finden.
    Habe ein Matched Pair MK012 (Kleinmembran) und eine passende Grossmembrankapsel dazu.
    Saxophon nehme ich immer mit einem Gross- und einem Kleinmembran auf weil der Klang etwas mehr 3 Dimensionalität bekommt.
    Auf meine FB Seite sieht man die Aufnahmesituation ganz gut.
    Lg
    Auge