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Ken Okutsu Traditional - Johannes Gerber NY

Dieses Thema im Forum "Alto Special" wurde erstellt von Ton Scott, 24.Juni.2017.

  1. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Hi,

    ich habe vor kurzem ein großartiges Mundstück von Johannes Gerber (Vintage II) mit einem Forumskollegen (lustigerweise über den Marktplatz von SOTW) gegen sein Ken Okutsu Traditional 6 getauscht.
    In meiner Althörwelt hat sich das Gerber Vintage II - obwohl es super gemacht ist - recht schwer getan.
    Nun bin ich grade dabei, auf meinen verschiedenen Hörnern die Unterschiede herauszuarbeiten.
    Ich glaube, das ist recht schwer, da sie soundmäßig recht eng beieinanderliegen.

    Doch ich höre schon eines ein wenig fokussierter, eines mehr spread. Eines irgendwie ein wenig "trockener", "nüchterner", "klarer", das andere einen Tick "wärmer".
    Zum Aufnehmen habe ich wieder einmal mein Nohype-China-Bändchen verwendet (es will ein RCA-44BX sein, gefällt mir für's Alt recht gut), und bin wieder mal draufgekommen, um wieviel schwerer es ist, damit umzugehen, es ist sehr empfindlich.

    Hier also mal auf meinem Selmer Reference, ich habe die Files nur A und B benamst. Spielen kann ich mit beiden, wobei mir eines der beiden präziser scheint, das kann aber auch durch Blätter bedingter Zufall sein. Blätter sind auf beiden Rigotti 3med, beide Mundstücke (die Vintage-Meyers imitieren wollen) sind Öffnung 6.

    Hier kann man's hören:
    https://hearthis.at/ton-scott-e2/set/okutsu-gerber/

    P.S.: Das leichte Zerren kommt von der Studer Bandmaschine, hehe :)

    Grüßle, T.S.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.Juni.2017
  2. Harald

    Harald Ist fast schon zuhause hier

    A = Gerber?
     
  3. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ja...woran hast Du es festgemacht, bzw. kannst Du mein Geschwafel bezüglich der Unterschiede unterschreiben?
     
  4. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Mir persöhnlich gefällt das A besser,es ist etwas weniger spitz,etwas wärmer aber dafür im Gesamtsound räumlicher,sehr schön
     
  5. ppue

    ppue Experte

    Mir persönlich gefällt B besser, es hat etwas mehr Höhen, ist dadurch klarer und setzt sich besser durch. Die Älteren unter uns freuen sich immer über ein paar zusätzliche Höhen und die Randgruppe wird immer wichtiger.
     
    Woliko und p-p-p gefällt das.
  6. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Hehe, ja.
    Und die Augen, die nehmen auch ab und an Auszeiten.
    Wäre fast an der Zeit, mehr auswendig zu lernen.....
     
  7. Harald

    Harald Ist fast schon zuhause hier

    Es hört sich so an wie ich es gefühlt habe als ich es spielte, eher trocken, nüchtern und für mich zu wenig spread und etwas "unattraktiv" (mir fällt gerade kein besseres Wort ein). B finde ich spritziger, mehr Höhen, mehr Dynamik, attraktiver. Ist natürlich immer subjektiv.
     
  8. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Resin vs Hardrubber?
     
  9. Claus

    Claus Moderator

    Traurig, aber wahr.
     
  10. saxbrain

    saxbrain Kann einfach nicht wegbleiben

    B klingt runder und "singender", die länger gehaltenen Töne klingen länger gehalten.
     
  11. Harald

    Harald Ist fast schon zuhause hier

    Vielleicht. Obgleich ich z.B. ein Vandoren V16 auch vom Sound her interessanter finde als das Vintage II. Johannes meinte übrigens, dass er das Vintage hauptsächlich für den asiatischen Markt gebaut hat, da kommt es hervorragend an.
     
  12. henblower

    henblower Ist fast schon zuhause hier

    Hallo lieber @Ton Scott . Da wirst du aber mit einer Aufnahme im Vergleich hier nicht durchkommen...;-), will sagen bei diesem PA ist für mich nicht eindeutig zu klären, welches Mundstück die Nase vorn hat. Das PA lässt ja von der Dichte und den Frequenzen viel Raum offen, und da ist A für meine (auch altersschwachen) Ohren das gefälligere und ausgeglichere Mundstück, dessen feine Nuancen in den Mitten sehr schön zur Geltung kommen. Mir gefällt dieses Quantum Mitten einfach besser in dieser Aufnahme. B hat mehr Durchsetzungskraft durch die stärker ausgebildeten Höhen-Anteile, "springt einen mehr an". Es ist und bleibt Geschmackssache, und meine Tendenz ist hier eher A, weil es so schön "old school" klingt.
    Eine weitere Aufnahme mit einem dichteren und höhenreicheren Material wird wahrscheinlich B vorne sehen, weil es sich einfach besser durchsetzen kann, sobald es etwas mehr in Richtung Pop-Musik oder Funk geht. Mal so als Vergleich Maceo Parker (" 2% Jazz, 98% funky stuff") in seinem heftigen Pas de deux mit seinem Drummer ab ca. 7:20 auf "Shake Everything You've Got" aus der wunderbaren Aufnahme aus dem Kölner Stadtgarten.



    In einem solchen Kontext würde A möglicherweise untergehen, aaaaber ein weiterer Vergleich in einem anderen Kontext, wo du beide Stücke "pushen" musst, wird da sicherlich mehr Klarheit bringen.
     
    jabosax gefällt das.
  13. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Mach ich noch.
    Hier mal eine kleine Etüde über einen Jazz-Standard von Gershwin mit dem Super 20, das ich noch immer nicht verkauft hab, hehe.

    https://hearthis.at/ton-scott-e2/gerber-s/
    https://hearthis.at/ton-scott-e2/okutsu-s/

    Ein wenig besser blicke ich schon durch. Die Aufnahmen erscheinen übrigens auch, wenn man oben im ersten Beitrag auf den Link klickt.
     
  14. henblower

    henblower Ist fast schon zuhause hier

    In diesen beiden Einstellungen gefällt mir unter dem Strich das Okutsu besser. Wenn im ersten Vergleich das A nicht das Okutsu wäre, würde mich das sehr erstaunen, denn ich höre in dieser Etüde das Gerber als das etwas höhenreichere und fokussiertere Mundstück. Allerdings ist es spannend, in Betracht zu ziehen, was das Super 20 seinerseits beigetragen hat.
    Wie immer sehr schön und musikalisch gespielt, lieber @Ton Scott.
     
  15. henblower

    henblower Ist fast schon zuhause hier

    Sehe gerade, dass tatsächlich das Gerber im ersten Vergleich Mundstück A war ?!?! Dann reagieren die Mundstücke mit dem King Super 20 aber sowas von anders. Traue meinen Ohren nicht mehr.... (schnief).
     
  16. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Wollte ich auch - ähem - anmerken, dass das Gerber A war.
    Das Okutsu geht - wie angenehm - ein wenig in die Richtung des Ishimori Traditional Jazz, das ich vor einigen Wochen an ein Forumsmitglied verkauft hatte. Es hat aber genau das Maß an Widerstand mehr, das ich brauche.
    Ich weiß nicht, ob man die gehörten - doch relativ großen - Unterschiede für bare Münze nehmen kann.
    Ein minimal veränderter Winkel, veränderter Abstand, und es klingt anders.
    Wenn man außerdem nicht Spieler und Toningenieur gleichzeitig sein muss, sondern jemanden hat, der zeitgleich hinter den Reglern zuhören kann, wird's auch leichter.
    Eine gewisse Tendenz lässt sich aber für mich schon erkennen. Das Okutsu hat was Seidiges, kann man mögen oder auch nicht.
    Mal sehen, ich werd noch ein wenig rumspielen, die 2 (Gerber, Okutsu) behalte ich mir auf jeden Fall, erstens weil ich die gleiche Blattstärke drauf spielen kann, und zweitens weil ich mich nicht großartig umstellen muss. Damit wäre die Geschichte erledigt, und ich habe die zwei Mundstücke, auf die ich reduzieren wollte. Das MacSax braucht härtere Blätter und ist durch die längere Bahn auch unterschiedlich (ähnlich dem Ishimori) zu spielen.

    Grüßle, T.S.
     
  17. Gerrit

    Gerrit Experte

    Mir sagt B eher zu: A klingt etwas trockener, auch gut. B klingt in meinen Ohren weicher, flexibler, hat mehr Glanz...