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Kleinmembran Mikrofone

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von Gerrit, 1.Juni.2017.

  1. Juju

    Juju Ist fast schon zuhause hier

    Deswegen geh ich kaum noch zu Live-Gigs, ich kann den grottenschlechten Sound bei den meisten Live-Veranstaltungen echt nicht mehr ertragen :( Hier in London gibt es genau einen Soundmann in einem Jazzclub, der weiß, was er tut. Der Rest hat glaube ich keine Ohren (mehr) im Kopf...
    LG Juju
     
  2. Gerrit

    Gerrit Experte

    Ist unterschiedlich, hörte auch schon etliche hervorragend abgemischte Konzerte, z.B. vergangenes Jahr Branford Marsalis in Kopenhagen oder vor Jahren einmal Joe Lovano und Hank Jones auf Jazz Baltica... heute Abend hörte ich Joshua Redman in der Elbphilharmonie, großer Saal, schöne Akustik... Gregory Porter lief auf der Werft open air, das war, wie gesagt, gruselig abgenommen, gut, für mich selbst jetzt kein Elend, da nach dem Joshua Redman Trio, das grandios spielte, Gregory Porter (klar, andere Musik) ohnehin nur noch abfiel, aber es tat mir um die Musiker leid, auch wenn mich deren Musik nicht vom Hocker reißt...
     
  3. Gerrit

    Gerrit Experte

    Das ist alles richtig... z.B. die vier Saxophone, die ich blase (bari, tenor, alto, sopran) klingen mit ein und dem selben Mikro nicht unbedingt gleich gut... Aufnehmen und Mischen ist eine hohe Kunst, ich nahm einmal mit einem Tonmeister auf, das war eine Offenbarung, der wußte ganz genau, was zu tun war und wie er die Big Band zu mikrofonieren hatte... heraus kam eine sehr ansprechende, transparente Aufnahme. Der hatte unglaublich gute Ohren, hörte alles, jeden Fehler, las die Partituren mit usw...
     
  4. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    @all → allen hier Beteiligten mal recht herzlichen Dank für Ihren Input & der großzügigen Weitergabe ihrer Erfahrungen.
    in der Sache Mikrofonie → und der weiteren Signalkette → bin ich immer noch ziemlich off.
    Besonders was die Erfahrungen betrifft, wie klingt wann wo welches Micro, welche weiteren Signal-prozessoren/Effekte/Wege verwende ich wie usw.
    Nicht das ich auf Anhieb gleich mal ne PreProduction machen möchte,
    aber es verlagert sich immer mehr auf Grund der für jederman ständig verfügbaren Technik das Recording nach Haus in den Proberaum.
    Sei es zur Selbstkontrolle, zur PreProduktion oder anderem...
    die Investments sind hoch und es bedarf einer intensiven Beschäftigung [gleichwertig mit der Überei am Instrument],
    wie das alles funktioniert.
    Ich bin leider auch einer, der lapidar sagt: wenns gaggöö klingt, isses halt der Tontechniker am Mischer oder sonstwo.
    Leider bringt mich diese Einstellung ned wirkliche weiter, da ich auch nicht in der Lage bin, konstruktive Tipps zu geben, wie wann wo welches Mikro zu stehen hat bzw. ich der Qualität halber gleich ein eigens brauchbares dabei hab.
    Insofern muss auch ich mich wohl oder übel mit der Materie genauer beschäftigen.
    So, dann Mic frei.
    Schöne Pfingsten noch at all
    Paco
     
  5. Ottokarotto

    Ottokarotto Ist fast schon zuhause hier

    Das beste Michaelis hilft wenig, wenn der Raum nix taugt und mit aufgenommen wird. Oft sind akustische Maßnahmen der erste Schritt.
     
  6. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

    Schauen wir uns doch mal die Kennlinien der in diesem Thread erwähnten
    Probanden an
    1. Rode NT5
    Rode NT 5II.JPG

    2. AT 4051
    AT 4051.JPG

    3. KM 184
    Neu KM184.JPG

    4. Schoeps MK 4 (zur Vergleichbarkeit die NIere)
    schoeps MK4.JPG




    5. DPA 4011 A DPA 4011 A.JPG
    und 6. ausser Konkurrenz ein Cole Bändchen
    cole 4038.JPG
     
    Paco_de_Lucia gefällt das.
  7. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

    Was man hier sieht ist die Tendenz der Klein Membran Nieren unterhalb 200 Hz
    weniger Pegel zu erzeugen (sprich leiser aufzunehmen)
    fast alle haben eine Anhebung ab 5 kHz und dazwischen rel linear...

    Ausnahme DPA nur Anhebung 5kHz

    das Cole wiederum hat einen (natürlichen Frequenzgang) der in etwa der EQ Einstellung bei Sax entspricht
    Absenkung um 400 Hz (mumpfig) Anhebung bei 200 Hz (mehr Fundament) und Absenkung bei (1k bis 3k) Quäkig
    und dann noch Absenkung ab 5k weniger Spitz!

    die Frequenzgänger der Nieren erklären auch den beliebten Einsatz an der Gitarre oder den Overheads
    schöne klare Höhen durch die Anhebung oben rum
    und die Absenkung der Bässe nimmt weniger Kicks und Toms auf

    also eigentlich alles logisch...

    aber Achtung die kurven werden hinter linearen Referenz Messverstärken gemessen, das hat also nix damit zu tun
    was dann bei uns nach dem Vorverstärker, durch den AD-Wandler auf der Festplatte als digitales Abbild gespeichert wird
    geschweige denn danach über Eure DA - Wandler Verstärker Boxen wieder zu hören ist.

    schon kompliziert, aber bestärkt mich in meiner Aussage auch Tontechniker sind (Musiker - Künstler) und 6 Semester SAE oder Deutsche POP haben
    sind zwar eine s0lide Ausbildung haben aber nix mit der Umsetzung zu tun

    genauso wie ich der falsche Techniker für ein Heavy Metal oder House Konzert wäre...
    (nicht weil ich es nicht technisch könnte . mir aber die Erfahrung und vor allem Höhrgewohnheit fehlt)

    und zum Schluss noch mal ganz explizit.

    ein 0815 Mikro und eine klare Vorstellung davon was aus den Speakern kommen soll
    klingt sicher besser als das 5000 € Super Edel mikro mit 0815 Bearbeitung aus den presets...

    lg

    gue
    PS:
    hoffe das verwirrt jetzt nicht alle noch mehr...
     
    stefalt und Paco_de_Lucia gefällt das.
  8. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    @guemat → great! :danke: & :applaus: für die Mühe, das alles mal anschaulich darzustellen.

    Kleine Bitte: Könntest Du den Signalweg jetzt noch vervollständigen → viel. in einem 2. & 3. Thread:

    Was kommt mit welcher Qualität danach? Mischer kann ich ned so viel Falsch machen [außer an den Einsellungen ;-) ] →
    aber welcher Signalprozesser bewirkt welche Veränderungen?
    Welche Soundkarten bzw. andere D/A-Wandler...→ das Groß wird sicher keine Bandmaschine mehr benutzen...
    Und die Monitore - da setzt mir nur der Finanzminister/in das Limit...

    Vielen Dank
    Paco
     
  9. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

    hmmm
    das ist ein extrem breites feld und eigentlich nicht refernzierbar

    aber gehe davon aus das in der heutigen zeit
    die AD/DA Wandler (Massenprodukte)
    schon ganz gut sind.

    ebenso die verstärker und boxen
    net grad die 9,90 teile vom aldi
    für den oc


    Die Aufnahmekette von @Juju von der sie immer spricht is schon hochspeziell und absolutes High end
    so dinger wie coles plus neve odr Ssl channel usw erzeugen halt einen sound den man mag

    die gesamte pop rock jazz fraktion hat mit solchen teilen die ketzten Jahrzehnte produziert
    und noch dazu die ohren und vision eines van gelder oder quincy jones oder oder...

    es ist für hobbyisten nicht nötig nach solchen teilen zu streben sondern quält euch durch zig recirding tips in der Röhre und sucht das raus was ihr unsetzen könnt und versteht

    es gibt genug basiskurse im netz

    und nochmal try error und vision das gilt es zu realisiern

    auch gibt es foren zu diesen themen wo man tonnen an tips und übematerial findet
    zb recording.de

    denk nicht zu viel über die technik nach sondern üben und üben führt zum erfolg
    wie beim SAX

    lg

    gue
     
    Paco_de_Lucia und Juju gefällt das.
  10. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Da fällt mir was ein, hehe..

    Die linearsten Mics, die beste Signalkette.
    Und dann werden 128kbit mp3 auf Soundcloud oder Spotify gehört...
    Oder über's Smartphone.

     
    moloko_plus, Wuffy und gefiko gefällt das.
  11. Paco_de_Lucia

    Paco_de_Lucia Ist fast schon zuhause hier

    @guemat → yip, that rocks, vielen Dank
    @Ton Scott → ja, das ist dann eh ne andere Welt.
    Leider wachsen the next generations mit einem für mich schrecklichen Hörempfinden/Wahrnehmungen heran.
    Ich bin als Kind immer noch ins 'richtige' Sinfoniekonzert gangen, mind. 2x im Monat, wo richtige Musiker mit physischen Instrumenten gespielt haben.
    Keine Mics, keine Signalkette/Wandler, nur reine Akkustik, und der INstrumentalist musst halt damit leben, auch wenn die ned doll war.
    Aber Entwicklung ist halt ein dynamischer Prozess.
    Cheers & schönen Abend
    Paco