1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Kompositionen, die uns begleiten...

Dieses Thema im Forum "Eigene Themen" wurde erstellt von Gerrit, 7.November.2017.

  1. Gerrit

    Gerrit Experte

    ... jeder kennt wohl Kompositionen, die ihm wichtig sind, bleiben, irgendwie dauerhaft begleiten, sei es für einen Abschnitt des Lebens.

    Hier mal ein Anfang: Little One, Herbie Hancock:

     
  2. gaga

    gaga Ist fast schon zuhause hier

    Meine erste kleine Langspielplatte ca. 1965 mit vier Nummern von Charlie Parker. "Now's The time" war mein erstes transkribiertes Thema ever. Ich war mächtig stolz. Kein Stück habe ich häufiger gehört oder gespielt.

     
    sachsin und john gefällt das.
  3. Rick

    Rick Experte

    Für mich geht bei Kompositionen, die diese Bezeichnung wirklich verdienen und nicht bloß einfach skizzierte Melodien sind, nichts über Billy Strayhorn und Duke Ellington.
    Was mich wirklich umgehauen hat und seither bis heute immer wieder begeistert, ist ihre "Far East Suite" aus den 1960er Jahren.
    Hier der dritte Satz, angeblich aber schon früher von Billy Strayhorn geschrieben und erst später der Suite hinzugefügt, in einer Live-Performance, die sehr schön den fantastischen Saxofon-Satz des Orchestras feiert, mit dem unvergleichlichen Johnny Hodges als Hauptinterpreten.
    Und Duke Ellington führt vor, wie ein Big-Band-Leader mal sinnvoll eingesetzt werden kann. :D

     
    flar, john und bluefrog gefällt das.
  4. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    gefiko, Timpani, sachsin und 3 anderen gefällt das.
  5. Rick

    Rick Experte

    Kann man Duke Ellington an Originalität noch toppen?
    Gänsehaut-Aufnahme vom Original-Album, habe mich gerade beim erneuten Hören gewundert, wie sehr mich das Tenor-Solo von Paul Gonzalves offenbar unbewusst geprägt hat:



    Diese LP lief bei mir eine Zeit lang jeden Tag: Zurück aus der Schule, Tasche in die Ecke, Plattenspieler an, und schon war das Zimmer von herrlichen, ungewöhnlichen Klängen und sehr individualistischen Spielweisen erfüllt. :rolleyes:
     
    Zuletzt bearbeitet: 7.November.2017
    Juju gefällt das.
  6. Gerrit

    Gerrit Experte

    Das liegen unsere Wurzeln wohl im ähnlichen Grund: meine erste Langspielplatte ein RCA Victor Album, Duke Ellington 1941, Blanton Era... da war die erste Fassung von Black Brown And Beige drauf. Diese Platte weckte meine Leidenschaft für Jazz... von Ellington und Strayhorn komme ich auch nicht los!
     
    Rick gefällt das.
  7. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

  8. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Sehr gutes Thema @Gerrit !

    Da mußte ich erstmal in mich gehen, um nachzuspüren was mich immer wieder begleitet und berührt hat.

    Schon in den 80igern habe ich viel Jazz gehört, aber was mich bis heute berührt, immer wieder, weil man m.E.
    die Jahreszeiten nicht besser musikalisch ausdrücken kann, sind Vivaldi's "Vier Jahreszeiten"

    Ich lebe in einem Haus, mein realisierter Traum, in dem ich die Natur sehr intensiv wahrnehme, die Jahreszeiten
    immer präsent sind....erst war Vivaldi....dann das Haus....(viele hier kennen es inzwischen auch.)

    Hier in einer Interpretation eines top Saxquintetts...tolle Jungs, die ich persönlich kenne...



    Dann habe ich noch zwei Titel, die ich eh immer schon als Stücke mochte, die mich aber auch grad vom
    Text berührt haben, weil ich mich da wieder finde.

    Ja, ich mach es nach meiner Art, auch hier im Forum...:)



    Und....solche Momente gab es wirklich, meine immer noch neue Liebe, Uschi, kann es bestätigen
    (Übrigens hat es bei uns "gefunkt" nach einem Abendessen im Düsseldorfer Medienhafen...da gab es ein
    Lokal mit Live Musik....Bass, Drums, Piano und Gesang...Jazz..."what a differece a Day made"...)



    All die Kompositionen habe ich in verschiedensten Versionen hoch und runter gehört....sie begleiten mich
    immer wieder...

    CzG

    Dreas
     
    Rick, sachsin und john gefällt das.
  9. john

    john Schaut öfter mal vorbei

    Wenn wir bei der Definition einer komponierten Musik über skizzierte Melodien hinausgehen wollen, kommen wir schnell
    in den Bereich, in dem sich Klassik und Jazz gegenseitig inspirieren.
    Auf Sketches of Spain von Miles trifft das für mich zu , es begleitet mich schon seit langem, ich höre es immer wieder:



    oder die auskomponierte/ arrangierte Musik auf der improvisiert wird. Hier höre ich immer wieder gerne
    Charlie Parker & Strings:



    LG
    John
     
    Rick, Viper und Dreas gefällt das.
  10. zappalein

    zappalein Ist fast schon zuhause hier

  11. saxer66

    saxer66 Ist fast schon zuhause hier

    Rick gefällt das.
  12. sachsin

    sachsin Ist fast schon zuhause hier

    Oh ja, die gibt es...

    Max Bruch sein Violinkonzert No. 1 in G - Moll



    ... und The „Last Sunday" von Jerzy Petersburski von 1936



    ... sowie Günther Fischers Titelsong aus dem Film "Solo Sunny"



    Diese Kompositionen - so unterschiedlich sie auch sind - berühren mich, begleiten mich und sind für mich immer wieder (je nach Stimmung und Lebenslage) wichtig !!

    :)
     
    Rick und Gerrit gefällt das.
  13. RomBl

    RomBl Ist fast schon zuhause hier

    Von Jugend an begleitet mich das Thema "Fusion-Jazz" - und ich höre es immer noch sehr gerne.
    Aera, Klaus Doldinger und Weather Report sind meine Favoristen





     
    Rick gefällt das.
  14. flar

    flar Ist fast schon zuhause hier

    Moin, moin

    Sehr interessantes Thema!

    Vorweg zwei Lieder die ich immer hören kann, seit etwa 1992 ist das dieser Robert Johnson Titel und etwa 15 Jahre lang davor dieses Stück von Eddie Cochran, das obwohl es eigentlich nicht dazu gezählt wird meine Lebenslange liebe für alte Doo Wop Klamotten begründete.

    Da ich das mit dem Begriff Komposition ähnlich wie Rick sehe und die beiden Titel mir auch nur in genau diesen beiden Versionen so richtig unter die Haut gehen würde ich sie nicht als Kompositionen bezeichnen die mich begleiten! Die gefallen mir als Ganzes, Komposition auch, aber ohne das Arrangenent, die Ausführung und die Aufnahme wirken sie für mich nicht so überzeugend. An den Texten liegt es übrigens nicht umbedingt das sie mir gefallen, die habe ich mir bei beiden erst später erschlossen, es liegt also eher am Gesamtklang.

    Rein als Komposition gibt es einiges. Vieles was ich beim Erlernen der Musiktheorie verwendet habe aus dem klassischen Bereich, von Bach bis in die Moderne. Ganz viel von Frank Zappa und jede Menge alte R&B und R'n'R Sachen. All das begleitet mich schon sehr lange und es kommt ständig etwas dazu, zum Beispiel in letzter Zeit einiges was der Ulmer Komponist Günter Buhles geschrieben hat.

    Bei der Beschäfftigung mit dem Werk von Zappa habe ich mir natürlich auch den für ihn prägenden Titel "Ionisation" von Edgar Varèse besorgt (etwa 1980), in einer Aufnahme mit dem New Yorker Philharmonikern geleitet von Pierre Boulez.
    Das Stück hat mich gerade aus dem Sessel gehauen und tut es auch heute noch nicht, aber der Eröffungstitel dieser LP begeistert mich immer wieder. Er heißt "Ameriques" und es gibt wohl kaum ein "klassisches" Stück das ich mir so oft in so vielen verschieden Aufnahmen von allen möglichen Orchestern angehört habe wie dieses.



    Wer die Noten verfolgen will, hier sind sie.
    Varèse hat 1927 noch Änderungen vorgenommen!

    Viele Grüße Ralf
     
    Zuletzt bearbeitet: 8.November.2017
    sachsin und Rick gefällt das.
  15. DiMaDo

    DiMaDo Ist fast schon zuhause hier

    Für mich ist Eberhard Weber mit "T. on a White Horse" ein Begleiter meines Lebens seit Mitte der 1970er.

    Just my 2 ct.
     
  16. ToMu

    ToMu Kann einfach nicht wegbleiben

    Art Blakey - hoch und runter (Jazzmessengers)


    Benny Goodmann = Sing Sing Sing...


     
    sachsin, Rick und Viper gefällt das.
  17. Gerrit

    Gerrit Experte

    Wirklich spannend, welch unterschiedliche Klänge uns so begleiten... ich hatte ja eingangs „Little One“ von Herbie Hancock genannt, auch um einen Anfang zu setzen. Rick verwies auf Ellington und Strayhorn, und tatsächlich begleitet mich ihr Schaffen nach wie vor. Nachdem ich durch Ellington zum Jazz stieß hörte ich folgendes Album (hier nur ein Auszug):



    Ich bin mittlerweile fünfzig Jahre alt und höre diese Aufnahme seit nunmehr 35 Jahren immer wieder... ich ging damals in den Plattenladen und stöberte herum, las in Joachim Ernst Behrendts „Jazz Buch“.

    Nachdem ich Cannonball entdeckt hatte, erstand ich anschließend dieses Album:

    http://www.youtube.com/playlist?list=PLXlXJvBCq0klDIDAxacU3DXlO5LUTsf09

    Auch das höre ich noch immer.

    Ich wuchs in einem Haushalt auf, in dem die Musik Johann Sebastian Bachs eine wesentliche Rolle spielte. Seine Kompositionen prägten mich ganz erheblich...
     
    Rick, zappalein und Juju gefällt das.
  18. Juju

    Juju Ist fast schon zuhause hier

    Bei uns in der Familie war das Mozart. Ich hatte es dann als Teenager auch nicht so mit Popmusik, Mozart war mein absoluter Superstar und Teenie-Idol, aber Poster von Mozart, mit denen man die Wände plakatieren konnte, gab es ja eher nicht ;) ...

    Mit dem Saxophon (ab 16 Lebensjahr) kam dann Oliver Nelson und ganz besonders dieses Stück, das ich auch heute noch liebe:

    Wenn ich Oliver Nelson's Kompositionen und Arrangements höre, bekomme ich immer Lust, selbst zu arrangieren (habe aber leider einfach nicht die Zeit dazu), er hat einen so unverkennbaren eigenen Stil. Kein Wunder, dass das Großprojekt meiner Träume mit Oliver Nelson zu tun haben musste :) Sound Pieces hätte ich sehr gerne auch mit aufgenommen, aber dazu fehlte einfach die Zeit und das Budget (ich liebe den Sound der French Horns in seinen Arrangements, wenn man das umschreibt, fehlt einfach was..).


    Dieses Stück ist die letzte Komposition von Billy Strayhorn, als er mit dem Krebs kämpfte und letztendlich verlor. Die Ellington Band hat kurz nach seinem Tod ein ganzes Album aufgenommen (And His Mother Called Him Bill) und interpretiert Blood Count mit soviel Hingabe und Gefühl, Johhny Hodges Spiel ist so unglaublich schön...

    LG Juju
     
    saxer66, Rick, sachsin und 2 anderen gefällt das.
  19. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Es gibt so Viele, aber das Stück, das mich und die vergangenen 30 Jahre wohl am meisten beeinflusst und bewegt haben ist wohl dieses hier, und da spielt nicht mal ein Saxophon mit


    Und dann gibt es noch dieses wunderschöne Stückchen, von dem ich auch mal eine Fassung für Saxophon erstellt habe, die ich aber leider immer noch nicht gut spielen kann


    Hier noch das Stück und der Musiker, die mich überhaupt dazu bewogen haben, die Instrumente spielen zu wollen, die ich heute spiele


    Last not least, etwas, das ich gerne in der Zukunft angehen möchte


    Gruß,
    Otfried
     
    sachsin und Rick gefällt das.
  20. Gerrit

    Gerrit Experte

    Diese Platte von Oliver Nelson ist herausragend! Die höre ich auch oft!