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Kork löst sich (S-Bogen)

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Instandhaltung" wurde erstellt von Petra, 25.Februar.2016.

  1. ToMu

    ToMu Kann einfach nicht wegbleiben

    im Korkfachgeschäft!

    aber auf passen, es gibt Naturkork und Presskork!
     
  2. ReneSax

    ReneSax Ist fast schon zuhause hier


    Hallo Paedda,

    guckst Du hier: https://www.thomann.de/de/stoelzel_cork_plate_15_mm.htm?ref=search_prv_9

    Die Platten gibt es in unterschiedlichen Stärken. Die sind 30cm breit, wenn Du Streifen von 4cm für den S-Bogen abschneidest werden es knapp 7x neuer S-Bogen Kork...
    Das reicht schon eine Weile.

    Viele Grüße

    René
     
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  3. Badener

    Badener Ist fast schon zuhause hier

    Vorsorgen..... in 50 Jahren ist es vielleicht das einzige Pattex - getunte Sax, weil womoglich Pattex dann seit 30 Jahren vom Markt ist und es sich nach 13 Jahren pink verfärbt.....

    Badener
     
  4. hiroaki

    hiroaki Kann einfach nicht wegbleiben

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  5. bloomooroom

    bloomooroom Nicht zu schüchtern zum Reden

    Ich habe ein Schrottmundstück, welches komplett auf den Kork passt, also sogar noch in Richtung Oktavklappe geschoben werden kann. Kork festkleben, eine Lage vom Taschentuch oder Kosmetiktuch rumwickeln und dann während des Trocknens das Mundstück drauf. Mit dem Taschentuch sauge ich evtl. herausquellenden Kleber auf.
     
  6. ToMu

    ToMu Kann einfach nicht wegbleiben

    bitte nutzt KEINE Korkhülsen, da kommt nichts gescheites dabei raus.

    und übertretenden Klebstoff mit Taschentüchern "absaugen" führt nur zu einem : - Klebende Taschentücher.
     
  7. breath_less

    breath_less Ist fast schon zuhause hier

    Am besten erst einmal den Durchmesser der Bohrung des Mundstücks mit einer Schieblehre ausmessen, dann den Durchmesser des S-Bogen am schmalen Ende (der Kork muss vorher ab, am besten vorsichtig mit scharfem Dreikantschaber und die Reste mit Schmirgel-/Sandpapier entfernen).

    Entsprechend den passenden Korkdurchmesser wählen - eine Nummer größer.
    Durch das Walken, alternativ kann der Kork auch um Schraubstock eingespannt und komprimiert werden wird der ein wenig schmaler.

    Pattex dünn auf dem S-Bogen und den Kork auftragen, geduldig die empfohlene Zeit warten, dann ordentlich andrücken.
    Da wird es keinen Kleberüberschuß, der irgendwo austritt, geben.

    Mit Sandpapierstreifen passend schleifen und danach gut mit Korkfett behandeln. (Ich mag das rötliche La Tromba sehr gerne, wegen der Konsistenz und des Geruchs :) )
     
    moloko_plus, Sandsax und claptrane gefällt das.
  8. breath_less

    breath_less Ist fast schon zuhause hier

    Oh... da war ja schon das Video von Toko...
     
  9. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    [QUOTE="breath_less, post: 446321, member: ](Ich mag das rötliche La Tromba sehr gerne, wegen der Konsistenz und des Geruchs :) )[/QUOTE]
    Ja stimmt, das riecht lecker :D und wenn ich hinterher nicht immer so schmierige Finger hätte, würde ich es jedem Tag benutzen ;:
     
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  10. breath_less

    breath_less Ist fast schon zuhause hier

    Och, Wasser und Seife helfen da ;-)
     
  11. Paedda

    Paedda Ist fast schon zuhause hier

    Mal eine andere Frage.
    Warum wird eigentlich Kork für den S-Bogen verwendet? Hat das rein historische Gründe, oder auch technische?
    Man könnte auch z.Bsp. Linolium (wie für Fußböden) nehmem, oder Leder oder Kunstleder. Diese Materialien sind wesentlich härter, flexibler und auch höher beanspruchbar als Kork.
    Also, warum Kork?

    LG
    Paedda
     
  12. ppue

    ppue Experte

    Ich halte die von dir genannten Materialien für weniger flexibel.
     
  13. Paedda

    Paedda Ist fast schon zuhause hier

    Das sind ja auch nur Beispiele. Wenn Leder gut gewalkt ist, dann ist es anschmiegsamer als Kork und künstliches Leder oder Materialien können noch weicher und flexibler sein.
    Es gibt mit Sicherheit Materialien die man verdenden könnte.

    Aber warum ausgerechnet Kork?

    LG
    Paedda
     
  14. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    z. B. dauerhaft feuchtigkeitsresistent, versprödet und reißt nicht beim wiederholten feucht werden und austrocknen, in der Dicke durch Beschleifen einstellbar, dauerelastisch, mechanisch stabil, gut klebbar, schadstoffarm...?
     
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  15. moloko_plus

    moloko_plus Ist fast schon zuhause hier

    anders herum:
    Linoleum wäre wohl zu hart.
    Kunstleder wäre nicht strapzierfähig genug (eine textile Fläche mit Kunstoffbeschichtung, ergibt keinen Sinn für diese Verwendung).
    Leder wäre zu empfindlich gegenüber Feuchtigkeit auf Dauer, außerdem würde es zu stark aufquellen / sich zusammen ziehen.
    Kork bietet m. E. die ideale Kombination aus Grip (so dass das Mst. nicht rutscht), Festigkeit und Glätte.

    Ich hatte mal bei einem Tenorsax einen S-Bogen-"Kork" aus irgendeinem synthetischen Material gegen einen Naturkork auswechseln lassen.
    Das Mundstück hielt fürderhin viel besser an seinem Platz, es war nicht mehr so ein schwammiges Hin- und Hergerutsche.

    Schließlich hat es auch was mit Ästhetik zu tun.
    So ein Naturkork, schön mit La Tromba eingefettet... :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 2.November.2017
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  16. Paedda

    Paedda Ist fast schon zuhause hier

    @Sandsax,
    dauerhaft "feuchtigkeitsresisten" ist Leder auch. Mein Motorradsattel ist aus Leder und absolut wasserabweisend. Da quillt auch bei langem und starken Regen überhaupt nichts auf. Und wenn ich den Sattel abnehme und mir das Leder anschaue/fühle, dann ist es sehr weich und geschmeidig. Synthetisches Textilien sind sogar noch wasserabweisender und strapazierfähiger. Man denke nur mal an Multifunktionskleidung. Mechanisch stabil ist Kork überhaupt nicht. Kork ist recht weich und Spröde. Durch relativ geringe mechanische Belastung kann man den Kork schon beschädigen. Das Mundstück muss man schon recht vorsichtig drauf schieben und den Kork vorher mit Korkfett behandeln, damit das Mundstück darüber gleitet.

    @moloko_plus,
    Linolium ist zwar härter als Kork, aber auch flexibler. Gutes Linolium lässt sich problemlos um 180 Grad verbiegen, ohne zu reißen. Synthetisches Leder und auch tierisches Leder ist wesentlich strapazierfähiger als Kork. Man denke nur mal an so Dinge wie Sofas, Schuhe, Handschuhe, Sattel etc. wesentlich strapazierfähiger und langlebiger als Kork.

    Ich denke zwei Dinge sind ausschlaggebend das Kork verwendet wird.
    Kork lässt sich stauchen und geht danach wieder in seine ursprüngliche Lage zurück, d. h. wenn das Mundstück über den Kork geschoben wir, dann staucht man den Kork und anschließend entstaucht sich der Kork und schließt das Mundstück luftdicht ab. Und, was genauso wichtig ist, Kork lässt sich individuell auf die Größe des Mundstücks leicht schleifen.
    Rein historisch gesehen gab es vielleicht vor über 100 Jahren wirklich kein geeigneteres Material als Kork. Und da der Saxophonist ja eher konservativ eingestellt ist (zumindest was das Saxophon angeht) ist es dabei geblieben.

    LG
    Paedda
     
  17. Toko

    Toko Ist fast schon zuhause hier

    Die Zukunft sollte sein, dass Mundstück mittels Adapter (aus Messing), direkt auf den S-Bogen zu fixieren (Beispiel Trompeten Mundstück auf Rohr). Meiner theoretischen Meinung nach würde dies zu einer perfekten Schwingungsübertragung führen und sich klanglich immens auswirken. Ob dann am Ende positiv, dass bleint abzuwarten :unsure:. Leider fehlt mir im Moment die Zeit für solche Versuche.

    Gruß,
    ToKo
     
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  18. Viper

    Viper Ist fast schon zuhause hier

    ...und macht auch die teuren Lefreque-Klangbrücken überflüssig;)
     
  19. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

  20. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Du meinst sicher als SchraubVerbindung ?
    Also Mundstück auf Adapter und Adapter auf S-Bogen ? Oder zweites als Konus ?