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Kunststoffblätter für Anfänger....eine Option? Was sagen die Lehrer hier...

Dieses Thema im Forum "Mundstücke / Blätter" wurde erstellt von Dreas, 30.Januar.2018.

  1. grosskopf

    grosskopf Ist fast schon zuhause hier

    Ich selbst habe für mein Set-Up und meine Klangvorstellung für das Tenor noch kein befriedigendes Kunststoffblatt gefunden. Die klangen bei mir alle eben wie Kunststoff. Daher bin ich von dieser Option wieder abgerückt, spiele nun Rigotti und bin höchst zufrieden mit diesem Holz. Seit einigen Monaten bin ich auch stolzer Besitzer des ReedGeek und muss sagen, das Ding ist jeden Euro wert!
    So das war jetzt off-topic ... nun zum Thema bezügl. Schüler / Anfänger: jeder Mensch ist anders und da Schüler auch Menschen sind ;-) , empfehle ich nicht, irgendetwas nicht auszuprobieren. Anfängern jedoch rate ich immer, zunächst mal mit dem Instrument klarzukommen (richtige Haltung, Atmung, Ansatz, wie und wo üben...). Das schließt mit ein, auch mit einem Blatt klarzukommen, das grade mal nicht so will, wie ich. Wie bekomme ich das Blatt spielbar gemacht? Stichwort: Blattbearbeitung. Natürlich erzähle ich auch, dass es Kunststoffblätter gibt, welche Erfahrung ich damit habe und auch andere Kollegen, die von diesen Dingern überzeugt sind. Die wenigsten Schüler probieren Kunststoff aus. Von meinen geschätzten 30 Schülern, spielen ganze 2 Kunststoff! Aber diese beiden sind Überzeugungstäter und das Sax klingt, wie eben ein Sax klingen soll!

    Probieren geht über studieren und entscheidend ist immer, was am anderen Ende des Rohrs rauskommt!
     
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  2. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Hatte unter diesem Plasteblatt-Fred gerade eine Werbung für Plexiglaszuschnitte :).
    Kennt die jemand und in welchen Stärken? :duck:
     
  3. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Bist Du Lehrer..oder so ?

    Dann lass mal eine Demo hören !
     
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  4. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Weil ich Werbung für Plexiglaszuschnitte bekomme?
     
  5. Woliko

    Woliko Ist fast schon zuhause hier

    Nein, vermutlich, weil Du die Überschrift nicht gelesen hast.
     
  6. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

    Oh, mea culpa. Bin allerdings im falschen Plaste-Fred.
     
  7. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Die Frage habe ich mir natürlich auch gestellt, bevor ich den neuen Thread geöffnet habe. Die hiesige Threadfrage hätte ich in dem Kunststoffblätter Thread ja auch stellen können.

    Letztlich habe ich mich anders entschieden, weil das Thema - was empfehlen Lehrer Anfängern und warum - schon ein anderes und auch grundsätzliches ist. Und für Anfänger interessant. m. E. , das auf der Startseite zu finden.

    In dem anderen Thread wäre es untergegangen.

    Und im wesentlichen hat der Thread ja auch im Sinne der Fragestellung funktioniert.

    CzG

    Dreas
     
  8. Clownfisch

    Clownfisch Experte

    Ich benutze und lasse nur Holz benutzen. Bisher hab ich nämlich weder für mich, als auch für Schüler keine passende Mundstück-Kunststoffblatt-Kombi gefunden.
     
  9. bebob99

    bebob99 Ist fast schon zuhause hier

    Ich bin zwar selbst kein Lehrer, aber da mein Lehrer hier nicht mitschreibt ...

    Mein Lehrer hat mir sehr zeitig ein Légère Blatt verordnet. Es war ihm wichtig, dass ich mich beim Spielen auf konstante Parameter verlassen kann. Damit hatte ich schon einen dicken Brocken an möglichen Problemen beim Spielen ad acta gelegt. Gerade als Anfänger hat man wirklich genug Baustellen auf die man sich gleichzeitig konzentrieren soll und die sich gegenseitig beeinflussen. Die sichere Gewissheit, dass das Blatt nicht das Problem darstellt, ist schon was wert.

    Dass wir den Unterricht eher klassisch angelegt haben und das Blatt damit auch klangmäßig gut passt, war ein Bonus.

    Heute spiele ich hauptsächlich Holz, Kunststoff gelegentlich wenn's passt und manchmal auch dann, wenn ich technische Übungen mache, damit ich ein paar zusätzliche Prozente Aufmerksamkeit auf die Übungen verwenden kann, die mir sonst von der Blatt Kontrolle gebunden sind.
     
  10. saxhornet

    saxhornet Experte

    Ich empfehle Holz, weil mich kein Kunststoffblatt bis jetzt überzeugt hat. Muss aber jeder selber wissen.
     
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  11. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Genau das - so finde ich - ist der Trugschluss.
    Du kannst Dich beim Spielen niemals auf konstante Parameter verlassen. Überall ist das "Gefühl" anders, das weißt Du doch selbst aufgrund Deiner Erfahrung.
    Das einzige, womit Du arbeiten kannst ist Deine Fähigkeit, Dich auf eine Situation einzustellen.
    Wenn ein konstantes, schönes "A" erklingt, sind so viel Parameter in Bewegung, auch wenn es "statisch" erscheint.
    Nein, das machen die Ohren, und wenn man genug geübt hat führen die Muskeln die hoffentlich richtigen Befehle des Hirns aus.
    Für mich ist schon der Gedanke eine Qual ein Instrument zu spielen, dass ich positivsten Fall nur "beblasen" muss, damit es "gut" klingt, und ich möglichst nicht arbeiten muss. Aber mir ist die Denke bekannt, und ich akzeptiere sie.

    Cheers
     
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  12. Werner

    Werner Ist fast schon zuhause hier

    Genau. Und deshalb ist es sinnvoll, die Parameterzahl zu reduzieren, insbesondere am Anfang, wenn man von der Fülle der Möglichkeiten bzw der zu kontrollierenden Parameter konfrontiert wird. Wenigstens kann man die Parameter der Blätter etwas reduzieren, wodurch die restlichen leichter kontrollierbar werden.

    Das schliesst das Folgende nicht aus, ganz im Gegenteil:
    Das ist nicht die Alternative. :)



    http://swing-jazz-berlin.de/
     
  13. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Oder zu akzeptieren, dass es für eine geraume Zeit Scheiße klingt, mit Holz oder Plastik. Und das richtige Zeug mit einem Lehrer üben, geduldig sein. Nicht nach einer Woche Fly me to the moon spielen wollen, sondern maximal Annie had a little lamb, aber das ordentlich und ohne Play-Along-Gedöns.
    Aber ich weiß, das ist eine seltsame Alternative.

    Übrigens hatte in meinen 35 Jahren Unterricht noch kein Schüler das Bedürfnis, Plastikblätter zu spielen. Die, die es probiert haben sind nach einiger Zeit wieder (ohne Zurufe meinerseits) wieder zu Holz zurückgekehrt.

    Cheers
     
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  14. Thomas

    Thomas Ist fast schon zuhause hier

    Man muss ja nicht alles zu dogmatisch angehen. Gib dem Anfänger ein vernünftiges Mp und schau mit welchem Schnitt /Stärke er am Besten weiterkommt. Ob das jetzt Arundo donax, deutsche Eiche oder Plastik ist.... who cares.
    Ich persönlich spiele Holz... nicht aus Prinzip, aber bei jedem meiner Instrumente gibt es ein Vielfaches an verschiedenen Schnitten aus Holz als aus Plastik. Da ist die Wahrscheinlichkeit einfach grösser dass ein Holzblatt das Richtige wird.
    Vom Gefühl her habe ich vorne eigentlich ganz gerne dünne Spitzen... dann spielt es sich für mich filigraner ( im Rahmen des mir Möglichen :) ) und da waren die Plastikblätter beinmir immer ein wenig hinterher....
    Wer weiss was noch alles so kommt..... spielt ja auch kaum noch jemand Holzmundstücke... und Hand aufs Herz... ich würde auch bei entsprechender Qualität eine Plastikklarinette spielen ( war mal von einer alten Schülerblhm ganz überrascht und eine Greenline hat mir auch schonmal gut gefallen)... aber das ist Stoff für einen anderen Thread :)
    LG
    Thomas
     
  15. abraxasbabu

    abraxasbabu Ist fast schon zuhause hier

    Ist es im 21. jahrhundert nicht möglich ein Saxopohn zu bauen bei dem man oben reinbläst einen Ton greift und der erklingt dan auch? Natürlich soll der Spielende mensch auch modulieren können. Aber dieser jahrelange Affencirkus bis man einen sauberen Ton hinbekommt. Das Spielen und die technik des Greifens ist ja fast Nebensache. Und ein Blatt aus welchem Material auch immer das immer gleich klingt und lange hällt. Es werden Panzer gebaut voller Technik Computer und was weis ich noch alles. Ein einfaches Musikinstrument soll nicht funktionieren? Dahin sollten mal die Forschungsgelder fliesen und nicht in die vernichtung von Menschen.
    Nebenbei spieleich Holz weil die Plastdinger die ich gekauft habe alle zu schwach waren von der Stärke.
     
  16. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Gibt‘s doch.. spiel z.B. ein „Aerophon“ , macht genau das, was Du erwartest....

    Und für Geige und Cello gibt es Synths...

    Die physikalischen Gegebenheiten bei einem Blasinstrument lassen sich nun mal nicht beugen.

    Gegenüber einem Streichinstrument geht‘ uns doch noch gut, oder?

    CzG

    Dreas
     
    Zuletzt bearbeitet: 2.Februar.2018
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  17. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Ehrlich....fänd‘ ich auch langweilig.....genau das ist es doch was ein Blasinstrument ausmacht!

    Wie langweilig würden denn die Großen des Sax klingen, wenn es so wäre.

    CzG

    Dreas
     
  18. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Gibt's schon. Nennt sich Blaswandler.

    Edit: @Dreas war schneller.
     
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  19. MaxAmSax

    MaxAmSax Schaut nur mal vorbei

    Man sollte grundsätzlich das spielen, was Grade am besten für einen funktioniert. Wenn man mit kunststoff besser klar kommt soll man das Spielen. Wenn nicht, dann nicht.
    Ich persönlich spiele auf Holz (Vandoren Classic/ V16 3 bis 3 1/2) und Kunststoff von légére (Classic 3).
    Ich finde, dass man kunststoff besser draußen spielen kann und Holz besser drinnen.
    Holz hat meiner Meinung nach noch einen volleren klang, ist natürlich aber auch empfindlicher als kunststoff.

    LG, MaxAmSax.
     
  20. Thomas

    Thomas Ist fast schon zuhause hier

    Das funktioniert schon...das Instrument... nur bei dem der es bedient klemmt es...
    Ist beim Panzer auch nicht anders ... ohne Übung setzt Du den an Die Wand oder schiesst einen Looping ..... trotz der Technik...
    Ausserdem klingt er besch....er als ein Anfänger auf dem Sax :) ... wenigstens für mich
    LG
    Thomas
     
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