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Lautstärke, Kompression, Bus

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von Ton Scott, 8.September.2016.

  1. Rick

    Rick Experte

    So ist es. Schon nach den Möglichkeiten, die man heutzutage von einer einfachen Aufnahmesoftware für unter 100,- Euro (oder sogar kostenlos!) geboten bekommt, hätten wir uns in den 1980ern bei unseren ersten Band-Demos mit Tascam-4-Spur alle Finger geleckt! :woot:

    Lieben Gruß,
    Rick
     
  2. b_nic

    b_nic Ist fast schon zuhause hier

    @Tom Scott und wo kann man das Ergebnis höhren.....
     
  3. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    Selber testen ;) Da ist der Lerneffekt am größten .....
     
  4. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ich spiel morgen was und schick Dir eine PN.

    Mit freundlichen Grüßen, Tom
     
  5. Roman_Albert

    Roman_Albert Ist fast schon zuhause hier

    Erstmal Danke an alle, die ihre Erfahrungen und Expertise in diesen Thread eingebracht haben, ich lerne von jedem Beitrag!

    besonders der Beitrag von @henblower über die Nutzung eines parametrischen Equalisers, um lästige raumeigene oder anderweitig aufnahmebedingte Resonanzen zu verringern, hat bei mir einige Lichter aufgehen lassen. Das Youtube Video muss ich mir noch anschauen.

    Ich hatte den ganzen Kram, den ich zu meiner Zeit als aktiver Livemusiker über den parametrischen EQ mitbekommen hatte, irgendwie verdrängt, weil es für mich damals nicht einsichtig war, warum man an so komischen runden Knöppen rumdreht, statt pro Kanal 12 Schieberegler zu haben, die ein anschschauliches "Frequenzbild" abgeben und optisch attraktiv in Kurvenform gebracht werden können.

    Jetzt weiss ich auch, warum unser Toningeneur immer eine Referenz-CD dabei hatte (Miles Davis "Tutu", und er hat den ersten Titel HUNDERTE von Malen gespielt), mit der er vor jedem Auftritt mindestens eine Viertelstunde lang den Raum/Halle/Sportplatz getestet hat, ähnlich wie von @ppue geschildert, um den jeweils optimalen Klang zu schaffen. Bei dieser Gelegenheit kam mit Sicherheit der parametrische EQ zum Einsatz.

    Meine eigene Aufnahme von Manha de Carneval hab ich nochmal auf Nervfrequenzen beim Playback und bei der Saxspur durchgetestet, und entsprechend ein paar tiefe Mitten beim Playback leicht abgesenkt, und das Sax bei ca 4000 Hz etwas abgesenkt, weil es mir da ein wenig zu scharf vorkam. Jetzt spiele ich immer noch nicht besser, aber der Mix klingt schon transparenter. Ging mir so ähnlich wie @Tom Scott bei Post #80 :)

    Es ergibt sich aber auch das Problem, dass die Frequenzabsenkung des Playbacks auf den weissen Apple Kopfhörern bereits genügt hat, auf dickeren Sennheiser DJ-Koppfhörern (basslastig) und unserer Heimstereo-Anlage (mit Subwoofer) immer noch etwas zu viel Mulch untenrum drin liess. Beim Abhören auf einer anderen Anlage hätte ich also noch ein wenig mehr Bassbremse auf des Playback gegeben. Jetzt verstehe ich auch die Notwendigkeit, auf verschiedenen Boxen abzuhören, am Anfang auf möglichst neutralen Referenzboxen, und danach auf verschiedenen Kombinationen von Frequenz-Imbalancen.

    Damit wäre ich jetzt beim Einsatz von Hall, Kompressor und/oder Noise Gate, um die Saxaufnahme und das Playback dynamisch und vom Raum her anzupassen, was im Nachhinein möglicherweise das ursprüngliche Anliegen von @Tom Scott war, als er den Thread begann.

    Dass hier in eine Diskussion über technische Details einer Aufnahme letztendlich wieder persönliche Ansichten über persönliche musikalische Attribute des Aufnehmenden münden, finde ich nicht so prickelnd, aber es kommt immer mal wieder vor. Meines Erachtens wird das Forum von vielen parallel als Soziales Sax-Netzwerk genutzt, bei dem das Thema Saxophon ein roter Faden und "conversation starter" ist, von dem ausgehend man über Gott, die Welt, die Gesundheit und alles mögliche redet, das einen gerade interessiert.

    Um nochmal zum Thema zurückzukommen: Ich nutze ja für meine Aufnahmen Garageband (was wohl eine Version von Logic Audio ist, und ich glaube, @antonio nutzt auch den Mac für seine Aufnahmen.
    Der EQ bei Garageband hat 4 Kanäle (Bass, tiefe Mitten, hohe Mitten, und Höhen), die man getrennt hoch- oder runterregeln kann. Bei den beiden Mittenkanälen kann man bestimmte, recht schmale Frequenzbänder hoch- oder runterregeln, was in etwa der Funktion eines parametrischen EQ entspricht.
    Im EQ Fenster kann man auch den Frequenz Analyser einschalten, der die Frequenzen zeigt, die auf der aktuell "aktiven" Spur zu hören sind. Hier kann man mit etwas Glück das optische Äquivalent einer Nervfrequenz entdecken und auch optisch runterregeln.
    @Roman_Albert gefällt das!
    Also an alle Mac/Garageband Benutzer: Ausprobieren!!!

    Ich hoffe, beim aktuellen Titel des Monats von meinen neuen Erkenntnissen Gebrauch machen zu können und einen zumindest aufnahmetechnisch akkuraten Versuch abzuliefern. Ob ich mit dem Titel was anfangen kann, weiss ich noch nicht, die "Melodie" hat mich jedenfalls bisher noch nicht angesprochen. Aber vielleicht muss ich es nur noch ein paarmal anhören, damit es ins Ohr geht.
     
    Ton Scott gefällt das.
  6. HanZZ

    HanZZ Ist fast schon zuhause hier

    Mal was ganz anderes: Bin ich der Einzige, der (mit Firefox /win10) die Files nicht anhören kann (abgesehen von dem allerersaten in dem thread) ?
     
  7. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Wundert mich nicht, ich hab sie gelöscht.

    Mit freundlichen Grüßen, Tom
     
  8. HanZZ

    HanZZ Ist fast schon zuhause hier

    Lol, dann wundert's mich auch nicht. Schade, ich hätte jetzt Zeit und Interesse gehabt, mir den Kram mal anzuhören.

    Cheers
    HanZZ
     
    Dreas gefällt das.
  9. henblower

    henblower Ist fast schon zuhause hier

    Abschließende Bemerkung meinerseits: Mensch geht vor Material, will sagen ein Mensch ohne geschultes Gehör wird mit einem professionellen Studio, egal ob bei der Aufnahme, beim Mix oder beim Mastering unbefriedigende Ergebnisse erzielen. Umgekehrt wird ein geschulter Hörer auch mit dem heute in Form von Garage Band, Music Maker oder anderer Software zur Verfügung stehendem Equipment gute Ergebnisse aufweisen können, und das für wenig Geld.
    Es gibt Beispiele für Demo-Produktionen, die mit Garage Band ganz weit gekommen sind auf diesem Weg.
    Wer z.B. bei einem Signal unerwünschte Verstärkungen von Freqenzen mitsummen und entsprechende Obertöne hören oder ahnen kann, ist schon ein gutes Stück weit. Das gleiche gilt für Bearbeitung mit Rauminformationen (=Hall und als Sonderform des Hall Delay). Wer mal mit einer Trommel in ein gefliestes Bad gegangen ist und sich über den Rock&Roll Charakter des aufgenommen Klanges gewundert hat wird sich dann nicht mehr wundern, wenn er weiß, dass es oft in Studios glatte Wände (z.B. Stein oder halt Kacheln) für Schlagzeugaufnahmen gibt, damit die Snare auch mal so richtig schön knallt.
    Also, Aufnahmeinterssierte in diesem Forum: Lauscher weit aufgestellt und hören, was das Zeugs hält.
    Zum Thema Kunstkopf: der Kunstkopf ist eigentlich ein akustisches 3D Effektgerät. Wer mal mit Kopfhörern (ein Muss) diese Aufnahme hört, wird ob der Räumlichkeit und "Natürlichkeit" verblüfft sein. Mit einem normalen Stereo-Setup und zwei Boxen wird das nicht klappen:



    Hier kommen gleich zwei Neumann KU 100 zum Einsatz und ein Instrument, das mich schon immer fasziniert hat: das Theremin. Irgendwann krieg ich auch mal eins. Wer es klassischer mag, hier ein Jazz-Beispiel für eine Kunstkopfaufnahme mit jeder Menge "Early Reflections":

     
    last, Reference54 und Rick gefällt das.
  10. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    So,

    nach einigen PNs, Gesprächen mit einem Studiotechniker beim Gig ist der Stand folgender:

    Aufgrund meiner räumlichen Gegebenheiten ist das Bändchen mal verbannt, statt dessen wird nur der Kondensator (CV12) verwendet, auf Niere gestellt.
    Ich bekam auch den Tip, das Mikro schräg zu stellen. Bei der Aufnahme habe ich den Absorber hinter das Mikrofon gestellt, und drüber, damit er höher wird, noch ein Airex-Pad (so eine sehr fette Gymnastik-Matte) gelegt. Hinter mich habe ich einen Notenständer mit einer Decke gestellt.
    Mit dem Ergebnis kann ich leben und die eigentliche Arbeit beginnen (ich hab vor ein paar neue Demos zu machen), auch wenn hier mein Kautschuk-Mundstück, das nicht so recht zum Mark VI passt, zum Einsatz kommt. Das hier unbearbeitete Saxophon hat nicht mehr so stark den Raum und den "hohlen" Anteil, die es im Mix untergehen lassen würden, zumindestens sagen mir das meine Ohren. Es genügt sicher nicht höchsten Studioanforderungen (man hört mit dem Kopfhörer den niedrigen Holzraum recht gut), aber es ist mal ein für Semi-Pro-Zwecke brauchbares Rohmaterial. Ich möchte ja mit dem Equalizer möglichst wenig machen.

    Ich glaube auch, dass bewusst wird, dass einige Kommentare hier in diesem Thread recht unnotwendig und falsch waren. Wenn das Saxophon hier nicht recht gut projiziert verstehe ich den Begriff falsch. Egal.



    Wav

    Mit freundlichen Grüßen, Ton Scott
     
  11. ppue

    ppue Experte

    Klingt astrein und im professionellen Studio, so weit ich das richtig assoziiere, kaum anders. Ich denke, damit kommst du locker über den Semi-Pro-Level hinaus.

    Projektion habe ich noch nie verstanden, aber auch egal.
     
  12. Roman_Albert

    Roman_Albert Ist fast schon zuhause hier

    DANKE für diese trockene Aufnahme, die mir in der nächsten Zeit als Referenz für meine eigenen Einstellungen dienen wird.
    Bitte lösch die Originaldatei für die nächsten paar Wochen nicht aus der Dropbox, damit ich was zum Vergleichen habe.

    Was mich als Referenz auch sehr beeindruckt, sind die Heimstudio/VLOG Aufnahmen von Bob Reynolds, der seine Standards, hier "Autumn Leaves" über die letzten 2 Minuten des Videos, zu einem Metronom auf 2 und 4 spielt. Sehr beeindruckend und vorbildlich vom Ton (ok, er benutzt doch schon einiges an Hall) finde ich:

     
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  13. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Hi @Roman_Albert,

    Du solltest mit Rechtsklick und "Speichern unter" das wav speichern können.
    Ich bin nicht unzufrieden, aber da muss noch mehr gehen :)

    Ich hab mal zwei der Gedanken versucht umzusetzen, die mir der Tonmeister der Gig vermittelt hat.
    Den Hall mit einem Low Cut bei 200 und einem High Cut bei 12khz abzuschneiden, und auf das Sax zwei Kompressoren hintereinander zu legen, einen mit geringster Kompression, kurzer Attack und Release, und einen zweiten mit höherer (in dem Fall 2:0), höherer Attack und Release.
    Ich hab ganz eng in meinen Micscreen gespielt, und über selbigen die dicke Matte gelegt. Klingt dann so (nicht perfekt, aber für Demo anhörbar, wie ich denke):



    Mit freundlichen Grüßen, Ton Scott
     
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  14. henblower

    henblower Ist fast schon zuhause hier

    Ah ja, der gute @Tom Scott hat Blut geleckt..... Das klingt in der Tat schon toll, und was eine Raumkorrektur ausmachen kann, zeigen diese Videos der Firma Primacoustic, die für verschiedene Raumgrößen angeboten werden, aber mit einem Preis von rund 2000 EUR für einen mittleren Regieraum auch schon ganz schön ins Budget gehen. Im ersten Video hört man beim Klatschen wunderschön, was sich im Bereich der Obertöne so alles unerwünscht abspielt:



    Im Zweiten Video ist der Dämpfungseffekt nicht so frappierend, dafür ist der Klang der Snare einfach zu brutal. Deutlich wird aber, wie die Schläge differenziertere daher kommen. Der gezeigte Raum ist ja eh kein Aufnahme- sondern Konzertraum:



    Den Hall zu bearbeiten, macht Sinn, denn die Tiefmitten beim Hall dicken ungemein an und werden leicht "matschig". Das mit den zwei Kompressoren "in line" habe ich noch nicht gehört, werde es aber ausprobieren. Viele Programme (bei mir Logic) haben ja einen Multibandkompander (Mischung aus Kompressor und Expander) on board, und mit dem kann man sich in verschiedenen Bändern tummeln und hat z.B. bei diesem vier Frequenzbereiche, die man entsprechend bearbeiten kann (Beispielfoto):

    https://dl.dropboxusercontent.com/u/66272036/Multipressor.jpg

    Ein bisschen Gripps und Material investieren lohnt, wie tom's Beispiel zeigt, immer, und das Schöne ist, dass man relativ schnell belohnt wird.
     
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  15. HanZZ

    HanZZ Ist fast schon zuhause hier

    Stimmt. :)
     
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  16. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Naja, es soll ja um Gottes Willen nicht zu Verwechslungen kommen.
     
  17. Topshit

    Topshit Ist fast schon zuhause hier

    Ich finde das ist ein spitzen Ergebnis!!!
     
  18. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    Finde ich auch schade. Jetzt ist alles nicht mehr nachvollziehbar.
     
  19. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Danke, aber weißt Du: Die 100% von gestern sind die 80% von heute.
    Mal sehen, was man da noch tun kann...:)

    Mit freundlichen Grüßen, Ton Scott
     
  20. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Guten Tag,

    ich hab mir dieses Teil bestellt, und bin auf Ergebnisse schon sehr gespannt:

    Aston Microphones Halo