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Mischkonzepte

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von 47tmb, 14.Dezember.2015.

  1. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Aus dem diesmonatigen Totm kam denn dann doch dies.............

    Also erst einmla ledigich eine Überschrift :)

    Hier darf sich ausgetauscht werden über Fragen zum Abmischen eines PA mit dem SAX.

    Was ist Wet? Was macht ein Kompressor? Wie kann einen EQ zielführend einsetzen?

    Und was da sonst so an Fragen kommt
     
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  2. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

    mal der Vergleich der 2 Versionen von mir für @reiko

    ohne Inline Mastering
    http://1drv.ms/1O5aI42
    mit Inline Mastering
    http://1drv.ms/1I4wDGf

    Inline Mastering: Ein Hall Plugin von meiner Software 15% wet (das heisst zum trockenen Signal werden 15% Effekt zugemischt)
    L3 Multimaximizer ist ein Dynamischer 4Kanal Kompressor (d.h. in 4 Verschiedenen Frequenzbereichen arbeitet unabhängig voneinander
    jeweils ein Kompressor - der Komprimiert das Signal - macht es also weniger dynamisch in dem die lauten
    Stellen - Signalspitzen - leiser werden und die leiseren unbearbeitet bleiben.) zusätzlich wird bei diesem Plugin "normalisiert" also die Lautstärke so
    angehoben das auf ca 0dB ausgesteuert wird (die 16 Bit Dynamik (Lautstärkeunterschiede) der CD Qualität wird also voll ausgenutzt)



    lg

    gue
     
  3. Rick

    Rick Experte

    Hallo @guemat,

    ehrlich gesagt gefällt mir für meinen Geschmack die unbearbeitete Aufnahme besser, wahrscheinlich wegen der Kompression (bin kein großer Freund von "begradigter" Dynamik, weil dadurch meiner Ansicht nach Lebendigkeit im Ton verloren geht).

    Bei der Begleitung spielt das Klavier im sechsten Takt des Themas einen Major-Akkord unter den Grundton der Melodie, das geht gar nicht - es sind schon Begleiter für so etwas gefeuert worden...

    Ansonsten schön gespielt!

    Gut Sax
    Rick
     
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  4. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

    bin ich bei Dir...
    es ist so aber kontrollierter wenn du's auf Soundcloud durch den Kompressor jagst weil die Onlinekompressoren Ihre Probleme mit höherer Dynamik haben
    bzw. auf einer Jodeldose (oder im Auto) abspielst...

    für eine gute CD würd ich's auch nicht so Mastern....

    lg

    gue
     
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  5. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Oh....tolles Threadthema.....danke @47tmb ....

    Da bin ich nämlich bisher ziemlich ahnungslos....

    CzG

    Dreas
     
  6. Rick

    Rick Experte

    Ach so, das hat @reiko gespielt und aufgenommen, Du hast es nur nachbearbeitet... :oops:

    Dann verzeih mir bitte die Anmerkungen zur Begleitung, das war mir nicht klar!
    Und jetzt kann ich's ja zugeben: Die zweite Version klingt bis auf die leichte Kompression durchaus noch ein Stück "runder".

    Schönen Gruß
    Rick
     
  7. reiko

    reiko Ist fast schon zuhause hier

    Es gibt so viele Störquellen im Recordingprozess, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Meine Kopfhörer sind scheinbar ziemlich höhenschwach. Ich habe schon gemerkt, dass ich, wenn ich mit Kopfhörer mixe, zu viel Höhen reinmische. Vielleicht sollte ich auch den Finger vom Equalizer lassen. Andererseits habe ich den Verdacht, dass auch das Mikro so seine Charakteristik ins Spiel bringt. Und wenn ich dann das Ergebnis auf einem anderen Kopfhörer abhöre oder auf meiner PA oder auf einfachen PC-Boxen - jedesmal klingt es wieder anders. Ich würde so gerne den Sound präsentieren, den ich life produziere, aber es gelingt mir einfach nicht.
    Ich benutze Magix Samplitude 2016 und bin für jeden Tip dankbar.
    Viele Grüße und Danke @47tmb für den Thread
     
  8. reiko

    reiko Ist fast schon zuhause hier

    @Rick den Bock mit dem maj7 hab ich geschossen. Kam mir schon immer komisch vor die Stelle.
     
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  9. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @reiko

    Die von @guemat abgemischte Version stimmt bei weitem mehr mit Deinem realen Sound überein als Deine eigene Version....

    CzG

    Dreas
     
  10. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

    @reiko

    ich denke Du hast alles gemischt und dann Hall dazu --- oder

    Mal eine Kurzanregung zum experimentieren
    Das ist kein Rezept sondern nur einer von vielen Wegen um mal schnell einen Homerecording Mix zu machen


    Drums - Trocken (kein EQ) und ev. nur ganz leicht ein Drum Room Effekt drauf

    Keys Du hast meistens schon vom Keyboard Sound eine Hall oder Raum Drauf... also auch trocken (kein Hall)
    ev. falls sich das Sax nicht "durchsetzt" da einen EQ von 100Hz - 1,5 kHz ca. -3 dB einsetzen.

    Bass Trocken (kein Hall)

    jetzt mach mal die Mischung der Rhythmus Gruppe

    zum Sax: Ich habe eine EQ bei 300Hz +4 dB bei 500Hz - 4dB bei 800 Hz +4dB und bei 2,5 kHz +4dB
    schaut so komisch aus - hauptsächlich um Raumressonanzen rauszukriegen

    - wie finde ich die?
    - EQ ganz Schmalbandig Voll Aufdrehen und durch die Frequenz "drehen" dort wo die grauslichen Töne Sind den EQ Absenken und die Güte (Q) wieder Breiter machen
    - das muss immer Zart passieren (Störfrequenzen raus - Sound vom Sax soll "Bleiben")

    in Deinem Fall vor dem EQ einen Denoiser (die Spur rauschte leider sehr)

    dann einen zarten Kompressor (Threshold knapp unter 0 , Attack 0,1msec Ratio 4 Release 1 Sec, Soft Knee)
    sodass die Gain Reduction max 3 dB sind

    Dieses Sax Signal geht dann auf 3 Aux Wege (alle Post Fader - nach dem Lautstärkeregler des Kanals)

    1. Aux Kompressor (Threshold -20, Attack 1ms, Ratio 8, Release .6 sec Hard Knee) in den ersten FX Return 1
    macht ein total komprimiertes Signal das zum Original Sound dazugemischt wird je nach Geschmack (Dicker fetter "Boden")
    die Dynamik kommt von der Originalspur

    2. Aux RoomReverb small. Room ( kann mann auch ein Echo Plugin nehmen kurzes Echo (quasi Spur doppeln)) in den FX Return 2
    soll ein paar echos erzeugen um so einen Aufnahmeraum zu simulieren

    3. Aux Hall - Medium Hall Preset in den FX Return 3 (hab da 2 sec genommen)
    erzeugt die Hallfahne fürs Sax. Je nach Geschmack Heller oder Dünkler (Falls ein EQ im Hall steckt...)

    Rhythmusgruppe muten

    Sax Mischen Regler auf -10dB , dann Kompressor FXReturn1 dazufahren, dann FXReturn2 (den Hört man kaum also mute /unmute zum Vergleichen)
    mit FX Return3 den Hall dazu und die Saxspur alleine abstimmen (also mit Channel Fader (Spur) und FX-Return 1 - 3)

    wenn dir das Sax gefällt dann

    die PA Spuren wieder "unmuten" und das Sax dazumischen... (nur mit der Saxspur die FX haben wir ja vorher schon angepasst und da sie Post Fader
    also hinter dem Kanallautstärkeregler abgenommen werden bleibt das Verhältnis FX zu Sax gleich)
    hier muss oft noch der Halleffekt angepasst werden also FX Return 3 in unserem Fall..

    Ich Fahre den Gesamtmix dann noch durch Reverb durch um den Mix "smoother" bzw. die ganze "Band" in einen Raum zu stellen
    Achtung: nicht "Hörbar" aber "Merkbar"

    http://1drv.ms/1Z4ZVIM
    da gibt's kurze Samples zum Reinhören für die einzelnen Schritte...

    Ich möchte noch anmerken das das ein "Quick and Dirty" Mix für Reiko war, und im Blindflug (Ich habe Ihn noch nie Live gehört) gemischt wurde
    punkto Zeit habe ich ca. 25 min aufgewendet (also vom Spuren importieren Effekte laden einstellen und mixen alles zusammen).

    lg

    gue
     

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  11. KUS

    KUS Ist fast schon zuhause hier

    Ich finde das, was ihr schreibt, komplett faszinierend, verstehe aber ehrlich nur komplett Bahnhof. An welchen Knöpfen dreht ihr da rum? Ist das ein externes Mischpult? Ist das ausschließlich Software und wenn ja welche?

    Wahrscheinlich bin ich viel zu weit weg vom Thema, als daß ihr mich aufspuren könntet. Aber vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps, wie man sich dem Thema weiter nähern kann.

    LG Kai
     
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  12. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

    Nein das ist rein Software die wie ein Mischpult aufgebaut ist - nennt sich SAW Studio (Software Audio Workshop)
    im Screenshot siehst du nur die Pegelverhältnisse der einzelnen Spuren..

    Je nach Software muss man statt Aux Wegen Spurkopien anlegen oder wie der "Workflow" deiner Software halt ausgelegt ist..
    jeder Effekt und jede Spur sollte einzeln steuerbar sein (Anteil im Mix (Lautstärke))

    So wie ich die Dinge bezeichne findest du sie auch auf analogen Mischpulten - ich komme noch aus der analogen Zeit
    und ja es ist mir klar das diese Ausdrucksweise für nicht Tontechnikinteressierte nur Bahnhof bedeutet

    lg

    gue
     
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  13. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

    Immer Referenz hören (auch zwischendurch) um dich nicht zu verrennen.. ist viel Übung und Erfahrung mit dem eigenen Equipment nötig
    Als Referenz nehm ich CD's die dem Stück das ich mischen soll ähnlich sind und wo ich den "Sound" reproduzieren möchte.

    Jazz Sax z.B. Joshua Redman - Walking Shadows
    Frauen Stimmen Jacintha SA-CD von Groove Note

    punkto Zuviel Höhen... wenn Du dir die letzten Remixe von Rudy van Gelder anhörst oder auch zum Beispiel Touching von Eric Alexander (findest Du in der Röhre)
    dann behaupte ich mal keck der Junge hört nicht mehr so gut wie früher..
    das ist ein Problem das wir in unserem Alter (50+) alle haben bzw. bekommen...
    da hilft nur Referenzaufnahmen hören hören höööööhhhren ...

    Mikrophon:
    JA hat großen Einfluss (Frequenzgang, "Färbung" usw.), auch der Mikroabstand (je größer desto mehr Raumanteil, Mikro in die Tröte klingt unnatürlich)

    PA / Kopfhörer / PC Boxen:
    egal worauf es soll überall tönen
    herantasten und üben hilft da..
    da ist viel Erfahrung und eine gute Abhöre nötig - Ich spreche da von Genelec, Adam, Eve, Yamaha usw.
    die "neuen" Yamaha" Studio Aktivboxen sind für ihr Geld nicht schlecht kosten aber trotzdem deutlich mehr als Logitech PC Boxen...
    im Forum findest du da etliche Diskussionen drüber

    Grundsätzlich:
    Im Internet findet man Tonnen an Anleitungen und Konzepten - am besten eines auswählen das man
    zu Hause realisieren kann und dann damit experimentieren.
    Mikroabstand zum Beispiel verändern.. (besser noch 3 gleiche Mikros (ja hat der Hobbyist nicht) in verschiedenen Abständen) und dann vergleichen
    das schließt eine andere Spielweise aus
    aber man findet den "Sweet Spot" oder die Aufnahmetechnik die einem am besten gefällt - und das ist ein guter Ausgangspunkt!

    auch hier im Forum findet man Diskussionen und Werte für Mikrofonabstände - Es gibt keinen absolut RICHTIGEN Wert - ausprobieren!

    lg

    gue
     
  14. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    @guemat

    Danke für Deine kompetenten Beiträge...man erkennt Deine Erfahrung !

    LG Wuffy
     
  15. Mugger

    Mugger Guest

    Das sehe ich nicht zu 100% so.
    Dazu müsste man schon sehr viele Kompromisse eingehen.

    Cheers
     
  16. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

    I know... 100% gibt's ned...
    lg

    gue
     
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  17. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    @guemat

    in den SW-Mixern ( und digitalen HW-Mixern sicher auch) gibt es die AUX-Wege und BUS-Wege. AUX kenn ich von meine alten Analog-Vermischkiste. AUX1 OUT raus-->Effektgerät (Hall/Delay...)rein--> Effektger. raus--> AUX1 IN wieder in der Mixer.

    Was ist der Unterschied zum BUS?

    ...wenn Du mal Muße hast :)


    Cheerio
    tmb
     
  18. Rick

    Rick Experte

    Die Bezeichnung "Bus" kommt meines Wissens tatsächlich vom lateinischen Wort "omnibus" (= für alle) und steht für eine Sammelleitung.
    Darauf kann man beim Mischpult beispielsweise mehrere Eingangs- oder Effektwege versammeln, um diese dann gemeinsam zu regeln.

    Gut misch
    Rick
     
  19. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

    @47tmb

    Ein Bus ist quasi ein Mix Kanal (Kann auch Gruppe, FX Return oder Master (Main) sein)

    Die Summe aller Mischungen gehen also zum Master oder Main Mixbus
    Einzelkanäle kann man dann entweder direkt zum Master oder auch zu einer Gruppe (SubMix) schicken
    zb Alle Schlagzeugkanäle gehen zu Gruppe 1 in Stereo aber nicht zum Master
    diese Gruppe (Submix Stereo Bus) route ich über den Gruppenfader zum Master

    um das Schagzeug Lauter oder Leiser zu machen muss nur der Gruppenfader bewegt werden
    die Einzelkanäle bleiben also im Verhältnis zu einander gleich:

    Mal analog
    Vom Kanal über den AUX Send zum AUX Ausgang dann geht's in den "Effektprozessor" und von dort in den AUX Return
    jetzt kann man diesen Aux Return zum Master (Main) Mischbus Routen oder eben auf einen FX Return Kanal (ist also ein abgespeckter Kanal in Analogzeiten Ohne Mic verstärker Phantomspeisung oä)
    der dann wiederum zum Master Mix 0der auch Gruppe weitergeroutet wird
    wie @Rick ja schon erwähnt hat

    ich such noch nach einer kleinen Schemagrafik um das zu verdeutlichen...
    (und werde die dann noch hier in den Thread einfügen)

    lg

    gue
     
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  20. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Ja, siehe auch USB (= Universal Serial Bus) beim Rechner.
     
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