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Position des Mikrofons bei Aufnahmen

Dieses Thema im Forum "Home- und Live-Recording, Tontechnik" wurde erstellt von coolie, 9.Oktober.2015.

  1. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Prima Bernd,

    ..Du weißt, das Thema (Raumeinfluß und Raumposition) hatten wir ja schon mal vor längerer Zeit:)

    LG Wuffy
     
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  2. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Mir graute vor der damit verbundenen Arbeit. Du kennst ja mein Musikzimmerchen. Das war nach wohnlichen und praktischen Gesichtspunkten eingerichtet. Nichts steht mehr, wo es mal war -:)

    LG Bernd
     
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  3. Stardust

    Stardust Ist fast schon zuhause hier

    Mal eine blöde Frage. Wie hast du denn diesen "Sweetspot" gefunden? Bzw. wie hast du die Suche danach gestaltet?

    Liebe Grüße,
    Stardust
     
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  4. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Hallo @Stardust, ich habe mir das Saxophon umgehängt und habe von der Mitte des Raumes aus in verschiedene Richtungen gespielt. Das, was ich dabei hörte, klang je nach Richtung teilweise sehr unterschiedlich. Nachdem ich so die "grobe Richtung" gefunden hatte, habe ich den optimalen Abstand zu der entsprechenden Wand ermittelt. Da, wo meine Ohren den Sound als bestmöglichen wahrgenommen haben, stellte ich das Mikrofon hin. So ein Mikrofon ist ja quasi das "Ohr" für die Aufnahme.

    In dieser Position nahm ich ein paar Töne auf. Dann zum Vergleich noch einmal ein paar Töne in der ehemaligen Position.

    Der Unterschied war viel gravierender als ich mir das jemals hätte vorstellen können.

    LG Bernd
     
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  5. Stardust

    Stardust Ist fast schon zuhause hier

    Vielen Dank für die Antwort. Wobei ich gedacht hätte, dass sich das schwieriger gestaltet.
    1. Du hörst dich selbst beim Spielen anders als jemand der vor dir steht.
    2. Du hörst ja mehr oder weniger genau in die entgegengesetzte Richtung wie das Mikrofon.
    Liebe Grüße,
    Stardust
     
  6. flar

    flar Guest

    Moin, moin Stardust



    Die beiden Punkte sind natürlich richtig, trotzdem ist Bernds Methode nicht die schlechteste eine gute Position für das Mikrophon zu finden!
    Denn Du kannst gar nicht genau das hören was das Mikrophon aufnimmt, natürlich weil das Mikrophon kein Ohr ist. Und selbst wenn Du dir so etwas ähnliches wie eine Kunstkopfaufnahme (https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstkopf) zusammen bastelst bleibt die Mundraum /Ohr Verbindung unberücksichtig. Spiel mal Saxophon, auch wenn es unangenehm ist, wenn Du stark erkältet bist dann kannst Du deutlich wahrnehmen das man sich auch über den Mundraum hört. Diesen Anteil kann kein Mikrophon aufnehmen!

    Es funktioniert so wie Bernd es gemacht hat meistens ganz gut, in der Richtung wo das Sax gut klingt das Mikro aufzustellen, noch ein bißchen mit der Höhe und der Entfernung rumspielen und man wird vermutlich einen Punkt finden wo das Saxophon in der Aufnahme für das persönliche Empfinden gut klingt. Und dieser Klang muß (und wird) mit dem tatsächlichen Klang nicht übereinstimmen weil wir den wie oben beschrieben selber gar nicht korrekt hören können! Das könnte eine andere Person, z.B. ein Tontechniker, aber der Unterschied könnte uns erstens evtl. nicht gefallen, weil wir den Klang ja anders wahrnehmen und uns zweitens vielleicht auch beim Spielen stören.

    In einem "richtigen" Studio kriegen die Musiker das im Kopfhörer zuhören was sie gerne wollen damit sie sich wohlfühlen und sich auf das Spielen konzentrieren können, was aufgenommen wird klingt oft ganz anders.

    Nur mal so als Beispiel, bei dem Übergang zu einer Verse in Satisfaction von den Stones tritt Keith Richard einen Moment zu spät seinen Verzerrer aus, stört nicht weiter und fällt kaum auf. Würde heute auch nicht mehr passieren, der gute Kief würde zwar weiter selber auf seinem Verzerrer herumtreten, damit er sich wohl fühlt, das würde vermutlich auch mit aufgenommen werden, aber das „trockene“ Signal würde extra mitgeschnitten und man könnte diesen „Fehler“ im Nachhinein problemlos korrigieren.

    Wenn man also einen Punkt findet wo sich das Sax beim Aufnehmen für das persönliche Empfinden gut anhört ist das Vorteilhaft, so lange keine Auslöschungen schon bei der Aufnahme entstehen kann man alles andere über die Klangregelung zumindest zu einem anhörbaren Ergebnis bringen. Je weniger man „kurbeln“ muß um so besser, da ist ein Grundklang der einem gefällt natürlich vorteilhaft!

    Schwieriger finde ich das mit der Mikrophonposition wenn mit einem Gerät Instrument und Playback aufgenommen wird, da wird es richtig friemelig!


    Viele Grüße Ralf
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31.Dezember.2015
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  7. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    @flar: Danke für die ausführliche Beschreibung, die sich völlig mit dem deckt, wie ich es mir auch "angelesen" habe.
    Ich hatte mich gestern mit meiner Beschreibung kurz gefasst, da das Tippen auf dem Smartphone ziemlich lästig ist und ich nicht per Spracheingabe posten wollte, da meine Frau schon schlief :)

    Jetzt noch einmal etwas ausführlicher:
    Ich wollte eine bestimmte, für mich bequeme Position des Mikrofons aufrecht erhalten und habe mit vielen Mitteln versucht, den Raum zu überlisten.

    Erst mit einem t-Bone-Micscreen, der sich als Katastrophe entpuppt hatte. Dann mit einem "besseren" von SE-Electronics. Funktionierte auch nicht gut. Da hatte ich Effekte wie mit einem Kammfilter.
    Dann mit zahlreichen Decken und Akustik-Schaumstoff-Elementen, mit Liegen-Auflagen und und und.
    Ich kriegte so den Raum zwar ziemlich "tot". Aber auf den Aufnahmen klang es auch meist ziemlich "tot".

    Bei meiner Vergleichsaufnahme, nachdem ich die "optimale" Mikrofonposition gefunden hatte, bemerkte ich, dass bei Aufnahmen in der ursprünglichen Position ein deutliches "Wummern" zu hören war.
    In der "optimalen" Position ist dieses Wummern nicht mehr vorhanden. Außerdem klingen die Aufnahmen viel frischer, klarer und lebendiger.

    Das Beispiel mit dem "Ohr" stimmt ziemlich gut, da es sich bei dem Rode NTR um ein Bändchen-Mikrofon mit 8er-Charakteristik handelt. Es nimmt auch von vorne auf :)

    Experimentieren mit verschiedenen Mikrofon-Positionierungen kann sich wirklich lohnen und macht (zumindest bei mir) das ganze Dämmungsgedöns überflüssig und klingt besser.

    LG Bernd
     
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  8. Stardust

    Stardust Ist fast schon zuhause hier

    @Bernd und @flar: Vielen Dank für die Infos.
    Werde dann auch mal zu Hause in meinem Übezimmer an verschiedenen Stellen, in verschiedene Richtungen in mein Horn blasen und dabei die Ohren aufsperren. :)
    Bin mal gespannt was dabei (auch in Bezug auf meine Aufnahmen) herauskommt.

    Liebe Grüße,
    Stardust
     
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  9. Wuffy

    Wuffy Gehört zum Inventar

    Moin,

    meine Vorgehensweise wäre dazu noch parallel und alternativ.

    Vorausgesetzt, man hat ein langes Kabel /Verlängerungskabel am Kopfhörer.

    Das Sax sollte ja wohl möglichst optimal (bei der vorh. Raumsituation) in der Aufnahme klingen.

    Also ist ...jedenfalls aus meiner Sicht, erst mal das Mikrofon als Ohr entscheidend...und vl. dann in zweiter Linie das Ohr des Spielers im Raum.

    Also..wer hat und kann...Kopfhörer-Monitoring an und versuchen und testen, um die beste Mikro-Position im Raum suchen.

    Am besten dabei immer gleichmäßig laut spielen...und eine zweite Person hilft beim Umsetzen des Mikro-Ständers.

    Probieren geht aber über studieren.

    Viel Erfolg

    LG Wuffy
     
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  10. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    Verstehe ich nicht. Du stellst das Mic dahin, wo Du stehst, wenn Du Dich saxophonspielend am "schönsten" hörst? Und wo stehst Du dann jetzt? Das hat doch auch Einfluss auf das Aufnahmeergebnis.........., oder?
     
  11. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Hi Bernd,
    ich finde, dass man bei deiner Aufnahme aber immer noch viel Raum, und diesen nicht gerade vorteilhaft durchhört. Ich habe mir mal ein MXL 144 umgabaut auf Aktivschaltung mit Lundahltransformer und erst kürzlich, als ich versucht habe was für das TOTM Dezember aufzunehmen erstmals mit dem rückwertigen Feld des Mikrofons experimentiert...also Decken im Abstand von ca 20cm hinters Mikro gehangen. So konnte ich endlich mal etwas Abstand nehmen, ohne den ganzen Raum durch die empfindliche 8 drauf zu haben.

    Hier mal ein Auschnitt:

    https://www.dropbox.com/s/sp1kv9d52r71s8x/rib_bluebossa.mp3?dl=0
     
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  12. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Hallo mato, das meiste, was Du auf meiner Aufnahme hörst, ist zugemischter Effekt.
    ich hatte das Projekt noch auf der Festplatte und habe den zugemischten Hall mal runtergenommen.

    "Nackt" klingt es dann so: Blues in C ohne Hall
    Da hört man zwar den Raum ein wenig. Der stört mich jetzt nicht so gewaltig wie das tieffrequente Wummern, das ich auf früheren Aufnahmen hatte.

    Generell gefallen mir persönlich Aufnahmen ohne Hall nicht so gut. Wenn auf dem Playalong schon Kübelweisel Hall drauf ist, fügt sich die Aufnahme ohne Effekt m.E. nicht ein.

    Ab ca. 0:50 ist dann nur noch Hall auf der Rhythmus-Sektion (Playalong)

    @47tmb: Ja klar. Deswegen kommt dann das "Feintuning". Ich stehe ca. 50cm hinter dem Mikro. Jetzt schieben ich das Mikro abwechselnd ein wenig vor und wieder zurück. So lange, bis es für mich "passt".

    LG Bernd
     
  13. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    @47tmb:

    edit: Deswegen kommt dann das "Feintuning". Ich stehe ca. 50cm hinter dem Mikro. Jetzt schiebe ich das Mikro abwechselnd ein wenig vor und wieder zurück. So lange, bis es für mich "passt".

    Dabei hatte ich den Kopfhörer auf, spielte ein paar Töne und hörte, wie es auf dem KH klingt. So, wie @Wuffy es beschrieben hat.
    Nur machte ich das erst, nachdem ich die "optimale" Position schon grob ermittelt hatte.

    LG Bernd
     
  14. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

  15. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

  16. Brille

    Brille Ist fast schon zuhause hier

    47tmb, Ähm... Ist der Link tot?
     
  17. 47tmb

    47tmb Ist fast schon zuhause hier

    sorry. Nicht tot, aber zickig.

    Wenn Du denn in den browser kopierst, funzt der.
     
  18. guemat

    guemat Ist fast schon zuhause hier

  19. zwar

    zwar Ist fast schon zuhause hier

    Ich nehme gerades sopran wie d in dem link auf, alles was krumm ist wie c.

    Gruss
    Zwar
     
  20. last

    last Guest

    Interessant finde ich Position E. Da wäre ich nie drauf gekommen...
    Hab ich, glaub ich, auch noch nie gesehen...