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S-Bogen beim gebogenen Sopransaxophon

Dieses Thema im Forum "FAQ - eure Fragen" wurde erstellt von Taiga, 21.Dezember.2016.

  1. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    Mir ist was aufgefallen und ich kann es mir nicht erklären.
    Daher mal die Fragen in die Runde.
    Warum ist bei manchen gebogenen Sopransaxophonen der S-Bogen stärker und bei anderen weniger stark gekrümmt?
    Weiß das jemand?
    Hat jemand eine Erklärung dafür?
    Selbst beim selben Hersteller gibt es Unterschiede.
    Ich füge mal Beispielbilder an:

    SC-901
    upload_2016-12-21_15-32-26.png

    SC-800
    upload_2016-12-21_15-34-44.png

    http://www.usahorn.net/collections/all/soprano+new :
    upload_2016-12-21_15-40-38.png
    Der Unterschied ist deutlich zu erkennen.

    Es gibt bei Yanagisawa S-Bögen für gebogene Sopransaxophone.
    Sie haben eine stärkere Krümmung als die gebogenen S-Bögen für gerade Soprane.
    Dann gibt es natürlich noch die geraden S-Bögen, aber um die geht es hier nicht.

    Was ich nicht verstehe ist, die weniger stark gekrümmten S-Bögen auf den gebogenen Sopranen sind eigentlich gebogene S-Bögen für gerade Soprane.
    Warum ist das (selbst bei neuen Yanagisawas) inkonsistent? (siehe Bild SC-992 und SC-9930)
    Klar verstehe ich das ein solider silberner S-Bogen beim SC9930 mehr kostet und da kann man den gebogenen S-Bogen auf dem geraden und dem gebogenen Sopran benutzen, aber das ist nur ein Beispielfoto.
    Das erste Bild (ganz oben) ist von einem SC-901 und das ist ein ganz normaler Messingbogen den es auch mit stärkerer Krümmung gibt.

    Wer von euch spielt ein gebogenes Sopran (außer @Bereckis von dem ich es weiß; [auf Deinen Bildern kann ich leider den S-Bogen nicht sehen. Welchen hast Du drauf?])?
    Welchen Bogen habt ihr (welche Krümmung)?

    Ich persönlich finde es sehr komfortabel mit dem stärker gekrümmten S-Bogen zu spielen.
    Für mich gehört der zu einem gebogenen Sopran und nicht der gebogenen S-Bogen für ein gerades Sopran.

    Bevor jemand auf die Intonationsidee kommt ...
    der stärker gekrümmte S-Bogen intoniert sehr gut auf meinem gebogenen Sopran.
     

    Anhänge:

    Zuletzt bearbeitet: 21.Dezember.2016
  2. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    Erklären kann ich es auch nicht; allerdings scheint das abgebildete 9930 von USAhorn ein älteres Modell zu sein. Der Klappenschutz der Becherklappen ist durchlaufend.
    Bei sax.co.uk sieht der Klappenschutz am 9930 auch so aus, der Bogen ist auch nur leicht gekrümmt:

    http://www.sax.co.uk/yanagisawa-sc9930-curved-soprano-sax-solid-silver-brass.ir

    Anders interessanterweise am 9937 (wie am 991, 992) mit aktuellem geteiltem Klappenschutz und stärkerer Bogenkrümmung- auch Silberbogen:

    http://www.sax.co.uk/yanagisawa-sc9937-curved-soprano-sax-solid-silver.ir
     
  3. pth

    pth Ist fast schon zuhause hier

    Ja doch, mein stark gekrümmter S-Bogen (SC9930) intoniert sehr gut.;)
    Eigentlich sollte bei gebogenen der S-Bogen eine stärkere Krümmung haben. Vom Handling finde ich das angenehmer.

    Hier der Bogen von meinem 9930.

    IMG_2661.JPG

    Vielleicht sollte man Dexter fragen....er hat ganz viele gebogene.;)

    IMG_2658.JPG
     
  4. Jogi

    Jogi Ist fast schon zuhause hier

    Man sollte auch denken, daß das Oktavloch bei gleicher Mensur immer an der gleichen Stelle sitzen muß...
    Selbst mit dem geraden "Bogen" meines geraden Saxes spielt mein gebogenes.
    Was es jedoch so garnicht mochte war Nebenluft am Zapfen.
    Für mich sind Saxophone wie Frauen: Unergründlich, schwer zu durchschauen, immer für 'ne Überraschung gut, aber man hat dennoch Spaß mit ihnen... oder eben auch nicht. :D
     
  5. Saxax

    Saxax Ist fast schon zuhause hier

    [QUOTE="Taiga, post: 404496, member: 8179"



    Wer von euch spielt ein gebogenes Sopran (außer @Bereckis von dem ich es weiß; [auf Deinen Bildern kann ich leider den S-Bogen nicht sehen. Welchen hast Du drauf?])?
    Welchen Bogen habt ihr (welche Krümmung)?

    .[/QUOTE]

    Um diese Frage zu beantworten: ich, gelegentlich. Aber das ist keine Hilfe,denn bei meinem gebogenen Sopran hat Vater Conn den gebogenen S-Bogen festgelötet, vermutlich damit ihn niemand gegen einen anders gekrümmten austauscht, oder gar einen Wischer durchzieht ;-).

    Die Konstruktion hat zwei große Vorteile: 1. dicht, 2. keine Motivation mit anderen S-Bögen rumzuexperimentieren.

    Jetzt im Ernst: bei neuen Saxen wird für die Krümmung gerne die Ergonomie verantwortlich gemacht ..... gut, vielleicht wäre da auch noch der Körperbau des Spielers / der Spielerinzu beachten, aber als Verkaufsargument ist das sehr beliebt.

    Nach meiner Vorstellung sollte die Krümmung aber auch Auswirkungen auf den Sound haben. Einen Hinweis geben hier die C-Melody Saxe, die sowohl mit tenorförmigem als auch altförmigem Bogen angeboten wurden. Und wenn man, wie ich, daran glaubt, dass gebogene Soprane anders klingen (weniger näseln) als grade, dann muss das ja auch seinen Grund haben. Und die Auswirkungen oben (nah beim Spieler) sind ja meistens größer als Bauartänderungen unten.



    Keep swingin'


    Saxax
     
    Sandsax gefällt das.
  6. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    Ja genau @Sandsax, der Bogen beim SC-9930 ist auf den Bildern sowohl bei USA Horn, als auch bei Sax.co.uk weniger stark gekrümmt.
    Aber @pth's Bogen ist auch der eines SC-9930 und der ist stärker gekrümmt.

    Es scheint aber auch unabhängig davon zu sein ob es sich um ein älteres Modell (Klappen linke Becherseite) oder um ein jüngeres Modell (Klappen rechte Becherseite) handelt.
    Meines ist ein SC-800, Bj.1982. Sein Bogen ist stark gekümmt.
    Das SC-901 (auch Becherklappen links) ist jüngeren Datums. Sein Bogen ist flacher.
    Das SC-992 ist neu (Becherklappen rechts); Bogen stark gekrümmt.

    Mir fiel das auch erst auf als ich mir selbst ein gebogenes Sopran kaufte und dort ein stark gekrümmter S-Bogen dabei war. Vorher habe ich da nicht so genau hingeschaut.
    Jetzt - hinterher - fällt es mir auf das manche Sopranisten ihr gebogenes Instrument halten wie ein gerades. (sieht manchmal etwas ulkig aus)
    Es sind die, die einen weniger gekrümmten Bogen haben.

    Auswirkungen auf den Sound könnte ich mir - wie @Saxax sagt - evtl. auch vorstellen.
    Dagegen spricht aber das entweder der eine oder der andere Bogen dabei ist.
    Das Spieler/Käufer hat im Vorfeld keine Auswahl, ansonsten müsste er sich bei Kauf und Probespielen entscheiden um nur einen Bogen dabei zu haben. Diese Möglichkeit wird aber offensichtlich nicht von vornherein gegeben.
    Das Beispiel mit den C-Mel finde ich gut. Ich spiele selbst ein Conn NW1 C-Mel. Es hat einen Bogen in Altoform.
    Was ich aber gelesen habe ist das Conn seinerzeit vom geschwungenen Tenor-S-Bogen abkam wegen Intonationsproblemen, nicht des Sounds wegen.
    (Da es C-Mels nicht an jeder Ecke gibt habe ich bisher nur meines gespielt. (Mit seinem originalen Mundstück intoniert es sauber.) Ich kann also somit nichts über die Intonation anderer C-Mels (mit geschwungenem S-Bogen) sagen.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.Dezember.2016