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schon mal einen Tennisarm vom Sax spielen gehabt???

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von jazzwoman, 29.August.2012.

  1. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    ich ja!
    Und der wollte auch gar nicht weggehen!!! Auch die 3-wöchige Urlaubspause half nicht...

    Durch Zufall bin ich da über diese Seite gestolpert --- und siehe daaaaaa... ein Wunder! In 3 Tagen war ich schwerzfrei und wieder saxophonbereit ;)

    http://www.tennisarm.ch/fot/tennisarm.pdf

    Gruss an alle!
     
    Iwivera* gefällt das.
  2. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Moin,

    sehr interessant, und deckt sich in gewisser Weise mit meinen Erfahrungen.

    Beim ersten Mal (links)und kurz nach meinem Wiedereinstieg ins Saxophonspiel mehrere Arztbesuche, Physiotherapie und dann noch viel Geld in sehr schmerzhafte Therapien investiert, die alle nichts gebracht haben. Irgendwann ging es mehr oder weniger von alleine weg.

    Beim zweiten Mal (rechts) nur wenige Monate später ein anderer Arzt, andere Therapien (die ich aber nicht mehr gemacht habe).

    Selbstausgeführte Massagen der schmerzenden Teile und etwas Geduld haben mir dann relativ gut geholfen.

    Die in deinem link vorgeschlagenen Übungen sind sicher auch als vorbeugende Maßnahmen zu empfehlen.

    Gruß,
    Otfried
     
  3. hanjo

    hanjo Ist fast schon zuhause hier

    guten Tag,

    das ist ja komisch.

    Seit etwa drei, vier, fünf Tagen spiele ich Alt. Der linke kleine Finger muß dabei Verrenkungen durchführen. Anfangs dachte ich, etwas Übung hilft dem Kerl.

    Denkste, wurde immer schlimmer mit den Schmerzen. Heute Morgen war das so schmerzhaft, daß ich Schmerzen bei jeder Bewegung hatte.

    Dann habe ich doch eine Einheit mit dem Alt gemacht. Eieiei, da merkt man, daß man lebt. Jetzt ist das Alt im Koffer und mein linker Arm im Eimer.


    zwei drei Monate Saxophonpause sind angesagt. :stop:



    Gruß
    Hanjo
     
  4. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    häh, Hanjo, haste Dir nicht den Lick durchgelesen? Du brauchst gar keine Pause einlegen!!! Übungen machen wie beschrieben und eben nicht schonen ;)
     
  5. Werner

    Werner Ist fast schon zuhause hier

    Danke für die Info. Ich finde die Übung wohltuend, auch ohne direkten Tennisarm, aber gelegentlichen "Meldungen" von spieltechnisch involvierten Muskelgruppen, das sie noch da sind :-D .


    http://swing-jazz-berlin.de/#jazzband
     
  6. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Wir bekommt man denn so einen Tennisarm, liegt es an falscher Haltung oder zu strammer Aplikatur ?
     
  7. deraltemann

    deraltemann Ist fast schon zuhause hier

    ich habe auch aua aber nach Anlyse der Sitzarbeits und sontigen Gewohnheiten habe ich fest gestellt das mein haltung am Lapi ( arme aufgelegt und oberkörper "hängt " ander Schulter ) zu dem auch "studentenellenbogen" genannten Problem führt----

    @hanjo nein nicht Tröte in den Koffer sondern bewusst andere Haltung erarbeiten.... !!
     
  8. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Was du meinst ist glaube ich eine Schleimbeutelentzündung.
    Die hatte ich auch mal durch Überlastung, nicht zu empfehlen, da sehr schmerzhaft...
     
  9. bernd_rossini

    bernd_rossini Ist fast schon zuhause hier

    @claptrane:

    Zu dieser Symptomatik führt in der Regel eine Überanspruchung der Streckmuskulatur am Unterarm, z.B. bei sich ständig wiederholenden Bewegungsmustern (Tennisrückhand, daher auch der Name) in Zusammenhang mit Muskelverkürzung-/verspannung.

    Alleine vom Saxeln dürfte sowas nicht kommen. Regelmäßiges Dehnen wie im Link beschrieben, wirkt sich auf jeden Fall Präventiv aus.

    Bei länger anhaltenden Beschwerden ohne Fremd- oder Eigenbehandlung bzw Verhaltensänderung kann sich sowas schnell chronifiziereen und zu tatsächlichen Entzündungen am Muskelansatz führen. Der lateinische Name sagts ja schon: Epicondilitis, itis= Entzündung

    Beim Golferellenbogen betrifft es die Beugemuskulatur.

    Wenn ich mir Hanjos Beiträge so durchlese, kommt die Vermutung auf, das er sich gern mal überfordert und hernach die Quittung von seinem Körper kassiert. Drum geht die selbstauferlegte Pause in dem Fall durchaus in Ordnung :)

    Schönen Gruß
    Bernd
     
  10. Mugger

    Mugger Guest

    Ahoi,

    https://www.youtube.com/watch?v=fF-mltactIs

    Video kaufen, Bewegung verstehen, Problem loswerden.
    Kostet 35,- und ist so viel mehr wert.

    Grüßle
     
  11. Mugger

    Mugger Guest

    Ahoi,

    https://www.youtube.com/watch?v=fF-mltactIs

    Video kaufen, Bewegung verstehen, Problem loswerden.
    Kostet 35,- und ist so viel mehr wert.

    Grüßle
     
  12. Gerd_mit_Sax

    Gerd_mit_Sax Ist fast schon zuhause hier

    da wäre ich vorsichtig. "Tennisarm" ist nicht gleich "Tennisarm".

    Ich hatte letztes Jahr einen "Tennisellenbogen" / "Tennisarm" vom Motorrad fahren und musste dann drei Monate pausieren.
    Nach einem Kernspin hat man gesehen, dass die Sehne am Ellenbogen komplett "aufgefasert" war und entzündet. Nur durch Dehnübungen und weiterhin belasten wäre das sicherlich nur schlimmer geworden.

    Wenn es gerade erst anfängt mögen diese Dehnübungen ja helfen. Wenn es aber schon richtig entzündet ist wäre ich wie gesagt vorsichtig und würde das anschauen lassen.

    Gerd
     
  13. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Die Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen habe ich ,wie du richtig vermutet hast, durch berufliche Überbelastung des Streckmuskels bekommen.
    Ich frage mich nur wie man beim Saxspielen einen Tennisarm bekommen kann. Die Arme werden bei richtiger Haltung doch gar nicht belastet.
     
  14. Mugger

    Mugger Guest

    Hallo,
    noch ein Gedanke dazu, dann halt ich meinen Mund.
    Warum sagt man, dass das Tennisspielen, Computer arbeiten, oder sonstwas die Probleme verursacht?
    Warum interessiert es niemanden, ob das WIE die Probleme verursacht?
    Pausen, Sälbchen etc. bringen sicher Linderung, wenn die Belastung wieder da ist, spielt es das alte Lied.

    Grüßle
     
  15. Rick

    Rick Experte

    Meinen Schülern sage ich in der ersten Stunde, dass das Saxen prinzipiell eine "coole" Angelegenheit ist, möglichst locker ohne Anspannungen oder gar Schmerzen.
    Sobald etwas weh tut ist das ein Anzeichen dafür, dass man etwas falsch macht.

    Gerade zu Beginn sollte man besonders aufmerksam auf solche Warnsignale achten und auf gar keinen Fall "mannhaft" den Schmerz ertragen.

    Vielleicht deshalb sind mir orthopädische Probleme beim Sax spielen sowohl von mir als auch von meinen Schülern her völlig unbekannt - bis auf Rückenschmerzen, die aber auch durch Fehlhaltungen bei der Büroarbeit usw. grundsätzlich verursacht werden. :roll:

    Hallo Hanjo,

    das tut mir sehr Leid!
    Bitte doch Deinen Sax-Doc, Dir Dein Alto besser anzupassen, das müsste eigentlich ohne größeren Aufwand möglich sein.

    Schöne Grüße und gute Besserung!
    Rick
     
  16. bernd_rossini

    bernd_rossini Ist fast schon zuhause hier

    @claptrane:
    eine Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen hat mit einem Tennisellenbogen nix zu tun. Kommt ja , wie du schon beschrieben hast eher vom M. trizeps.

    Das mit dem Tennisarm hab ich so wohl überlesen, ich ging vom Tennisellenbogen aus, und da gehts wie Gerd mit Sax schon sagte, um eine Entzündung des muskelansatzes. Hierbei führen sanfte Quermassagen und moderate Dehnung + Belastungsreduktion, evt. noch Kinesiotape zu Linderung. Einen Tennisarm kenn ich eigentlich nicht, ist mir auch in meiner Arbeit noch nie unter gekommen.

    @ Rick:
    wo kommt denn deine Schulterverletzung her? wie ich sehe, spielst du da auf dem Foto mit Gilchristverband.

    @Mugger:
    da hast du vollkommen Recht. Ohne Verhaltensänderung hilft keine Op, Salbe oder sonstige Therapie auf DAUER. Drum wird auch so wenig vom WIE gesprochen. Da müsste man sich ja an der eigenen Nase packen....
    ...und das ist wesentlich mühsamer, als wenns der Arzt, oder noch besser, eine Tablette/Spritze erledigt!

    Gruß
    Bernd

    Ps: Ich denke, vor der Sehnenansatzentzündung kommt mit Sicherheit eine Muskelverkürzung/bzw Verspannung. Oft zu beobachten sind auch ausgeprägte Muskeldysbalancen.
     
  17. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    okay, zur Aufklärung:

    die Belastung ist erstmals aufgetreten, als ich auf meinem alten Conn im tiefen Register Läufe im Affentempo geübt habe. Ich spiele durchaus 7-8Std. problemlos Saxophon. Doch ich wollte so eine bestimmte Übung unbedingt in 16tel spielen und habe sie mehrere Tage lang hinter einander getrötet. Irgendwann stellte ich dann fest, das mein Handgelenk stark schmerzte, machte aber weiter und weiter. Ich hatte nie Probleme solcher Art auf meinem Conn, aber ich muss die Finger ziemlich spreizen um die tiefen Töne sauber spielen zu können und dabei habe ich mich wohl zusätzlich verkrampft.
    Tja und mit der Zeit stellte sich da ein Schmerz ein, der sich bis zum Ellenbogen hochzog. Später dann stellte sich der Schmerz im Handgelenk ein und nur der Ellenbogen tat weh.
    Und dann sind wir ins Studio gegangen zum Aufnehmen und vorher habe ich mich natürlich trotz Schmerz spielerisch darauf eingestellt und dementsprechend viel gespielt.

    SO WAR DAS :)
     
  18. Rick

    Rick Experte

    Hallo jazzwoman,

    danke für die Aufklärung, hatte ich mir schon so ähnlich gedacht.

    Bei meinem vorigen Posting habe ich vergessen zu erwähnen, dass mir so etwas natürlich als Teenager auch passiert ist: Was, es tut weh? Egal, da muss man durch!

    Relativ schnell habe ich allerdings erkannt, dass so etwas praktisch IMMER ein Holzweg ist, sei es nun beim Saxen, beim Sport oder was auch immer.

    Ich hoffe, dass Du ebenfalls diese Lehre ziehen konntest! ;-)

    -------------------------------------------------------------

    Hallo Bernd,

    aha, Du hast aber auch einen Expertenblick, kennst Dich wirklich aus!

    Der Gilchrist-Verband hängt glücklicherweise inzwischen (gewaschen) im Schrank, und stimmt, ich habe tatsächlich eine Schulterverletzung, die allerdings nicht vom Saxofon herrührte.
    Habe schon an anderer Stelle hier im Forum darüber berichtet (die Verletzung verhagelte mir u. a. die Teilnahme am diesjährigen Forums-Sommerfest), deshalb eine Kurzfassung:

    Bin am 25. Juli (unserem letzten Tag vor den Unterrichts-Ferien! :evil:) bei Regenwetter im von der Nässe glitschigen Supermarkt-Eingang ausgerutscht (es gab keinerlei Matten o. ä.), habe versucht, den Sturz mit der linken Hand abzufangen, mir dabei die linke Schulter ausgekugelt und ein Stück von der Gelenkpfanne abgebrochen.

    Das Bruchstück wurde per OP mit zwei Schrauben fixiert, ich durfte wochenlang kein Sax spielen, was ich nur bis kurz vor den 19. 08. aushielt, von dem das Foto stammt.
    Der Arzt wollte es mir länger verbieten, aber von irgendetwas muss ein armer Musiker nun mal leben.
    Es laufen zwar Verhandlungen mit der Haftpflichtversicherung des Supermarkts, u. a. über Verdienstausfall-Entschädigung, aber bis die zahlt, kann einige Zeit vergehen, sagt mein Anwalt (wenn überhaupt - habe keine direkten Zeugen). :roll:

    Inzwischen bin ich musikalisch aktiv wie vorher, der Arm wird ständig beweglicher (dreimal die Woche Krankengymnastik), seit über einer Woche verzichte ich ständig auf den Gilchrist. Wird schon wieder! :)


    Schöne Grüße,
    Rick
     
  19. hanjo

    hanjo Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Rick,

    danke.

    Auch von mir, an Dich, die besten Wünsche.

    Gruß
    Hanjo
     
  20. bernd_rossini

    bernd_rossini Ist fast schon zuhause hier

    @ Rick:
    Au, das tut mir selber weh, hab mir auch schon zig mal die Schulter ausgekugelt und zwei Op's hinter mir. Aber Saxen ist definitiv für die Schulter besser als Eishockey spielen ;-)
    gute Besserung!
    Bernd