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"Selbstkasteiung" durch Musik hören?

Dieses Thema im Forum "Eigene Themen" wurde erstellt von 47tmb, 14.Dezember.2017.

  1. Rick

    Rick Experte

    Interessant - denn gerade in den 90ern habe ich immer wieder Studio-Jobs gehabt, wo ich gebucht wurde, weil ich flexibel war, eben NICHT auf einen bestimmten Sound festgelegt. Die allerwenigsten Studio-Musiker sollen SIE selbst sein, stattdessen geht es eher um die "Eier legende Woll-Milch-Sau": "Mach da ma auf Kenny G, dann habe ich noch 'n Song, da brauche ich mehr Maceo Parker, und dann bitte noch etwas Junior Walker für die soulige Nummer. Ist doch kein Problem, oder?"

    Wenn jemand ausschließlich eines bestimmten Sounds wegen gebucht wird, dann ist er entweder extrem berühmt oder aber sehr selten gebucht. :cool2:
     
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  2. Saxax

    Saxax Ist fast schon zuhause hier

    :topic:

    die "Selbstkasteiung" sollte doch durch "Musik hören" erfolgen und nicht durch das Lesen taklos, pampiger Postings.



    keep swingin´


    Saxax
     
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  3. TSax80

    TSax80 Ist fast schon zuhause hier

    Ich war gestern abend in der Kneipe, und da spielte eine richtig gute Jazz Combo inkl. Tenorsax. Nicht nur technisch gut, sondern auch toller Gesamtsound, eine Band, nicht nur Einzelpersonen. Das hat mir gefallen, das gibt mir ´nen kick, so kann das klingen. Auf den Gedanken "Selbstkasteiung" komme ich da echt nicht. VG, TSax80
     
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  4. logout

    logout Ist fast schon zuhause hier

    Echt? Ich dachte in den 90ern war Branford en vogue.
    Naja, wie ich bereits geschrieben hatte war er gut gebucht. Vielleicht hat er mit anderen Produzenten als du gearbeitet. Es gibt auch jetzt noch Leute, die setzen sich in den Flieger und nehmen das Original auf statt die Kopie oder lassen sich ein file schicken. Ist alles eine Frage des Budgets.
    Aber @Saxax hat Recht: :topic:
     
  5. logout

    logout Ist fast schon zuhause hier

  6. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

  7. logout

    logout Ist fast schon zuhause hier

    Hast du die Rezension auf der verlinkten Seite gelesen?
     
  8. bluefrog

    bluefrog Ist fast schon zuhause hier

    Ich kenne das Buch in- und auswendig. Da steht nix drin von wegen klingen wie Liebman oder Coltrane oder....

    In der Rezension steht auch nichts anderes.
     
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  9. logout

    logout Ist fast schon zuhause hier

    Ich kenne das Buch nicht, aber in der Rezension steht eindeutig, dass man nie so klingen kann wie jemand anderes weil der Sound vornehmlich von der Anatomie des Spielers abhängig ist.

    "Warum kann man bestimmten Spielern praktisch jedes Instrument und jedes Mundstück in die Hand drücken und sie hören sich immer gleich (gut) an? Und warum klingen wir Normalsterbliche nicht wie Profi X oder Y, obwohl wir sorgsam dessen Setup kopiert haben?

    Der Grund liegt darin, dass die Tonerzeugung auf dem Saxophon ein deutlich komplizierterer Vorgang ist, als es zunächst den Anschein hat. Der Prozess beginnt nicht erst am Mundstück oder gar durch das Betätigen einer bestimmten Klappe...."
     
  10. gefiko

    gefiko Ist fast schon zuhause hier

    Die Amis meinen mit „Sound“ nicht ausschließlich „Klang“ sondern das gesamte Produkt...
     
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  11. rbur

    rbur Moderator

    Gilt auch für Schreiner und Softwareentwickler. Nur da macht man nicht so ein Getöse drum.
     
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  12. logout

    logout Ist fast schon zuhause hier

    Ok, aber der Thread bezog sich ursprünglich schon nur auf den Klang
     
  13. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @logout

    Keiner hat hier behauptet, dass man "genauso wie..." klingen kann.

    Aber der Sound von z B. Brecker oder Webster ist schon sehr unterschiedlich. Man kann eher das eine oder das andere Soundkonzept verfolgen....

    CzG

    Dreas
     
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  14. logout

    logout Ist fast schon zuhause hier

    Naja, irgendwie schon. Aber ich vermute das war eher ein Kommunikationsproblem.
    Wie soll ich das dann aber interpretieren wenn Rick schreibt von ihm wurde verlangt den Kenny G zu machen?
    Mit besonders vielen Effekten zu spielen, oder so wie der zu phrasieren, oder seine Licks nachspielen?
    Ich habe keine Ahnung
     
  15. RomBl

    RomBl Ist fast schon zuhause hier

    Boah eh, jetzt schlägt der Potter schon wieder in Berlin auf.
    Da werde ich mich freiwillig glatt selbstkasteien und da hinwackeln ... :D
     
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  16. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Natürlich kann ein Profi wie "x,y,z" klingen, aber er wird nicht genauso wie "x, y, z" klingen....aber die Zuhörer nehmen schon die entsprechende Stilrichtung wahr.

    CzG

    Dreas
     
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  17. saxchrisp

    saxchrisp Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich war vor ein paar Jahren bei Chris Potter in einem kleinen Club, habe 2m neben ihm gesessen.
    Ich möchte gar nicht so klingen wie er, allerdings ist mir da bewusst geworden, dass ich das was der da raus gehauen hat nie erreichen werde, da kann ich noch so viel üben. Technisch nicht und musikalisch erst Recht nicht.
    Ich spiele seit 25 Jahren Saxophon davon 15 Jahre professionell inklusive Studium und allem drum und dran.
    Wenn ich Aufnahmen oder Videos gesehen habe, ist mir das nie so bewusst geworden. Aus nächster Nähe betrachtet war das was ganz Anderes und hat mich ein paar Monate wirklich aus der Bahn geworfen und mir die Motivation genommen.
    Seit ich mehr auf dieses Motto achte:
    "Kenne Deine Stärken und arbeitere daran. Lege den Fokus nicht immer darauf was Du nicht kannst."
    Geht es wieder und ich bin motiviert zu üben und an mir zu arbeiten.
     
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  18. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Genau so ist es!

    :applaus:
     
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  19. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Dies hatte ich nach einem Phil-Woods-Konzert erlebt. Allerdings musste ich 3 Tage später wieder proben, weil ein Konzert anstand.

    Lee Konitz hatte mir auf einem Saxofon-Workshop mal erzählt, dass er die erste Zeit Charlie-Parker-Konzerte bewusst gemieden hatte, weil einige Kollegen nach Besuch der Konzerte mit der Musik aufgehört hatten.

    So habe ich viele Konzerte mit grandiosen Saxofonisten erlebt und ich begriff schnell, dass alle ihren individuellen Sound inklusive Spielweise hatten und der Versuch des Kopieren völlig sinnlos ist.

    Da ich als ehrenamtlicher Tontechniker die Musiker auch betreute und mit ihnen häufig zwischen Soundcheck und Konzert auch Essen ging, lernte ich sie auch als "Menschen" kennen.

    Sie waren in der Regel sehr bodenständig, eher bescheiden und ausgesprochen freundlich. Die Saxofonisten diskutierten mit mir als Amateur über Saxofone, motivierten mich und machten Mut den eigenen Weg zu finden.
     
  20. saxchrisp

    saxchrisp Kann einfach nicht wegbleiben

    Wir haben auch noch mit Chris Potter gesprochen weil mein Kollege eine Unterschrift von ihm brauche für seine Diplomarbeit. Unfassbar netter Typ.
    Hatte ein bisschen gehofft er wäre ein Arsch. :)