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Sopran zu Besuch....

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von annette2412, 1.Juli.2017.

  1. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Gerade My favorite things. hatte mich damals massiv beeinflusst. Coltrane solltest du im historischen Kontext hören.
     
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  2. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Ich empfand Garbarek live wenig spontan, sondern eher zurückhaltend, diszipliniert und immer eher etwas "kühl".

    Aber er hat eine eigene musikalische Sprache...
     
  3. Mozart

    Mozart Ist fast schon zuhause hier



    Hier noch einmal zum reinhören....

    Mit John Coltrane habe ich mich auch längere Zeit beschäftigt um die Ästhetik seiner Musik bewußt zu hören und zu schätzen. Das ist keine Musik - bis auf ein paar wenige Stücke vielleicht -, die ich anfangs mal so neben bei gehört habe.
     
  4. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Was du alles so bewerten kannst. Garbarek hat kein Problem...
     
  5. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Deine Aussage verstehe ich nicht. Bitte konkretisiere diese. Danke.

    Ich glaube, dass du schreiben wolltest, dass man die Musik nicht unbedingt nebenbei hören kann.
     
  6. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Ich habe demletzt nochmal in eine Live Aufnahme reingehört, weil ich ein bestimmtes Stück hören wollte. Ich glaube mit Weber und Brüninghaus. Es ist auffällig, dass, solange Garbarek spielt eine seltsame Statik feststellbar ist im Musizieren. Kaum ist Garbarek verstummt und Brüninghaus soliert geht die Post ab in der Band (Schlagzeuger weiß ich nicht mehr). Sofort findet musikalische Kommunikation statt, Jeder geht auf den Anderen ein. Das habe ich als typische Bestätigung meiner These empfunden.

    Zweifellos hat er das, und das hat ihn früher für mich durchaus interessant gemacht, irgendwann hatte sich das dann totgelaufen, bzw. wurde für mich immer uninteressanter
     
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  7. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Vielleicht nicht nur im historischen Kontext, sondern vor allem im Kontext seiner musikalischen Entwicklung. Ich habe vor langer Zeit mal ein paar Sachen darüber gelesen, vor allem natürlich seine innige Freundschaft zu Eric Dolphy betreffend, der mich immer schon viel mehr fasziniert hat als Coltrane.
     
  8. Mozart

    Mozart Ist fast schon zuhause hier

    Als ich das erste Mal John Coltrane hörte war ich etwas überfordert und dachte nur "Wow, was läuft hier denn für ein Film?" Es dauerte eine Weile bis ich seine Musik mochte, wobei ich mir diese eben nicht mal so nebenbei anhören konnte. Jetzt läuft seine Musik eben auch beim Autofahren oder auch bei Routine Büroarbeiten, um derlei Tätigkeiten in ihrer Qualität aufzuwerten. Ausreichend konkretisiert ?
     
  9. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Jetzt kommen wir mehr zusammen...

    Garbarek empfand ich live sehr ähnlich. Ich denke, dass er seinen eigenen Stil gefunden hat und darin eher bleibt. Aber das gilt für fast alle alten Jazzgrößen. Auch z.B. Michael Brecker war für mich irgendwann langweilig.

    Aber ich ertappe mich heute immer öfter, dass ich Jazz-Musik kaufe, wo ich eher eine klare Hörerwartung habe. Vieles im Jazz ist mir heute zu "anstrengend", was ich früher gerne gehört habe. Meine Bereitschaft mich ernsthaft mit Jazz-Musik auseinander zu setzen nimmt ab.
     
  10. Gerrit

    Gerrit Experte

    Was ist das für eine merkwürdige Aussage? In dem Augenblick, in irgendetwas veröffentlicht wird, ist der Ansicht, Meinung und dem Urteil der Menschen, die es wahrnehmen ausgesetzt.
     
  11. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Das meinte ich.

    Coltrane machte wirklich eine musikalische Entwicklung. Dolphy war wesentlich radikaler und "schneller".

    Bei Coltrane konnte ich die Entwicklung per CDs nachvollziehen und auch im nachhinein "mitmachen" und mich am Ende selber verorten.
     
  12. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    nur bedingt, denn Dolphy hätte nie den Schritt zum Freejazz gemacht. Er war nur in seiner an Harmonien gebundenen Improvisation wesentlich freier als Coltrane und brauchte daher diesen Akt der Befreiung durch den Freejazz gar nicht.
     
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  13. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Das ist auch aus meiner Wahrnehmung richtig.

    In dieser Sicht ist Dolphy auch heute der "moderne" Spieler.
     
  14. Gerrit

    Gerrit Experte

    Wenn Du etwas nicht hören magst, weil es, warum auch immer, Dich nicht anspricht, dann bedarf es dafür meiner Ansicht nach keinerlei Rechtfertigung. Man muss die Musik Coltranes nicht mögen und wenn man sie nicht mag, wertet das einen in keiner Weise ab. Das ist mir wichtig, festzustellen! Ich mag bestimmte Sachen auch nicht hören... meine Einwände galten nur Deinen sachlichen Bemerkungen betr. der Spielweise usw....
     
  15. Mozart

    Mozart Ist fast schon zuhause hier

    Courtney Pine auf dem Sopran. Auch ein Saxophonist, den ich sehr schätze:



     
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  16. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Ja; denn deine erste Aussage hatte ich oberflächlich gelesen erst völlig falsch verstanden.

    Ich kann viele Sachen von Coltrane, besonders die Freejazzphase noch heute nicht nebenbei hören.

    Auch hörst du in vielen modernen Saxofonisten ja auch ein Stück Coltrane.
     
  17. Mozart

    Mozart Ist fast schon zuhause hier

    ...und hier noch einer zum Thema Sopransax und warum ich dieses Instrument auch spiele:



    ab ca. 4 min spielt Courtney Pine sein Saxsolo
     
  18. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Mich würde mal interessieren, welche Saxofonisten du gerne hörst.

    Auch ich bin kein intensiver Coltrane-Hörer, aber ich kenne aktuelle Saxofonisten, die nicht irgendwie von Coltrane beeinflusst sind.
     
  19. Gerrit

    Gerrit Experte

    Interessante Beobachtung! Die Aufnahmen zum Beispiel mit Jarrett wirken auf mich, sobald Garbarek einsetzt, wiederum alles andere als statisch. Aber das ist auch eine ganz andere Musik... Garbarek bläst schon mit einer einzigartigen Konzentration und Energie. Es gibt Balladen von ihm, die sind kleine Meisterwerke. Aber daneben stehen mitunter, in späteren seiner Schaffensperioden, "Elegien", die ihm meiner Ansicht nach zu einem gewissen Grad "entgleiten". Aber das ist ja eben das Interessante: ein Musiker oder Künstler entwickelt sich oder sein Werk, nicht immer können wir ihm überall hin folgen und manches lehnen wir entschieden ab, für anderes könnten wir "sterben".
     
  20. Bereckis

    Bereckis Ist fast schon zuhause hier

    Nun - Garbarek ist mit den Jahren sicherlich gereift. Ich empfinde ihn mit Jarret noch deutlich spontaner aber auch schon unglaublich klar.

    Mit "Rites" hatte er damals in meiner damaligen Jazzgemeinde für viel Begeisterung und Unverständnis gesorgt.

    Ich selber liebe und höre diese Musik noch heute.

    Dennoch sind heute andere Musiker, die mich begeistern.

    Garbarek und Coltrane sind für mich sicherlich wichtige musikalische Meilensteine in meiner persönlichen musikalischen Entwicklung. Auch sind beide für mich unerreichbar...
     
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