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Sopran zu Besuch....

Dieses Thema im Forum "Saxophon spielen" wurde erstellt von annette2412, 1.Juli.2017.

  1. Gerrit

    Gerrit Experte

    Tolle und interessante Musiker ohne Zweifel!
     
  2. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Für mich ist Dolphy ein Freejazz-Pionier, der sehr wohl den Schritt getan hat, aber leider viel zu früh gestorben ist. Als was würdest du denn Out To Lunch bezeichnen?
     
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  3. annette2412

    annette2412 Moderatorin

    Update:
    Das Yamaha YSS 475 ist nun erstmal für drei Monate zur Probe bei mir eingezogen :D

    Zwischendurch gab es auch noch Besuch von einem Keilwerth SX90 II (von ca. 2005) , was ich anfänglich ziemlich genial fand, besonders was den "Old-School-Sound anging und .....
    ......es war Silber (obwohl mich Optik ja eigentlich fast überhaupt nicht mehr interessiert) ;)

    Letztendlich habe ich mich dann aber doch für das Yamaha entschieden, weil es sich viel einfacher spielen lässt. Es ist unglaublich gutmütig.
    Man hat ja eh schon genug Arbeit auf dem Sopran.
    Zusätzlich gefällt mir der "modernere Sound" beim Sopran auf Dauer dann wohl doch besser.
    Ich spiele es nun mit einem Yamaha 6C Mundstück und 2,5 Vandoren V16.

    Liebe Grüße
    Annette
     
    Zuletzt bearbeitet: 8.Juli.2017
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  4. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Nach meiner bescheidenen Meinung ist das eben kein Free Jazz. Sehr freie Improvisation, aber in einem strukturellen und harmonischen Zusammenhang, auch wenn ich das nicht analysieren kann.
    Über Dolphy habe ich mal den Satz gelesen, dass für ihn, im Gegensatz zu Coltrane Musik nur in einem harmonischen Zusammenhang denkbar war.
    Dementsprechend hat er in Europa, noch kurz vor seinem tatsächlich viel zu frühen Tod mit dem für ihn neuen Konzept der Lydian Chromatic Scales expetimentiert.

    Gruß,
    Otfried
     
    Zuletzt bearbeitet: 8.Juli.2017
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  5. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Das stimmt, dass das Out To Lunch noch nicht den völligen Schritt in die musikalisch Freiheit getan hat, aber es war ein starker Wegweiser in diese Richtung.
    Ich finde, dass Dolphy schon bewusst den harmonischen Bezug zu der Rythmusgruppe aufgegeben hat (nicht nur bei dem besagtem Album) und tonal sehr frei gespielt hat. Man hört ja in seinen Improvisationen sehr oft Vogelgesänge und Melodiepassagen die nur noch rhymischen Bezug zum Rest der Band haben.
    Nicht zu vergessen ist natürlich noch seine Mitwirkung an Ornette Colmans "Free Jazz A Collective Improvisation".
     
  6. zappalein

    zappalein Ist fast schon zuhause hier

    ab 5.15 kommt sein klasse sopransax solo.
     
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  7. Aerophon

    Aerophon Ist fast schon zuhause hier

    Wen höre ich gerne?

    Sopran:
    Zoot Sims (meine absoluter Favorite), Sidney Bechet, Garbarek,Branford Marsalis, Wayne Shorter, Grover Washington, Pete Thomas

    Alto:
    Cannonball Adderley, Johny Hodges, Sonny Stitt, Maeceo Parker, David Sanborn der 70ger Jahre.

    Tenor:
    Sonny Rolling, Joshua Redman, Arnett Cobb, Albie Donelly mit Supercharge (als Student mindestens 1 mal im Jahr in der Uni-Mensa gesehen, vor Kurzem mal wieder, er kann's immer noch), Torsten Skringer mit den Heavytones, Pete Thomas.

    Bariton:
    Mulligan, Rodger Lewis mit Dirty Dozen Brass Band, Tini Tomsen

    Hornsections
    Earth Wind and Fire, Kool and the Gang, Tower of Power

    Fachfremd aber geil:
    Nils Landgren, Trombone Shorty

    Wenn ich so drübersehe bin ich eher in R&B und Funk verwurzelt als im Hardcore Jazz. Beschreibt es das ausreichend?

    Aerophon
     
  8. tomaso

    tomaso Ist fast schon zuhause hier

  9. ppue

    ppue Experte

    Das schließt ihn aber nicht aus dem Kreis der frühen Freejazzer aus. Free Jazz zu spielen schließt nicht aus, melodische und rhythmische Konzepte zu haben.
     
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  10. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Ist wohl auch eine Frage, wo Free Jazz anfängt, da mögen sich die Gelehrten gerne drüber streiten. So wie ich Dolphy höre unterscheidet er sich für mich schon deutlich von dem, was ich unter Free Jazz verstehe. Aber sicherlich hat er auf seiner letzten Europareise die hiesige Free Jazz Szene stark beeinflusst. Und niemand kann auch sagen, wohin ihn seine musikalische noch alles geführt hätte, wäre er nicht so tragisch gestorben.
     
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  11. zappalein

    zappalein Ist fast schon zuhause hier

    hi, du hast recht, es ist ein f-mezzosopran.
    ich hatte mich auch vertan mit dem clip. irrtümlichweise ist er in zwei thread von mir verlinkt worden. hier sollte es eigentlich dieser sein:

     
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  12. Siggi

    Siggi Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,

    ich spiele auch ausschließlich Tenor und Sopran.
    Mit dem Alto habe ich bereits ein paar Versuche hinter mir, werde aber einfach nicht warm mit dem Alto.

    Die Kombination Tenor und Sopran hat auch den Vorteil, dass man keine extra Noten braucht.
    Das Sammelsurium an Noten und Playalong etc. in Bb ist eh so schon groß genug.

    Da ich das Sopran auch seltener spiele habe ich, wie die meisten hier geschrieben haben, auch die typischen Probleme mit der Intonation.
    Diese läuft echt schnell weg, besonders bei den hohen Tönen, gerade auch wenn der Ansatz nachlässt dank zu wenig Übezeit.
    Ansonsten liebe ich den Sopranklang, in der Kirche hört sich das schon fein an....

    Ein großer Fortschritt in der Kombination Sopran und Tenor war für mich das Inderbinen Tenor Mundstück.
    Das Inderbinen ist das erste Metallmundstück mit dem ich klar komme, Metall war sonst noch nie so mein Ding.

    Da ich auf dem Sopran ein Rascher spiele, also eher ein großes Sopranmundstück und das Inderbinen für ein Tenor Mundstück eher kleine Außenmaße hat, habe ich nahezu das gleiche Volumen an Mundstück im Mund.
    Der Wechsel von Tenor zu Sopran und umgekehrt ist in dieser Kombination längst nicht so krass.
    Sicher, die Bahn, Bahnöffnung und die Blätterbreite etc. unterscheiden sich, doch zum Rascher Tenor oder OL ToneEdge Tenor die ich bisher spielte ist das ein riesen Unterschied.
    Mit Rascher Tenor bzw. OL TE bekomme ich mittlerweile schon fast ne Kiefersperre...

    Ich werde mir aber den Tipp zu Herzen nehmen und meine Übezeit mehr splitten als bisher.
    Zuerst mit dem Sopran anfangen und dann auf das Sopran zu wechseln finde ich eine super Idee!!

    So what, ich liebe Tenor und Sopran zu mehr reicht auch die liebe Zeit nicht

    LG
    Siggi
     
  13. zappalein

    zappalein Ist fast schon zuhause hier

    ich erwähne noch diesen sopranisten und multireedspieler. willem breuker.
    (hört man im thema genau hin, so fallen die quieker auf, aber nicht ins gewicht.)
    lg
     
  14. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    @zappalein

    ja der geniale Willem Breuker, was habe ich für wunderschöne Konzerte seines Kollektiefs mit seiner "Menschenmusik" erleben dürfen.
    Und dann sagte mir ein international renommierter Jazzer auf einem Workshop doch sowas wie: die sollen erst mal spielen lernen.

    Nun ja, viel zu früh, wie so viele ist er gestorben, für mich bleibt er unvergessen.

    Gruß,
    Otfried
     
  15. annette2412

    annette2412 Moderatorin

    Kleines Update
    Das Sopran hatte Heimweh und da hab ich es wieder zurückgebracht! War ja nur geliehen.;)
    Ehrlich: mir war das zu anstrengend.:confused:
    Ich denke immer, das klappt alles parallel zum Tenor (so wie mit den Bass) und dann stelle ich fest, dass mich das total überfordert und ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden bin.
    Meine Zeit gehört - erstmal - auschließlich dem Tenor.

    Liebe Grüße
    Annette
     
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  16. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Ich bin da ganz bei Dir! ....ICH bin viel zu schlecht, als das ich die anderen Baugrößen vergleichbar spielen könnte....

    Ausschließlich Tenor...da möchte ich akzeprabel spielen können...:)...mehr brauche ich nicht...

    CzG

    Dreas
     
    annette2412 gefällt das.
  17. RomBl

    RomBl Ist fast schon zuhause hier

    Schade Annette.
    Kann es vielleicht sein, dass das Setup nicht gepasst hat?
    Ich spiele ja auch beides parallel und komme da, seitdem ich die passende Mundstück-Blatt-Kombi gefunden habe, bestens klar. Gestern und vorgestern habe ich statt mit dem Tenor mit dem Sopran geübt, und der Sound gefällt mir mittlerweile richtig gut. Bei mir funktioniert das deutlich besser wie befürchtet und die Zeiten des getretenen-Enten-Sounds sind vorbei :D.
    Bei mir hing wirklich viel vom Mundstück ab, und da wiederum viel vom Blaswiderstand.

    Hattest Du denn das Teil auch mal zur Unterrichtsstunde dabei? Eine Stunde im Monat machen wir immer mit dem Sopran.
     
  18. Gerrit

    Gerrit Experte


    Früher bliesen viele Größen eines der Saxophone, dieses eine meisterhaft, waren darauf anerkannt und bewundert, heute muss man, überspitzt gesagt, alle beherrschen, um überhaupt ernst genommen zu werden und am besten sein Arsenal noch um allerlei Flöten, Klarinetten und Doppelrohrblätter erweitern...

    Selbstverständlich gab es damals auch schon Ausnahmen, aber da waren eben die großen Bariton-, Tenor-, Alto- oder Sopranspieler, die sich im Wesentlichen auf ein Instrument konzentrierten und spezialisierten. Auf diesem waren sie dann als Stimme erkennbar und für viele vorbildlich...

    Gerade wenn man nicht von seinem Handwerk lebt, muss man sich eigentlich überhaupt keine Gedanken darum machen: man bläst ggf. das Horn, das einem wirklich liegt, an's Herz gewachsen ist und gibt auf dem alles...
     
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  19. annette2412

    annette2412 Moderatorin

    Auf der einen Seite schade, weil ich das Sopran wirklich mag, Auf der anderen Seite fühle ich mich aber wirklich erleichtert. Ich hatte immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich das Sopran mal wieder 10 Tage nicht gespielt hatte.
    Das Setup war ok: ein Yamaha 475 mit Yamaha Mundstück 6C und 2er Blätter. Das lies sich gut spielen. Soundtechnisch war da natürlich noch viel Luft nach oben.;)
    Ich hatte es auch mit im Unterricht und meine Lehrerin fand die Intonation in Ordnung. Ab dem C''' wurde es etwas schwieriger, aber das bekam ich auch hin.
    Vielleicht kreuzt ja irgendwann mal wieder ein Sopran meinen Weg.:rolleyes:

    Liebe Grüße
    Annette
     
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