1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Tiefes C flattert beim Tenor

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Instandhaltung" wurde erstellt von LouiseKoerner, 10.August.2016.

  1. LouiseKoerner

    LouiseKoerner Schaut nur mal vorbei

    Hallo, ich schon wieder mit nem neuen Problem:

    Ich bekomme auf meinem wunderbaren Keilwerth Toneking, das erst neulich von der GÜ zurückkam, tief C (und tiefere Töne) nicht mehr hin. Ich habe das gute Stück ja noch nicht lange, bilde mir aber ein, dass die Töne anfangs sehr smooth rüberkamen.
    Ich bekomme mittlerweile nur noch mit großer Mühe und ausschließlich leise ein tiefes C hin. Von tieferen Tönen reden wir erst gar nicht.
    Der Tön flattert, klingt bei normaler Ansprache wie eine Oktave höher. Leider habe ich nicht genügend Finger, um die Klappe einfach mal direkt runterzudrücken..
    Ich bilde mir ein, beim D fängt das jetzt auch an.
    Bevor ich die Kanne wieder zum Saxdoc schleppe, wollt ich mal reinhören, ob jemand mal was ähnliches erlebt hat und wieder mal einen guten Rat hat.
    (Klappe zukleben oder ähnlich scheußliches ....)
    Oder hab ich im Urlaub das tiefe C verlernt .....

    Danke und beste Grüße
    Louise
     
  2. ppue

    ppue Experte

    Meist liegt es gar nicht an den Klappen direkt, sondern es gibt irgendwo am Sax ein kleines Leck. Das kann überall sein. Nur bei den tiefen Tönen wirkt das z.B. wie ein Oktavloch. Oft liegt das an den Klappen, die von anderen mit genommen werden.

    Zum Beispiel der Fis-Klappe, die von dem F-, E- und D-Taster mitgenommen wird. Oder es sind das Seiten-Bb bzw. die C-Trillerklappe, die ein kleines Leck haben. Die kleine C-Klappe ist auch eine Mitgenommene. Dann können es die Palmkeys sein oder irgend ein Stückchen Dreck auf irgend einem Polster.

    Am Besten hilft da das Ausleuchten. Entweder du hast selbst einen Ausleuchtschlauch, ... ok, hast du nicht. Dann hilft dir vielleicht ein freundlicher Saxer, der anderen hilft (siehe unten in meiner Signatur). Ansonsten steht dann doch der Gang zum Doc an.
     
    LouiseKoerner gefällt das.
  3. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Wenn du uns verrätst von wo du kommst findet sich bestimmt einer hier der hilft
     
    LouiseKoerner gefällt das.
  4. breath_less

    breath_less Ist fast schon zuhause hier

    Ist dein Sax-Doc denn so weit weg? Befürchte du kommst um einen Besuch nicht drum herum. Wie ppue schon schrieb, ausleuchten lassen und Undichtigkeit direkt beheben lassen. Auf die GÜ solltest du ja noch Garantie haben.
     
    LouiseKoerner gefällt das.
  5. Roman_Albert

    Roman_Albert Ist fast schon zuhause hier

    Lass Dir mal von jemand anderes die Klappe fest zudrücken, die sich öffnet, wenn Du den Gis-Hebel runterdrückst.
    Also zudrücken, während Du ein Tief-C spielst.
    Wenn das hift, hast Du den Schuldigen und kannst an einer Schraube leicht nachjustieren.
    Das passiert relativ oft.
     
    LouiseKoerner gefällt das.
  6. holgi1964

    holgi1964 Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich hatte das Problem mal bei einem Alto. Da war die Disklappe so leicht eingestellt, dass ich die alleine durch den Luftdruck beim lauten Spielen auf gedrückt habe und die tiefen Töne angefangen haben zu flattern. Der Saxdoc hat dann bloß den Schließdruck erhöht.
     
    LouiseKoerner gefällt das.
  7. LouiseKoerner

    LouiseKoerner Schaut nur mal vorbei

    Tja, vielen Dank.
    Ich hatte mir so etwas schon gedacht. Ich denke, ich werde es nochmal zum Saxdoc bringen. Das gute Stück war lange nicht gespielt worden, bevor es die GÜ hatte. Ich kann mit gut vorstellen, dass nach dem "Wiedereinspielen" nochmal durchgecheckt werden muss. Ich fackel da jetzt nicht lange rum, sondern lasse am besten den Profi ran. Mein Lehrer ist noch zu lange im Urlaub, so lange kann/will ich nicht warten.
     
    a.g. und jazzwoman gefällt das.
  8. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Louise,
    wenn Du - wie Dein "Kontakt" verrät - aus Bad Homburg kommst, dann kann ich Dir vielleicht mal aushelfen.
    Ich werde kommenden Samstag (13.08.) so zwischen 12:30h und 14:00h auf dem Weg in den Rheingau sein. Da fahre ich bei euch vorbeikommen.
    Wenn Du magst kann ich mal bei Dir vorbeischauen, einmal meine Ausleuchtlampe in das Saxophon reinhalten und wir schauen mal ob wir eine Undichtigkeit sehen.
    Ist vermutlich eine Sache von fünf Minuten.

    Ist Dein Toneking ein Alt oder ein Tenor? Dann würde ich evtl. auch mal ein entsprechendes Mundstück mitbringen und mal reinpusten, wenn's Dir Recht wäre.
    Ich spiele u. a. selbst auch ein Keilwerth Toneking, ein Tenor.

    Sag' mir einfach Bescheid. Entweder hier im Thread oder per PM.

    Nachtrag:
    ... ich sehe gerade @Huuuup ist aus Eppstein. Er hilft sicher auch gerne.
     
    Kersche und LouiseKoerner gefällt das.
  9. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Klar,erstens spiele ich auch ein altes keili,zweitens wohne ich um die ecke,drittens habe ich einen durchleuchtschlauch und viertens kann ich so eine kleinigkeit schnell beheben.
    Melde dich einfach mal bei bedarf ;-)
     
    b_nic, Kersche, Rick und einer weiteren Person gefällt das.
  10. LouiseKoerner

    LouiseKoerner Schaut nur mal vorbei

    Ich bin echt platt, dass Die Hilfe hier so wörtlich genommen wird!
    Vielen Dank!
    Das wäre natürlich toll!
    Ich könnte nach Eppstein fahren - ist ja wirklich um die Ecke - Huuuups Anmerkung "er könne so eine Kleinigkeit schnell beheben" klingt einfach zu verlockend ....
    @Huuuup, wie wärs?

    Achso: ist übrigens ein Tenor, das gute Stück
     
    Kersche gefällt das.
  11. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Kein Problem, bin ab Montag aus Holland zurück, hoffe das ist nicht zu lang für dich, hab dann auch Zeit weil Urlaub .
    Kontakte mich doch einfach per pn
    Übrigens ich such noch Leute für ein saxquartett.
     
    Taiga, Kersche und LouiseKoerner gefällt das.
  12. Guido1980

    Guido1980 Ist fast schon zuhause hier

    So wie hier muss dat laufen. Coole Sache!
     
    Kersche und LouiseKoerner gefällt das.
  13. Rick

    Rick Experte

    Wie schon öfter mal festgestellt muss man nach einer umfassenden GÜ IMMER nach ein paar Wochen noch mal zum Nachjustieren kommen, weil sich durch das anschließende Spielen die frisch eingesetzten Polster, Filze und Korken eindrücken und daher die Mechanik einer Kontrolle an einigen Stellschrauben bedarf.
    Wenn sich also kurz nach der Überholung Schwierigkeiten bei der Ansprache usw. ergeben, ist das kein Versäumnis des Sax-Docs, sondern eher normal, würde ich sagen.

    Gut sax,
    Rick
     
    jazzwoman, Topshit und LouiseKoerner gefällt das.
  14. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Hab ich bis jetzt immer Glück gehabt, egal welches dax ich von einer Generalüberholung geholt habe,es hat die nächsten jahre nie !! Probleme gemacht und auch beim kostenlosen service nach 12 monaten gab es nie was zum nachstellen
     
    Bernd und LouiseKoerner gefällt das.
  15. Kersche

    Kersche Ist fast schon zuhause hier

    Hm, ich hatte die GÜ letztes Jahr im Oktober. Seit einiger Zeit blubbert das tiefe d und das obere d quietscht, also überbläst gern. jetzt bin ich zu sehr Anfänger, als dass ich wüsste, ob es an mir oder am Instrument liegt. Ich habe das Instrument eigentlich richten lassen, damit ich es nicht für mistiges Spielen verantwortlich machen kann... Weiß das jemand von euch, was das Problem sein könnte?
     
  16. claptrane

    claptrane Ist fast schon zuhause hier

    Man kann ja Fehlerquellen ausschließen.
    Wenn du glaubst, dass das Problem an dir liegt, solltest du jemand reinpusten lassen, von dem die weißt, er kann es besser.
    Wenn du ein anderes Instrument probierst, wirst du merken ob es daran liegt.
    Hast du einen Lichtschlauch oder ähnliches da, um das Sax von innen auszuleuchten ?
    Was auch noch grob funktioniert, ist alle Klappen schließen und dann die F Klappe öffnen und wieder schließen.
    Wenn du dann dein Ohr an die S Bogen Öffnung legst, kannst du ein langes oder kurzes Bummm hören.
    Wenn es lang ist sollte alles dicht sein .Einige Klappen Kopplungen mal ausgeschlossen, aber kannst du auch mit dem D machen, da sind ja auch schon viele Klappen geschlossen.
     
  17. Rick

    Rick Experte

    Erst mal Gratulation!

    Das ist natürlich auch wieder individuell unterschiedlich:

    Der Sax-Doc "verkorkt" normalerweise nach dem Austausch von Polstern, Filzen usw. alle Klappen, sodass die Einzelteile durchaus bereits "eingedrückt" sind.
    Wenn dann der Saxer nicht viel spielt und vor allem nicht besonders fest die Klappen zudrückt (was man auch bleiben lassen sollte!), kann das schon ausreichen, sodass im Idealfall nichts mehr nachjustiert werden muss.
    Manchmal wird auch an der "Verkork-Zeit" beim Sax-Doc gespart, vor allem, wenn der Besitzer ungeduldig das Horn so schnell wie möglich zurückhaben möchte.
    Und dann kommt es noch auf das verwendete Material an, ob es mehr oder weniger stark durch die Belastung beim Spielen die Form verändert.

    Gut sax,
    Rick
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.August.2016
  18. Huuuup

    Huuuup Ist fast schon zuhause hier

    Also mein saxdoc verkorkt das sax und lässt das auch mehrere tage so stehen.. Im normalfall spiel ich meine 8 stunden die woche. Hab ich wohl einfach glück und einen super saxdoc hab ich eh,war bei leilwerth in nauheim meister
     
    LouiseKoerner gefällt das.
  19. LouiseKoerner

    LouiseKoerner Schaut nur mal vorbei

    Yes, @Huuuup bei dem war ich auch. Ich denke, der Umstand dass das Sax zuvor wohl lange gelegen hat, spielt hier auch eine Rolle.
    Ich hab ihn angerufen und bringe es am Dienstag zu ihm, er schaut nach.
    Euch allen ganz herzlichen Dank für die spontanen Angebote.
    Also: allen erst mal ein entspanntes Wochenende und Dir gute Heimfahrt!!
     
    Rick gefällt das.
  20. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Hmhhhh. Ich habe vor kurzem ein Vintage generalüberholen lassen. Der Saxdoc hat alle Tonlochkamine exakt begradigt, damit er Chanu-Polster (er steht auf Chanu, findet sie besser als Pisoni) verwenden kann.
    Chanu haben etwas härtere Filze. Sie drücken sich nicht so stark ein wie Pisonis. Das sorgt für ein präziseres Spielgefühl. (Selmer hat früher ausschließlich Chanu-Polster verwendet.)
    Diese klebt er noch nach alter Handwerkstradition mit Schellack ein. Heißkleber lehnt er ab.

    Daher ist es unerlässlich, dass die Tonlochkamine penibel eben sind. Die Polster wurden nicht verkorkt, da er die Philosophie vertritt, dass ein Polster dicht schließen muss, sobald es sachte am Tonlochkamin aufliegt. Nicht erst dann, wenn sich der Tonlochkamin als Ring ins Polster gerdrückt hat.

    LG Bernd
     
    last gefällt das.