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Trainingssoftware "Vom Blatt lesen" (Sight reeding)

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von misterfunkysax, 26.August.2016.

  1. misterfunkysax

    misterfunkysax Ist fast schon zuhause hier

    Hallo,

    welche Software könnt ihr für das "Vom Blatt lesen" (Sight reeding) empfehlen? Gibt es da ggf. eine Open Source bzw kostenfreie Lösung?

    Ziel: rhythmisch noch präziser werden!

    Freue mich auf eure Nachrichten.

    Viele Grüße
     
  2. deraltemann

    deraltemann Ist fast schon zuhause hier

    wieso soll es für jedes Problem eine Software geben ?
    leider ist die schlechte nachricht das man bei dem Problem selber was machen muss..
    ganz old school ...
    einfach üben bis es passt.
     
  3. JazzPlayer

    JazzPlayer Ist fast schon zuhause hier

    Wo genau liegt denn das Problem, bzw. was soll den eine mögliche Software überhaupt können?
    Bereitet es dir generell Probleme, Noten in Musik umzusetzen oder geht es "nur" darum, das Blattspiel soweit zu bringen, dass man bis zu einem gewissen Schwierigkeitsgrad gleich im Zieltempo vom Blatt spielen kann?

    Es gibt genügend Notations-Programme, die eine Abspielfunktion haben. Dort könnte man dann z.B. Noten eingeben und abspielen lassen, um selbst dazu zu spielen. Als erstes fällt mir da MuseScore ein, weil ich das zur Notation oder für kleine Etüden selber nutze.
    Dann gibt es natürlich auch viele Notenbücher mit CDs, auf denen die Stücke eingespielt sind.

    Ich weiß eben noch nicht genau, wo du gerne hin möchtest.
     
  4. Wanze

    Wanze Ist fast schon zuhause hier

    Wenn man für einzelne Teile eines Posts ein "Gefällt mir" vergeben könnte, würde ich das für das "Sight reeding". :danke:

    Klar, wenn man mit einem Reed-Instrument vom Blatt spielt, wird aus dem "Sight Reading" ein "Sight reeding" :-D:yiep:
    Da muss man erst mal draufkommen!! :pint:

    Wenn es statt einer App ganz altmodisch auf Papier sein darf:
    [​IMG]

    Grüße,

    Wanze
     
    Rick gefällt das.
  5. misterfunkysax

    misterfunkysax Ist fast schon zuhause hier

    Danke der Nachfrage. Mir geht es darum zu einem gewissen Schwierigkeitsgrad gleich im Zieltempo vom Blatt spielen zu können. Dies sowohl rhythmisch korrekt als auch von den Noten her (Violin- und Bassschlüssel).

    Cool - ist mir gar nicht aufgefallen. Aber danke an Wanze für den Hinweis. Natürlich ist "Sight reading" gemeint :)
     
  6. misterfunkysax

    misterfunkysax Ist fast schon zuhause hier

  7. JazzPlayer

    JazzPlayer Ist fast schon zuhause hier

    Ich lehne mich jetzt mal etwas aus dem Fenster und spreche die Vermutung aus, dass nur eine kleine Minderheit mit solchen Programmen arbeitet. Gerade wenn man prinzipiell Noten lesen und Rhythmen verstehen kann, ist es eher einer Frage der Übung, viel nach Noten zu spielen. Der übliche Weg ist da die Kontrolle durch einen Lehrer oder eine andere musikalisch gebildete Person im näheren Umfeld, die die Notenvorgabe mit dem gespielten vergleichen kann. Im besten Fall bekommt man seine eigenen Fehler mit und korrigiert dann selbst, was man ab einem gewissen Level dann auch können sollte.
    Der Lerneffekt kommt jedenfalls dadurch zu Stande, dass man so etwas wie ein Repertoire aufbaut, was das visuelle Erkennen notierter Rhythmen angeht und dass man die geschriebene Note mit einer Bewegung/einem Griff auf dem jeweiligen Instrument assoziiert. Dazu muss man einfach viel Spielen und die Kontrolle haben, ob das Gespielte auch das Beabsichtigte war.

    Da sehe ich auch das Problem von Software und Playbacks: mit dem Einsatz dieser Methoden nimmt man sich selbst nämlich in zwei Aspekten die Arbeit und damit wichtige Lernerfahrung ab. Zum Einen ist man verleitet, nach einer Mischung aus Hören und Lesen zu Lernen, sodass man in der Konsequenz beides nicht richtig beherrscht, also weder nur mit Noten noch nur mit einer Aufnahme zurechtkommt. Zum Anderen kann man das Gespielte immer mit der Aufnahme vergleichen und würde dann ohne mitlaufende Aufnahme gar nicht merken, ob man falsche Töne spielt oder aus dem Takt geflogen ist.
    Es muss nicht zwangsweise so kommen, aber ich sehe da zumindest eine gewisse Gefahr.

    So schön und praktisch es auch ist, Stücke im Zieltempo vom Blatt spielen zu können: man sollte meiner Meinung nach beim Üben immer in einem Modus bleiben, in dem man selbst noch die Übersicht hat, was man tut, sonst hat es keinen Zweck. Mit der Zeit und Übung wird es dann sukzessive besser und irgendwann kann man dann auch z.B. moderate Bebop-Stücke vom Blatt spielen.

    Wie übst du denn bisher? Hast du Unterricht? Was sind die Inhalte?
     
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  8. quax

    quax Ist fast schon zuhause hier

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  9. CBlues

    CBlues Ist fast schon zuhause hier

    Manchmal wünschte ich es würde hier einen "Gefällt mir gar nicht Knopf" geben.
    Da stellt jemand eine Frage und als erstes wird dessen Frage gleich in Frage gestellt.
    Sehr hilfreich sowas :mad: *grummel*
     
  10. Florentin

    Florentin Ist fast schon zuhause hier

    Tja, eine optimale App für den Zweck kenne ich leider nicht.

    Aber wenn Du erst mal die Rhythmusmuster drauf hast (vielen Dank @quax für die Empfehlung meiner Rhythmusschule), scheint mir die Lösung Playalongs zu sein. Wohl nicht gratis. Um zu üben, gleich im Zieltempo mitzukommen, solltest Du schwierigkeitsgestufte Playalongs nehmen. Es gibt auch wenige Hefte (z.B. die Funk-Etüden von Th. Skringer), wo ein und dasselbe Stück in 3 verschiedenen Tempi angeboten wird. Im Anhang meines Buchs empfehle ich viele Playalongs, in ansteigender Schwierigkeit und aus verschiedenen Genres.

    Durchaus eine gute Übung ist, auch schwierigere Playalongs in schnellerem Tempo aufzulegen und zu lernen, da mitzuspielen, ohne rauszufliegen. Also nicht auf jeden einzelnen Ton versteifen, aber immer genau zu wissen, wo man ist, was man zur Not auslassen muss, und wo man sich wieder fangen kann. Und sich dabei nichts anmerken zu lassen und immer cool zu bleiben. Das ist auch in echten Auftrittssituationen sehr hilfreich.
     
  11. Wanze

    Wanze Ist fast schon zuhause hier

    Schade aber auch. Ich fand die Wortschöpfung "Sight reeding" einfach genial! :-D:cool2:

    Wanze
     
  12. saxhornet

    saxhornet Experte

    Mir ist keine App, die wirklich Sightreading verbessert und ernst zu nehmen ist, dazu bekannt.

    Ich halte das auch nicht für sinnvoll. Beim Sightreading geht es um 2 separate Punkte: Rhythmen schnell erfassen und korrekt wiedergeben können, sowie Tonhöhen schnell erfassen und rechtzeitig diese zu spielen zu können.
    Es gibt verschiedene Ansätze wie man das Trainieren kann und ich denke nicht, das sich das mit einer App umsetzen lässt.
    Was hilft ist einfach wirklich viel Blattlesen zu machen und das in jeder Übungseinheit und auch mit Sachen, die einen fordern (aber nicht überfordern). Und das ist ein Prozess, der manchmal auch etwas dauert. Und sich mit Rhythmen auch ohne Instrument auseinanderzusetzen ist wichtig.
    Eine App ist nur wieder der Wunsch nach einer Abkürzung, die es nicht gibt. Das ist einfach harte Handarbeit und Bedarf einfach der ausreichenden Übung am Instrument mit echten Noten.
    Niemand aus meinem Umfeld der im Blattlesen wirklich gut oder sogar extrem gut ist hat es durch Software gelernt.
     
    flar gefällt das.
  13. Dr-Dolbee

    Dr-Dolbee Ist fast schon zuhause hier

  14. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    Mal eine 5ct dazu (weil, ich kann auch nicht vom Blatt spielen):
    Problem 1: jemand erkennt den Ton nicht, weiß also nicht, was er greifen muss. Hier hilf m.E. nur systematisches Töne lernen aus der Grifftabelle.
    Problem 2: jemand erkennt den Ton, weiß, was er greifen muss, kriegt das Ganze aber nicht in den Rythmus gepack (wie ich). Ich unterstelle mal es geht um 2.

    Ich schließe dann mal von mir auf andere:
    Mir ist z.B. klar, dass eine 1/8 nur halb so lang wie 1/4 usw. ist. Ich kriege das nur nicht umgesetzt, egal, ob ich den Takt schlage, ein Metronom nehme, Klatsche oder sonst was mache. Hacke ich die Noten in ein Tool und lasse es mir vorspielen, dann ist mir klar, wie es klingen muss.
    Ideal wäre jetzt eine App, mit der man eine Passage fotografiert, die App die Noten erkennt und dann abspielen kann. Ich vermute in diese Richtung geht die Frage.

    JEs
     
  15. sopran55

    sopran55 Schaut öfter mal vorbei

    Da gibt es die Software Ludwig die zeigt was man drücken muss und spielt in der einfachsten Melodie eine Begleitung.
     
  16. JazzPlayer

    JazzPlayer Ist fast schon zuhause hier

    @JES: Dann passiert aber das, was ich oben schonmal schrieb. Wer sich immer erst etwas vorspielen lassen muss, wird nie lernen, mit Noten umzugehen. Das kann ja nicht im eigenen Interesse sein.
     
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  17. Florentin

    Florentin Ist fast schon zuhause hier

    Hmm, mich hat das nicht überzeugt. Ich habs durchgearbeitet, weil es ein Rezensent bei Amazon als viel tollere Alternative zu meiner altmodischen Papier-Rhythmusschule empfohlen hatte. Meinen Eindruck habe ich hier beschrieben. In diesem Kommentar schreibe ich auch etwas zu dem "Rhythm Coach" von Richard Filz.
     
  18. sopran55

    sopran55 Schaut öfter mal vorbei

    Bei Ludwig musst du mit Spielen.
     
  19. JES

    JES Ist fast schon zuhause hier

    Lösung?
     
  20. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    Herausfinden, wo es hakt. Du hast es vielleicht 'rational' verstanden, aber es ist noch nicht in Deinem Unterbewusstsein angekommen, es ist noch nicht automatisiert.

    Erst einmal einfach Rhythmusübungen auf 1/8-Ebene.

    Wenn Du die Viertelebene klar hast, kannst Du die Achtelebene angehen.

    In einer halben Note gibt es nur vier Möglichkeiten für Achtel und Viertel:
    1/4 1/4
    1/4 1/8 1/8
    1/8 1/8 1/4
    1/8 1/4 1/8
    (Und nur bei einer ist auf dem mittleren Schlag kein Ton zu spielen.)
    usw.

    Grüße
    Roland