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Unebene gebördelte Tonlochkamine

Dieses Thema im Forum "Reparatur und Instandhaltung" wurde erstellt von breath_less, 26.September.2017.

  1. breath_less

    breath_less Ist fast schon zuhause hier

    Am vorletzten Wochenende hatte ich mich dazu entschlossen, mein 63er Keilwerth Toneking neu zu polstern.
    Hintergrund waren einige Undichtigkeiten bei mehreren Polstern und damit verbundene Anspracheprobleme.

    Nachdem ich die Mechanik abgeschraubt und die alten Polster entfernt hatte, kontrollierte ich gestern, ob die Tonlöcher Plan sind.
    Hier kam dann das unangenehme Erwachen. Bei einigen waren deutliche Unebenheiten zu erkennen - kein Wunder, dass die Polster nicht richtig decken konnten.

    Hier ist jetzt mein kleines Schrauberlatein am Ende.
    Ich hoffe ich finde einen Saxdoc, der so etwas gut kann und mir nur die Tonlochkamine wieder "planiert", ohne eine kompeltte Überholung machen zu wollen
    Die Polster hatte ich schon bestellt und geliefert bekommen.

    Hat von euch schon mal jemand die gleichen Erfahrungen gemacht und wo hat er die Tonlöcher wieder richten gelassen?

    Dann noch eine weitere Frage.
    Das Sax ist komplett entlackt, das Messing hat schon eine schöne Patina angenommen, an den Stellen wo mehr Feuchtigkeit vorhanden war auch ein wenig Oxid.
    Dieser setzt sich dann auch auf den Tonlöchen (sind nur 3 ) ab und greift die Polster dort entsprechend an, lasst sie schneller hart und porös werden.

    Ok, die Ränder der Tonlöcher kann man mit diversen Polituren wieder sauber bekommen.
    Macht es Sinn, diese mit Klarlack zu versiegeln?
     
  2. breath_less

    breath_less Ist fast schon zuhause hier

    Wie gut das es Toko gibt!

    Angerufen, er macht das :D
    (hätte ich gleich machen können)
     
    zappalein, Sandsax, 47tmb und 2 anderen gefällt das.
  3. breath_less

    breath_less Ist fast schon zuhause hier

    evtl. ganz interessant:

     
    b_nic und Gaivota gefällt das.
  4. Wanze

    Wanze Ist fast schon zuhause hier

    Such Dir einen Saxdoc, der nicht gleich mit abschleifen anfängt... Wenn man das zu oft macht, ist das Rolled aufgeschliffen

    Grüße,

    Wanze
     
  5. breath_less

    breath_less Ist fast schon zuhause hier

    Ich denke es befindet sich bald in guten Händen.
     
  6. breath_less

    breath_less Ist fast schon zuhause hier

    An die Schrauber und Saxdocs

    Ich überlege Zaponlack auf dem oberen Rand und den Innenseiten der Tonlochkamine zu nutzen, um die Oxidation an diesen Stellen zu vermeiden und damit die Polster zu schonen.
    Hat da jemand Erfahrung?

    VG
     
  7. Wanze

    Wanze Ist fast schon zuhause hier

    imho brauchst Du Dich bei gerollten Tonlöchern nicht um die Schonung der Polster zu kümmern.
    Mir hat mein Saxdoc letzthin beim Tenor ein paar Polster ausgewechselt, weil der Kleber nicht gehalten hat... die waren noch original. 1961 :D

    Grüße,

    Wanze
     
  8. breath_less

    breath_less Ist fast schon zuhause hier

    Hatte ich im 1. Post erwähnt
    "Das Sax ist komplett entlackt, das Messing hat schon eine schöne Patina angenommen, an den Stellen wo mehr Feuchtigkeit vorhanden war auch ein wenig Oxid.
    Dieser setzt sich dann auch auf den Tonlöchen (sind nur 3 ) ab und greift die Polster dort entsprechend an, lässt sie schneller hart und porös werden."

    Das ist unabhängig von der Art. War schon recht auffällig.
     
  9. mato

    mato Ist fast schon zuhause hier

    Ich habe bei Toko auch schonmal eine Toneking zum Tonlochränder begradigen gehabt, und das kam wirklich top zurück. Nirgendwo ein Feilenstrich zu sehen (war versilbert) aber doch perfekt eben.
     
    breath_less gefällt das.
  10. Sandsax

    Sandsax Ist fast schon zuhause hier

    So sehe ich das auch und denke, dass die von Dir beobachtete verstärkte Belastung/ Brüchigkeit der Polster an den beschriebenen Stellen nichts anderes als ein weiteres Symptom des gleichen unlösbaren Problems ist:

    an manchen Tonlöchern sammelt sich halt mehr Feuchtigkeit als an anderen und da steht Leder auf Dauer nicht drauf.

    Die Belastung fürs Polster jedoch ist vergleichsweise stärker an geraden (nicht gerollten) scharfkantigen Tonlochrändern, die dort übrigens auch korrodieren.

    Mit dem Zaponlack zu experimentieren muss nicht gut sein. Kann mir vorstellen, dass der auch nach längerer Zeit vom Rand ausgehend abzublättern beginnt, dann gibt es zusätzliche raue Stellen...
    Außerdem ist er nicht UV-stabil und dunkelt anders nach als der Rest des Instruments, bzw. das zur GÜ komplett polierte unlackierte Instrument dunkelt an den lackierten Stellen erstmal gar nicht nach.
    Könnte komisch aussehen und zumindest die Nachwelt mag das stören. ;)
     
    breath_less und tomaso gefällt das.
  11. breath_less

    breath_less Ist fast schon zuhause hier


    Gutes Argument!

    Da wird nix poliert :D
     
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