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Unterricht wöchentlich - ein Zwischenbericht

Dieses Thema im Forum "Anfänger Forum" wurde erstellt von maipin, 14.Februar.2017.

  1. maipin

    maipin Kann einfach nicht wegbleiben

    Vielleicht hilft es dem einen oder anderen Anfänger bei der Entscheidungsfindung...

    Es gibt ja noch Anfänger, die altmodisch Sax lernen wollen - so mit Lehrer...
    Nun hatte ich mich also vor knapp zwei Monaten für wöchentlichen Unterricht entschieden und dachte gerade mal darüber nach, ob das so richtig war.
    Gleich vorab: Ja, war es und ich würde es wieder so machen. Man hat natürlich mehr Input, als wenn man alle zwei Wochen Unterricht hat. Das heißt aber auch, dass man möglichst jeden Tag üben muss. Anfangs eine halbe Stunde, bin ich jetzt bei ca. einer Stunde am Tag.
    Meine Fotografiererei muss da jetzt zurückstecken - ich bin froh, dass die Bilder für eine Ausstellung vor dem Sax fertig waren - im Moment schleift es da gewaltig - kleinere Sachen werden am Vorabend fertig... Dann ist da ja auch noch der Job. Und auch soziale Kontakte wollen trotzdem gepflegt werden. Es ist aber schon echt anstrengend. Liebe Lehrer, habt also bitte auch "mal" Verständnis! Wir reissen uns schon echt auch den A... auf! :singing:
    Wer das nicht (für sich!) tut, ist selbst schuld - wie wäre es mit Triola...
    Ob ich den Unterricht nach dem halben Jahr weiter wöchentlich mache oder auf zweiwöchentlich gehe, weiss ich noch nicht - das hängt davon ab, wie es sich weiter zurechtruckelt - man kann da sicher noch einiges optimieren und was dann für das Können besser ist - wird sich zeigen.
    Trotzdem ist anfangs wöchentlich ganz gut, damit man grundlegende Dinge so schnell wie möglich drauf hat, um darauf aufzubauen, was auch wichtig für die Motivation ist. Auch die Abstände für eine Kontrolle sollten wohl nicht zu lang sein - Fehler können hartnäckig sein, wenn sie erst einmal richtig sitzen...:-?

    LG Maik
     
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  2. grosskopf

    grosskopf Ist fast schon zuhause hier

    Maipin, Deine Ausführungen hätten jetzt auch von mir stammen können. Nur eben aus Sicht des Lehrers! Ich kann Dir versichern, dass deine Entscheidung nicht falsch ist: am Anfang möglichst wöchentliche "Korrekturtermine" ;-) dann je nach Zeit, die du aufbringen kannst zum Üben. Wenn Du weißt, wohin die Reise musikalisch gehen soll, was du auf dem Sax erreichen möchtest, gibt es ja so viele Möglichkeiten, etwas dazu zu lernen, sich Tipps einzuholen (Workshops, Bücher, Videos....) und und und. Abstände zwischen den Stunden sollten auich deshalb nicht zu groß sein,. dass man auch mal ein (Motivations-)Tief überwindet, ohne gleich um Monate zurückgeworfen zu werden und man das Horns dann aus lauter Frust komplett in die Ecke stellt.

    Grüße aus dem sonnigen Leipzig, Andy
     
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  3. Jacqueline

    Jacqueline Nicht zu schüchtern zum Reden

    Hi Maik,

    auch ich kann das so unterschrieben, wir haben ja quasi zeitgleich angefangen zu saxxen und haben scheinbar ein ähnliches Übepensum. Jedoch bin ich vor jeder Musikstunde immer etwas unzufrieden mit mir, weil manches noch hätte besser sein können - oder es klappt dann in der Stunde nicht so wie zu Hause. Ich ärger mich dann immer. Wo wir wieder beim Punkt Geduld wären... :D
    Aber ja, das Leben bleibt nicht stehen während man Sax übt - ich vernachlässige fürs Sax leider andere Sachen, mein Auto muss dringend mal wieder sauber gemacht werden...
    Ich bleibe erstmal beim wöchentlichen Unterricht - fürs nächste halbe Jahr zumindest. Warum zweiwöchentlich, wenns so viel Spaß macht.
     
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  4. Rick

    Rick Experte

    Aus Lehrersicht ist es wirklich sinnvoll, am Anfang wöchentlich Unterricht zu nehmen, doch ab einem bestimmten Punkt, wenn die Basics klar sind und es mehr um Details oder das Künstlerische geht, benötigt der Schüler einfach weniger Input von außen, muss sich stärker selbst einbringen.
    Aber gerade wenn das Sax nicht im Vordergrund des Lebens steht, wie etwa bei einem sehr ehrgeizigen Fortgeschrittenen mit Ambitionen auf zumindest semi-professionelle Musikertätigkeit, zum Beispiel einem Musikstudenten oder sich aufs Studium vorbereitenden, wird es oft schwierig, diese gesteigerte Eigenleistung im Lauf einer Woche zu erbringen. Dann ist es besser, sich erst nach etwas größeren Zeiträumen wieder zu sehen, damit der Unterricht fruchtbar bleibt und keinen Frust erzeugt.

    Das ist ein anderer Aspekt: Wenn die wöchentlichen Treffen einfach Spaß machen, wenn man immer etwas daraus zieht, auch wenn es nicht unbedingt jedesmal der große Fortschritt sein muss, dann sollte man auch ruhig dabei bleiben. Der ausgleichende und entspannende Effekt des gemeinsamen Musizierens ist nicht zu verachten, gerade mit einem positiven, einfühlsamen Lehrer kann das manchmal sogar ins Therapeutische gehen. :)

    Gut Sax,
    Rick
     
  5. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Ich genieße nach mehrjähriger Unterrichtspause seit ca. 1 Jahr wieder wöchentlich 1 Stunde Unterricht.

    Und ich möchte das nicht mehr missen müssen :)

    Die wöchentlichen "Kontrolltermine" sind Motivation, nicht nur das zu dudeln, was gerade bei den TOTM angesagt ist oder was ich sowieso schon kann, sondern mich auch mit dem Unterrichtsstoff zu beschäftigen, der mich weiter bringt.

    LG Bernd
     
  6. annette2412

    annette2412 Moderatorin

    Hi!
    Ich habe vor 3,5 Jahren mit wöchentichem Unterricht angefangen und bin auch dabei geblieben.
    Die Stunde ist mir echt "heilig". Selbst wenn ich den allergrößten Arbeitsstress habe, ist das meine Zeit, die ich mir nehme. :cool:
    nicht ärgern - es klappt in der Stunde nie so wie zuhause.;)

    Liebe Grüße
    Annette

     
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  7. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Das kommt mir sehr bekannt vor :)
     
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  8. grosskopf

    grosskopf Ist fast schon zuhause hier

    Ja, ja, das höre ich von meinen Schülern auf immer: "Zuhause hat's aber geklappt." ;-) ....vielleicht sollte ich ab und zu "Zuhause-Stunden" machen :)
     
  9. grosskopf

    grosskopf Ist fast schon zuhause hier

    Nun ja, so wie mein Auto aussieht, müsste ich spielen wie John Coltrane......
     
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  10. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Hatte ich zu Anfang. Da kam mein Lehrer zu mir nach Hause :)
     
  11. maipin

    maipin Kann einfach nicht wegbleiben

    Ich vermute mal, dass man als Schüler nicht ganz so locker ist, wenn man etwas machen "soll", statt es, wie zuhause einfach zu machen. Ich kenne das von mir auch gelegentlich - dann ist es meist, dass man das Blatt abquetscht. Man will es eben "besonders richtig machen", statt es "einfach zu machen"...

    LG Maik
     
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  12. hanjo

    hanjo Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Bernd,

    und was hast Du dafür weggegeben?

    Gruß
    Hanjo
     
  13. SaxPistol

    SaxPistol Ist fast schon zuhause hier

    Ich bin jetzt nach knapp 2 Jahren von 1/2 h pro Woche auf 3/4 h alle 2 Wochen umgestiegen.
    Es ist halt so, dass nach einer gewissen Zeit eben dickere Bretter gebohrt werden und jeder Fortschritt mit noch mehr Geduld und Beharrlichkeit erarbeitet werden muss. Die gefühlte Lernkurve flacht ab, aber auch in der Musik gilt: Die Tücke steckt im Detail.
    Und außerdem will man jetzt an unserer Musikschule eine Bigband aufbauen. Gestern war die erste, sozusagen "konstituierende" Probe. Hat Spaß gemacht. Für mich wird's auch Zeit, mehr mit anderen zusammmenzuspielen, statt immer nur allein oder zu Playalongs.
     
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  14. ehopper1

    ehopper1 Ist fast schon zuhause hier

    Klasse!
    Du nennst die zwei wichtigsten Dinge: Spaß und das Zusammenspiel mit anderen.
    Weiterhin viel Freude und Erfolg.:thumbsup:

    Lg
    Mike
     
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  15. Rick

    Rick Experte

    Richtig, das ist das Problem.
    Aber dem muss man sich stellen, das muss man überwinden, wenn man mal vor Publikum auftreten möchte - denn dann interessiert es keinen mehr, dass es zu Hause oder im Probenraum immer besser geklappt hat... ;)
     
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  16. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    Na ja, Rick, ein großes Wort gelassen ausgesprochen....;)

    Vor Publikum habe ich keine Hemmungen....da verlaß ich mich drauf, daß wir als "Amöbenband" dennoch gut rüber kommen....wenn ich weiß, da sind Profis im Publikum kribbelt es etwas mehr....aber das sind ja höchstens nur ein oder zwei....spiele ich vor dem Lehrer geht's wenn ich mich etwas eingespielt habe....nehme ich für den Lehrer was auf, wird's herausfordernd....HUCH, Aufnahme läuft, JETZT aber....mmmpfff....

    Am schlimmsten ist es in einem Workshop, vor allem wenn da auch noch Teilnehmer dabei sind, die mich hier im TOTM im Forum schon gehört haben....und dann bin ICH an der Reihe....Dozent vor Augen, tausend Ohren im Rücken...

    DAS ist für mich die größte Herausforderung....(im Januar wieder mal in Stralsund erlebt)....aber was uns nicht umbringt, härtet uns ab.....:cool:

    CzG

    Dreas
     
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  17. SaxPistol

    SaxPistol Ist fast schon zuhause hier

    @Dreas Ich kenne Dich zwar nicht persönlich, aber so wie Du schreibst bist Du ja weit über das Totalanfängerstadium hinweg.
    Was @maipin und @Rick meinen ist ja eher die Scheu des Anfängers, der NOCH NIE vor anderen Leuten als dem Lehrer/der Lehrerin gespielt hat.
    Und da gebe ich @Rick 100%ig Recht: Dazu muss man sich einfach überwinden und auch in Kauf nehmen, dass es mal mächtig in die Hose geht, sich dann aber auch wieder dazu zwingen, es immer wieder zu tun.
    Mit der Zeit kommt dann auch mehr Gelassenheit.
    Ich kann das aus eigener Erfahrung berichten: Meine ersten Opfer waren Gottesdienstbesucher. Der Vorteil: Die sind gnädig, wenn's mal nicht so doll war und sind eher froh über jede Abwechslung in der Kirche.
    Die ersten Auftritte waren in der Tat grenzwertig, was in erster Linie mit der (zu starken) inneren Anspannung zu tun hatte. Mittlerweile bekomme ich aber ganz gutes Feedback (Balsam für's Ego!).

    Neulich in dieser allerersten Bigbandprobe war das auch schön bei den anderen Mitspielern zu beobachten:
    Wir haben zusammen einen Lick eingeübt, den wir zu einem Blues immer wieder gespielt haben.
    Dann hieß es: Wer will sich mal an 'nem Solo probieren? - Betretenes Schweigen in der Runde. Der Leiter hat aber drauf bestanden, dass jeder mal reiherum ein kleines Solo spielt.
    Resultat war, dass zu Ende der Probe die Leute gar nicht genug vom "Solieren" kriegen konnten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.Februar.2017
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  18. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Hi hi, kenne ich :)
     
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  19. maipin

    maipin Kann einfach nicht wegbleiben

    Als "Totalanfänger" ist man natürlich auch schnell mal an der Leistungsgrenze... oder auch mal drüber - dann quitscht es eben...
    So hatte ich eine extrem heftige erste Wochenhälfte - Dienstag spät zuhause, also nicht geübt - gestern am Abend (ca. 4h vor) Sax-Unterricht - also am Nachmittag noch geübt (knappe Stunde). Am Ende des Unterrichts (1h) ging dann entsprechend auch nichts mehr - quitsch...
    Übersteigerter Ehrgeiz war das nicht einmal - da war eben was aufzuholen - vielleicht etwas übernommen - andererseits fielen nur vielleicht zwei Minuten dem Quitsch zum Opfer - sogesehen alles noch gut gegangen... :rolleyes:
    Und: Wenn man alles immer perfekt könnte, bräuchte man ja keinen Unterricht... ;)

    LG Maik
     
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  20. SaxPistol

    SaxPistol Ist fast schon zuhause hier

    Naja, so ein Quietschen ist manchmal nur 'ne 1/4 Sekunde, kommt einem aber verdammt lang vor. ;-)
     
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