1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

V-, G-, M-Bogen Yamaha

Dieses Thema im Forum "Tenor Special" wurde erstellt von Mugger, 14.Dezember.2015.

  1. Mugger

    Mugger Guest

    Moin,

    ich hab mir ja im Forum ein gebrauchtes Yamaha-Tenor für die Schule gekauft.
    Bei dem 875 (altes Modell) ist ein M-Bogen dabei.

    Ich bin grade dabei, mit verschiedenen Bögen zu experimentieren.
    Im Forum habe ich mir den "alten" G-Bogen gekauft, der früher bei den 82z dabei war. In meinem Fall ist er unlackiert. Zum Probieren bestellt habe ich mir einen V-Bogen, der ist (in Ermangelung anderer Möglichkeiten, lagernd sind die Teile selten) versilbert.

    Ich bin noch unschlüssig, ob ich den V zurückschicken und den G behalten oder auch den G verkaufen soll.
    Daher mache ich grade ein paar Aufnahmen in verschiedenen Stilen.
    Zum Ensemblespiel in der Schule (für die Schule hab ich mir das Tenor eigentlich gekauft) ist der M-Bogen super. Das ganze Saxophon eigentlich, weil es so leicht zu spielen ist.
    Am Wochenende hatte ich es an einen Kollegen verborgt, der mit meinen Schülern im Freien am Weihnachtsmarkt gespielt hat, daher hängt das Bb manchmal, weil der Polster klebt :)
    Hier mal ein Blues mit allen dreien und eine Strophe Pop.
    Ich würde mich über Meinungen dazu freuen, noch mehr freuen würde ich mich, wenn das Ganze sachlich bliebe. Danke dafür.
    Die Reihenfolge ist immer M, G, V.

    Blues:




    Pop:




    Der M fühlt sich am "engsten" an, in den G "falle" ich rein, der V scheint in der Mitte.
    Trifft sich auch mit der Beschreibung auf sax.co.uk.
    Mundstück ist das Philtone Sapphire mit Rigotti 3med, in's Røde NTR.

    Cheers, Guenne
     
    Ginos gefällt das.
  2. saxhornet

    saxhornet Experte

    Schwer, die Musik lenkt mich ganz schön ab. Sowas einfach nur mit einer Tonleiter lässt sich für mich leichter beurteilen.
    Sie liegen für mich nahe beieinander.
    Beim M habe ich das Gefühl, daß da manchmal was von der Artikulation in den unteren Lagen verschluckt wird (eventuell aber auch dein Spiel in der Tiefe als bewusstes Stilelement (ist keine Wertung ob schlecht oder gut, ist mir nur aufgefallen). Beim Blues klingt der G fluffiger, gestreuter in der unteren Lage, kann aber auch einfach wieder deine Spielart sein und wäre dann halt gewollt. Der V klingt kompakter, klarer als der G.

    Gerade die Lagenunterschiede sind so schwer zu beurteilen. Kannst Du es nochmal einfach nur mit Tonleiter und chromatik über 2 Lagen machen? Dann ist es einfacher zu hören, glaube ich.

    LG Saxhornet

    p.s. schön daß Du die testen kannst, ich wollte die hier auch mal probieren aber da kommst Du nur durch Kauf ran.:oops:
     
  3. Mugger

    Mugger Guest

    Ja,

    mache ich morgen.
    Eigentlich besteht sowieso kein dringender Handlungsbedarf.
    Ich hab zwei tolle Tenöre für meine Gigs, die ungetuned spannender klingen, und für die Schüle würde der Originalbogen 100x reichen.
    Es hat mich nur interessiert, und der G (den man neu nicht mehr kriegt) war halbwegs günstig zu haben, den V versilbert hatte der Thomann, von dem ich was Anderes bestellt hab, lagernd.
    Der Musikhändler meines Vertrauens würde mir den V auch klarlackiert zum Probieren bestellen, aber inzwischen sind die Preise (schwacher Euro zum Dollar?) noch höher, der unlackierte und versilberte kosten laut Yamaha 508,- der von Thomann kostete 398,-.

    Cheers, Guenne
     
    saxhornet gefällt das.
  4. kokisax

    kokisax Ist fast schon zuhause hier

    Der "M" scheint recht ausgewogen zu sein, macht aber ab und zu kleine "Abstecher" in Bezug auf die Ansprache.
    Das könnte aber auch, wie saxhornet bereits sagte, auf Deine Artikulation zurückzuführen sein.

    Der "G" hat unten herum viel Power, macht oben herum aber etwas zu.

    Der "V" ist recht ausgewogen aber eher unspektakulär.

    Ich würde den mit der angenehmsten Ansprache (Anblaswiderstand) und der für Dich individuell besten Gesamtklangeigenschaften nehmen.
    Falls der "V" teurer sein sollte, ist der Mehrpreis abzuwägen.

    Gruss
    kokisax
     
  5. Reference54

    Reference54 Ist fast schon zuhause hier

    Was Saxhornet gesagt hat :)

    Ansonsten erinnert mich das spontan noch an einen Kommentar, den jemand in einem anderen Thread über einen Mundstückvergleich von Dir gemacht hat. Es klang in seinen Ohren alles ähnlich, weil Du natürlich auch auf unterschiedlichen Mundstücken Deine Soundvorstellung umsetzen kannst. Wenn ich mich richtig erinnere, war der Unterschied im Spielgefühl für Dich größer als der wahrnehmgenommene Unterschied für die meisten Zuhörer hier.
    Das könnte hier doch wieder ähnlich sein : Du kannst auf jedem grundsätzlich brauchbaren Material gut spielen, letztlich ist doch entscheidend wie "frei" Du dich auf dem Equipment fühlst, wie Du Dein Spiel darauf umsetzen kannst.
     
  6. Bloozer

    Bloozer Ist fast schon zuhause hier

    Hi Guenne,
    schön, dass du wieder da bist.

    Da sind schon deutliche Unterschiede zu hören. Mir gefallen sehr gut die Aufnahmen mit dem G-Bogen, sowohl
    beim Blues wie beim Pop. Der M- und V-bogen sind sich in den Aufnahmen recht ähnlich. Beide haben etwas
    Probleme mit tiefen Tönen und sind über den ganzen Tonumfang nicht so schnell im Attack, d.h. blasen etwas
    zickig an.
    Der G-bogen klingt sehr homogen, die tiefen Töne kommen gut, und die Töne werden allgemein viel besser
    verbunden, d.h. die Zunge unterbricht den Tonfluss nicht so wie anderen beiden.
    Ich hoffe, ich konnte etwas beitragen.
    :)
     
  7. Nordstern

    Nordstern Ist fast schon zuhause hier

    Hi!
    Das sehe ich auch so.
    Und ich "meine zu hören", dass G etwas voller klingt als M.

    Liebe Grüße
     
  8. saxhornet

    saxhornet Experte

    Und das kannst Du bei den Aufnahmen eindeutig den S-Bögen als Ursache zuordnen? Respekt.:)

    LG Saxhornet
     
    Ginos und last gefällt das.
  9. saxfax

    saxfax Ist fast schon zuhause hier

    Wenn ich mir die Aufnahmen auf dem Tablet anhören und zwischen gleichen Steelen hin und her schalte, meine ich immer unterschiedliche Nuancen zu hören, die ich aber schwer beschreiben kann. Manchmal stechen einzelne Töne hervor, keine Ahnung ob das am Bogen liegt. Am rundesten finde ich G (vermutlich ohne das im Blindtest bestätigen zu können). Bei der Popaufnahme ist der Effekt deutlich schwächer.

    Ein Freund von mir testet auch gerne Equipment - das ist es oft so, dass wir live viel mehr Effekte hören als in einer Aufnahme. Und wie gesagt - hier sind es nur die iPad-Speakerchen.
     
  10. Bloozer

    Bloozer Ist fast schon zuhause hier

    nein, das kann ich natürlich nicht. Ich nehme mal an, Mugger wird schon Schlüsse aus meinem Kommentar
    ziehen können.

    ;)
     
  11. Mugger

    Mugger Guest

    Moin,

    ich gestehe beschämt, dass mir Unzulänglichkeiten die Artikulation betreffend nicht aufgefallen sind.
    Oder anders gesagt: ich hab es eigentlich bis auf die Hänger der Polster so spielen wollen, wie Ihr es hört, auch wenn's nicht schön ist für Euch, hehe.

    Trotzdem ich morgen noch was trocken ohne Begleitung spielen werde, der V ist für mich auch überraschend nah beim M.
    Wundert mich, da der V recht begehrt ist, und doch viele vom G auf den V umgestiegen sind.

    Der G klingt "offen", für mich aber in nicht unbedingt positivem Sinn, eigentlich am langweiligsten. Hätte ich ihn nicht schon gebraucht gekauft, er wäre nicht meine erste Wahl.
    Es wird natürlich auch eine Sache der Abhöre sein, das Zeug, mit dem ich wiedergebe, ist zwar nicht High-End, aber schon ziemlich gut.
    Dort höre ich eigentlich das spannenste Spektrum am M. Interessant, dass das außer meinem Lehrer, meiner Freundin und mir niemand das so zu empfinden scheint :)

    Cheers, Guenne
     
  12. Clownfisch

    Clownfisch Experte

    Mit dem G klingst du nach Kenny G. Ist das Zufall? Ohne genau sagen zu können warum, mag ich das M am liebsten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.Dezember.2015
    Mugger gefällt das.
  13. Mugger

    Mugger Guest

    Moin,

    wäre auch ohne Video gegangen, aber gibt mir die Möglichkeit, auch ein bisschen mit Hard- und Software zu tüfteln :)
    Einmal ohne alles, alle 3 Bögen mit dem Lewitt DGT-650 in's iPad, Distanz ca 1,2m in ca 1,8m Höhe, unbearbeitet:

    Bögen


    Cheers
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.Dezember.2015
  14. kokisax

    kokisax Ist fast schon zuhause hier

    Mir ist es lieber wenn Mugger nach "Mugger" klingt und nicht nach Kenny G.

    kokisax :D:duck:
     
  15. saxhornet

    saxhornet Experte

    Mir gefällt der G1 am wenigsten, streut stark den Sound. M1 und V kommen für mich beim Video besser weg, wobei der M für meine Ohren am präsentesten ist und auch meine Wahl wäre.
    LG Saxhornet
     
    kokisax und Mugger gefällt das.
  16. Nordstern

    Nordstern Ist fast schon zuhause hier

    @Mugger
    Deine Freundin, Dein Lehrer, @saxhornet und Du haben Recht! :)
    Jetzt hast Du auch mich vom M überzeugt!

    Liebe Grüße
     
  17. jazzwoman

    jazzwoman Ist fast schon zuhause hier

    So, ich habe es mir nun auch angehört. Ich fand den ersten Bogen schon nicht wirklich ansprechend. Ich denke ja eher, dass das Mundstück nicht wirklich zu dem Horn passt. Zum Selmer ja, aber zu dem Yamaha ist es mir persönlich eine zu schrille Kombi! Aus dem V1 Bogen kann man glaube ich noch mehr holen, vielleicht nicht die Silber-Version nehmen, sondern eher den unlackierten Bogen. Du hast doch sicher noch 1000 andere Mundstücke da bei Dir herumfliegen ;) Ich will noch mal etwas auf einem dunkleren Mundstück hören :) oder wirf mal ein V16 Blatt ein, wenn Du eins da hast. Könnte die Kombi eventuell ein bisschen weniger obertonreich machen.
     
    Dreas gefällt das.
  18. macpom

    macpom Ist fast schon zuhause hier

    Hier muss ich passen. Höre keinen signifikanten Unterschied. Bin aber gerade auch erkältet und spiele seit 3 Wochen nicht mehr.

    Gruß Andreas
     
  19. ppue

    ppue Experte

    Der M-Bogen ist der Feinste.
     
  20. Mugger

    Mugger Guest

    Moin,

    naja, da bin ich im Vergleich zu manch anderem Forumsmitglied harmlos :)
    Ich hab nochmal verglichen, mit dem Philtone Tribute ("Link"), das könnte ich mir noch am ehesten vorstellen, live zu spielen.

    Ich hatte den G1 gestern im Unterricht mit, und interessanterweise passt der sensationell für eine Schülerin, die ein 475 spielt und das Problem hat, dass B2 und C3 zu tief sind.
    Mit dem G1 passt alles perfekt, und unten tut sie sich auch viel leichter.

    Hier also nochmal wieder M, G, V, und dann ein Quervergleich mit meinem Mark VI, Philtone Tribute 7*, Rigotti 3med, eine Etüde mit Dreiklangspaaren über "You and the Night and the Music".
    Ist zwar eh schon klar für mich, auch nach den Rückmeldungen (danke), der V geht zurück (obwohl er hier nicht schlecht klingt), der G wird verkauft oder wandert in den Fundus.






    Grüßle, Guenne