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warum ist ein warmgespieltes Instrument höher?

Dieses Thema im Forum "Soprano Special" wurde erstellt von bildGRAV, 23.April.2012.

  1. Bernd

    Bernd Gehört zum Inventar

    Außer bei einer Inversions-Wetterlage. :)
     
    Thomas gefällt das.
  2. m-sax

    m-sax Kann einfach nicht wegbleiben

    Schon mal bei Föhn gespielt??
    m-sax grüßt aus München
     
  3. wolle

    wolle Ist fast schon zuhause hier

    ...:bahn: wäre es also so zu verstehen, daß f = c/l maßgeblich für so manche mißtöne verantwortlich gemacht werden kann, weil die vorherige Berechnung nicht Exat war? Dann wäre man aus allem draußen...;)
     
  4. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    1) Das Problem ist nicht die Exaktheit der Berechnung, sondern die Randbedingungen. Andere Randbedingungen (hier vornehmlich Temperatur) => anderes c => anderes f. Das konstruktiv vorgegebene l kann also korrekt sein, aber nur für Normalbedingungen.

    2) Ausgleichen müssen wir immer, das Instrument ist nicht perfekt. Beweis: wir haben 2 Oktavklappen, bräuchten aber 12.

    3) Auch, wenn das Instrument perfekt wäre und wir perfekte Normalbedingungen haben, müssen wir immer noch intonieren, denn das Fis als Quinte zum H ist ein andere Fis als das Fis als große Terz zum D.

    Ergo: <ruhrpott>So billich kommse nich ausse Nummer raus!</ruhrpott>

    Grüße
    Roland
     
  5. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    Moin,

    weil das immer so gesagt wird, möchte ich da doch mal widersprechen.

    Theoretisch wäre, wollte man jeweils die rechnerisch optimale Position für das Oktavlöchlein benutzen für jeden überblasenen Ton ein eigenes Löchlein notwendig, also für jeden Ton von d'' bis f#''' eines, macht zusammen 17. Praktisch wird das Löchlein in seiner Größe so begrenzt, dass es nur eine kleine Störung der stehenden Welle verursacht, dies aber über einen größeren Abschnitt bewerkstelligt. Wir brauchen daher maximal 3 von den Dingern, und kommen mit den 2 vorhandenen ziemlich gut aus. Daran liegt es jedenfalls in der Regel nicht, wenn ein Instrument nicht sauber oktaviert oder sonstwie schlecht intoniert.

    Letztlich "bräuchten" wir sogar gar keines von den Dingern, denn das Saxophon lässt sich auch ohne ganz leidlich überblasen. Allerdings tut sich da, im Gegensatz zur Querflöte gerade der erste Oberton etwas sperrig, so dass wir dann doch froh über die kleinen Helferlein sind.

    Gruß,
    Otfried
     
  6. Roland

    Roland Ist fast schon zuhause hier

    @xcielo

    Hm, ich hab im Kopp, dass das hervorragend funktioniert, aber ein Kompromisslösung ist:
    "...
    In fact, only two register holes are used for the second register from D5 to F#6. This is of course a compromise: the register hole is never at the pressure node of the standing wave of the required upper note. This is not a big problem in practice.
    ..."
    Quelle: http://newt.phys.unsw.edu.au/jw/saxacoustics.html#registerhole

    Oder beziehen wir uns auf die selbe Quelle, interpretieren aber unterschiedlich?

    Grüße
    Roland
     
  7. xcielo

    xcielo Gehört zum Inventar

    @Roland

    es gibt ja viele Quellen dazu, natürlich auch die von dir zitierte. Und natürlich kann man es vielfältig interpretieren. Daher schrieb ich ja auch das mit der rechnerisch optimalen Position, und schreiben die Herren: "This is not a big problem in practice".

    Das Geschehen ist aber noch ein wenig feinsinniger. Machen wir das Loch mal an die optimale axiale Position. Dann müssen wir noch seine Größe festlegen. Man könnte es so groß machen wie ein normales Tonloch, ich vermute stark, dann klingt es etwas bescheiden. Also wird es kleiner gemacht. Macht man es aber kleiner, so wird es zwangsläufig für die benachbarten Halbtöne genau so gut funktionieren wie für das eigentlich gedachte.

    Zusätzlich haben wir das Problem, dass es typischerweise dann am besten wirkt, wenn sein Angriffspunkt nicht am Rand des Rohres, sondern in der Mitte positioniert ist. Daher haben Oktavlöcher oft eine kleine Hülse, die in das Rohr hinein ragt. Das wiederum geht aber eigentlich nur, wenn es entsprechend klein ist.

    Gruß,
    Otfried