1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Wie schütze ich meinen Daumen ?

Dieses Thema im Forum "Soprano Special" wurde erstellt von Saxoma, 23.April.2017.

  1. Dabird

    Dabird Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Saxoma, offen ist, ob du dein Sopransax überhaupt mit Gurt spielst. Dann auch offen, was für ein Modell gespielt wird. Wenn es eines mit aufgeschraubten Daumenhaken ist, wäre noch die Option, diesen auszutauschen, es gibt da ganz gute Varianten von verschiedenen Herstellern. Die können dann auch problemlos getestet werden. Wenn der Daumenhaken fest verbaut ist, geht diese Variante nur als dauerhaft angebrachte Lösung, in guten Werkstätten machbar. Könnte sein, dass der jetzige Daumenhaken nicht ideal ist, und eben dadurch noch unangenehmer für deinen Daumen, als ein ergonomisch besser geformter. Hier können Veränderungen schon viel bewirken. Bei Sopran als Hauptinstrument lohnt sich auch ein größerer Aufwand.
    LG, dabird
     
    Rick gefällt das.
  2. Florentin

    Florentin Ist fast schon zuhause hier

    Zum Thema Haltung des Sopransaxophons gibt es hier schon eine Menge Threads.

    Klar ist, dass ein breiterer und weicherer Daumenhalter weniger drückt und viel angenehmer ist. Die Daumenschoner aus Gummi gibts u.a. hier (sind ganz anders als für Klarinette!).

    Bei einem geraden Sopran mit geradem Hals entlastet ein Tragegurt nicht wesentlich. Dafür müsste man ihn auch ganz straff einstellen, was ich nicht mag.

    Mehr Entlastung bringt er bei einem gebogenen Hals. Dafür kommt dann aber der Korpus weiter nach unten, was bei langen Armen nicht angenehm ist.

    Klangunterschiede der Bauformen können in der Eigenwahrnehmung viel stärker erscheinen als in der Fremdwahrnehmung.

    Die Gefahr, ein gerades Sopran zu steil zu halten, ist: man wird versucht, einen Klarinettenansatz zu spielen, was zum Beissen und Hochdrücken der Töne führen kann.

    Ganz essentiell finde ich bei der Wahl eines Sopransaxophons, auf möglichst niedriges Gewicht zu achten. Aus diesem und anderen Gründen bevorzuge ich einteilige.
     
  3. ppue

    ppue Experte

    Ich kann das Sopran in allen Stellungen zwischen waagerecht und senkrecht spielen. Meinen Ansatz verändert das nicht. Natürlich geht der Kopf die 90° mit. Spielt man waagerecht, ist der Kopf so um die 45° nach hinten gelegt. Spielt man senkrecht, den gleichen Winkel nach vorne. Spiele ich normal (45°), so ist mein Kopf senkrecht.

    Eine Halteschlaufe für einen Gurt hat mein Sopran nicht.
     
    Taiga gefällt das.
  4. Taiga

    Taiga Ist fast schon zuhause hier

    Das spart auch wieder Gewicht ein. Hi, hi, hi.
     
  5. ppue

    ppue Experte

    Ja, wollte es gerade wiegen, aber ich habe es gar nicht im Haus, stelle ich fest (-:
     
  6. Saxoma

    Saxoma Nicht zu schüchtern zum Reden

    Hier ist Saxoma!
    Also ich spiele ein gerades Sopransaxophon mit austauschbarem Hals, wobei ich den Geraden verwende.
    Meistens mit Nackengurt, aber ich hab mir auch einen "Nackenfreien" Gurt gemacht, um meinen Nacken zu schonen.
    Mein Daumenhaken ist abschraubbar.
    Es ist mir schon klar, das mein Sopi nicht schwehr ist im vergleich zu den großen Brüdern, aber wie oben schon beschrieben, wird das Gewicht nicht vom Gurt getragen, es sei denn, man spielt wie Javier Girotto mit dem Sax nach unten.
    Ich jedenfalls, hab das meiste Gewicht am Daumen und den ganzen Druck am Daumengelenk. Werd mal auf die Suche nach einem anderen Haken gehn. Danke für eure Tipps!
    SAXOMA
     
  7. Florentin

    Florentin Ist fast schon zuhause hier

    Auch auf längere Zeit (so ein Konzert von 2 Stunden z.B.)??
     
  8. ppue

    ppue Experte

    Ja, das würde schon schwer werden. Allerdings geht es in Bewegung besser, da auch der Daumen von verschiedenen Seiten belastet wird. In der Praxis spiele ich überall viele verschiedene Instrumente, so dass ich es gar nicht genau sagen kann, ob ich das durchhalten würde.
     
  9. Topshit

    Topshit Ist fast schon zuhause hier

    Wenn ich dich richtig verstehe tut eher der Druck auf die Haut weh, wodurch auch die Hornhaut entstanden ist, als das Gelenk im inneren. Ich hab auch schon verschiedene Materialien getestet und komme momentan mit Fenster und Türklebeband von, ich meine Tesa, gut zurecht. Es ist ein weißes Band mit drei Dichtungslippen, wobei die äußeren höher sind als die in der Mitte. Sehr weich, hautfreundlich und sehr rutschfest.

    LG Mischa
     
  10. Topshit

    Topshit Ist fast schon zuhause hier

    tesamoll® E-Profil Gummidichtung
     
  11. Viper

    Viper Ist fast schon zuhause hier

    ...gibts auch tesadur®?:D
     
    last, moloko_plus, ppue und 2 anderen gefällt das.
  12. Nemesis

    Nemesis Ist fast schon zuhause hier

    @Saxoma : du hast ja Antworten bisher überwiegend von Männern bekommen; zur Abwechslung mal was aus weiblicher Sicht:
    ich wiege 55 kg bei einer Größe von 164 cm und bin eher feingliedrig als grobknochig, daher spiele ich mein Soprano nach längerem Herumprobieren mit
    1. einem Zappatini- Gurt
    2. dem gebogenen S-Bogen des Sopis
    3. einem Daumenschoner aus Gummi über dem Daumenhaken.

    Für den geraden S-bogen muß ich das Sopi höher halten, was automatisch auf das Daumengelenk geht.
    Zwischendurch lasse ich den rechten Daumen kreisen, um ihn zu entspannen.
    Ich kann gut längere Zeit auf diese Weise spielen.

    LG Euterpe
     
  13. Topshit

    Topshit Ist fast schon zuhause hier

    Ja gibt es,aber dann kannst du keinen Blues mehr auf dem Sopi spielen :cool:
     
    Rick, bluefrog und Viper gefällt das.
  14. Gerrit

    Gerrit Experte

    Warum sollte man das Mundstück eines Sopransaxophons in einen anderen Winkel einstellen als das eines Alto-, Tenor- oder Baritonsaxophons? Man kann so vorgehen, selbstverständlich, wenn man die daraus resultierenden akustischen Konsequenzen bewusst sucht. Allerdings funktioniert die Luftführung beim Sopran ebenso wie bei allen anderen Saxophonen, deren Mundstücke konstruktionsbedingt nicht in einem solch schrägen Winkel, wie er in der erwähnten Abhandlung vorgestellt wird, eingesetzt wird. Anders als bei der Klarinette, zumindest wenn diese in klassischer Weise geblasen wird, steht das Saxophonmundstück, bedingt durch die Geometrie des S-Bogens, beim Saxophon im betont flacheren Winkel. Das ist gewiss dem Konstruktionsprinzip des Saxophons geschuldet, das eine bequeme Spielhaltung trotz der Größe des Instrumentes ermöglichen soll, gewiss aber auch gewissen akustischen Intentionen. Dies sollte man bei der Diskussion um das Handling des Sopransaxophons grundsätzlich mit bedenken, meine ich. Erlaubt ist aber was klingt, denke ich. Ich persönlich z.B. schätze sehr den Sound eines Branford Marsalis, der das Sopran anders handhabt als der von mir ebenfalls sehr geschätzte David Liebmann. Leider wird hier im Forum oft oder immer wieder mit einer gewissen Verbissenheit um Positionen gestritten... ich habe heute noch einmal verschiedene Positionen, d.h. Einstellwinkel meines geraden Soprans überprüft: je flacher der Einstellwinkel um so weniger trägt der Gurt das Gewicht des Instrumentes. Das ist klar. Ab einem bestimmten flachen Winkel, geschätzt vielleicht um die 10 Grad, balanciert sich das Instrument so aus, daß der Druck vom Daumenhaken erheblich schwindet und sich das Gewicht gleichmäßiger auf beide Hände verteilt, was den rechten Daumen ganz erheblich entlastet. Der Daumenhaken dient grundsätzlich dazu, darauf sollte man auf die Eingangsfrage Bezug nehmend noch einmal hinweisen, daß der Daumen Halt bekommt, der Haken fängt nicht das Gewicht des Instrumentes auf. Der rechte Daumen rutscht nur dann vom Haken ab, wenn das Instrument in sich ungünstig verdreht ist: also auf die Drehung und Position des Mundstückes und ggf. des auswechselbaren Halses achten. Das Klangbild des Soprans entspricht bei flacheren Einstellwinkel des Instrumentes generell mehr dem Klangbild der anderen Baugrößen, d.h. er ist in der Tendenz deutlich runder, offener und strahlender, die Ansprache direkter. Der Ton strahlt natürlich auch mit verschiedenen Einstellwinkeln unterschiedlich in den Raum ab, was die Wahrnehmung des Zuhörers wie des Spielers erheblich beeinflusst. Das muss man nicht anstreben, wie gesagt, alles was klingt ist erlaubt, alles was spieltechnisch einwandfrei funktioniert sowieso...
     
  15. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Wer sagt das?
    Ich bin da nicht so ganz sicher. Der Winkel des S-Bogens beim Alt hat sich ja auch verändert.
    John Harle hat sich von Selmer einen steileren Bogen für das Alt machen lassen, und funktionieren tut das schon.

    Aber man muss das ganze System des Buches kennen und verstehen, um das Konzept dahinter zu erkennen und zu erspielen.
    Ich hab das Gefühl es ist schlüssig, und für mich funktioniert es immer besser, wie ich gerade beim (Tenor-) Gig festgestellt hab.

    Cheers
     
  16. Viper

    Viper Ist fast schon zuhause hier

    Da fällt mir die typische Haltung von David Sanborn ein....
    [​IMG]
     
    Rick gefällt das.
  17. Gerrit

    Gerrit Experte


    Ich kenne die besagten Ausführungen John Harle's u. es gibt einige, die mit steilerem Winkel ihr Horn blasen, z.B. David Sandborn. Allerdings sind meine Einwände aufgrund der gängigen Konstruktionsweise der Instrumente nicht von der Hand zu weisen. Bezeichnender Weise lies sich John Harle, wie Du berichtest, einen S-Bogen mit steilerem Winkel anfertigen, um sein Klangkonzept zu realisieren. Dagegen ist, wie ich bereits schrieb, nichts einzuwenden, wenn man zu schlüssigen Ergebnissen gelangt. Der Sound Sandborn etwa ist ein Beispiel dafür, wohin diese Spielweise führt: zu einem dezidiert nasaleren Klangbild. Selbstverständlich spielen dabei noch die anderen bekannten Faktoren eine Rolle: Mundstück, Blatt usw. Um noch einmal auf die Eingangsfrage und verschiedene hier geäußerte Vorschläge zurückzukommen: abgesehen vom Einstellwinkel des Soprans bzw. seines Mundstückes ist auch die Kopfhaltung zu berücksichtigen: wenn man z.B. den Kopf stark nach unten neigt um etwa ein gerades Sopran im Winkel nicht stark angeben zu müssen, wirkt sich das auch auf die Klangentfaltung aus, von gewissen Schwierigkeiten, die sich ggf.aus dieser Körperhaltung ergeben, zu schweigen. Das alles macht das Sopranspiel eben besonders interessant, es ist ein sehr empfindliches Instrument, das auch auf kleinere Veränderungen der maßgeblichen Spielparameter deutlich reagiert. Deswegen sind die an die Eingangsfrage sich heftenden Aspekte so interessant und es ist spannend, mit verschiedenen Spielhaltungen zu experimentieren und auf die jeweiligen Effekte genau zu achten...
     
  18. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Du hast die 2 Wälzer seit dem Erscheinen des Buches vor gut einem Monat durchgearbeitet?
     
  19. Gerrit

    Gerrit Experte

    Was soll denn diese Frage? Ich äußerte mich unmissverständlich...
     
  20. Ton Scott

    Ton Scott Freak

    Ich auch.
    Ich habe gesagt, dass man das ganze System verstehen muss, dass dahintersteht.

    Ich weiß, es ist schwierig, die Kompetenz eines Schreibers über's Internet einzuschätzen.
    Glaub mir, mir geht es mit Dir genauso wie es Dir mit mir geht.

    Grüßle, T.S.