1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Yamaha yts 25 / Yanagisawa T901 für Anfänger

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Plihopliheri, 3.August.2016.

  1. Plihopliheri

    Plihopliheri Kann einfach nicht wegbleiben

    Bitte um eure Meinung:
    Ich bin Anfänger (nicht in der Musik, aber beim Saxophon) im fortgeschrittenen Alter und will mir ein Tenor zulegen. Habe alle Beratungs-Threads gelesen und tendiere dazu, mir ein Instrument zu gönnen, das mir den Start erleichtert und an dem ich auch in 10 Jahren noch Freude haben kann.
    Nun bietet ein Sax-Lehrer in meiner Nähe ein yts 25 um 750 an. Ums Doppelte gäb's ein t901, das ich mir schicken lassen müsste.
    Nach allem, was ich hier im Forum gelesen und auf youtube gehört habe, finde ich Kanagisawa sympathisch. Aber ist die Sympathie den Mehrpreis und das größere Kaufrisiko wert?
    (Eine dritte Alternative wäre der Kauf eines neuen Instruments. Das wäre natürlich teurer und würde den Kauf ein wenig verzögern.)
    Danke im Voraus für eure Ideen!
    Günter
     
  2. Dreas

    Dreas Gehört zum Inventar

    @Plihopliheri

    Die ein gutes gebrauchtes Sax anzuschaffen ist gut, sofern das in bestem Zustand ist, keine Generalüberholung zeitnah ansteht. Das Alter eines Sax sagt nichts über die Instrumentenqualität aus (mein's ist 87 Jahre alt).
    Zudem verlierst Du kein oder kaum Geld.

    Zu den Saxen.

    Die kann man nicht vergleichen. Das YTS 25 ist ein (gutes) Einstiegsinstrument, das Yanagisawa 901 gehört zu den Premiuminstrumenten, entspricht also Deinen Vorstellungen gleich etwas zu kaufen, was Du auch noch in 10 Jahren spielen kannst.

    Der Mehrpreis ist auf jeden Fall gerechtfertigt.

    CzG

    Dreas
     
    Plihopliheri gefällt das.
  3. jb_foto

    jb_foto Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Günter,

    Ich würde das Yani dem Yamaha immer vorziehen, würde dir aber dringend anraten das Yani zu prüfen ob nicht doch in naher Zukunft eine GÜ ansteht.
    Ansonsten hat Dreas zu den beiden Hörner alles gesagt.

    Eine weitere Option kann auch ein neues YTS-280 von Yamaha sein. Auch hier handelt es sich um ein Einsteiger-Sax welches in deinem Rahmen liegt.

    LG
    Jürgen
     
    Plihopliheri gefällt das.
  4. Mummer

    Mummer Ist fast schon zuhause hier

    Eine 3. Alternative wäre natürlich, auch noch was anderes als Yamaha yts 25 bzw.
    Yanagisawa 901 als Kaufoption in Betracht zu ziehen.
    Als Beginner kannst du noch nicht wissen, in welche Richtung deine Tonentwicklung gehen wird und welches Saxophon dich dabei am besten unterstützen kann.
    Es gibt schon gewisse Klangcharakteristika bestimmter Saxophone, die deine Soundvorstellung eher fördern können als andere.
    Nur das herauszufinden und zu erkennen, dauert bestimmt Jahre der intensiven Beschäftigung mit dem Saxophonspielen.
    Deshalb ist es nicht verkehrt, mit einem bewährten, wertstabilen Instrument in deinem Preisrahmen zu beginnen, um dann später, mit den notwendigen Kenntnissen, sich auch nach einer Alternative umzusehen.

    LG
    Mummer
     
    Plihopliheri gefällt das.
  5. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    Naja. Ich habe kürzlich Tenöre getestet. Ich habe die yanis recht schnell aussortiert. T991 two1 und two10. Das Yts 875 war für mich besser. Am Schluss aber doch nur 2. Wahl.

    Es ist also echt individuelle Gefühlssache jedes einzelnen. Da kann man nichts verallgemeinern! Es muss zu Dir passen, jetzt, weil in 10 Jahren kann eh alles anders sein!

    LG Stefan
     
    last und Plihopliheri gefällt das.
  6. Plihopliheri

    Plihopliheri Kann einfach nicht wegbleiben

    Danke, das hilft sehr! So in etwa dachte ich auch, aber was weiß einer, der die Sax-Welt nur vom Lesen und Hören kennt. Schön, dass ich mir offenbar nicht nur Blödsinn zusammengereimt habe.

    Genau diese Prüfung des Yani geht leider wegen der Entfernung nicht...
    Andererseits gäb's in meiner Nähe ein 991 um 2200. Aber wenn es über die 2k geht, würde ich eigentlich ein Neues bevorzugen (meine Alternative no 3, wobei ich da an WO01 denke).

    Ja, 3. Alternative wäre eben Neukauf. Dass meine Vorstellungen sich ändern werden, ja, sicher. Aber ich möchte beim Sax die Fehler vermeiden, die ich bei den Bässen begangen habe: auf der Suche nach "dem" Ton haben sich da 20 Instrumente angesammelt.
    Deshalb möchte ich ein wertiges, eher "neutral" klingendes Sax, dessen Klang ich später mit Mundstück und Blatt beeinflussen kann. (Ja, es gibt noch Träume.)

    Klangvorstellung...
    Am Bass spiele ich in der Band zumeist Pop und Rock, meine persönlichen Vorlieben sind aber Prog-Rock und Fusion. Jazz ist mein Ziel. Transkribieren ist kein Problem, nach Gehör spielen im Rahmen meiner technischen Fertigkeiten auch nicht. Mit dem Sax als Melodieinstrument will ich meine musikalische Spielwiese erweitern.

    Freundliche Grüße
    Günter
     
    Rick gefällt das.
  7. breath_less

    breath_less Ist fast schon zuhause hier

    Ziemlich genau um 750 - 800 EUR gibt es immer wieder gute gebrauchte Yamaha YTS 32. Falls du jemanden hast (und selbst etwas Zeit), der Saxe beurteilen kann (Polster, Mechanik...) bekommst du so ein Instrument, welches meiner Meinung nach besser als das YTS 25 ist und absolut wertstabil - falsl du nach einiger Zeit doch etwas anderes willst.

    LG
     
    Plihopliheri und Dreas gefällt das.
  8. stefalt

    stefalt Ist fast schon zuhause hier

    Sehr günstig können auch Taiwanesen sein! Die sind nicht sehr wertstabil aber als Instrumente durchaus gut. Sei es Expression, Cannonball, oder auch Mauriat, Jupiter..... Wenn Du da etwas neueres (nach 2010/12) in gebraucht findest, kannst Du häufig ein echtes Schnäppchen machen. Die verlieren mit Kauf sofort rund 50% ihres Werts und dann oft nochmal 10-15% bis Sie 3-4 Jahre später wieder verkauft werden.
     
    Plihopliheri gefällt das.
  9. JazzPlayer

    JazzPlayer Ist fast schon zuhause hier

    Also erstmal ist es eine sehr gute Entscheidung, etwas mehr Geld auszugeben und dann davon lange profitieren zu können. Von daher sehe ich das YTS-25 eher als die unpassendere Option an. Die Frage wäre noch, inwiefern du dich schon auf bestimmte Modelle festgelegt hast. Bei Yamaha gibt es z.B. das 62, ein Blick zu Keilwerth und Selmer kann auch sicher nicht schaden, sei es auch nur, um nach Ausschlussprinzip sicher zu sein, dass es wirklich ein Yanagisawa werden soll.
    Wenn man die Möglichkeit hat, ohne Zeitdruck zu suchen und vielleicht auch bereit ist, den ein oder anderen Weg möglicherweise umsonst zu fahren, dann würde ich an deiner Stelle möglichst viele Saxophone persönlich in Augenschein nehmen. Vielleicht fällt dir ja etwas in die Hände, was für dich genau passt, wo hier niemand drauf gekommen wäre oder du findest eines dieser Schnäppchen, auf die man eine Weile warten muss. Ist mir mit etwas Glück nämlich mit meinem Tenor genauso passiert.
    Ein Gebrauchtkauf eröffnet meist finanziell nochmal größere Spielräume, weil man den Wertverlust eines Neuinstrumentes nicht mitbezahlen muss. Auf der anderen Seite sollte man dann entweder selbst Ahnung haben oder eine fachkundige Begleitung beim Kauf dabei haben, damit der vermeintlich erzielte Vorteil nicht durch notwendige Reparatur- und Wartungsarbeiten wieder aufgefressen wird.

    Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg bei Suche und Auswahl!
     
    Plihopliheri gefällt das.
  10. Plihopliheri

    Plihopliheri Kann einfach nicht wegbleiben

    Danke für eure Hinweise und Anregungen!

    Um das Thema abzuschließen: ich habe quasi die 4. Variante gewählt. Ein Wiener Händler bietet für die Yamaha Einsteigerklasse eine Rücknahmegarantie bis 10 Monate zu fairen preislichen Konditionen. Also habe ich mir das 280 geholt und werde es zurückgeben, wenn
    a: mir das Saxophonspiel nicht gefällt oder liegt, oder
    b: wenn ich innerhalb der 10 Monate "mein" Instrument finde.

    Punkt a kann ich bereits abhaken. Nach Hause gekommen, 280er ausgepackt und zusammengebaut, Blatt (Rico Royal 2) reingetan, Instrument umgehängt, angesetzt, und - es kamen Töne! Von E bis C war alles halbwegs stimmig. Ich hatte tagelange Kämpfe mit dem Ansatz erwartet. Naja, das tiefe D hat meist überschlagen, was meine Freude aber nicht trüben konnte. Start gelungen, jetzt beginne ich mit dem Durcharbeiten meines Schulbuchs.

    Das Saxophon hat einen neuen Fan.
     
  11. deraltemann

    deraltemann Ist fast schon zuhause hier

    Ich kann dich nur zu deiner Entscheidung beglückwünschen.

    kleiner Hinweis :
    es ist kein Fehler für die eine gewisse Zeit sich eine SAXOFON Lehrer zu suchen---
     
    Plihopliheri gefällt das.
  12. jb_foto

    jb_foto Ist fast schon zuhause hier

    Hallo Günter,

    kluge Entscheidung und ein gutes Vorgehen.
    Das YTS-280 ist ein solides Instrument und man kann es lange spielen.
    Viel Spaß mit dem Horn und investiere ggf. in ein paar Unterrichtsstunden - es hilft sich böse Fehler anzueignen

    LG
    Jürgen
     
    Plihopliheri gefällt das.
  13. saxhornet

    saxhornet Experte

    Du wirst viel Freude mit dem Instrument haben. Noch mehr aber, wenn Du Unterricht bei einem wirklich guten Lehrer nimmst und so Zeit sparst und etliche Fehler vermeidest.
     
    Plihopliheri gefällt das.
  14. JazzPlayer

    JazzPlayer Ist fast schon zuhause hier

    Den Rat vom Fachmann kann ich nur unterstreichen.
    Selbst ich als Amateur beobachte auf den Instrumenten, die ich spiele, immer wieder Autodidakten, bei denen sich technische Mängel offenbaren. Gerade wenn man schon musikalisch aktiv ist, kann bei Erlernen eines weiteren Instrumentes auch gleich von Beginn an techn. Feinheiten und Schnörkel Wert gelegt werden, die dann hinterher das Spiel abrunden.
     
    Plihopliheri und saxhornet gefällt das.
  15. Saxfreundin

    Saxfreundin Ist fast schon zuhause hier

    :D ;)
     
    Plihopliheri gefällt das.
  16. Plihopliheri

    Plihopliheri Kann einfach nicht wegbleiben

    Nochmals vielen Dank!
    Mittlerweile habe ich nach Ausprobieren von 5 verschiedenen Tenören "mein" Instrument gefunden, ein Yanagisawa WO10. Der Grund für die frühe Festlegung war, dass ich Mitte Jänner bei einem Gig, den Freunde zu meinem 60er für mich organisieren, einen Song mit meiner Band am Sax spielen will (alles andere natürlich am Bass). Und da will ich möglichst lange auf dem Instrument üben, das ich auch dort spielen werde.

    Falls es von Interesse ist: Ich war einige Male im Laden und habe immer wieder die Yamahas 62.02 und 82Z sowie das WO10 getestet, und später auch das Selmer SA II, einmal kurz auch ein Serie III, was mir aber vom Preis zu abgehoben war. (Das WO1 von Yanagisawa wäre erst im November lieferbar gewesen, das WO2 im März!) Ansonsten hatten sie Cannonballs, Jupiter und Schagerl in ähnlichen Preisklassen.
    Warum das Yani? Es hat für mich den "rundesten", ausgewogensten Klang und eine hervorragende Ergonomie. Von den anderen war eines klanglich recht dünn in den Tiefen, ein anderes, das sehr aggressiv und rocking klang und mir zunächst am besten gefiel, hatte eine seltsam unangenehme Ergonomie, die kleinen Finger weit weggespreizt, vor allem in der linken Hand. Hätte man vielleicht hinbiegen können, aber, naja. Das Dritte klang wunderschön, aber die Intonation war etwas schwieriger. (Ich habe auf allen Instrumenten Tonleitern gespielt, mit einem Blick auf den Tuner, und versucht, den Ansatz möglichst gleich zu halten.) Nach dem dritten Probespielen war es dann ziemlich klar... Das Yani kam mit mir nach Haus. Das war vor einer Woche; heute habe ich es erstmals gewagt, etwas aufzunehmen und hier einzustellen.
    Ich weiß jetzt aber auch, dass es vermutlich doch nicht bei dem "einen Saxophon fürs Leben" bleiben wird. Ich träume davon, mir irgendwann noch ein Vintage zuzulegen, das so alt ist wie ich. ;)
     
  17. DiMaDo

    DiMaDo Ist fast schon zuhause hier

    Die Suche danach hab ich schon bei @ArminWeis in Auftrag gegeben... ;-)
     
    Plihopliheri gefällt das.